Mehrere Schwestern und ein Pfleger bei einer Behandlung in einem Krankenhaus (Symbolbild)
Bild: imago/Lars Reimann

Brandenburg im Vergleich am günstigsten - Kosten für Krankenhausaufenthalte in Berlin mit am höchsten

Die durchschnittlichen Kosten für Krankenhausaufenthalte in Berlin haben erstmals die 5.000-Euro-Marke überschritten. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, fielen bei rund 863.000 Fällen im Vorjahr pro Kopf 5.012 Euro an. 2016 waren es im Schnitt noch 4.839 Euro. Die Gesamtkosten für die stationäre Krankenhausversorgung in Berlin stiegen damit weiter auf 4,3 Milliarden Euro. 2016 waren es 4,1 Milliarden.

FDP-Fraktion: Versicherte sind nicht für Kosten "sensibilisiert"

Die Durchschnittskosten waren in Brandenburg mit 4.235 Euro am niedrigsten und in Hamburg mit 5.408 Euro am höchsten. Im Bundesschnitt lagen die Kosten pro Krankenhausaufenthalt bei rund 4.700 Euro und damit etwa 200 Euro höher als noch 2016. Regional höhere Kosten, wie die in der Hauptstadt, hängen laut Statistikamt auch mit der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen zusammen.

Die FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fordert eine vollständige Transparenz bei den Abrechnungen für Patienten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). "Die sogenannte Patientenquittung, die den GKV-Versicherten einen Überblick über die abgerechnete Leistungen ermöglicht, ist leider immer noch zu wenig bekannt", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Florian Kluckert, laut einer Mitteilung. Diese Art der Kostenrechnung solle kostenlos und eine Selbstverständlichkeit nach jeder Behandlung sein. Die GKV-Versicherten seien "nicht dafür sensibilisiert, welche Kosten die einzelnen Behandlungen die Gesellschaft kostet", so Kluckert.

Sendung: Inforadio, 12.11.2018, 13 Uhr

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