Eine U-Bahn und eine S-Bahn in Berlin. (Quelle: dpa/Schoening/Rothermel)
Audio: Inforadio | 14.02.2019 | Miriam Keuter | Bild: dpa/Schoening/Rothermel

BVG-Gehälter auch im Bundesvergleich niedrig - U-Bahn-Fahrer verdienen 900 Euro weniger als S-Bahn-Fahrer

Die Wut bei den BVG-Beschäftigten ist vor dem Streik am Freitag groß: Fast nirgendwo in Deutschland verdienen Fahrer so schlecht wie in der Hauptstadt. Und die Gehaltslücke zu den Berliner S-Bahnfahrern ist sogar noch größer. Von Robin Avram

Im Jahr 2005 setzte der damalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin den BVG-Beschäftigten die Pistole auf die Brust: Entweder sie akzeptieren eine deutlich schlechtere Bezahlung – oder das Land verkauft das Verkehrs-Unternehmen an Investoren. "Wir hatten die Wahl zwischen Pest und Cholera", erzählt Verdi-BVG-Sekretär Jeremy Arndt. Betriebsrat und Gewerkschaft gaben schließlich nach.

Die Auswirkungen dieser "Sparen, bis es quietscht"-Politik spüren die rund 14.500 BVG-Mitarbeiter noch heute. Denn während der Tarifvertrag der Berliner Landesbediensteten 2017 wieder an den bundesweit geltenden Tarifvertrag angeglichen wurde, gilt das "Sarrazin-Tarifwerk" weiterhin für die Berliner Tram-, Bus- und U-Bahnfahrer.

In Zahlen ausgedrückt: Während ein U-Bahn- Bus- oder Tramfahrer mit zehn Jahren Berufserfahrung in Nordrhein-Westfalen rund 2.700 Euro Grundgehalt im Monat verdient und in Bayern sogar rund 2.830 Euro, sind es in Berlin gerade einmal 2.270 Euro.

Obwohl der Berliner Busfahrer in der Stadt des Mietenwahnsinns und der proppevollen Busse lebt - während sein Kollege in NRW vielleicht einen Bus der "Vestische Straßenbahnen" durch das beschauliche Oer-Erkenschwick gondelt und 350 Euro nettokalt für seine 3-Zimmer-Wohnung zahlt.

Die Folgen der Niedriglöhne spüren längst auch die Kunden

Durch Schichtzulagen erhöht sich das monatliche Grundgehalt der BVG-Fahrer laut Verdi im Schnitt um rund 200 Euro brutto - im bundesweiten Vergleich bleibt es ein magerer Lohn. "Ich bin gerne bei der BVG. Aber wenn es bei diesem Hungergehalt bleibt, sehe ich hier keine Zukunft mehr", klagte Tramfahrer Philipp kürzlich in der rbb-Abendschau.

"Wir haben Fahrer die aufstocken müssen, weil das Geld sonst nicht zum Leben reicht", sagt Verdi-Mann Jeremy Arndt.

Die Folgen dieses politisch gewollten Sparkurses spüren längst auch die Kunden. Dem Unternehmen fehlen hunderte Fahrer, der Krankenstand ist enorm hoch. Im vergangenen Winter fielen fünfmal mehr Straßenbahnen aus als noch ein Jahr zuvor. Auch bei der U-Bahn haben sich die Ausfälle vervielfacht. Das liegt zwar auch am überalterten Fuhrpark - aber die BVG hat große Probleme, offene Stellen zu besetzen. Zeitweilig reaktivierte das Unternehmen schon Pensionäre, die sich als Aushilfs-Busfahrer ihre schmale Rente aufbesserten.

Besonders bitter für die BVG-Fahrer: Nicht nur in NRW oder Bayern würden sie besser verdienen. Der Gehaltsunterschied zu den Fahrern der Berliner S-Bahn ist sogar noch größer. Wer zur S-Bahn wechselt, kann auf einen Schlag 930 Euro mehr Grundgehalt verdienen - pro Monat.

Haben die S-Bahn-Fahrer einen so viel anspruchsvolleren Job, der diesen gravierenden Gehaltsunterschied rechtfertigt? "Das kann man eigentlich nicht sagen, U-Bahn-Fahren ist genauso anspruchsvoll wie S-Bahn-Fahren." Sagt nicht etwa Verdi - sondern Mathias Präg von der Berliner Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die EVG hat die vergleichsweise guten Gehälter für die Berliner S-Bahnfahrer herausgeholt.

Ein wichtiger Grund für den Lohn-Unterschied: Während sich die BVG als Landes-Unternehmen dem Sarrazinischen Spar-Diktat unterwerfen musste, ist die Berliner S-Bahn eine Tochter des Bundes-Unternehmens Deutsche Bahn. Die Abschlüsse der schlagkräften Bahn-Gewerkschaften EVG und GDL kommen deshalb auch den S-Bahnern zugute.

"Im Nachhinein waren wir zu zahm"

Und doch muss sich Verdi angesichts der Niedrig-Löhne bei der BVG fragen lassen, ob man in der Vergangenheit nicht zu zahm war. Der letzte Streik bei der BVG ist sieben Jahre her. Bei der letzten Tarifrunde im Jahr 2016 akzeptierte man das Angebot der BVG in Höhe von 2,5 Prozent - ohne auf die Straße zu gehen.

"Im Nachhinein muss man sagen, dass unsere Einschätzung damals falsch war", gibt sich Arndts selbstkritisch. In anderen Berliner Branchen habe Verdi danach ein viel deutlicheres Lohnplus heraus holen können.

All das sind Erklärungen dafür, warum die Streik-Bereitschaft der BVG-Beschäftigten am Freitag hoch sein dürfte. Ein weiteres Mal wollen sich Tramfahrer Philip und seine Kollegen nicht abspeisen lassen. Für unseren Beispielfahrer soll unterm Strich ein monatliches Plus von rund 220 Euro herauskommen, sagt Arndt.

Für die BVG-Kunden bedeutet das allerdings keine guten Nachrichten: "Denkbar wären auch längere Streiks - auch wenn wir ein bißchen aus der Übung sind", warnte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann am Dienstag in der rbb-Abendschau schonmal vor.

Zu den Auswirkungen der Streiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben berichtet der rbb am Freitag zwischen 7 und 11 Uhr in stündlichen Live-Sondersendungen.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Textes stand, dass Berliner Landesbeamte inzwischen wieder so gut verdienen wie im Rest der Republik. Das ist falsch. Zwar ist der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Berlin (TV Land Berlin), der jahrelang deutlich unter dem Niveau in anderen Bundesländern lag, zum 1.12.2017 an das Niveau des allgemeinen Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst angeglichen worden. Der TV-L gilt jedoch für Landesbedienstete, nicht für Landesbeamte. Wir bitten die Ungenauigkeit zu entschuldigen.

Update: Wir haben nach Veröffentlichung des Textes präzisiert, dass es sich bei den angegeben Zahlen um Grundgehälter handelt. Durch Schichtzulagen erhöht sich das Grundgehalt eines BVG-Fahrers nach Verdi-Angaben im Schnitt um rund 200 Euro monatlich. Am Lohnabstand zu den Fahrern in NRW, Bayern und zu den Fahrern der Berliner S-Bahn ändert dieser Umstand nichts. Diese Fahrer erhalten ebenfalls Schichtzulagen.

Beitrag von Robin Avram

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46 Kommentare

  1. 46.

    An diesem Fall wird wiederum klar, dass die Politiker der Berliner Landespolitik die mit Abstand mieseste Politik betrieben haben und betreiben. Änderung nicht in Sicht. Es ist sicher auch nicht sonderlich fair, den Ex-Finanzsenator als alleinigen Verursacher dieses negativen Befundes darzustellen.

  2. 45.

    Psss Pankower
    Mache gerade die ICE 4 Lizenz mein kleener ....
    und nein 9 Monate für den Euro Schein, 6 Monate für die U-Bahn Lizenz .
    "haben Sie die Baureihenlizenz für den 485?"
    blablablub
    Dürfen sie ein GI(1E)Zug bedienen ? (Ink. Schweißausbrüche)
    Ist das hier ein Schw...vergleich ??
    Sorry :-)

  3. 44.

    Ach herrje, ein ex U-Bahner mit großen Mundwerk. Es gibt große Unterschiede zwischen dem Beruf des U-Bahnfahrers und dem des Lokführers. Die Dienstvorschrift bei der U-Bahn ist bei weitem nicht so umfangreich, wie die der Vollbahnen. Hinzu kommen unterschiedliche Signalsysteme, Bahnübergänge, unterschiedliche Zugsicherungssysteme, der EU-Führerschein.

    Nicht umsonst, kann ein Quereinsteiger bei der BVG in ca. 3 Monaten seine Lizenz erwerben, während es bei der Eisenbahn 10-12 Monate dauert. Ebenfalls wird ein großer Wert auf die Fahrzeugtechnik gelegt (haben Sie die Baureihenlizenz für den 485? Falls nein, unterhalten Sie sich mal mit unseren Kollegen, die diese Baureihe haben). Hinzu kommt, dass ein Lokführer bei der S-Bahn nicht nur das Berliner S-Bahnnetz beherrscht, sondern ebenfalls auf "Große Bahn" fahren kann, bei dementsprechenden Baureihenlizenzen. Dass die BVG-Beschäftigten ein besseres Gehalt bekommen müssen, steht natürlich außer Frage.

  4. 43.

    Verehrte Damen & Herren
    Die Berliner U-Bahn fährt unter der BoStrab (Betriebsordnung Straßenbahn)und die S-Bahn fährt nach der Eisenbahnordnung. Das heißt die U-Bahn Zugfahrer/in sind eigentlich Straßenbahnfahrer/in im Gegensatz zum S-Bahnfahre/in. Natürlich wäre es gerecht wenn die Zugfahrer/in der U-Bahn den gleichen Lohn hätten wie ein S-Bahnfahrer/in. Es ist ungerecht, das Busfahrer/in in den alten Bundesländern mehr Geld bekommen als in den neuen Bundesländern und Berlin. Aber auch in anderen Bereichen der Wirtschaft ist das leider so. Es wäre endlich an der Zeit das in der ganzen Bundesrepubik Deutschland der gleiche Lohn für die geleistete Arbeit vom Arbeitnehmer gezahlt wird.
    Mit freundlichen Grüßen Nobudy ist der Größte

  5. 41.

    Pepe du wirst nie ein richtiger Bahner. Es hat keiner jemals von den 900 Euro geredet. Und Pufferküsser bin ich auch nicht. Aber warum bist du nicht bei der U Bahn geblieben irgendwas muss dir ja als Lokführer gefallen haben. Im übrigen bin ich sehr dafür das deine Ex Kollegen mehr verdienen. Und die andere Geschichte Ausbildung länger gleich mehr Sachen die man wissen muss also doch nicht gleich. Und frag mal bitte ältere Kollegen was Pufferküsser bei der Bahn sind bevor du dieses Wort beleidigend einsetzt. Ich sag doch zu dir auch nicht Kellerkind

  6. 40.

    Wie nennt man es, wenn der Senat quersubventioniert und wo kommt gleich noch mal das Geld dafür her? Einfach meinen Beitrag noch mal lesen, dann kommen Sie drauf.

  7. 39.

    Was schreiben Sie da für ein Wirrwarr? Mal abgesehen davon, dass die S Bahn zum Bund gehört, der mehr Geld hat los das Land Berlin, ist es ein Unding, hier andere Kommentatoren anzumachen, weil sie auf bestehende Unterschiede der beruflichen Anforderungen hinweisen. Eine Frage, welche tarifliche Arbeitszeit haben Sie bei der S Bahn. Bitte jetzt nur die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit laut Tarifvertrag. Nicht Ihre individuelle.

  8. 38.

    Pepe erst unter die Decke der S Bahn kriechen und dann noch die Kollegen anwinkeln. Im übrigen gibt es einen sehr großen Unterschied zwischen Lokführer und U Bahn Fahrer das nennt sich Fahrdienstvorschrift die ist etwas aufwendiger als die u Bahn Vorschrift und Europa Führerschein sonst hättest du ja keine Umschulung gebraucht.

    Achaje Jens habe ich dich gekränkt :-) Zum glück gibt es nicht "nur" Pufferküsser bei der S-Bahn .
    Mansche Bahner sollten öfter mal durch die Hose Atmen ...wir (ich) sind keine Gehirnchirurgen sondern Bahner nicht mehr und nicht weniger ....also immer schön Lo(c)ker bleiben . ;-)
    1. Fahrdienstvorschriften gibt es bei der U-Bahn genauso wie bei uns ....naaahhhh das ist ja´n Ding
    Der Euro. Schein ist aufwendiger ...sicher dat hast ja auch ein paar Monate mehr Zeit für die Ausbildung /Umschulung .
    Ist der U-Bahner bei der BVG deswegen mehr wie 900€ weniger Wert wie Ich ? Ich denke nicht !!

    Ruhigen Dienst noch

  9. 37.

    Quatsch mit Soße, Herr Steffen! Und obendrein auch noch falsch. Dann muß der Senat halt quersubventionieren. Die Berliner Wirtschaft wird durch den Verkehrsinfarkt immens beeinträchtigt. Griffige Formel, um es mir mal so einfach zu machen wie sie es sich mit ihren Kommentar tun: Mehr ÖPNV = Mehr Steuereinnahmen.

    Außerdem ging es in meinen Kommentar um den zu kurz gedachten Futterneid von K.Ma. Teile und herrsche.

  10. 36.

    Ja Überraschung Herr Gewerkschafter, die zu erzielende Bezahlung hängt direkt von der durchschnittlichen Wertschöpfungshöhe der Region zusammen, in der die Firma geschäftlich aktiv ist. Arbeitgeber jammern zwar immer, dass sie fast pleite gehen. Hingegen tun die Gewerkschaften so, als ob die Arbeitgeber das Geld selber drucken würden. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Die S-Bahn hat es als Teil der bundesdeutschen Bahn AG leicht, die Gehälter der S-Bahner in Berlin quer zu subventionieren. Leider hat die BVG eben diese Möglichkeit nicht und muss sich darum am allgemeinen Lohnniveau in Berlin orientieren, welches durch fehlende Industrie einfach unterirdisch niedrig im bundesdeutschen Vergleich ist. Die Berliner Kunden können einfach nicht so viel zahlen wie die Stuttgarter. Wird es zu teuer, fahren weniger Leute mit. Selbst wenn der Senat der BVG dafür mehr Steuermittel zur Verfügung stellt, damit höhere Löhne gezahlt werden können, fehlt es an passenden Steuereinnahmen.

  11. 35.

    Na dann sind sie ein typisches Opfer der jahrzehntelangen Gehirnwäsche, denen immer eingetrichtert worden ist immer schön auf die einzuhauen die ein paar Sechser mehr bekommen (wollen), anstatt mal nachzufragen warum man selbst unterbezahlt ist.

    Aber es war schon immer einfacher nach unten zu treten und nach oben zu buckeln.

  12. 34.

    Also als ich um 7 Uhr gesehen habe wie viel Streikwillige BVG Mitarbeiter gestreikt haben , habe ich gedacht das kann ja wohl nicht wahr sein. Es waren sage und schreibe höchstens 10 Leute die dort rumgeschrien haben. Als Pflegekraft verdiene ich trotz meines schweren Jobs sehr schlecht Geld und ich kann dich nachvollziehen dass jeder immer mehr haben möchte. Es geht ja nicht nur um die BVG es geht um alle die auf die Straße gehen. In den sozialen Berufen fehlt es an Leuten und die Kräfte müssen die fehlenden Leute mit stemmen. Das bedeutet dass ich trotz eine 30 Stunden Vortrages pro Tag manchmal bis zu 10 Stunden arbeiten muss und auch schon 12 Stunden am Tag gearbeitet habe. Die Leute sind zu faul in meinen Augen nicht mehr und nicht weniger

  13. 33.

    Ich bin U-Bahn-Fahrer. Wir müssen genau so mit Personen im Gleis rechnen. Es kommt teilweise mehrfach in der Stunden im Netz vor das Personen im Gleis sind. Bei der U-Bahn kann man nicht mal in die Wiese springen. Gibt genug Unfälle jedes Jahr, aber es wird nicht darüber berichtet.

  14. 32.

    Die können ja auch im dunkeln schlafen, die S Bahn Fahrer nicht ;-)

  15. 31.

    Pepe erst unter die Decke der S Bahn kriechen und dann noch die Kollegen anwinkeln. Im übrigen gibt es einen sehr großen Unterschied zwischen Lokführer und U Bahn Fahrer das nennt sich Fahrdienstvorschrift die ist etwas aufwendiger als die u Bahn Vorschrift und Europa Führerschein sonst hättest du ja keine Umschulung gebraucht.

  16. 30.

    Dann würde ich an ihrer Stelle ihren super asozialen Arbeitgeber mal Anzeigen .
    Zum Arbeitssklaven muss man sich auch in Berlin nicht machen ...dafür gibt es in Berlin einfach viel zu viele offene Stellen , da sollte auch was für sie dabei sein .

  17. 29.

    Ich möchte, daß alle Fahrer und Fahrerinnen gut leben können. Diese permanente Steigerung durch die Gewerkschaften müssen allerdings wir alle ausbaden. Mehr Gehalt auf der einen Seite bedeutet immer höhere Preise auf der anderen. Meine Honorare steigen nicht. Ich arbeite dennoch und sogar gern. Dann gebt den S-BahnerInnen bißchen weniger und den anderen mehr. Eine Erzieherin mit Fachschule möchte 3000 Euro. Die Sicherheitsleute auf dem Flughafen ohne Ausbildung möchten 20 Euro pro Stunde. Und meine Preise steigen...

  18. 28.

    Es wird Zeit das gestreikt wird. Ich war U-Bahn Fahrer bei der BVG und habe als frisch Ausgelernter ca. 1420 Netto verdient. Aber auch nur dank Nacht-, Sonntag- und Feiertagsarbeit. Der frisch ausgelernte Berufskraftfahrer bei der BSR, der "nur" die Straße fegt, bekommt 1600 Netto.

  19. 27.

    Auch ein Tarifbeschäftigter in E 6 TV-L bekommt grad mal 1600 netto raus
    @Blaba
    Hä bitte ....?? Arbeite schon etwas länger nicht mehr bei der BVG als U-Bahner
    Bei der BVG gibt es auch Leute die den Beruf gelernt haben ...die nennen sich FIF (Fachpersonal im Fahrdienst )
    Wussten sie ,dass die Einstellungskriterien bei der U-Bahn höher sind (min. Anforderung Realschulabschluss ,3 jährige Ausbildung im technischen oder handwerklichen Beruf usw.) als bei der DB (S-Bahn) ?

    Also was wollen sie mir damit sagen !?


  20. 26.

    Lok
    dann erzähl mal wo die riesigen Unterschiede zwischen Berliner U-Bahn und Berliner S-Bahn sind ....Als ehemaliger U-Bahner und jetziger S-Bahner bin ich ganz Ohr :-)
    Manche Pufferküsser bei der S-Bahn sollten mal von ihrem hohen Ross runterkommen ;-)
    Fakt ist : Die Berliner U-Bahn ist der Berliner S-Bahn deutlich näher wie sonst kein anderes U-Bahn System in Deutschland .

  21. 24.

    Können Sie bitte auch die Arbeitszeiten vergleichen und nennen? Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, die S Bahn hat eine 39 Stundenwoche.

  22. 22.

    Na klar, wenn jemand eine der BVG Belegschaft unpassende Wahrheit erzählt wird es sofort angegriffen. Auch ein Tarifbeschäftigter in E 6 TV-L bekommt grad mal 1600 netto raus....Trotz Ausbildung und 5 jähriger Tätigkeit. Und das bei 39 Stunden... Den BVG Mitarbeitern geht es insgesamt noch zu gut.

  23. 21.

    Nein, leider gibt es reichere Arbeitgeber / Dienstherrn. Berlin ist ärmer. Warum die südlichen Bundesländer reicher sind liegt vlt. auch daran, dass dort die Wirtschaft gefördert wird und somit auch mehr Gehalt gezahlt werden kann. Und der Bund ist eh reicher als die Länder. Wo wenig Geld in die Staatskasse fließt und dafür noch viel für Soziales ausgegeben werden muss, da ist eben eher Ebbe in der Kasse. Wir haben eben eine andere Politik in Berlin... Da wird Leistung nicht honoriert.

  24. 20.

    Ein normaler Polizist in Berlin verdient in Besoldungsgruppe A7 lächerliche 2.148 Euro brutto. Nur mal zum Vergleich, um diese irre Diskussion mit Fakten zu belegen. Ein Lehrer bekommt 5.300 Euro brutto in Berlin.

    Die Gehälter in Deutschland sind völlig ungerecht und deren Höhe hat nicht das Geringste mehr mit Qualifikation, Gefährdung, Nutzen und Fleiß zu tun. Gehälter werden offenbar von griesgrämigen Göttern einfach gewürfelt.

  25. 19.

    "Vor kurzem war hier zu lesen das man Studenten zu U Bahn Fahrern ausbilden soll und kann! Sehr viele fanden diese Idee toll! Jetzt ist es wieder anders herum. "

    Junge Junge
    sie müssen doch erstmal Stamm Personal finden ....wenn sie als Betrieb dann noch Langeweile haben können sie nebenberuflich auch Studenten einsetzten . (übrigens hatte die BVG das schon mal gemacht ....hat nicht gut funktioniert )

    Sicher müssen sie mehr Signale Kennen aber technisch und vom Betriebsablauf her unterscheiden sich U- Bahn von S-Bahn kaum .

    U-Bahn Fahrer muss auf Strecke genau auf das gleiche achten wie der Lokführer oder S-Bahner ....da gibt es praktisch keine Unterscheide .
    Auch die Vorschriften und dessen Ausführung unterscheiden sich nicht großartig von der großen Bahn .

  26. 18.

    1470 Euro ist der gesetzliche Mindestlohn entweder bescheisst sie ihr Chef oder sie meinen Nettoeinkommen. Und nur weil sie so wenig verdienen dürfen andere nicht für mehr kämpfen? Im übrigen ist jede Forderung gerechtfertigt für die Verantwortung die die Leute haben.

  27. 17.

    "2270€ ist also ein hungergehalt? Da vergeht mir ja alles wenn ich sowas lese.
    Ich bekomme als facharbeiter nicht einmal die hälfte davon und muss damit klarkommen, mal abgesehen davon dass ich nicht weiß wie ich morgen zur arbeit kommen soll! "

    Also nicht mal 1135€ Brutto Vollzeit !? Nichtmal annähernd den gesetzlichen Mindestlohn !?
    Da würde ich aber ganz schnell den Arbeitgeber wechseln .....BVG , DB, S-Bahn suchen fähiges Personal .

  28. 16.

    Vor kurzem war hier zu lesen das man Studenten zu U Bahn Fahrern ausbilden soll und kann! Sehr viele fanden diese Idee toll! Jetzt ist es wieder anders herum.
    Ein Triebfahrzeugführer der S - Bahn hat viel mehr Vorschrieften zu beachten als der U - Bahner. Er muss den gleichen Kenntnisstand im Umgang mit Betrieb und den Signalen haben wie ein Lokführer der einen ICE oder ein Güterzug fährt. Er muss im Gegensatz zum U - Bahnfahrer stets mit Personen im Gleis rechnen, sich an vielen Bahnübergängen bewähren und selbstständig auch darauf achten das er nicht fehlgeleitet wird.
    Zu guter letzt der Hinweis: Das was die BVG jetzt durchmacht war bei der S - Bahn vor 10 Jahren aktuell! Plötzlich bekamen wir die 35 Stunden und dadurch weniger Geld. Glücklicherweise wurde das nach 2 Jahren wieder zurückgenommen.

  29. 15.

    2270€ ist also ein hungergehalt? Da vergeht mir ja alles wenn ich sowas lese.
    Ich bekomme als facharbeiter nicht einmal die hälfte davon und muss damit klarkommen, mal abgesehen davon dass ich nicht weiß wie ich morgen zur arbeit kommen soll!

  30. 14.

    Es ist absolut gerechtfertigt, dass Zugfahrer bei der U-Bahn erheblich weniger verdienen als die Triebfahrzeugführer bei der S-Bahn

    Aha
    Als ehemaliger U-Bahn "Treiber" und jetziger S-Bahner muss ich ihnen aber erheblich widersprechen .
    1. Können sie auch bei der S-Bahn nicht jeden beliebigen Mitarbeiter von heute auf morgen auf eine Lok setzen .
    2. "Nur" weil der U-Bahner nach BOStrab arbeitet muss er 900€ weniger verdienen !?
    3. Am Endes des Tages hat der Fahrer bei der U-Bahn im Grunde die gleiche Arbeit gemacht wie ich als S-Bahner .

    Viele meiner Kollegen bei der S-Bahn sehen die Forderungen der BVGer völlig gerechtfertigt.
    Nicht wir (S)Bahner werden super gut bezahlt sondern unsere Kollegen bei der BVG sind abgrundtief unterbezahlt .
    So wird ein Schuh daraus .

  31. 13.

    Was macht der Vollbahnfahrer besser oder verantwortungsvoller als ein Nur-U-Bahner? Nichts!
    Beide bewegen große lange Blechkästen durch die Stadt, müssen sich dumme Kommentare anhören, werden für Missmanagement verantwortlich gemacht und werden tätlich angegriffen.

    Folglich sollen beide gleichgut bezahlt werden.

  32. 12.

    @RBB: Es freut mich sehr zu sehen, dass Sie beim Artikel einen Absatz mit den erfolgten Korrekturen im Artikel angefügt und damit User-Feedback angenommen und umgesetzt haben. Das finde ich toll! Vielen Dank und ein ganz dickes Lob dafür!!!

  33. 11.

    Meines Wissens resultiert die starke Abweichung vor allem aus der Tatsache, dass die Verdienste bei der BVG sich mit den Berliner Durchschnittseinkommen entwickelt haben, während die Eisenbahner der S-Bahn dem bundesweiten Bahntarifvertrag unterliegen. Da das Durchschnittseinkommen in Berlin weit unter Bundesdurchschnitt liegt, hat sich eine Kluft entwickelt. Zudem ist der Beruf des U-Bahnfahrers, wie hier bereits beschrieben wurde, nur bedingt mit dem eines Lokführers bei der S-Bahn vergleichbar. In der Realität ist ein U-Bahnfahrer mit einem S-Bahnfahrer so vergleichbar wie ein LKW- mit einem Busfahrer. Letzterer benötigt deutlich mehr Qualifikationen. Dass das Gehalt bei der BVG angepasst werden müssen, ist eine unbestreitbare Tatsache, aber bitte mit Augenmaß, damit sich der Berliner Durchschnittsverdiener sein Ticket auch künftig noch leisten kann.

  34. 10.

    Sehr geehrter Nick Name,

    vielen Dank für den Hinweis. Wir haben hier Landesbedienstete und Landesbeamte verwechselt und die entsprechende Passage geändert. Wir bitten die Ungenauigkeit zu entschuldigen.

  35. 9.

    Das hat mich beim Lesen auch stutzig gemacht. Die Beamtengehälter in Berlin sind im Bundesvergleich tatsächlich nämlich am unteren Rand angesiedelt. Da würde ich dringend ein erneutes Recherchieren empfehlen!

  36. 8.

    Der Unterschied im Verdienst resultiert immer noch wegen der damaligen Berlin-Zulage.Die in Westdeutschland haben damals schon mehr verdient, ist aber durch die Berlin-Zulage nicht so aufgefallen.

  37. 7.

    Wenn ich diesen Bericht richtig verstehe, dann wird für ein und dieselbe Tätigkeit ein unterschiedliches Gehalt gezahlt. Das ist sicherlich ungerecht. Dieses Problem lässt sich sicherlich lösen. Wenn ich da an meine humoristischen Freunde von der CDU wie auch von der Arbeitgeberseite denke wird es aus dieser Gruppe eine sehr einfache Lösung geben.

    Das Einkommen der S-Bahn Fahrer wird ganz einfach um ein Drittel gesenkt. Ich gehe dann zum Lachen in den Keller.
    Es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt besser gesagt in der Vergütung der Arbeitsleistung. Wenn ich mir überlege mit welchem Einkommen meine Krankengymnastin nach Hause geht. Eine Frau die zu einer Gruppe von Menschen gehört, die für unsere Gesundheit arbeitet, da habe ich einen richtig dicken Hals.

  38. 6.

    Ausgezeichneter Artikel wo der Hauptschuldige namentlich erwähnt wird.
    Dieser ist Mitglied der SPD.
    Mitschuldig ist Verdi, keine Selbstkritik das sie 2005 Mist gebaut haben.
    Warum organisiert Verdi mit ihren Mitgliedern, keine Demonstrationen vor dem Roten Rathaus oder der SPD Parteizentrale in unregelmäßigen Abständen?
    Stattdessen gibt es eine Kundgebung vor der BVG-Zentrale in der Holzmarktstraße.
    Was hindert den heutigen Finanzsenator daran, das "Sarrazin-Tarifwerk" zu ändern oder rückgängig zu machen?
    Ist vermutlich politisch nicht gewollt.
    Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es auf einen unbefristeten Streik wie im März 2008 hinaus laufen.
    Wenn ich mich recht erinnere hatte die BVG mehr als 10 Tage gestreikt.

  39. 5.

    Es ist absolut gerechtfertigt, dass Zugfahrer bei der U-Bahn erheblich weniger verdienen als die Triebfahrzeugführer bei der S-Bahn, da es sich bei der S-Bahn um eine Vollbahn handelt und die Triebfahrzeugführer der S-Bahn richtige Lokführer sind, während die U-Bahn nach der Betriebsordnung für Straßenbahnen fährt.

  40. 4.

    Zitat aus dem Artikel:
    "Denn während die Berliner Landesbeamten oder die Lehrer mittlerweile wieder so viel verdienen wie im Rest der Republik"

    Das ist schlichtweg falsch! Berlins Landesbeamte haben von allen Landesbeamten Deutschlands das niedrigste Einkommen (zusammen mit Schleswig Holstein). Bayern zahlt (wie auch der Bund seinen Beamten) rund 10 - in Worten Zehn - Prozent mehr!!!

    Die Lehrer die hier erwähnt sind, werden nicht verbeamtet. Um genug Lehrer zu finden, bekommen diese durch höhere Eingruppierungen entsprechend hohe Gehälter und sind tatsächlich im Bundesvergleich sehr gut gestellt.

    Das hat aber überhaupt nichts mit den Beamten zu tun und ist vollkommen falsch dargestellt.

  41. 3.

    Keine so ganz glücklich formulierte Überschrift. Ist es denn wirklich so, dass U-Bahn-Fahrer weniger als S-Bahn-Fahrer VERDIENEN?

  42. 2.

    Die Vestische Straßenbahn betreibt seit Ende der 1980er Jahre keine Strassenbahnen mehr. In Oer-Erkenschwick und Umgebung fahren nur noch Busse.

  43. 1.

    Die EVG hat die Löhne der Lokführer rausgeholt? Das soll ja wohl ein Witz sein. Es war die GDL.

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