Visualisierung der neuen Doppeldecker (Quelle: Alexander Dennis)
Audio: Inforadio | 22.10.2018 | Sebastian Schöbel | Bild: Alexander Dennis

Schottischer Hersteller bekommt Auftrag - So sehen die neuen Berliner Doppeldecker-Busse aus

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat ihre neuen Doppeldeckerbusse vorgestellt. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, hat der schottische Fahrzeugbauer 
Alexander Dennis den Zuschlag bekommen. 200 dreiachsige Doppeldecker mit moderner Euro-6-Antriebstechnik seien geordert worden. Die Kapazität dieses Modells "Enviro500" entspreche der von Modellen, die bereits jetzt im Betrieb sind.

Zunächst wurden 70 Busse geordert

Vor wenigen Wochen hatte der Aufsichtsrat der BVG bereits mitgeteilt, dass man nach erfolgreich bestandenem Test- und Erprobungsbetrieb mit zwei Bussen zunächst 70 Fahrzeugen nehmen wolle. Weitere Doppeldecker sollten dann folgen, sollten sich die Fahrzeuge im Betrieb bewähren. Damit bestehe für den Fahrzeughersteller eine Abnahmesicherheit, hieß es von Seiten der BVG.

Die neuen Busse werden 13,8 Meter lang sein, verfügen über drei Türen, zwei Aufstiegstreppen ins Oberdeck sowie 80 Sitzplätze. Die ersten beiden Fahrzeuge sollen Mitte 2020 in Berlin unterwegs sein.

Die BVG teilte mit, mit den neuen Bussen bleibe man flexibel und könne dann, wenn elektrische Doppeldeckerbusse serienreif verfügbar seien, auch regieren: Man könne dann ganz einfach weniger konventionell betriebene Fahrzeuge aus dem nun beschlossenen Rahmenvertrag abrufen.

BVG: Noch keine serienreifen E-Doppeldecker auf dem Markt

Zuvor hatte die BVG bereits mitgeteilt, dass man maximal 220 Mio. Euro in die neuen Busse investieren wolle. Von den rund 1.400 Bussen der BVG sind dem Unternehmen zufolge 416 Doppeldecker. Die hatte die BVG zwischen 2005 und 2010 angeschafft.

Erst im April hatte der Aufsichtsrat Rahmenverträgen für 600 neue Gelenkbusse und 350 einstöckige Stadtbusse zugestimmt. Außerdem sollen 60 Elektrobusse beschafft werden.

Sendung: radioBerlin 88,8, 22.10.2018, 12.30 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    @Dennis der VDL Doppeldecker ist schon über 1 Jahr für die BVG in Berlin unterwegs immer wieder auch auf diversen Linien z.B. M19
    Der VDL Doppeldecker hat sich gar NICHT bewährt weil er viel zu klein ist innen... er hat NUR 2 Achsen und damit maximal 18 t z.Gm Der Platz ist innen zu eng wegen 2 Treppen und der Länge von nur 12 Metern außerdem sind die Stangen innen nicht optimal verbaut man stößt sich den Kopf etc. Das kann nur besser werden.
    Wenn es den Schotten gelingt eine Vorderachse zu bauen, die mehr Belastung aushält und einen Antrieb der mehr Leistung bringt und ansonsten gleich gut robust ausgestattet ist wie die Neo-Man Busse, dann sieht die Zukunft für Berlins ÖNPV gut aus.... die alten Neo-Man Doppeldecker sind schon super doch bei hohen Temperaturen überhitzt regelmäßig der Antrieb, so das die Technik die Motorleistung reduziert um den Motor zu schützen.
    Also die 300 Pferde der Neo-Männer Doppeldecker sind definitiv ein wenig zu schwach... 400 PS und leiser Bitte.

  2. 11.

    "elektrische Doppeldeckerbusse serienreif verfügbar seien"
    Natürlich, man muss sie nur da bestellen wo sie bereits im Einsatz sind: in Fernost.
    Aber das geht ja nicht, wir warten bis Benz oder MAN aus der Paste kommt.
    Man wartet bis die deutschen Firmen sich das Know-How abgeschaut haben, wie schon ewig seit den 90ern in der Autoindustrie.

  3. 10.

    hmm, und auf welcher Seite sind die Türen in Schottland? Die Berliner Lösung dafür: alle Straßen entlang der Route werden zu Einbahnstraßen!

  4. 9.

    Wer zahlt denn, nachdem Schottland, als Teil des Vereinigten Königreichs, nächstes Jahr die EU verlässt, die Einfuhrabgaben für die Busse?
    Falls die BVG nicht daran gedacht hat, sollte sie schon anfangen dafür Rücklagen zu schaffen.

  5. 8.

    Hab erst letzte Woche nen kurzen VDL-Doppeldecker in BVG-Gelb auf der Elsenbrücke fahren sehen. Ist der dort auf irgendeiner Linie im Einsatz oder war das nur ne Betriebsfahrt?..

  6. 6.

    Warum London zeitlich E-Doppeldecker - vom selben Hersteller Alexander Dennis Ltd(ADL) - bestellen kann, ist eigentlich relativ schnell erklärt:

    In London - wie auch in den meisten britischen Großverstädten - verkehren ausschließlich zweiachsige Doppeldecker-Busse. Dazu gehören auch die E-Doppeldecker Enviro400EV von ADL.

    Im Rahmen der europaweiten Ausschreibung im Jahre 2015, hatte sich die BVG als Ziel gesetzt, auch zweiachsige und damit kürzere Doppeldecker anzuschaffen. Dazu wurden die Fahrzeuge Citea DLF 114 von VDL und die Citywide LFDD von Scania angeschafft. Auch der dreiachsige Enviro500 war wurde für einige Wochen zu Testzwecken ausgeliehen.

    Fazit:
    Die kürzeren zweiachsige Fahrzeuge von VDL und Scania fielen bei den Fahrgästen komplett durch und daher werden wieder dreiachsige Fahrzeuge angeschafft. Und da es auf dem Markt keine dreiachsige E-Doppeldecker gibt, werden es daher Dieselfahrzeuge sein.

  7. 4.

    Auch die Doppeldecker-O-Busse gab's schon mal! Z.B. den Henschel / NWF 562 DD sowie
    die Londoner DD-O-Busse usw.!

  8. 3.

    Weil Doppeldecker wie sie die BVG braucht noch nicht auf dem Markt erhältlich sind (Größe, Reichweite,etc.). Es gibt aber eine Klausel im Vertrag, die es der BVG ermöglicht sofort auf Elektro DD Busse umzusteigen und die Abnahme der Diesel Wagen zu stoppen.

  9. 2.

    Naja die doofen Grünen haben in Berlin ja auch Akkubusse durchgesetzt. Ganz sicher ist der Elektroantrieb marktreif, das war er schon vor 100 Jahren. Nur der Akku nicht.

  10. 1.

    Komisch warum London dann 68 neue E-Doppelstock-Biss zeitgleich bestellen kann: https://www.electrive.net/2018/06/20/london-bestellt-68-elektrische-doppeldecker-busse/
    sind diese denn dann nicht marktreif oder warum kauft man Diesel-6 Stinker statt emmissionsfreier Busse für zumindest belastete Innenstadtbereiche?

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