Autos stehen auf der Autobahn A 24 im Stau (Symbolbild: dpa/Soeren Stache)
Video: rbb Aktuell | 14.06.2018 | Mark Albrecht | Bild: dpa/Soeren Stache

Infos zu Bauarbeiten - Kritik an vierspurigem Ausbau der A24

Die Havelland-Autobahn GmbH hat am Mittwochabend über den weiteren Ausbau der A24 zwischen Kremmen und Neuruppin informiert. Geplant ist, dass der komplette Abschnitt über 30 Kilometer erneuert wird.

Dazu werde derzeit der Seitenstreifen in Richtung Hamburg verbreitet, wie der technische Geschäftsführer Thomas Stütze erklärte. Anschließend sollen alle vier Spuren über die breitere Fahrbahn geführt werden, um die Straßendecke in Richtung Berlin innerhalb eines Jahres zu erneuern. Erste Bauarbeiten laufen schon jetzt kurz hinter Kremmen Richtung Hamburg. Dort wird derzeit bei Tempo 60 die Fahrbahn verbreitert.

Feuerwehren arbeiten an Konzepten für Rettungsfälle

Beim Informationsabend zur A24 über die Bauabschnitte zwischen Kremmen und Neuruppin wurde auch über die Rettung bei möglichen Unfällen gesprochen. Die geplante Dauerbaustelle auf der A24 zwischen Kremmen und Neuruppin werde zur Herausforderung für die Rettungskräfte, wie der stellvertretende Kreisbrandmeister von Ostprignitz-Ruppin, Olaf Lehmann, sagte. Laut Lehmann werden derzeit bis zum Ende dieser Woche Konzepte für die Feuerwehren erarbeitet, wie sie sich in Unfallsituationen verhalten können.

Es wird langsamer und dauert länger

Kritik an den Plänen äußerte der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (SPD). Er bemängelte, dass auf den sechsspurigen Ausbau der Strecke verzichtet wurde. Unter dem Strich gebe es für viereinhalb Jahre eine Großbaustelle, die am Ende keinen Vorteil für Pendler biete, kritisierte Reinhardt.

"Wie Reinhardt sagte, gibt es jetzt schon vier Spuren und nach Fertigstellung der Großbaustelle mit 60 Stundenkilometern werden auch wiederum nur vier Spuren zur Verfügung stehen. Auch der sechsspurige Abschnitt bis Fehrbellin sei nur eingeschränkt nutzbar, weil es keinen Standstreifen gebe. Auch dort werde es eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 120 km/h geben, während man jetzt mit 130 km/h in Richtung Berlin fahren dürfe, sagte der Landrat. "Unterm Strich heißt das für alle Pendler: Es wird langsamer, dauert länger und die Stauanfälligkeit wird noch größer."

Die Bauarbeiten sollen 2022 abgeschlossen sein.

Sendung:  Antenne Brandenburg, 14.06.2018, 8.15 Uhr  

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1 Kommentar

  1. 1.

    "Er bemängelte, dass auf den sechsspurigen Ausbau der Strecke verzichtet wurde." Warum bemängelt er das? Soll er doch froh sein, daß mehr Geld für die Eisenbahn übrig bleibt. Ich wundere mich sogar, warum noch Geld in die Autobahn gesteckt wird. Besser wäre, die Leute fahren alle mit dem Zug: RE2 oder RE6 oder ICE 28 ioder EC27.

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