Ein Doppeldecker-Bus der BVG fährt vor dem Reichstagsgebäude in Berlin entlang. (Quelle: imago/STPP)
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Audio: Inforadio | 11.10.2018 | Thorsten Gabriel | Bild: imago/STPP

Insgesamt 200 Fahrzeuge - BVG kauft neue Doppeldecker-Busse

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schaffen erstmals seit acht Jahren wieder Doppeldecker-Busse an. Insgesamt sollen 200 Neufahrzeuge bestellt werden, für die ersten 70 gab es am Donnerstag einen Aufsichtsratsbeschluss, wie das Unternehmen mitteilte.

BVG: Noch keine serienreifen E-Doppeldecker auf dem Markt

Die neuen Busse sollen Dieselmotoren der Abgasnorm Euro 6 haben. Diese Norm ist zunächst nicht von den Fahrverboten betroffen, die das Verwaltungsgericht Berlin am Dienstag für einige Straßen verhängt hat.

Sollte es Alternativen mit Elektroantrieb geben, werde das Unternehmen in den folgenden Tranchen weniger Diesel-Doppeldecker bestellen, teilte das Unternehmen weiter mit. Bislang gebe es für die Anforderungen Berlins auf dem europäischen Markt keine serienreifen E-Doppeldecker. Maximal 220 Millionen Euro will das Unternehmen in die neuen Busse investieren. Von den rund 1.400 Bussen der BVG sind dem Unternehmen zufolge 416 Doppeldecker. Die hatte die BVG zwischen 2005 und 2010 angeschafft.

Erst im April hatte der Aufsichtsrat Rahmenverträgen für 600 neue Gelenkbusse und 350 einstöckige Stadtbusse zugestimmt. Außerdem sollen 60 Elektrobusse beschafft werden.

Sendung: Abendschau, 11.10.2018, 19.30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Es gibt auch elektrische Doppeldecker:
    https://www.electrive.net/2018/06/20/london-bestellt-68-elektrische-doppeldecker-busse/

  2. 3.

    Bevor man sowas sagt, sollte man sich auch mal erkundigen.

    Die BVG hat seit 2015 ein Ausschreibungsverfahren bezüglich des Beschaffens neuer Doppeldecker geführt.

    Testfahrzeuge kamen von Scania, VDL, Solaris/Volvo und Enviro von Alexander Dennis.

    Ergebnis:
    Der Enviro kann als einziger Doppeldecker als 15 bzw. 12,45 Meter-Variante hergestellt werden und ist dabei auf deutsche Bedürfnisse optimal abgestimmt, da der Bus zum Teil mit Mercedes Nutzfahrzeuge produziert wird.

    Scania und VDL hatten einen 12 Meter-Doppeldecker zur Verfügung gestellt, wobei Scania die besseren Feedbacks hatte, jedoch das Manko die einzelne Treppe war. Und da hat Alexander Dennis eben den Vorteil, da die Busse per Modul hergestellt werden. Heißt: Jedes Fahrzeug kann individuell zusammengestellt werden.

  3. 2.

    Völliger Schwachsinn...

    1. Kann/Darf ohne Ausschreibung noch kein Hersteller feststehen und 2. ist MAN nicht pleite... Der A39 wird schlicht nicht mehr angeboten...

  4. 1.

    Die Busse sind wohl "Enviro 500" Busse von Alexander Dennis.
    Eine Anekdote am Rande:
    Die Schweizer Postbus hatte vor, für Strecken in der Ostschweiz neue Doppeldecker einzukaufen und sich deshalb vond er BVG einen der aktuellen Baureihe ausgeliehen.
    Doch als die Schweizer bestellen wollten, war die Lieferfirma pleite.

    Jetzt haben die Schweizer die Enviro 500 von AD bestellt und die ersten schon bekommen.
    Diese Busse fahren unter anderem in London und Dublin. Doch dort sind de DD 4.56m hoch, was für den Kontinent zu hoch ist, und so baut AD diese Busse nur 4m hoch.

    Die Enviro 500 gibt es von AD auch als Enviro 500 H, als Hybrid-Busse
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hybridbus#Alexander_Dennis

    Die BVG hatte einmal einen Enviro 500 für ein par Wochen, der eigentlich für NVC war, hier wurde er auf der Strecke vom Zoo nach Spandau/Kladow eingesetzt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dennis#/media/File:BVG_AD441-III.JPG

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