Eine Passagiermaschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair steht am 24.11.2017 auf dem Flughafen Schönefeld (Quelle: imago/Schöning)
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Flüge in Berlin-Schönefeld von und nach Irland - Irische Ryanair-Piloten wollen streiken

Passagiere des Billigfliegers Ryanair müssen sich am Donnerstag kommender Woche (12. Juli) auf einen Streik der irischen Piloten einrichten. Die Arbeitsniederlegungen seien in einer Urabstimmung mit einer Mehrheit von 99 Prozent beschlossen worden und würden 24 Stunden dauern, teilte die irische Gewerkschaft IALPA am Dienstag über Twitter mit. Der Streik könnte viele Sommerurlauber treffen. Ryanair fliegt von Irland aus auch mehrere deutsche Flughäfen an. So wären an diesem Tag auch Flug-Verbindungen zwischen Berlin-Schönefeld und Dublin betroffen.

Ryanair-Kunden reagieren empört

Die Airline gab sich auf Twitter enttäuscht und betonte, dass die Abstimmung nur im Namen einiger Hundert irischer Piloten gewesen sei. Ryanair habe aber mehr als 4000 Piloten. Man wolle am kommenden Dienstag alle Flugpassagiere aus Irland darüber informieren, ob sie von diesem "unnötigen Streik" betroffen seien. Viele Kunden reagierten empört über das knappe Zeitfenster von zwei Tagen.

Abstimmung in Deutschland Ende Juli

Auch die an zehn deutschen Basen stationierten Ryanair-Piloten sollen darüber abstimmen, ob sie für ihre Forderungen nach höherer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen notfalls in einen unbefristeten Ausstand treten würden. Mit dem Ergebnis ist der deutschen Vereinigung Cockpit (VC) zufolge nicht vor Ende Juli zu rechnen.

Ryanair ist mit rund 430 Flugzeugen, 130 Millionen Passagieren pro Jahr und mehr als 4.000 Piloten der größte Anbieter von innereuropäischen Flügen. Wichtige Basen in Deutschland sind unter anderem Berlin-Schönefeld, Frankfurt, Weeze und Hahn. Seit diesem Sommer bietet die Airline auch Flüge vom Flughafen Tegel nach Mallorca an.

Kurz vor Weihnachten gab es den ersten Ausstand in der Geschichte des 1985 gegründeten Billigfliegers Ryanair, der die höchsten Passagierzahlen in ganz Europa aufweist. In Berlin-Schönefeld verpuffte der Warnstreik allerdings. weil die Airline nach Angaben der Pilotengewerkschaft Cockpit, Piloten einsetzte, die in der Probezeit oder selbständig waren.

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