Schwarzkiefern und Rotfichten wachsen auf dem Werderaner Tannenhof (Quelle: dpa/Inga Kjer)
Bild: dpa/Inga Kjer

Brandenburgs Weihnachtsbäume leiden unter Hitze - Leise rieseln die Nadeln

Ein halbes Jahr vor der Bescherung lassen Brandenburgs zukünftige Weihnachtsbäume die Nadeln hängen. Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzt ihnen zu. "Wir haben noch keine Schäden, aber wir wässern und wässern und wässern schon seit Wochen", sagt die Geschäftsführerin des Werderaner Tannenhofs, Karin Lorenz. "Wir haben in diesem Sommer schon ein kleines Vermögen von rund 20.000 Euro verwässert." Im regenreichen Sommer des Vorjahres seien es nur 7.000 Euro Wasserkosten gewesen.

Zum Glück könne das Unternehmen günstiges Brauchwasser aus dem Glindower See nutzen, sagte Lorenz. "Wir haben das Brauchwassser-Netz aus DDR-Zeiten ausgebaut - und das kommt uns jetzt zugute." Auf dem Tannenhof wachsen auf 60 Hektar knapp eine halbe Million Weihnachtsbäume heran.

DIe Bäume könnten dieses Jahr blasser werden

Noch keine größeren Schäden meldete der Tannenhof Jung in der Prignitz. "Wir haben nicht so sandige Böden und mussten noch nicht wässern", berichtet Geschäftsführer Hartmut Jung. Allerdings seien einige Jungbäume, die im Frühjahr gepflanzt wurden, vertrocknet. "Wenn die Trockenheit noch vier Wochen anhält, könnte das zu richtigen Problemen führen", sagt Jung. Auch habe sich mangels Regen die letzte Düngung noch nicht verteilt. Dadurch könnten die Bäume blasser werden. Der Tannenhof hat eine Fläche von 250 Hektar.

Ob die Trockenheit die Preise für Weihnachtsbäume in diesem Jahr nach oben treibt, sei noch nicht absehbar, betonen Jung und Lorenz: "Wir müssen abwarten, wie sich die Lage in ganz Deutschland entwickelt." Mitte August trifft sich die Branche zur Internationalen Weihnachtsbaumbörse in Dänemark. "Dann gibt es erste Hinweise, wie sich der Markt entwickelt hat", sagt Lorenz.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.07.2018, 06:30 Uhr

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