Symbolbild: OBikes aneinandergelehnt auf einem Gehweg. (Quelle: imago/Preusser)
Audio: Inforadio | 12.07.2018 | Sebastian Schöbel | Bild: imago/Preusser

Nach Obike-Pleite - Berliner Senat will strengere Regeln für Leihradanbieter

Berlin steht voll mit Obikes – aber der Anbieter des insolventen Unternehmens ist nicht erreichbar. Unklar ist, wer die Entsorgung der Fahrräder bezahlen soll. Der Senat denkt jetzt über schärfere Regeln für die Anbieter nach – die Rede ist von Stellplatzgebühren.

Nach der Pleite des Leihradanbieters Obike stehen weiterhin hunderte Fahrräder in Berlin herum – bisher ist nicht klar, wer sie einsammelt und entsorgt. Es sei nicht in Ordnung, wenn das am Senat hängenbleibe, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) auf Anfrage des rbb. Das solle aus der Insolvenzmasse des Unternehmens bezahlt werden.

Doch das Unternehmen mit Sitz in Singapur ist seit Tagen nicht erreichbar, neben Berlin stehen auch in München, Frankfurt am Main und Hannover zum Teil mehr als 1.000 der silber-gelben Fahrräder herum. Da die App nicht mehr funktioniert, sind die Räder nicht mehr zu orten.

Stellplatzgebühren für Leihräder?

Auf Berlins Straßen tobe derzeit ein Preiskampf der Leihfahrrad-Anbieter, sagte Pop. Die Stadt werde von den Miet-Velos regelrecht überschwemmt. Angesichts der jüngsten Entwicklung kann sich Pop jetzt strengere Regeln für Leihradanbieter vorstellen. Die Berliner Regierung diskutiere nun, ob und wie man Leihfahrradanbieter zur Kasse bitten könne, sagt Pop auf Anfrage des rbb. "Wir tun das ja bei Autos mit Stellplatz- beziehungsweise Parkplatzgebühren." Diskutiert werde nun, ob man das künftig auch für Leihfahrräder erheben müsse.

AfD will Obikes an Schulhorte verteilen

Eine Sondernutzungsgebühr für Leihfahrradanbieter fordert auch die AfD. Die Räder von Obike sollten Senat und Bezirke umgehend einsammeln und einlagern, sagte der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Frank Scholtysek. Sie sollten kostenlos an Schulhorte, Verkehrsschulen oder soziale Einrichtungen verteilt werden.

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Scholtysek mal wieder … Der „Verkehrsexperte“ hat noch auf keinem Obike gesessen, sonst wüsste er, dass man die Dinger niemandem zumuten kann. Eine dreißig Jahre alte Rostschlurre rollt besser und wiegt weniger! Und für einen Schulhort sind sie schlichtweg zu groß. Was für ein Scherzkeks!

  2. 2.

    Einfach öffentlich machen , Bild oder BZ , jeder der so ein Fahrrad sieht und es los macht darf es behalten

  3. 1.

    Hier mein Vorschlag zur Güte an das Unternehmen, bitte alle Räder nach Afrika verschicken und an Kinder weitergeben. Diese müssen z.B. oft Kilometerweit bis zur Schule laufen.

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