ARCHIV: Zwei Auszubildende im Bereich Maler und Lackierer arbeiten am 04.12.2014 in der Lehrwerkstatt des CJD in Moers. (Quelle: imago / Rainer Unkel)
Video: Brandenburg Aktuell | 13.12.2018 | Michael Lietz | Bild: imago stock&people

"Deutschlands bester Ausbilder" - Maler- und Lackiererinnung Oderland ausgezeichnet

Weil sie sich besonders darum bemüht, Jugendliche gut auf das Berufsleben vorzubereiten, hat die Maler- und Lackiererinnung Oderland am Donnerstag einen Preis bekommen: das "Ausbildungs-Ass".

"Guck mal hier, zack, weiter unten, du hast hier eine Wasserwaage". Klare Ansage von Malermeisterin Janine Antoniak - und dann läuft es wieder in der Prüfungswerkstatt der Maler- und Lackierinnung Oderland. In dieser Woche sind keine angehenden Gesellen da, sondern Acht- und Neuntklässler aus der Frankfurter Lessingschule. Das bedeutet praktische Arbeit für die Förderschüler. "Jeder junge Mensch hat ein Talent", sagt Antoniak. "Mein Ziel ist, zu gucken, wo, an welcher Stelle, das ist."

Für sie sei es einfach wichtig, "dass die Jungs mitmachen", führt Antioniak aus. "Oft sind es ja Schulverweigerer, die sich nichts sagen lassen. Das habe ich hier nicht." Sie sei auch nicht der Erzieher der Schüler, sondern "einfach nur jemand, der sie begleitet, sich selbst zu finden".

Für viele eine Chance

Der Kalender der Innung ist mittlerweile gut gefüllt, Innungsobermeister Sven van Dyk organisiert mittlerweile zahlreiche Veranstaltungen zur Berufsorientierung. Sich mal ausprobieren zu können, handwerkliche Fähigkeiten vom Profi vermittelt zu bekommen - im Schulalltag komme das viel zu kurz, sagt Sven van Dyk. Auch gehe es darum, Schulabbrecher oder Langzeitarbeitslose wieder einzugliedern, um sie vielleicht später vielleicht sogar als Malerhilfe einzustellen.

Für dieses Engagement bei der Ausbildung ist die Maler- und Lackiererinnung Oderland am Donnerstag im Bundeswirtschaftsministerium ausgezeichnet worden, als einer von Deutschlands besten Ausbildern. Die Innung erhielt den ersten Preis in der Kategorie Ausbildungsinitiativen, einer von dreien. Für die Nachwuchsförderung gibt es hier unter anderem ein Handwerks-Camp, ein Drachenbootrennen auf dem See und praktische Arbeit für Schüler in der innungseigenen Prüfungs-Werkstatt. 

"Eigentlich ist das nichts Besonderes"

Eigentlich sei das alles nicht Besonderes, sagt Malermeisterin Janine Antoniak mit Blick auf die Bewerbung um den Preis "Deutschlands bester Ausbilder". Allerdings: Sie seien eine Innung und kein Bildungsträger - das unterscheide sie schon von anderen Bewerbern. "In der Regel machen ja solche Berufsorientierungsmaßnahmen Bildungsträger". Sie als Innung seien ja ein Zusammenschluss privater Unternehmer, die sich nun auf die Fahne geschrieben hätten, jungen Leuten unter die Arme zu greifen, sich selbst zu und eventuell einen Beruf zu finden oder eine Fähigkeit zu entdecken.

Dafür gab es am Donnerstag nun den begehrten Titel "Deutschlands bester Ausbilder", um den sich 143 Betriebe und Initiativen beworben hatten. Der Ausbildungs-Preis wird seit 22 Jahren von den Wirtschaftsjunioren Deutschland vergeben und ist mit 2.500 Euro dotiert. Geld, das die Maler- und Lackiererinnung Oderland in ihre Ausbildungswerkstatt investieren will.  

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