ndhaltestelle der Straßenbahn am Hackeschen Markt (Quelle: imago)
Video: Abendschau | 28.01.2019 | Norbert Siegmund | Bild: imago

Ausfälle verfünffacht - Dramatischer Personalmangel bei der Berliner Straßenbahn

BVG-interne Dokumente, die dem rbb exklusiv vorliegen, belegen einen akuten Fahrer-Mangel bei der Straßenbahn. Dort haben sich die personalbedingten Ausfälle in den letzten beiden Jahren mehr als verfünffacht. Die Lage könnte sich noch weiter verschärfen. Von Oliver Soos

"Ich bin gerne bei der BVG und stolz, Straßenbahnfahrer zu sein. Ich wollte schon als kleiner Junge Tram-Fahrer werden - aber eigentlich ist das ziemlich dämlich", sagt Phillip. Er will seinen vollen Namen nicht nennen. Der Anfang 30-Jährige ist einer von 1.170 Straßenbahnfahrern in Berlin. Seit fast zehn Jahren sitzt er schon bei der BVG am Steuer. Im vergangenen Jahr hat er miterlebt, wie etwa 80 seiner Kollegen den Arbeitgeber gewechselt haben - vor allem neue, junge Fahrer.

Fast ein Viertel des Azubi-Jahrgangs 2018 sei abgesprungen, die meisten wegen des Geldes, so Philipp. "Ich verdiene 1.650 bis 1.700 Euro netto im Monat, ein Neueinsteiger etwa 1.600. Die S-Bahn bezahlt 500 Euro netto mehr - und man hat dort familienfreundlichere Dienstzeiten. Natürlich sind viele gewechselt. Auch ich wurde gefragt, aber ich habe abgelehnt. Bei der S-Bahn hat man keinen Kontakt zu den Fahrgästen, das gefällt mir nicht", sagt Philipp.

Die vielen Abgänge sind ein Grund für den akuten Fahrermangel bei der Berliner Straßenbahn. Dem rbb liegen BVG-interne Dokumente vor, die einen besorgniserregenden Trend zeigen. In den vergangenen beiden Jahren haben sich die personalbedingten Ausfälle bei der Straßenbahn mehr als verfünffacht. Die Zahl ausgefallener Fahrkilometer hat sich innerhalb der vergangenen zehn Jahren fast verzehnfacht.

Im Jahr 2013 verbuchte die BVG 16.045 personalbedingte Ausfälle; im Jahr 2018 waren es (nach zwischenzeitlichen starken Schwankungen) 535.679. Die Zahl der ausgefallenen Fahrkilometer lag 2009 bei 67.804, im Jahr 2018 bei 645.384.

In der Woche vom 10. bis zum 16. Dezember 2018 zum Beispiel fehlten durchschnittlich 17 Fahrer pro Tag, am 15. Dezember waren es 37.

Die BVG-Spitze macht dafür vor allem den hohen Krankenstand verantwortlich. Personalräte kritisieren in dem Zusammenhang jedoch wachsende Überlastung von Fahrern und Werkstattpersonal sowie eine zunehmende Abwanderung infolge niedriger Löhne.

Volle Bahnen und Haltestellen bedeuten Stress - für Fahrer und Fahrgäste

Nach den Weihnachtsferien im Januar ist die Situation traditionell entspannter. Doch auch jetzt spüren viele BVG-Kunden den Fahrermangel, etwa am S-Bahnhof Landsberger Allee. Dort ist es auf dem Bahnsteig der Straßenbahnhaltestelle rappelvoll. 20 Grundschulkinder rennen einer einfahrenden Tram hinterher. Wartende Fahrgäste springen zur Seite. Die M6 Richtung Marzahn fährt am späten Nachmittag nur im 10- Minuten- statt im 5-Minuten-Takt. Die zusätzlichen Trams zur Rush Hour fallen aus. "Die Taktung ist für diese Anzahl an Menschen eine Katastrophe", schimpft eine junge Frau, kurz bevor sie in die volle M6 steigt. "Manchmal kommt man hier nicht mehr rein, so dass man auf die nächste oder sogar auf die übernächste Tram warten muss", erzählt eine andere Frau.

Auch für Philipp als Tramfahrer bedeuten volle Bahnsteige Stress. "Wenn ich einfahre und sehe, dass die Haltestelle schwarz vor Menschen ist, dann weiß ich, dass sich meine Fahrgast-Wechselzeit erhöht. Ich schaffe meine Ampelphase nicht mehr und verliere anderthalb Minuten. Das summiert sich von Haltestelle zu Haltstelle, so dass ich dann an der Endhaltestelle meine Wendezeit nicht mehr schaffe. Das heißt, ich kann weder durch den Wagen laufen, noch aufs Klo gehen", sagt Philipp. Oft falle auch noch die Ablösung aus, so dass Philipp die Tram nach Dienstschluss zu einem Betriebshof fahren muss. Das bedeutet zusätzliche Überstunden.

Der BVG-Personalrat glaubt nicht an eine schnelle Wende

BVG-Chefin Sigrid Nikutta plant, die Zahl der Straßenbahnfahrer in diesem Jahr um 50 zu erhöhen, von 1.170 auf 1.220. Jedes Jahr soll es rund 140 neue Auszubildende geben. Doch BVG-Personalrat für die Straßenbahn, Frank Kulicke, glaubt nicht an eine schnelle Trendwende. "Wir müssen das Personal an uns binden. Wenn alle nach einem halben Jahr schon überlegen, ob sie sich das weiter antun wollen, kommen wir mit der Ausbilderei nicht hinterher", sagt Kulicke.

Er habe die BVG-Chefin schon vor einigen Jahren gebeten, die Löhne für die Mitarbeiter zu erhöhen, doch er sei auf taube Ohren gestoßen. "Ich bin aus allen Wolken gefallen, als sie mir sagte, dass die Mitarbeiter doch ordentlich entlohnt würden und dass Geld keine Motivation sei. Ich habe ihr gesagt: Für jemanden, der jeden Monat Tausende Euro mit nach Hause nimmt, mögen ein paar hundert Euro keine Rolle spielen. Bei einem BVG-Mitarbeiter, der 1.600 Euro netto verdient, ist das anders. Da war das Gespräch schnell beendet", erzählt Kulicke.  

Frank Kulicke hofft, dass sich bei den Tarifverhandlungen für die BVG-Beschäftigten, die am Montag beginnen, etwas bewegt. "Die Kolleginnen und Kolleginnen sagen: Wenn jetzt nicht der kräftige Schluck aus der Pulle kommt, dann werden sie sich andere Jobs suchen." Das wäre allerdings ungünstig, denn das Berliner Straßenbahnnetz wird weiter ausgebaut, unter anderem in Moabit, Schöneweide und am Ostkreuz.

Sendung: Inforadio, 28.01.2019, 6 Uhr

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Beitrag von Oliver Soos

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38 Kommentare

  1. 38.

    http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/kind-sturzt-in-spalt-fahrerlose-u-bahn-erkannte-notfall-nicht-1.6448926

    Ja super sicher so eine automatisierte U-Bahn ....die reagiert , im gegensatz zum Menschen , erst garnicht ...ist auch logisch der Fahrplan muss eingehalten werden ...Tante Erna noch mit reinhüpfen lassen ....nicht mit der Auto. U-Bahn die hat keine Zeit für sowas und knallt die Türen ,ohne Rücksicht auf verhusste ,gnadenlos zu . Bei der Auto U-bahn ist Keiner mehr da der mich anpflaumen kann wenn ich mal wieder minutenlang die Türen blockiere um noch wichtige Handynummern auszutauschen oder meine Kumpels ,die im Schnarchgang zur U-bahn schleichen, mitzunehmen .
    Jo.... genau so wird es kommen .

  2. 37.

    Auch das kann eine Maschine feststellen.
    Es kommt darauf an,was für einen Anspruch man stellt. Wenn es nie einen Unfall geben soll,wird es schwer. Wenn die Maschine nur mindestens genauso sicher sein soll,wie mit einem Fahrer,ist es einfach.
    Die Straßenbahn muss selbstverständlich das Gleiche leisten wie vorher.

    Durch die häufigen Halte ist man mit dem Fahrrad übrigens ungefähr genauso schnell wie mit der Straßenbahn.

    @isses
    Oder die Menschen werden leichtsinniger,weil sie wissen,die Bahn fährt sie nicht einfach über den Haufen.

    Persönlich finde ich ja menschliche Fahrer einfach besser. Das sollte sich eine Gesellschaft auch leisten können.

  3. 36.

    stimmt, hinzukommt, dass eine Maschine mittels Sensor wesentlich schneller reagiert, der menschliche Faktor ist bei den meisten Unfällen ausschlaggebend. Menschen sind abgelenkt, reagieren nicht immer schnell und in Stresssituationen nicht immer passend. Eine gesichertere Streckenführung in Kombi mit Automatisierung der Bahn ist mittelfristig lösbar. Das muss man nur wollen. Und Menschen reagieren auch auf die Bahn anders, wenn sie wissen, das da kein menschliches Fahrpersonal ist. Die Angst vor der Maschine führt zu einem vorsichtigeren Verhalten

  4. 35.

    Eine SICHERE selbstfahrende Bahn würde wahrscheinlich nur im Schritttempo fahren, um jederzeit rechtzeitig zum Stehen zu kommen, falls sich ein Gegenstand oder Lebewesen dem Gleis nähert. Denn eine Maschine kann Gegenstände und Lebewesen nicht eindeutig identifizieren und wohl kaum feststellen, ob es einen Blickkontakt des Menschen zur Straßenbahn gibt oder was das für ein Mensch ist, ob er wahrscheinlich die Straßenbahn wahrgenommen hat oder vielleicht betrunken ist. Daher wird die sebtstfahrende Straßenbahn auf alles vorbereitet sein und sehr langsam fahren.

    Der selbstfahrende Bus in der Charité fährt ja auch nur Schritttempo.

  5. 34.

    Detlef, 28.01.2019 | 17:06 Uhr:
    "Berlin braucht keine Strassenbahn. Berlin muss den Öffentlichen Verkehr in den Untergrund bringen. Maximal die Anbindung der U-und S-Bahn an die Umgebung kann mit Fahrrad oder Bus geschehen. Straßenbahnen bräuchte eigene Fahrspuren ohne das eine Strasse quert damit man im Ansatz drüber nachdenken kann."

    Das ist doch kompletter Unsinn! Berlin hat Straßenbahnen und diese sind stark nachgefragt und werden daher auch dringend gebraucht. Und vielfach haben sie ihr eigenes Gleisbett. U-Bahn-Bau ist (leider) viel zu teuer für das arme Berlin. Es sei denn, Detlef spendet ein paar Milliarden, um die Straßenbahnen durch U-Bahnlinien zu ersetzen.

    Meine Tram M4 funktioniert ziemlich gut, fährt im Berufsverkehr alle 3-4 Min., öfter als U-Bahn (nur alle 5 Min.) und schneller als Auto oder Fahrrad.

    U-Bahnen sind gut. Aber bevor eine neue teure U-Bahn-Linie gebaut wird, ist es besser, es werden für das gleiche Geld 10 neue Straßenbahnlinien gebaut!

  6. 33.

    "Ansonsten ist die Bandbreite des Verhaltens von Menschen zu groß und für programmierte Maschinen zu unabsehbar, als dass sie darauf adäquat reagieren könnten. Menschen haben eine Intuition, Maschinen nicht."

    "Ein rollender Ball in Richtung Fahrbahnrand ist für einen Sensor = eine Maschine ein rollender Ball. Der Mensch hat die Intuition, dass gleich dahinter ein Kind angelaufen kommt."

    Eine Straßenbahn zu automatisieren,ist im Vergleich zum Auto einfach. Die Maschine kann ja nicht viel machen. Stehen bleiben (oder stehenbleiben?),vorwärts und rückwärts fahren und beschleunigen und bremsen,das wars.

    Die Sensoren würden ja auch das Kind erkennen,daran scheitert es nicht. Intuition ist auch nur erlernt,auch das können Maschinen.

    Die andere Frage ist wieder,ob man das überhaupt will.
    Ein anderes größeres Problem wäre,ob sich das Verhalten der Menschen gegenüber einer automatisierten Bahn ändert.

  7. 32.

    Wie der Einträger IchMeinJaNur zu recht schreibt, geht es hier nicht um U- oder S-Bahnen mit ihren vollkommen getrennten und vollkommen abgeschirmten Fahrwegen, sondern um Straßenbahnen. Die sind eben "mittenmang. "

    Schade, dass Sie sich offenbar die Argumentation in den Beiträgen Nr. 18 und 22 nicht angeschaut haben. Ggf. könnten Sie ihre eigenen EMPFINDUNGEN dazu beisteuern, denn das macht uns ja als Menschen aus. Technische Dinge regeln und fahren können ja Maschinen auch.

    Wenn Verantwortung nicht nur eine Worthülse sein soll, ist diese Frage bei sogenannten selbstfahrenden Fahrzeugen weitgehend ungeklärt. Verantwortlich soll wohl der Überwachende dabei sein, obwohl der ja im Zweifelsfall nicht direkt eingreifen kann. Bei der selbstfahrenden Tram in Potsdam gab es immerhin einen, der ein Stuhl weiter saß und die Verantwortung dafür tatsächlich besaß.

    Vertrauen habe ich nur in Menschen, nicht in Maschinen, weil die bekanntlich keinen freien Willen haben.

  8. 31.

    Wenn sich das Gespräch mit Frau Nikutta tatsächlich so zugetragen hat,wie Herr Kulicke es schildert,dann ist sie für mich eine überbezahlte Fehlbesetzung.

    Bei den jungen Leuten hat sich wohl rumgesprochen,dass man unter 2000 Netto in der Altersarmut landet. Gut so.

  9. 30.

    Gerade Straßenbahnen sind geeignet für das autonome Fahren ohne Fahrer. Es lässt sich viel leichter programmieren als im Individualverkehr. Man sollte die Züge dahingehend umrüsten bzw. anschaffen.

  10. 29.

    Teils, teils...

    Die Braut DB sollte für die Börse schön geschminkt werden und wurde von hemdsärmeligen und großspurigen Managern gegen die Wand gefahren, die BVG hat man kaputt gesparte, wie alles in Berlin, was man nicht verscherbeln konnte.

    Und die Verursacher der Krise stellen sich ganz frech hin und bemängeln dass man in ~ 2 Jahren nicht repariert bekommt , was man selbst 20 Jahre lang hat schleifen lassen. Hauptsache es "quietscht".

  11. 28.

    Die Probleme der BVG haben die gleichen Ursachen wie bei der DB einschließlich S-Bahn in Berlin. Denn die Politik hat Einsparungen verlangt und die Vorstände haben nichts dagegen unternommen und somit ihren Teil zu der jetzigen Misere beitragen.

  12. 27.

    Hier ist aber von Straßenbahnen die Rede!

    Btw. https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/autonom-fahrende-tram-weltpremiere-in-potsdam/22990788.html

    Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, siehe Tesla.

    https://www.tagesschau.de/ausland/tesla-unfall-113.html

  13. 26.

    Doch, Berlin braucht die Straßenbahn und ganz besonders im Westen!

    Berlin braucht JETZT mehr ÖPNV und nicht in -zig Jahren. Wissen sie eigentlich was 1 km U-Bahn im Vergleich zu 1 km Straßenbahn kostet? Klar braucht die Straßenbahn Trassen, die sind noch vorhanden (z.B. Nonnendammallee) oder sie müssen gebaut werden. Der Individualverkehr muß so oder so stark eingeschränkt werden, z.B. mit Fahrverboten in den Innenbezirken und flächendeckend Tempo 30 bis auf wenige Ausfallstraßen.

    Mit scheint dass das was sie den Grünen vorwerfen eher auf sie selbst zutrifft.

  14. 24.

    Sie haben vollkommen Recht was RRG angeht - es dürfte nur etwas schneller gehen. Und zwar in allen Verwaltungsbereichen. Aber endlich mal ein Senat der was anpackt...

  15. 23.

    Berlin braucht keine Strassenbahn. Berlin muss den Öffentlichen Verkehr in den Untergrund bringen. Maximal die Anbindung der U-und S-Bahn an die Umgebung kann mit Fahrrad oder Bus geschehen. Straßenbahnen bräuchte eigene Fahrspuren ohne das eine Strasse quert damit man im Ansatz drüber nachdenken kann.
    Mit diesem Senat wird das nie was. Die Grünen sind zwar gut zum motzen, aber wirkliche Ideen und sinnvolle Vorschläge kommen von da auch nicht. Und Quote ersetzt nicht Kompetenz!!

  16. 22.

    Ihre Mehrzahl will ich mal in Abrede stellen. Bislang ist es eine Einzahl, betreffend Nürnberg mit zwei U-Bahnlinie, der U 2 und der U 3. Bei Straßenbahnen als Straßenfahrzeug sieht es selbstverständlich anders aus und mithin nicht verbreiteter als beim Auto. Weiteres in meinem Beitrag Nr. 18.

    Das hat nichts mit Schlafmützigkeit zu tun, sondern damit, dass nur Menschen eine Verantwortung tragen können, Maschinen nicht. Zahllos die Schienen kreuzende Menschen gibt es bei U- und S-Bahnen nicht, wohl aber bei Straßenbahnen (und bei Bussen und beim Auto). Den Sensoren wird zugute gehalten, dass sie präziser sehen als der Mensch und zudem nicht ablenkbar sind. Das trifft zu. Was sie nicht haben, ist eben die in meinem Beitrag Nr. 18 angeführte Intuition.

    Ein rollender Ball in Richtung Fahrbahnrand ist für einen Sensor = eine Maschine ein rollender Ball. Der Mensch hat die Intuition, dass gleich dahinter ein Kind angelaufen kommt.

  17. 20.

    Ihr durchsichtiger Versuch alles aber wirklich auch alles was hier in Berlin seit über 20 Jahren schiefläuft Personen in die Schuhe zu schieben die seit ~ 2 Jahren versuchen gegenzusteuern ist erbärmlich.

    RRG ist der erste Senat, der versucht die katastrophalen Mängel die sich jahrzehntelang durch eine verfehlte Sparpolitik angehäuft haben zu beseitigen oder zumindest zu mildern. Das schaffen sie nicht einfach mal so. Mit solcher "Politik" tut sich besonders eine rechtsextreme "Partei" vor, die vorgibt alle Probleme zu lösen, wenn man erst einmal an der Macht wäre. Nachhaltige Politik ist mühselige Kleinstarbeit.

    Gerade eben weil man mit einer "kleinstädtischen Verkehrspolitik" in Berlin nicht weit kommt, kann man mal nicht eben ein Hebel umlegen und alles läuft wieder.

    Mit nichts geringeren als einer Verkehrwende sind RRG angetreten und das auch noch mit der Bremse sPD und es war weder eine " laut schreiende", noch eine Minderheit die RG genau dafür gewählt haben.



  18. 19.

    Das 20. Jahrhundert steht genauso für schnell herausposaunte Kommentare ohne fachlichen Hintergrund.

    "Großstadtmetropolen" und fahrerlose Straßenbahnen im Oberflächenverkehr sind mir nicht bekannt.

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