Mitglieder einer Bürgerinitiative demonstrieren am 23.02.2019 in Golzow gegen eine neue Hähnchenmastanlage (Bild: rbb)
Audio: Brandenburg aktuell | 23.02.2019 | Angelika Fey | Bild: rbb

Gegen geplante Anlage - Golzower demonstrieren gegen Hühnermastbetrieb

Gegen den geplanten Bau eines Hühnermastbetriebes haben am Samstag rund zwei Dutzend Menschen in Golzow (Märkisch-Oderland) demonstriert.

Der Landwirtschaftsbetrieb Odega will in einer stillgelegten Milchviehanlage eine Mastanlage für Hähnchen einrichten, in der über 70.000 Tiere gehalten werden sollen. Eine Bürgerinitiative ist unter anderem gegen den Mastbetrieb, weil sie unmittelbar an Wohnhäuser und ein Naturschutzgebiet angrenzt.

Unter anderem machen sich die Anwohner Sorgen um Gestank oder Belastung der Luft und des Wassers. Gegenüber dem rbb wollte sich der Vorstand nicht zu der Kritik der Anwohner äußern.

Die Gemeindevertretung hatte der Anlage zugestimmt. Frank Schütz, Bürgermeister von Golzow (CDU), sagte dem rbb zur Begründung: "Die Anlage, die jetzt umgenutzt wird, war seit Jahren (...) eine Milchviehanlage. Also Landwirtschaft gehört für mich auch ins Dorf." Derzeit liegt der Antrag zur Prüfung beim Landesumweltamt. Ob die Hähnchenmast genehmigt wird, werde bis Mitte des Jahres entschieden, hieß es dort.

 

Kommentar

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9 Kommentare

  1. 9.

    Vielleicht lesen Sie meinen Kommentar einfach nocheinmal. Meine Anspielung bezieht sich in erster Linie auf DIE QUÄLANSTALTEN, sprich den Schweinemastanlagen. Im übrigen stamme ich nicht gebürtig aus Berlin, sondern bin Münsterländer. Bauernhöfe sind mir also keineswegs fremd. Bin kein Veganer oder Vegetarier, doch überlege ich mir gut woher ich mein Fleisch kaufe. Schön dass es Ihren Tieren gutgeht.

  2. 7.

    Lothar ich bin Landwirt in der besagten Gegend und ich kann Ihnen versichern dass alle Tiere ein gesünderes Leben haben als sie es in einer Großstadt wie Berlin führen. Natürlich gibt es hier und dort schwarze Schafe. Die gibt es aber in allen Bereichen und Branchen. Es ist für mich immer wieder unverständlich wenn Leute die mit dem Thema nicht vertraut sind und auch nichts mit der betroffenen Gegend zu tun haben von hinten schreien müssen wie schlecht alles ist.

  3. 6.

    Text und Karte passen nicht zusammen. Die Karte zeigt Golzow im Landkreis Barnim. Im Text wird von Golzow im Landkreis Märkisch-Oderland (Nähe Küstrin-Kietz) gesprochen ;-)

  4. 5.

    Wer nicht vegan leben will, kann auch einen Beitrag gegen solche Anlagen leisten. Durch eigene Hühner im städtischen Garten sind die Eier garantiert frisch :) Noch ist das ein Trend Weniger. Das kann sich aber schnell ändern, denn Hühnerhalten kann mensch an einem Tag und dann in der Praxis lernen: https://www.morgenpost.de/berlin/stadtnatur/article214814793/Es-gackert-in-Berlin-So-halten-sie-Huehner-in-der-Stadt.html

  5. 4.

    Also ich würde nach wie vor lieber im angeblich stinkenden Oderbruch wohnen als in der super reinluft Metropole Berlin ... das es auf dem Land nun mal nach Landwirtschaft riecht und mal staubt und mal langsam fahrende Traktoren unterwegs sind sollte jedem klar sein der seine Betonhöhle mal verlässt. Wer denkt und glaubt es besser machen zu können ... der sollte seine Nahrung selber anbauen und Nutztiere selber züchten... ich wünsche viel Erfolg

  6. 3.

    Ja, das frage ich mich auch. Vor allem, wollen die Brandenburger jetzt Weltmeister in solch Quälanstalten werden? Ach ja, stimmt ja nicht. Im Gegensatz zu den Schweinen dürfen ja noch die Hühner an die frische Luft.

  7. 1.

    Als ob es im Oderbruch nicht schon genug stinken würde – nein, die Duftnote „Hühnermastanlage“ fehlte noch, um das Bukett abzurunden!

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