Flugpassagiere in einer Schlange am Flughafen Berlin-Schönefeld (Bild: imago/Sorge)
Bild: imago/Sorge

Verspätungen an Berliner Flughäfen - SXF ist pünktlicher als TXL

Verspätungen sind an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld an der Tagesordnung. Besonders im Juni wurden die Nerven der Reisenden strapaziert. Doch aktuelle Zahlen zeigen: Anderswo ist es nicht besser.

Jedes dritte Flugzeug am Flughafen Tegel hatte im Juni eine Viertelstunde oder mehr Verspätung. Dennoch steht der Berliner Flughafen im Vergleich der großen deutschen Flughäfen recht gut da, wie aus Zahlen des Flughafen-Dienstleisters OAG hervorgeht.

Von Januar bis Juni konnten Passagiere in Tegel jeweils häufiger innerhalb der ersten 15 Minuten nach Flugplanzeit abfliegen als in Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Allein im Juni ging in Düsseldorf und Frankfurt jede zweite Maschine mindestens 15 Minuten zu spät in die Luft.

Weniger Verspätungen in Schönefeld

Besser als Tegel schnitt noch der Flughafen Schönefeld ab. Dort sind mehr Flugzeuge im Pendelverkehr unterwegs, was in der Regel  weniger Verspätungen bedeutet.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg meldete die Zahlen an die Senatsverkehrsverwaltung, die damit eine Anfrage der CDU im Abgeordnetenhaus zum Thema Verspätungen beantwortete. Demnach geht nur ein kleiner Teil der Verspätungen auf Probleme bei der Gepäckabfertigung und bei Personenkontrollen zurück. In Schönefeld waren es im Juni vier Prozent aller Verspätungsminuten, in Tegel sieben Prozent.

Jedoch hatten Flughafen und Airlines die Passagiere in den vergangenen Monaten aufgerufen, deutlich früher zum Flughafen zu kommen, weil es Engpässe geben könnte. An allen untersuchten Flughäfen litt im Juni die Pünktlichkeit. Während der Ferien stellte die Flughafengesellschaft eigene Leute ab, die den Dienstleistern beim Kofferverladen halfen.

 

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