Blick in den Flughafen Schönefeld im Dezember 2018 (Quelle: Imago/ Heinrich)
Video: Brandenburg aktuell | 10.01.2019 | Bild: Imago/ Heinrich

Warnstreiks in NRW und Stuttgart - Mehr als 90 Flüge an Berliner Flughäfen ausgefallen

Wieder müssen Passagiere an den Berliner Flughäfen starke Nerven beweisen. An Flughäfen im Westen Deutschlands wird am Donnerstag ganztägig gestreikt. Das hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr in Tegel und Schönefeld.

Wegen eines Warnstreiks im Westen Deutschlands sind an den Berliner Airports für Donnerstag zahlreiche Flüge abgesagt worden. Von den mehr als 100 Verbindungen mit den betroffenen Flughäfen Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart sei ein Großteil gestrichen worden, sagte Daniel Tolksdorf, Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) rbb|24 am Donnerstag.

Nach FBB-Angaben waren es am Flughafen Tegel insgesamt 90 und damit etwa ein Fünftel aller dortigen Flüge. In Schönefeld gab es den Angaben zufolge vier Flugausfälle.  

An den Flughäfen Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart begann nach Gewerkschaftsangaben in der Nacht zum Donnerstag ein Warnstreik des Sicherheitspersonals, der den ganzen Tag über dauern soll. 

Situation in Berlin "ruhig"

Trotz der Ausfälle an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sei die Situation dort "ruhig", sagte Tolksdorf. Die betroffenen Passagiere seien offenbar durch die Airlines und Reiseveranstalter gut informiert worden und gar nicht erst zum Flughafen gekommen. Schlangen hätten sich in den Terminals keine gebildet. 

Laut FBB waren am Donnerstag am Flughafen Tegel insgesamt 106 Flüge der Airlines Eurowings und Easyjet geplant, welche die drei Warnstreik-Flughäfen betreffen. In Schönefeld sind es zwei Flüge der Gesellschaft Ryanair nach beziehungsweise von Köln-Bonn.

Die Berliner Flughafengesellschaft empfiehlt Passagieren, sich rechtzeitig vor dem geplanten Flug bei ihrer Fluggesellschaft zu informieren.

Der reguläre Flugbetrieb mit den vom Warnstreik betroffenen Flughäfen werde am Freitag wieder aufgenommen, so Tolksdorf. 

Reisende warten mit ihrem Gepäck am Flughafen Düsseldorf am 10.01.2019 vor der geschlossenen Sicherheitskontrolle. (Quelle: dpa/Marcel Kusch)
Wegen eines Warnstreiks: wartende Passagiere am Flughafen Düsseldorf | Bild: dpa/Marcel Kusch

Verdi: keine Reaktion auf Streiks in Berlin

Hintergrund der Warnstreiks ist der Tarifkonflikt um mehr Lohn für das Sicherheitspersonal. Erst am Montag hatte ein vierstündiger Warnstreik des Sicherheitspersonals den Flugverkehr in Tegel und Schönefeld fast zum Erliegen gebracht. 

Verdi begründete den erneuten Streikaufruf damit, dass die Arbeitgeber noch kein verhandlungsfähiges Angebot für die rund 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen vorgelegt hätten. Auf das Signal durch die Warnstreiks in Berlin am Montag habe es keine Reaktion gegeben. Sollte weiterhin kein verbessertes Angebot vorgelegt werden, seien auch weitere Streiks nicht auszuschließen.

Die Gewerkschaft will eine Erhöhung des Stundenlohns bei Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrollen auf 20 Euro brutto. Ein Passagier-Abfertiger in Berlin verdient Verdi zufolge derzeit 17 Euro brutto. Bislang liege als Angebot der Arbeitgeber lediglich ein Plus von rund 40 Cent auf dem Tisch. Die Verhandlungen sollen am 23. Januar in Berlin fortgesetzt werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.01.2019, 10 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Merkt man ziemlich gut, daß Flüge ausfallen, herrliche Ruhe, bitte weiterstreiken!

  2. 1.

    Stimmt. Es ist herrlich ruhig in der Einflugschneise Hakenfelde. Nur der Schnee fehlt.

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