Das ICC in Berlin. (Quelle: imago/Schoening)
Audio: Inforadio | 29.11.2018 | Sebastian Schöbel | Bild: imago/Schoening

Bordell und Waffenhandel ausgeschlossen - Senat geht offiziell auf Investorensuche für das ICC

Der Senat will das ICC wieder zum Kongresszentrum machen, mit Platz für bis zu 8.000 Besucher und rund 19.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche. Der Rest des riesigen Gebäudes, das seit 2014 leersteht, soll auch für andere Zwecke genutzt werden können, zum Beispiel für ein Hotel. Dafür sollen interessierte Investoren nun Konzepte vorlegen. Von vornherein ausgeschlossen ist die Nutzung des ICC als Bordell, als Spielbank oder für den Handel mit Waffen, so die Senatswirtschaftsverwaltung. 

Potentieller Investor soll Teil der Sanierungskosten tragen

Dieses sogenannte Interessenbekundungsverfahren kostet insgesamt rund 5 Millionen Euro. Es soll klären, ob es auf dem Kongressmarkt noch Interesse am ICC Berlin gibt. 2014 hatte die damalige Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer bereits eine Marktanalyse für das ICC durchführen lassen. Damals hatten sich allerdings vor allem Investoren gemeldet, die aus dem Kongresszentrum ein Einkaufszentrum machen wollten. Das wurde abgelehnt.

Parallel zur Investorensuche soll auch die Sanierung des maroden Gebäudes an der Messe vorbereitet werden. Der Bau gilt als schadstoffbelastet und die Haustechnik ist völlig veraltet. 200 Millionen Euro sind für die Sanierung im Haushalt bereits vorgesehen. Dass diese Summe nicht ausreichen wird, steht allerdings auch schon fest, ein potentieller Investor müsste sich an der Instandsetzung des ICC beteiligen. 

Sendung: Inforadio, 29.11.2018, 18:20 Uhr

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Antwort auf [Urlauber] vom 06.12.2018 um 08:14
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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich wär für eine Shopping-Mall mit hunderten Parkplätzen, nach skandinavischem Vorbild. Dort gibt es nämlich kein Shoppingcenter ohne genügend kostenloser Parkplätze. Zudem wäre es auch eine ideale Anlaufstelle für ZOB-Touristen.

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