Straßenbahn fährt in Potsdam an Landtag und Nikolaikirche vorbei (Quelle: dpa/Hirschberger).
Audio: Antenne Brandenburg | 03.09.2018 | Oliver Meurers | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Premierenfahrt am 18. September - Siemens testet autonom fahrende Straßenbahn in Potsdam

Eine autonom fahrende Straßenbahn  wird in wenigen Wochen in Potsdam unterwegs sein. Sie soll vom 18. bis 21. September durch die brandenburgische Landeshauptstadt fahren, teilte der Siemens-Konzern am Montag mit.

Testfahrt ohne Fahrgäste

Der Zug erkennt über Sensoren Verkehrssituationen, Fußgänger, Fahrzeuge und Signale. Außerdem bremst und beschleunigt er Siemens zufolge eigenständig.

Vorgesehen ist für den Test ein sechs Kilometer langes Teilstück des Potsdamer Tramnetzes. Welches es ist, verriet eine Unternehmenssprecherin am Montag nicht. Fahrgäste können bei dem Test ohnehin nicht zusteigen.

Mehr Sicherheit und höhere Verfügbarkeit

Siemens spricht von der ersten autonom fahrenden Straßenbahn der Welt. Der Verkehrsbetrieb Potsdam habe dafür eine Straßenbahn vom Typ Combino bereitgestellt.

Das Unternehmen erwartet von der neuen Technik mehr Sicherheit und eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Es werde in Potsdam aber immer ein Fahrer im Führerstand sitzen, der jederzeit eingreifen könne, versicherte die Sprecherin.

Anlass für die Premierenfahrt ist die Bahntechnikmesse Innotrans, die von 18. bis 21. September in Berlin stattfindet.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.09.2018, 15:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Vorstellen könnte ich mir eine fahrerlose Fahrt nur bei einem Quartier erschließenden Kleinbus. Bei "Olli".

    Ansonsten gilt das Prinzip der Verantwortung: Verantwortung tragen für eine Fehlreaktion, die immer und überall und mit Sicherheit passiert, kann nur der Mensch, die Maschine kann keine Verantwortung tragen. Mithin also: Direkt ein in der Kabine Sitzender oder einer, der weit weg ist und das programmiert hat?

    Sensoren mögen überall sein, das ist ihr Vorteil bei überschaubaren Situationen, besser als der Mensch. Der Mensch hat zusätzlich Intuition. Die sagt ihm, was er tun soll, auch wenn er nichts sieht.

    Pragmatisch also Olli. Der ist begrenzt und dadurch lassen sich Quartier erschließende Zubringerbusse einsetzen, als Zubringer zur Straßenbahn, die durch Fahrer besetzt sind.

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