Graffiti Internet Things gesprüht auf eine Wand (Quelle: imago/Jochen Tack)
Bild: imago/Jochen Tack

Digitalisierung sorgt für Fachkräftemangel - "Irgendwas mit Medien" als Beruf hat Zukunft

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wird von einer Mehrheit der Medienunternehmen in Berlin und Brandenburg positiv eingeschätzt. Im Rahmen einer Befragung zum jährlichen Geschäftsklimaindex gaben 55 Prozent der Unternehmen an, dass die Digitalisierung die Arbeitsproduktivität erhöht habe, während die Arbeits- und Lohnkosten weitestgehend gleichblieben (56 Prozent), heißt es in dem am Donnerstag vom Medienboard Berlin-Brandenburg vorgestellten Medien-Barometer für die Hauptstadtregion.

Arbeitszeitmodelle und Home-Office-Lösungen

Allerdings stelle die Digitalisierung der Arbeitswelt die Unternehmen auch vor große Herausforderungen: "Technologien entwickeln sich oft schneller als sie angewendet werden können", sagte Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens: "Die Arbeitswelt wird komplexer."

Besonders der Fachkräftemangel treibe die Unternehmen aktuell sehr um, sagte Andrea Peters, Vorstandsvorsitzende der Branchenplattform "media:net berlinbrandenburg". Die Unternehmen würden darauf mit neuen Arbeitszeitmodellen und Home-Office-Lösungen reagieren. Fast die Hälfte biete Weiterbildungen und Spezialisierungen für ihre Mitarbeiter an, sagte Peters. Kerstin Jöntgen, Mitglied des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg erklärte, Digitalisierung und Mitarbeiterschulungen hätten eine hohe Bedeutung.

Branchenumsatz auf 40,5 Milliarden Euro gestiegen

An der Befragung zum Medien-Barometer beteiligten sich den Angaben zufolge 264 Unternehmen aus Berlin und Brandenburg.

Der Umsatzanteil von Medien, Informations- und Kommunikationswirtschaft sowie Kreativwirtschaft an der Gesamtwirtschaft der Region lag 2015 den Angaben zufolge bei 14,3 Prozent. Der Branchenumsatz stiegt von 2014 auf 2015 um mehr als drei Milliarden Euro auf 40,5 Milliarden Euro.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.06.2018, 15.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    ...oder Wände bespritzen... :-P
    Geh als Maler und Lackierer, Handwerk hat wieder "goldenen Boden".

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