Archivbild: Eine U-Bahn fährt am 27.02.2014 unter einem Schild mit der Aufschrift "BVG" vorbei. (Quelle: dpa/Daniel Naupold)
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Audio: Inforadio | 11.02.2019 | Jan Menzel | Bild: dpa

Zuversicht bei Verhandlungsführerin - Für die BVG-Beschäftigten wird weiter verhandelt

Die Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben sind am Montag fortgesetzt worden. In den Manteltarifverhandlungen für etwa 14.500 Beschäftigte der BVG und ihrer Tochtergesellschaft Berlin Transport verlangt die Gewerkschaft Verdi für alle eine 36,5-Stunden-Woche und Weihnachtsgeld. Außerdem möchte sie Änderungen an der Entgelttabelle durchsetzen - sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro für Gewerkschaftsmitglieder.

Kürzere Arbeitszeit aus BVG-Sicht "nicht umsetzbar"

Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt sagte dem rbb beim Auftakt der Verhandlungen vor zwei Wochen, die BVG-Fahrer müssten 300 bis 400 Euro mehr im Monat bekommen, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu sein. Derzeit liege man mit dem Tarifvertrag im bundesweiten Vergleich am unteren Ende.

Die Arbeitgeber reagierten zurückhaltend auf die Forderungen. "Die Vorstellungen der Tarifparteien liegen momentan noch weit auseinander" kommentierte Claudia Pfeiffer vom Arbeitgeberverband KAV Berlin am Montag. Die geforderte Arbeitszeitverkürzung auf 36,5 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich bedeute einen Personalmehrbedarf von rund 500 Arbeitnehmern - zusätzlich zu ohnehin nötigen weiteren 1.350 Mitarbeitern. "Das ist für die Arbeitgeberseite schlicht nicht umsetzbar", teilte Pfeiffer mit.

Sendung: Inforadio, 11.02.2019, 07:00 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ich finde die Argumentation von Frau Pfeifer sehr interessant, kein Geld, angespannte Lage, völlig Überzogen und so weiter. Ich weiß leider nicht aus welcher Zeit die Dame kommt aber heute sollte man, als Verhandlungsführerin eines Arbeitgeberverbandes, schon etwas mehr auffahren als die Floskeln aus den 80 er Jahren. Ich wünsche allen BVGer einen ordentlichen Abschluss, mehr Geld und faire Arbeitsbedingungen. Solche Bremsklötze wie Frau Pfeifer gehören ins politische Panoptikum.

  2. 3.

    Aktueller Stand s. https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/02/warnstreik-bvg-freitag-verdi-.html

  3. 2.

    Ich wünsche meinen Ex Kollegen viel Erfolg bei den Verhandlungen . Hoffentlich kommt endlich mal was zählbares bei raus . Wenn nicht bei der DB und S-BAHN seid ihr immer herzlich willkommen ;)

  4. 1.

    Na wenn das mit dem monatlichem mehr Geld nix wird....laufen der BVG sicher noch mehr Fahrer davon und die Misere bei der BVG nimmt kein Ende

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