Bauarbeiter werken am 18.04.2016 nahe Potsdam (Brandenburg) an Eigenheimen in einer entstehenden Siedlung (Quelle: dpa/Hirschberger)
Video: Brandenburg aktuell | 12.07.2018 | Andreas König & Phillipp Manske | Bild: dpa/Hirschberger)

Grundstücksmarktbericht 2017 - Brandenburger Bauland ist in Kleinmachnow am teuersten

Die Immobilienpreise in Brandenburg steigen weiter - und die Unterschiede sind riesig. Das zeigt ein entsprechender Bericht der Landesregierung für 2017. Im Berliner Umland ist Bauland um ein Mehrfaches teurer als in den Randregionen.  

Für Bauland und Eigenheime mussten Brandenburger im vergangenen Jahr deutlich mehr ausgeben als 2016. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2017 hervor, der am Donnerstag vorgestellt worden ist. Für den Bericht wurden mehr als 35.000 Kaufverträge ausgewertet. Daraus ist ersichtlich, das bei Immobilienverkäufen in Brandenburg im vorigen Jahr 5,9 Milliarden Euro umgesetzt wurden. Das sind acht Prozent mehr als 2016 - und ist der zweithöchste Wert seit der Wende.

Immobilien zur Selbstnutzung oder als Geldanlage seien immer beliebter, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange, die den Bericht präsentierte. "Der Boom ist ungebrochen." Davon profitierten vor allem das Berliner Umland und Orte, die gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar seien.

Grundstücke in Kleinmachnow am teuersten

Am teuersten sind derzeit Grundstücke, die individuell bebaut werden können, in der Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit etwa 527 Euro pro Quadratmeter. Am preiswertesten ist Bauland in Heideblick (Dahme-Spreewald) mit 5,48 Euro oder in Ziesar (Potsdam-Mittelmark) mit 6,47 Euro für den Quadratmeter. Im Durchschnitt lag der Preis für einen Quadratmeter Bauland bei etwa 110 Euro. Im Umland vor Berlin ist Bauland dreimal so teuer wie zum Beispiel in Randregionen Brandenburgs.

Außerhalb des Berliner Umlands holten einige Orte auf, wie der Vorsitzender des Oberen Gutachterausschusses, Jürgen Kuse, sagte. Beispiele seien Brandenburg an der Havel und Cottbus, wo die Zahl der Kaufverträge um 78 beziehungsweise 156 Prozent gestiegen sei. Auch Rathenow, Fürstenwalde und Eberswalde vermeldeten demnach Zuwächse.

6.628 Kaufverträge wurden im Vorjahr für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser unterzeichnet. Die Zahl blieb nach den Angaben nahezu stabil, der Umsatz stieg jedoch um zehn Prozent. Die höchsten Preise wurden mit rund 800.000 Euro in Kleinmachnow erzielt, gefolgt von der Landeshauptstadt Potsdam mit knapp 600.000 Euro. Rund 100 Kilometer südlich in Schlieben (Elbe Elster) reichten gut 48.000 Euro. Am günstigsten waren Einfamilienhäuser in Golzow (Märkisch-Oderland) mit 38.300 Euro oder Rhinow (Havelland) mit 47.800 Euro.

Durchschnittspreise von Einund Zweifamilienhäusern in Brandenburg 2017(Quelle:rbb/Brandenburg Aktuell)
| Bild: rbb/Brandenburg Aktuell

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