Ein Taxischild leuchtet nachts auf dem Dach eines Taxis an einem Taxistand in Berlin (Quelle: dpa/Lino Mirgeler)
Audio: Inforadio | 30.10.2018 | Sebastain Schöbel | Bild: dpa

Verordnung nach EU-Recht - Kartenzahlung kostet in Berliner Taxis bald nicht mehr extra

Die Gebühren für Kartenzahlung im Taxi sollen in Berlin künftig wegfallen. Der Senat hat am Dienstag einen entsprechende Verordnung von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) beschossen. Spätestens Ende November soll die Verordnung in Kraft treten, je nachdem, wie schnell sie veröffentlich werden kann. Damit setzt das Land Berlin EU-Recht um, das schon seit Mitte Januar Gebühren für bargeldlose Zahlungsmittel verbietet. Taxifahrer in Berlin verlangen bisher einen Aufpreis von 1,50 Euro.

Taxifahrer dürfen in Berlin aber weiterhin eine Gebühr verlangen, wenn Kunden zum Beispiel mit Coupons zahlen oder Unternehmen ein Taxi auf Rechnung bestellen. In solchen Fällen entstehe den Fahrdiensten ein zusätzlicher Aufwand, sagte die Sprecherin der Senatsverwaltung.

Taxi-Innung fordert Fahrpreiserhöhung

Die Berliner Taxi-Innung begrüßte die Abschaffung der Gebühren für Kartenzahlung. Man habe diesen Schritt bereits im März beantragt, sagte der Vorsitzende der Taxiinnung, Leszek Nadolski,  dem rbb.

Gleichzeitig habe man eine Anpassung der Taxigebühren gefordert, worauf der Senat noch nicht reagiert habe, so Nadolski. Die Verbände haben beim Senat beantragt, die Kurzstrecke von 5 auf 6 Euro, den Kilometerpreis (bis 7 km) von 2 auf 2,20 Euro sowie ab 7 km von 1,50 auf 1,65 Euro zu erhöhen. Der Wegfall der Kartenzahlungsgebühr und ein höherer Mindestlohn für Taxifahrer ab 2019 machten höhere Tarife unausweichlich, so Nadolski.

FDP will Kartenzahlung auch im ÖPNV ausweiten

Die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus kritisierte, der Senat habe viel zu lange gebraucht, um den "unzulässigen Zustand" zu beenden. Nun sollten auch S-Bahn und BVG ihre Angebote für bargeldloses und kontaktloses Zahlen ausweiten, forderte der infrastrukturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Henner Schmidt, laut einer Mitteilung.

Sendung: Inforadio, 30.10.2018, 11.20 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Wer UBER toll findet der findet auch:
    Rendite für Großinvestoren auf Kosten der deutschen Sozialkassen und Steuerzahler,
    Steuerhinterziehung,
    Schwarzarbeit,
    Lohndumping und anschließendes Aufstocken auf Kosten der Algemeinheit toll und will keine regelmäßigen Kontrollen der Gesundheit und des Sehvermögens o der poliz. Führungszeugnisse der Fahrer.

    Mit milliardenschweren Investitionen werden weltweit tausende kleiner Taxibetriebe zerstört um dann, wenn es keine richtige Konkurrenz mehr gibt, Reibach in Kalifornien und bei den Investoren zu machen.

  2. 4.

    Taxi ist und bleibt die einzig wahre Alternative.
    UBER ist eine Ausbeute-Betrieb aus USA.
    Wer gerne in ehemaligen Taxen mit halbillegalen Fahren durch die Stadt fährt und diese Sozialausbeute unterstütz sollte sich nicht wundern.

  3. 3.

    danke für die Werbung für Uber. Ich fahre lieber Taxi. Kartenzahlung war noch nie ein Problem. Bin wohl nicht so hip wie die Nerds die gern in den ehemaligen Taxen durch Berlin Gondeln.

  4. 2.

    Die Ausreden wie „Kartenleser kaputt“ oder „Ersatzfahrzeig ohne Kartenleser“‘werden bleiben.
    Ich freue mich über jede Alternative zu den Taxis, sei es Uber oder andere Shuttle-Services.

  5. 1.

    Ich sage nur UBER ist eine echt tolle Sache. Im Ausland mehrmals ausprobiert, echt Klasse

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