Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, und Siemens-Vorstand Cedrik Neike (r) unterzeichnen am 31.10.2018 eine Vereinbarung zum geplanten Siemens Innovationscampus (Bild: dpa/Paul Zinken)
Video: Abendschau | 31.10.2018 | Dorit Knieling/ Timo Fabian Nicolas | Bild: dpa/Paul Zinken

600 Millionen Euro werden investiert - Vereinbarung für Siemens-Campus in Berlin unterzeichnet

Weder Asien noch die USA: Der neue Innovationscampus von Siemens wird in Berlin entstehen. In Forschung, Produktion und Wohnungen will der Konzern insgesamt 600 Millionen Euro investieren.

Der neue Innovationscampus von Siemens wird in Berlin entstehen. Diese Standort-Entscheidung hat Siemens getroffen, mit der Landesregierung wurde am Mittwoch in Berlin eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Am Dienstag hatte der rbb bereits aus Parlamentskreisen von der Entscheidung erfahren.

Siemens will auf vierte industrielle Revolution vorbereitet sein

Siemens-Chef Joe Kaeser sagte am Mittwoch über den gewählten Standort: "Gerade hier in Berlin gab es schon eine Gründerkultur, als es in Silicon Valley noch gar keine Garagen gab." Auf dem neuen Campus solle die Zukunft der Arbeit erprobt werden. Dabei würden Forschungseinrichtungen und Start-ups, aber auch auf 50.000 bis 60.000 Quadratmetern Sozialwohnungsbau entstehen. "Kein Land wird so sehr wie Deutschland von der vierten industriellen Revolution betroffen sein - das wollen wir als Chance begreifen." 

Vier Hauptgründe hätten für den Standort Berlin gesprochen, sagte Siemens-Vorstandsmitglied Cedrik Neike am Mittwochabend im rbb. In der Stadt gebe gebe es eine unglaubliche Energie im Bereich des Erfindertums, 31 Prozent aller deutschen Start ups befänden sich in Berlin. Zweiter Grund sei die Historie; Siemens sei vor 171 Jahren in einem Hinterhof in Berlin gegründet worden und komme nun zurück zu seinem Ursprung. Zudem seien die Berliner tolerant und offen, was für den Campus wichtig sei, so der gebürtige Berliner. Als vierten Grund nannte Neike die kommende große industrielle Revolution. Siemens habe in Berlin Werke und könne darin die Forschungsergebnisse anwenden und sofort Erfahrungen sammeln.

Müller: "Wichtiger Tag für Wirtschaftsstandort Berlin"

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), sprach von einem "wichtigen Tag für den Wirtschaftsstandort Berlin". "Da entsteht ein neuer Stadtteil. Dafür müssen Bezirk und Landesebene zusammenarbeiten." Es bestehe auch eine enge Kooperation auf Bundesebene "bis ins Kanzleramt". Für die Schienenanbindung brauche es die Unterstützung des Bundes. Siemens geht von einer Bauzeit von rund zehn Jahren aus.

Müller sagte, er könne noch nicht bemessen, wieviel Geld Berlin insgesamt für den Campus, etwa für die Erschließung des Standorts, investieren werde. Die 600 Millionen Euro, die für den Campus selbst veranschlagt sind, wird Siemens nach Angaben von Kaeser selbst tragen. "Alles Siemens-Geld, versteuert und vorrätig. Wir können morgen anfangen", so der Siemens-Chef.

Größte Einzelinvestition in Berlin

"Ich freue mich, dass wir uns gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt haben", sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Monatelang hatte Siemens darüber nachgedacht, an welchem Ort der Innovationscampus gebaut werden soll, auch Asien und die USA waren im Gespräch. 

Die Ansiedelung des Campus ist die größte Einzelinvestition eines Unternehmens in Berlin nach dem Krieg. Und für Siemens eine Rückkehr an den Gründungsstandort, wie der Spandauer CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner am Dienstag sagte: "Die Siemensstadt würde ihre Wiedergeburt erleben und die Begriffe Zukunft und Innovation untrennbar mit Spandau verbunden sein. Hier fing der Welterfolg der Firma Siemens an und hier wird nun offenbar mit dem deutschen Silicon Valley an der Spree ein neues Konzernkapitel geschrieben werden.", so Wegner in einer Mitteilung.

600 Millionen Euro für einen Campus

Im Sommer waren die Pläne von Siemens bekannt geworden, bis zu 600 Millionen Euro in einen Innovationscampus zu investieren. Siemens hatte damals angekündigt, das Projekt auch international ausschreiben zu wollen.

Der Berliner Senat hatte daraufhin begonnen, sich intensiver mit den Plänen von Siemens zu beschäftigen. Insbesondere verlangte das Unternehmen Erleichterungen im Bereich des Denkmalschutzes, eine schnelle Anbindung an das Internet und eine moderne Verkehrsinfrastruktur.

Stadt sichert schnelles Internet und Straßenausbau zu

Mehrfach hatte sich Berlins Regierender Bürgermeister Müller mit Siemens-Vertretern getroffen, um Details für den geplanten Campus zu besprechen. Als Ergebnis schickte der Senat Anfang Oktober ein Eckpunktepapier nach München, das als Grundlage für die Entscheidung des Siemensvorstandes gelten sollte und nun vielleicht auch hat.

Darin sicherte die Stadt ein schnelles Internet sowie einen Straßenausbau in Siemensstadt zu. Auch beim größten Problem, dem Denkmalschutz, ist der Senat dem Konzern entgegengekommen. Siemens darf im Inneren der geschützten Gebäude in Siemensstadt bauen wie gewünscht, lediglich die Fassaden und die Dächer sollen bleiben wie sie sind.

Zum genauen Inhalt des Eckpunktepapiers war Vertraulichkeit vereinbart worden. Michael Müller (SPD) stellte damals lediglich fest, mit dem Papier sei die Möglichkeit verbunden, die Siemensstadt in Berlin "wieder zu einem Ankerpunkt" für einen wettbewerbsfähigeren Wirtschaftsstandort Berlin zu machen.

Stadtquartier werden mit wiederbelebter Siemensbahn

Nach dem bisherigen Konzeptentwurf für den Campus sollen in Spandau auf knapp einem Quadratkilometer Büros, Forschungslabors, Hightech-Produktionsanlagen, ein Hotel, eine Schule und Einzelhandel untergebracht werden. Geplant ist, neue Firmen auf dem Gelände anzusiedeln, außerdem soll es dort Mietwohnungen geben. Teil dieses Konzepts sei auch der Moabiter Standort von Siemens in der Huttenstraße rund um das Gasturbinenwerk, betonte Konzernvorstand Cedrik Neike in der Berliner Abendschau.

"Wir wollen Siemensstadt öffnen. Siemensstadt ist eigentlich geschlossen nur für Siemensianer zur Zeit. Wir wollen 200.000 Quadratmeter Wohnraum, bezahlbaren Wohnraum in der Siemensstadt kreieren, um die Leute auch mit einzuladen", sagte Neike. Zudem sollten hier neue Startups und neue Unternehmen ihren Sitz bekommen. Dieses Konzept des gemeinsamen Arbeitens und Lebens diene dem "Miteinander-Lernen", so Neike.

Siemens' Ziel sei es, hier ein neues Stadtquartier zu gestalten. Einer der Schwerpunkte für die Arbeitsfelder der Netzwerke auf dem Campus sei die E-Mobilität. Dazu werde die "smarte Infrastruktur, etwa Breitband" ausgebaut, hieß es. Zur besseren Anbindung werde auch der alte und vor Jahrzehnten stillgelegte S-Bahn-Strang durch das Gelände - die Siemens-Bahn nach Spandau - wiederbelebt.

Kommentar

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36 Kommentare

  1. 36.

    In der Tat: Unternehmen reden vom "Standort". Deswegen geht es nicht um Spandauer Lokalkolorit, sondern genau darum, wie sich eben solcher Ort auf die Industrie bezieht und sie, die Industrie, auf ihn. Ansonsten wäre das nur ein sehr billiges "Label", einschließlich des Bemühens eines Gründungsmythos.

  2. 35.

    Im weitesten Sinn schon. Nämlich wie man Spandau als großen Industriestandort vernachlässigt hat, was viele Gründe hat.

    Man hat den Strukturwandel von der Schwerindustrie ( O&K z.B.)zu Zukunftstechnologien verpasst, hat sich über's Ohr hauen lassen (Herlitz und Siemens Kabelwerk/Pirelli).

    Man hat viele eigene Fehler begangen aber man hat sich auch von Berlin abhängen lassen weil sich nach der Wende alles auf Ostberlin und den Speckgürtel konzentriert hat. Da hat man auch schonmal doppelt abgegriffen.

    Die neu entdeckte Liebe zu Berlin "Siemens sei vor 171 Jahren in einem Hinterhof in Berlin gegründet worden" nehme ich Siemens erst ab wenn ich Taten sehe.

  3. 34.

    Nachtigall ick hör Dir trapsen.
    .. Insbesondere verlangte das Unternehmen Erleichterungen im Bereich des Denkmalschutzes ..
    Lässt die Vermutung zu, dass das alles von langer Hand geplant ist. Abriss und Wohnungs-/Gewerbebau auf dem riesen Siemensareal kann ja eventuell schon mal auf der Agenda von Siemens gestanden haben als die Produktio0n nicht mehr ausreichend Gewinnschöpfung in der Zukunft erahnen ließ. Schon blöd, wenn dann derart grosse Produktionsgebäude und -areale dem Denkmalschutz unterliegen, was eine gewinnorientierte zunkünftige Nutzung fast unmöglich macht. Abriß und Neubau ist nun mal billiger als Komplettsanierung geschützter Objekte.
    So kann nun unter dem Deckmantel eines Campus (die gleiche Idee wird bereits in Schöneberg im EUTREF-Campus aktiv umgesetzt, halt nur ohne Wohnen), das Areal verwertet werden. Siemens wird hier dann vermutlich auch nicht als Arbeitgeber auftreten sondern als Investor. Die Arbeitsplätze können ja von den Gewerbemietern geschaffen werden.

  4. 33.

    Diskussion dreht sich nicht mehr um das Thema Siemens. Ich bin raus.

  5. 32.

    Mir persönlich ging und geht es garnicht darum, dass Spandau sich loslösen soll oder kann, sondern - wie betont - um den Umgang des Größeren / größer Gewordenen mit dem Kleineren. Inwiefern das Kleinere im Größeren noch erkennbar ist oder es bis zur Unkenntlichkeit vereinheitlicht worden ist / sich derart vereinheitlichen ließ. Da gibt es - abgesehen von 'formalen Erfordernissen" - sehr wohl Unterschiede.

    Köpenick hat sein unverwechselbares Gepräge zehnmal besser bewahrt als Spandau sein Gepräge bewahrt hat.

    Es sind gewiss finanzielle "Eigensüchtelein", weshalb Wesseling nicht nach Köln und Offenbach, Hanau und Rüsselsheim nicht nach Frankfurt am Main eingemeindet werden wollen, Potsdam würde allerdings bei Aufgabe seiner Eigenständigkeit genauso unter Berlin leiden, wie Versailles bei Eingemeindung unter Paris. Und das liegt am Übergewicht des Zentrums gegenüber der behaupteten "Peripherie".

  6. 31.

    Ja, sorry! Ich habe mich verklickt oder der Server einen Schluckauf beim abschicken.

    @rbb-24 Serverprobleme? Ich hätte hier noch ein paar ausgediente 500 GB HDD. :-D

  7. 29.

    Spandau liegt in der Agglomeration Berlin, das ist sicher nicht strittig. Der Sinn einer Einheitsgemeinde war und ist, alle zur Agglomeration gehörenden Orte unter eine einheitliche Verwaltung zu bekommen, damit dort zentral und einheitlich administriert werden kann. Der Widerstand einiger Gemeinden 1920 ist vor allem damit zu erklären, dass das die damals reichen Vororte waren, die ihren Steuersäckel nicht mit den ärmeren Vororten teilen wollten - obwohl das Geld dort erarbeitet wurde. Formalrechtlich wäre eine Ausgemeindung heute außerdem mehr als schwierig, weil es die Verschiebung einer Bundesländergrenze bedeuten würde. Wenn überhaupt müsste man die nach außen verschieben, weil die Agglomeration wächst. Aber das ist genauso schwierig.

  8. 28.

    "Die Abgrenzung, die hier einige Spandauer vornehmen finde ich einfach nur widerlich. Und das sage ich als jemand, der mal in Spandau gelebt hat."

    Na, na, na...es sind schon Leute für weniger in den Juliusturm geworfen worden. :-DDD

  9. 27.

    Sie kommen "etwas" zu spät.

    „Es schütze uns des Kaisers Hand vor Großberlin und Zweckverband“ war 1911 und 1920 Geschichte.

    Im Ernst, mal sehen was aus der Idee wird. Bislang haben wir Spandauer die Erfahrung gemacht Siemens nicht trauen zu dürfen und auch sonst haben wir mit den sog. Investoren nicht die besten Erfahrungen gemacht. Ob "Spandauer Tor" (DIBAG)oder Herlitz.
    Aber es passt zu Siemens, dem Immobiliengroßhändler mit angeschlossener (aber immer kleiner werdender)Werkbank Wohnungen bauen zu wollen. Mal sehen ob sich auch diesmal Hr. Müller übers Ohr hat hauen lassen.

    Für die Siemensianer kommt jede Hilfe zu spät und die Siemensstädter dürften bange in die Zukunft blicken.

  10. 26.

    Juchhu Siemens sind wieder die "Guten".

  11. 25.

    Sie machen es sich in der Antwort auf den Einträger Wolfgang Krause m. E. zu einfach. Die Angelegenheit lässt sich nicht mit dem Hinweis auf das bloß Formale klären. Es ist schon eine Frage des Selbstverständnisses, sowohl der Berliner als Ganzes als auch der Spandauer, die seit knapp 100 Jahren Teil von Berlin sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Eingemeindung in zwei Jahren sich zum hundertsten Mal jährt.

    Ich selber sehe da beidseitig Vieles im Argen und das hat gesellschaftlich mit dem Verhältnis vom Größeren zum Kleineren zu tun. Auf welche Weise gibt es eine bloße Vereinnahmung? Auf welche Weise wird das Kleinere im Größeren erkennbar? Charlottenb.-Wi´df., Tempelh.-Schöneb. und Fr´h.-Kreuzb. haben da bessere Karten, mit ihren Eigenheiten wahrgenommen zu werden als das hier thematisierte Spandau. Gerade, was die Außendarstellung von Berlin angeht.

    Allerdings hat Spandau sich in weiten Teilen auch selbst austauschbar und "unkenntlich" gemacht.



  12. 24.

    warum diese Diskussion über Spandau? Wer will denn da nun wieder mit Grenzen im Kopf eine Differenzierung nach Stadtteilen, Bezirken etc. in die Thematik bringen? Es gibt schon genug Lokalpatriotismus auf internationaler und nationaler Ebene. Das muss ich auf Landes- und Kommunalebene nicht auch noch haben. Siemensstadt ist eine Ortsteil, Spandau ein Bezirk. Alles Berlin. Die Abgrenzung, die hier einige Spandauer vornehmen finde ich einfach nur widerlich. Und das sage ich als jemand, der mal in Spandau gelebt hat.

  13. 23.

    Nochmals zu Spandau selbst:
    Dass die Siemensstadt mehr mit Berlin bzw. Berlin-Charlottenburg-Nord assoziiert wird, hat nur teilweise mit der einvernehmenden Behäbigkeit von Berlin zu tun, die für anderes kaum Raum lässt. Zu größeren Teilen hat es mit Spandau selbst zu tun. Die haben es nämlich zugelassen, dass infolge eines blanken Ausverkaufs, nicht aber einer Gestaltung gegenüber der Industrie wesentliche Abtrennungen im städtischen Organismus eingetreten sind.

    1. Die Zitadelle ist nur auf dem Papier mit der Spandauer Altstadt in Verbindung zu bringen, real per Anschauung nicht.
    2. Die Siemensstadt ist noch einmal durch Industrie von Haselhorst getrennt, sozusagen die Trennung hinter der Trennung. Nur auf dem Papier und von behördlichen Zuständigkeit liegt sie in Spandau, nicht aber real erfahrbar.
    3. Dort, wo die "weitgereiste" Spree nach über 300 km in die Havel geht, bietet sich ein Bild des Jammers. Statt der Spree könnte dies auch ein x-beliebiges Hafenbecken sein.

  14. 22.

    Gut 6.000 Einw. - 94.000 Einw. anstelle der abverlangten 100.000 Einw. - trennten Spandau 1920 von der Eigenständigkeit. Allerdings hätte Spandau im Falle seiner beibehaltenen Selbstständigkeit auch 40 Jahre DDR mitmachen müssen, ebenso wie Potsdam.

    Vieles wäre 1990 ruiniert und verkommen gewesen, doch seine Straßenbahn hätte Spandau mit Sicherheit behalten, bei den Straßenverkehrsplanungen haben beide deutsche Staaten unisono gehandelt: enorm aufgeweitete Fahrbahnen, hier vorauseilend für den Autoverkehr, dort erklärtermaßen vorgesehen für Aufmärsche, Gedenkkundgebungen und Militärparaden.

    Eine Ausgliederung Spandaus oder auch Köpenicks aus Berlin - mit gewissem Recht, weil beide ja älter sind als Berlin - müsste allerdings nicht nur von der Mehrheit der Spandauer oder Köpenicker, sondern auch der Berliner getroffen werden. Es liegt auch am Selbstverständnis der Spandauer selbst, nur als Anhängsel von Berlin begriffen zu werden.

  15. 21.

    Zunächst muss ich mal meine Freude über dieses Vorhaben kund tun und ich hoffe auch, auf einen guten und großen wirtschaftlichen Rattenschwanz für die Havelstadt Spandau. Allerdings bin ich etwas verwirrt, warum es wieder heißt, das der Standort Berlin und nicht Spandau ist. Warum unterzeichnet Herr Müller als regierender Bürgermeister von Berlin und nicht ein Bürgermeister der Stadt Spandau ? Ich finde, wir sollten uns langsam wieder damit beschäftigen, dass sich Spandau von Berlin löst und sein eigenes Süppchen kocht. Früher oder später wird es eh so kommen weil die wirtschaftlichen Defizite, die durch Objekte wie z.B. den Flughafen Schönefeld, für die Spandauer nicht mehr tragbar sein werden !

    "Spandau first" :-D

  16. 20.

    Ich freue mich sehr über diese frohe Nachricht. Ansonsten wollte ich nur noch eines anmerken. Ich bin ja sonst auch ein Befürworter von sozialer Durchmischung, aber es ist ja schon im Interesse der Stadt, dass sich die Forscher wohl fühlen und auch keine Scheu davor haben, nach Berlin zu kommen um hier zu forschen. Konkrete Vorschläge dahingehend habe ich allerdings jetzt auch nicht. Vielleicht dass man keine Sauf- und Partymeile oder irgendwelche Spielhallen in diesem Gebiet erlauben sollte. Nur dass es mir wichtig ist, dass diese Forscher hoffentlich gerne nach Berlin kommen und dass sie sich hier wohl fühlen werden.

  17. 19.

    Der verlangte Straßenausbau wirft natürlich Fragen hinsichtlich der (inneren) Freiheit der bezeichneten Kreativen auf. Wollen sie hinter dem eigenen Lenkrad abgeschottet vom "gemeinen Volk" bleiben oder sind sie bereit, sich mit denen im wahrsten Wortsinne auf Tuchfühlung zu begeben?

    Im Grunde genommen existieren in der Siemensstadt überbreite Kfz-Fahrbahnen, die das Quartier nahezu hermetisch teilen. Der Nahverkehr ist unter der Erde versteckt worden und die Busse als nur größeres und unbequemeres Auto sind da noch keine Alternative. Im Zuge eines benachbarten Areals mit dem künftig quartiermäßig genutzten ehem. Flugfeld Tegel böte sich ein eberdiges Schienenverkehrsmittel geradezu an. Auch da würde sich der Kreis der Geschichte schließen, stammt doch die erste Straßenbahn 1884 aus Berlin und sind die westlichen Bezirke Berlins gerade wieder dabei, dieses kurzsichtig aus dem Verkehr gezogenen Verkehrsmittel eine Renaissance zu verleihen.

  18. 18.

    Alternative oder autonome Linke sin damit gemeint.Sowas sagen A utonome N ationalisten B erlin ,weil sie Sozialismus mit Kommunismus verwechseln!!!!!is halt n,,rotes" Tuch füa Die...

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