U-Bahnwagen im Werk von Stadler in Pankow (imago/Heinrich)
Bild: imago/Jürgen Heinrich

Nachbestellung ohne Vergabeverfahren - Siemens und BVG suchen nach Einigung im U-Bahn-Streit

Im Konflikt um eine U-Bahn-Bestellung ohne die übliche europaweite Ausschreibung versuchen sich die Beteiligten aufs Neue zu einigen. Für Donnerstag war ein Treffen zwischen Vertretern von Siemens und der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geplant, wie eine BVG-Sprecherin auf Anfrage in Berlin sagte.

Die BVG hatte im vergangenen Jahr beim Siemens-Konkurrenten Stadler unter Verweis auf eine Notlage 80 neue U-Bahn-Wagen für 115 Millionen Euro bestellt. Siemens legte dagegen zunächst Beschwerde bei der Vergabekammer des Landes ein und klagte dann vor dem Berliner Kammergericht.

Siemens-Sprecherin: Keine Einigung

Eine Siemens-Sprecherin sagte rbb|24: "Das ist ein laufendes Verfahren, daran hat sich nichts geändert. Wir sind mit der BVG weiterhin im Gespräch." Damit widersprach die Sprecherin anders lautenden Medienberichten vom Donnerstag.

Die BVG braucht die Züge nach eigener Darstellung bis 2019 als Ersatz für die alte Baureihe F79 aus dem Jahr 1979, die sie dann aus dem Betrieb nehmen müsse. Außer Stadler, das derzeit bereits Züge aus einem früheren Auftrag baut, könne das niemand so schnell. Siemens wirft der BVG vor, EU-Recht zu umgehen. Das Kammergericht will am 16. Oktober ein weiteres Mal in dem Streit verhandeln, sofern sich BVG und Siemens nicht zuvor gütlich einigen.

Sendung: rbbUM6. 05.07.2018, 18 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Bei Siemens und auch Bosch fällt mir der BER ein. Den Berliner Medien/Zeitungen hierzu seltsamerweise nie und nichts. Siemens sollte bitte ganz ruhig bleiben, weil Berlin die neuen Züge braucht. Ich habe das Gefühl: die Stadt kommt nicht voran. Es ist alles nur noch bleiern. Und nun stelle man sich bitte Berlin um 1900 vor. Die Stadt tobt!

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