Zwei Aktivisten stehen auf einem Bagger im Tagebau Welzow Süd. (Quelle: Ende Gelände)
Audio: Inforadio | 04.02.2019 | Daniel Friedrich | Bild: Ende Gelände

Jänschwalde und Welzow-Süd - Anti-Kohle-Aktivisten besetzen Bagger in der Lausitz

In 20 Jahren soll Deutschland braunkohlefrei sein. Zu spät, sagen Aktivisten. Um gegen die Kompromiss der Kohlekommission zu protestieren, wurden am Montagmorgen Bagger in zwei Tagebauen in der Lausitz besetzt. Am Nachmittag begann die Polizei mit der Räumung.

Kohlegegner der Aktivistengruppen "Ende Gelände" und "Robin Wood" haben am Montagmorgen Bagger in den Tagebauen Welzow Süd und Jänschwalde in der Lausitz besetzt. Die Aktivisten fordern einen sofortigen Kohleausstieg, wie eine Sprecherin der Gruppe dem rbb mitteilte. Der Prostet richte sich gegen den Abschlussbericht der Kohlekommission. Die empfiehlt, dass die Kraftwerke bis 2038 abgeschaltet werden.

Außerdem protestieren die Aktivisten gegen die mögliche Abbaggerung der Ortschaft Proschim. Im Abschlussbericht ist nicht schriftlich zugesichert worden, dass der Ort erhalten bleibt. Nike Mahlhaus von "Ende Gelände" sagte dem rbb: "Wenn Deutschland so lange als Industrieland CO2 in die Luft geblasen hat und auf Kosten anderer Menschen gelebt hat, dann ist jetzt der Zeitpunkt, wo wir sagen, wir wollen den sofortigen Kohleausstieg." Gegenüber dem Nachrichtendienst EPD sagte Malhaus zudem, dass die Kohlekommission die Menschen in den bedrohten Dörfern im Stich gelassen habe.

Welzow Süd am Nachmittag geräumt

In Welzow Süd begann die Polizei am Nachmittag mit der Räumung des besetzten Baggers. Nach mehrmaliger Aufforderung hätten acht Frauen und fünf Männer den Bagger verlassen, hieß es. Über den Twitter-Service Periscope streamten die Aktivisten die Räumung live [externer Link].

Länger dauerte der Protest in Jänschwalde. Am frühen Abend waren etwa zehn Demonstrantennoch nicht gewillt, den Bagger zu verlassen. Laut Polizei hätten die Aktivisten lange darauf bestanden, dass die Beamten eine "öffentlichkeitswirksame Maßnahme" durchführten. "Diese sind nicht gewillt dieses zu verlassen und bestehen auf eine öffentlichkeitswirksame Maßnahme der Polizei. Da für die Einsatzkräfte eine lebensgefährliche Situation durch solch ein Handeln entstehen würde, wird solch ein Agieren abgelehnt", hieß es dazu. Am späten Abend bestätigte eine Sprecherin von "Ende Gelände" dem rbb, dass die Demonstranten auch die Bagger und Förderbrücken in Jänschwalde wieder verlassen hätten.

Leag: "Grubenbetrieb ist nicht gestört"

Leag-Sprecher Thoralf Schirmer sagte rbb|24, dass der Grubenbetrieb in Jänschwalde durch die Aktion nicht gestört gewesen sei, da der besetzte Bagger samt Förderbrücke wegen einer Wartung nicht in Betrieb gewesen sei.

Laut Schirmer erwägt die Leag Strafanzeige gegen die Besetzer zu erheben. "Diese Symbolik ist sehr befremdlich", sagte Schirmer weiter. Er wisse nicht, wie auf so eine Art und Weise ein gesellschaftlicher Konsens zustande kommen solle. Der Bericht der sogenannten Kohlekommission zum Ausstieg sei gerade erst eine Woche alt und werde von den Kohlegegnern infrage gestellt. Dabei hätten auch Umweltverbände mit am Kommissionstisch gesessen.

Die Linke: "Aktion ist völlig unnötig"

Die Linke bezeichnete die Aktion der Aktivisten in einer Pressemitteilung als "völlig unnötig". Sie stoße die Menschen in der Region vor den Kopf. Darüber hinaus würden dadurch die mühsam erarbeiteten Kompromisse zum Ausstieg aus der Kohleverstromung untergraben. Außerdem sei ein Neuaufschluss von Tagebauen mit dem vorliegenden Abschlussbericht der Kommission nicht vereinbar. Die Linke erwarte und gehe davon aus, dass Proschim nicht abgebaggert wird.

Heide Schinowsky, bündnisgrüne Abgeordnete im Brandenburger Landtag aus Jänschwalde, bezeichnete den Protest als "direkte Folge des Blockadekurses der Landesregierung in der Kohlekommission". Planungssicherheit gäbe es derzeit weder für die Einwohner von Dörfern,  die mit einer Abbaggerung rechnen müssten, noch für die Beschäftigten im Braunkohlesektor, so Schinowsky.

Mehrere Aktionen gegen Kohle

Die Aktivisten hatten seit Anfang Februar zu mehreren Aktionen gegen die Beschlüsse der Kohlekommission aufgerufen. Am Freitag hatten mehrere hundert Kohlegegner vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin-Mitte demonstriert. Auch in mehreren anderen Städten hatten Kundgebungen stattgefunden. In Potsdam hissten die Aktivisten ein Banner vor dem Brandenburger Landtag und veröffentlichten davon Fotos auf Twitter. Zurzeit halte "Ende Gelände" auch eine Kohlegrube im Leipziger Land besetzt, hieß es von der Gruppe.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission hatte nach langen Verhandlungen ein Konzept für einen Kohleausstieg bis spätestens 2038 vorgelegt. Dieses sieht unter anderem Milliardensummen aus dem Staatshaushalt für den Strukturwandel und Übergangshilfen für Beschäftigte vor - die Rede ist von 40 Milliarden Euro für die deutschen Kohleregionen über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Das Zeitalter der Braunkohle

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.02.2019, 09:30 Uhr

Kommentar

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128 Kommentare

  1. 128.

    Ich bin an einer sachlichen Diskussion interessiert. Nach meinen Erfahrungen gibt es dazu günstige und ungünstige Rahmenbedingungen. Unterstellungen und Aburteilungen unterbinden das Günstige (Beispiele in meinen letzten Beiträgen).

    Unterschiedliche Sichten und Deutungen auf etwas halte ich für normal, während es leider immer auch Fachleute gibt, die nur das Eigene gelten lassen wollen. Ich halte „Jeder gibt sein Bestes“ für eine gute Voraussetzung für fruchtbare Diskussionen. Zumal das Thema in mindestens zwei Dimensionen „groß“ ist: Erdatmosphäre/Wechselwirkungen und Prognose für die Zukunft. WISSEN kann das niemand.

    Nun fetzen Sie sich gern weiter ... . Ich bin nicht mehr interessiert.

  2. 127.

    Übrigens: von welchen Fakten sprechen Sie, die man unterschiedlich auslegen kann? Noch dazu von völlig Fachfremden , wie Dr. Meier und ähnliche Leute hier ???

  3. 126.

    Ich bin mir keiner Schuld bewußt.
    Mir sind auch durchaus die Abläufe in der Wissenschaft bekannt, auch, wie mit Fakten umgegangen wird. Ich kenne mich daneben auch recht gut in der Klimawissenschaft aus. Sie brauchen sich keine Sorgen um mich zu machen, machen Sie sich Sorgen ums Klima und um den Geisteszustand einiger Zeitgenossen. Diese legen Fakten bnicht unterschiedlich aus, sie negieren sie.

  4. 125.

    Bitte nenne mir eine einzige Studie, die nachweist , daß CO2 kein Klimagas ist ! Und dann gleich noch deine Telefonnummer, damit ich sie nach Stockholm senden kann.

  5. 124.

    @ DR MEYER: „Bitte verbreiten Sie hier keine ideologisch begründete Lügen. Sie sind offensichtlicher Propaganda auf den Leim gegangen.“ Warum so aggressiv und aburteilend? Wenn Sie sachlich blieben und wissenschaftlich erarbeitete Belege beifügten, könnte man sich sachlich austauschen. Bescheidwissertum könnte hier jeder selber, bringt aber keinen Fortschritt.

  6. 123.

    Ich muß dir zugestehen, dein heilloses Gefasel entbehrt jeder Logik und ist komplett unverständlich.
    Ich wiederhole: wir bringen jedes Jahr 4% mehr CO2 in die Atmosphäre ein, als die Natur es tut und als die Natur verarbeiten kann. Es sammelt sich in der Atmosphäre deshalb an. Der CO2-Gehalt ist in 120 Jahren durch uns um 50% angestiegen.
    CO2 ist ein Klimagas, das ist seit Fourier 1828 bekannt und seit Tyndall 1860 und Arrhenius 1906 Stand der Wissenschaft.
    CO2 ist nicht nur ein klimagas an sich, sondern unter den gegenwärtigen Bedingungen auf der Erde DER Klimatreiber. H2O ein bedeutend stärkeres klimagas als CO2, es wird deshalb ganz und gar nicht bei den Klimadiskussionen nicht beachtet! Sein durchschnittlicher Gehalt in der Luft ist allein von der mittleren Temperatur abhängig. Dieser Gehalt steigt im Sinne einer positiven Rückkopplung mit der vom CO2 angetriebenen Erwärmung und verdreifacht etwa ihren Betrag.

  7. 122.

    @Spottet Elk: „Die Wissenschaftsleugner BEDIENEN SICH ihr,um das gutgläubige und ahnungslose Volk in die Falle laufen zu lassen. In die Falle, in der du steckst.“ - Sie wissen sicher, dass man Fakten unterschiedlich sehen und auslegen kann. Deshalb muss jemand nicht komplett ein Wissenschaftsleugner sein, oder Sie belegen das, dass jmd. absichtlich lügt.

    Leider kennzeichnen Sie das auch nicht als Ihre Vermutung, Schlussfolgerung oder Meinung. So bleibt es in meinen Augen lediglich Bescheidwissertum. Und dann folgt mit „In die Falle, in der du steckst.“ leider noch eine Verunglimpfung mit gnädig-herabsetzendem Statusverweis - wie „Ich weiß Bescheid und du nicht. Ich ...“ . Ich empfinde das als äußerst hinderlich für eine sachliche Diskussion, die allein durch Sach-Argumente überzeugen könnte. Ihre übermittelten Informationen verlieren dadurch leider deutlich an Wert.

  8. 121.

    Teil 2. Der Beitrag von Wasserdampf zum "Treibhauseffekt" wird mit etwa 60% beziffert. Warum wird der Wasserdampf bei der Klimadiskussion völlig außer acht gelassen?

    Der Beitrag von CO² zum "Treibhauseffekt" wird mit etwa 9 bis 26% beziffert. Allein schon diese Bandbreite zeigt, daß man hier völlig im Nebel stochert.

    Von diesen angeblich 9 bis 26% ist der Mensch für 4% verantwortlich. Folgt man diesen Behauptungen, trägt der Mensch also mit seiner CO²-Produktion mit 0,36 bis 1,04 % zum "Treibhauseffekt" bei. Sie glauben also allen Ernstes, daß eine Reduktion um die Hälfte - was einen Anteil am "Treibhauseffekt" von durchschnittlich etwa 0,18-0,52% ausmacht - sich auf das Klima auswirkt? Ernsthaft? Sie glauben wohl jede Verschwörungstheorie.

  9. 120.

    Bitte verbreiten Sie hier keine ideologisch begründete Lügen. Sie sind offensichtlicher Propaganda auf den Leim gegangen. Daß CO² ein "Treibhausgas" sei, ist lediglich eine Annahme. Und wieviel CO² die Natur aufnehmen kann, wissen Sie doch gar nicht. Daran ändern auch Ihre Taschenspielertricks nicht.

    Wissen Sie eigentlich, was ppm heißt? Parts per "MILLION". Es geht hier nämlich um 4% von 0,04%. Sie wollen uns also erzählen, daß eine Konzentration von 2 Teilen von 1 Million Teilen eine globale Erderwärmung verursacht?? Bitte informieren Sie sich über die Co²-Konzentrationen vergangener Eiszeiten. Die waren z.T. um ein Vielfaches höher.

    Sie kennen offensichtlich nicht den Unterscheid zwischen Korrelation und Kausalität. Sollten sie sich mal drüber informieren. Genau so gut können Sie behaupten die Temperatur hänge kausal mit den Postgebühren zusammen. Die sind nämlich auch regelmäßig gestiegen.

  10. 119.

    Die Zahl 4%, die die Ideologen immer wieder in die Diskussion einbringen, trifft zu, ist aber in Wirklichkeit eine sehr geschickt vorgebrachte Lüge. Die Wissenschaftsleugner bedienen sich ihr,um das gutgläubige und ahnungslose Volk in die Falle laufen zu lassen. In die Falle, in der du steckst. Die Zahl 4% bedeutet nämlich in Wirklichkeit, daß wir Menschen durch unsere Aktivitäten JEDES JAHR 4% mehr CO2 in diesen Kreislauf hineinschicken, als es die Natur von sich aus bewältigen, d.h. aus der Atmosphäre entnehmen und wieder in C umwandeln kann. So kommt es, daß Jahr für Jahr seit ca. 120 Jahren der CO2-Gehalt der Atmosphäre zunimmt, gegenwärtig um 2...3 ppm. Jedes Jahr! Somit haben wir es geschafft, innerhalb von 120 Jahren den CO2-Gehalt der Atmosphäre vom natürlichen Wert 280 ppm auf 410 ppm zu erhöhen, um fast 50% !! Und es geht immer weiter. Unseren Enkeln droht eine Erwärmung um 3...4,5 K, das heißt, große Teile der Erde werden unbewohnbar.

  11. 118.

    Lieber Timbuktu, du bist einer ideologisch begründeten Lüge aufgesessen. Die Zahl 4% verbreiten die Klimalügner und du überprüfst sie nicht. Ich erkläre sie dir jetzt.
    Es gint in der belebten und unbelebten Natur einen Kreis zwischen CO2-Produktion aus C und eine Produktion von C aus CO2. Beispielsweise wandelt das Wachstum der Pflanzen (und Tiere) im Frühjaht CO2 in C um, im Herbst, wenn alles abstirbt (oder wenn die Tiere sterben und verwesen) ist es umgekehrt. Ähnlich ist es mit der Entstehung von Gebirgen und ihrer Erosion. Diese natürlichem Vorgänge bewirken, daß der Co2-Gehalt konstant bleibt. Das wiederum bewirkt, daß das Klima konstant bleibt. Das bewirkte, daß wir Menschen seit etwa 12000 Jahren unsere Kultur und Wirtschaftsweise auf ein hohes Niveau entwickeln konnten, wir sind als Spezies auf Gedeih und Verderb auf ein konstantes Klima angewiesen.

  12. 117.

    Watch: kleine Ergänzung.
    Nicht auf den Anteil von CO2 kommt es an, sondern auf die Menge! Also Anteil multipliziert mit Volumen (oder auch Dicke) der Erdatmosphäre. Dicke mal Anteil von CO2 macht die Atmosphäre in gewissem Grad undurchdringlich für Infrarotphotonen, die in den Weltraum entfleuchen wollen. Damit wird ein Treibhauseffekt hervorgerufen. Hätten wir kein CO2 in der Atmosphäre, wäre die durchschnittliche Temperatur auf der Erde ca. -18°. Der natürlich vorhandene CO2-Gehalt erwärmt die Erdatmosphäre unter den gegenwärtigen Bedingungen um 33°. Jede Verdoppelung des CO2-Anteils erwärmt die Atmosphäre um ca. 1%, also 3° (Rückkopplungen eingeschlossen).

  13. 116.

    In der Luft befindet sich heute 50% mehr CO2 als vor 100 Jahren. Wenn nicht soviel CO2 vom Meer aufgenommen würden, wären es fast 100% mehr. Allerdings versauert das ins Meer geratene CO2 das Wasser, was bereits jetzt erkennbar beginnt, dort ganze Lebensgemeinschaften zu zerstören. Von den steigenden Wassertemperaturen ganz zu schweigen.

  14. 115.

    @anorak2: Ihre Antworttiefe stellt mich überhaupt nicht zufrieden! Von meinen differenziert begründetet vier Einwänden haben Sie einen - die Ihrer Meinung nach fehlende Neutralität von Greenpeace - herausgegriffen und darin beschuldigen und verurteilen Sie, ohne einen Beleg zu nennen.

    Einen zweiten Punkt, "Wikipedia/Greenpeace", da erfassen Sie leider nicht, um was genau es geht bzw. gehen Sie dem Thema gar nicht nach. Ich nehme an, Sie haben immer noch nicht in den betreffenden Text geschaut, äußern sich aber schlagwortig und abfällig. Die beiden anderen der von mir genannten Punkte lassen Sie "links liegen", da wäre es um den Kern hier (Auf Grundlage von Fakten Meinungen zu diskutieren und die Fähigkeit, Wortbedeutungen zu erfassen) gegangen.

    Unsere Kommentare dienen dem Austausch. Eigentlich.

  15. 113.

    Greenpeace ist zum Thema Kraftwerke so neutral wie Scientology zum Xenu-Mythos. Greenpeace ist kein Volksbildungsinstitut, keine Wohlfahrtseinrichtung, und besitzt weder Kompetenz noch Interesse, die deutsche Stromproduktion zu konzipieren. Greenpeace's Interessen sind Propagierung ihrer Ideologie, und die Generierung von Umsatz für die eigene Organisation in Form von Spendengeldern und Kundenacquise für "Greenpeace Energy". Alles was sie sagen und tun, dient diesen Zielen. Die Verbreitung zutreffender Informationen gehört dagegen nicht zu ihren Zielen. Das Wohlergehen der deutschen Bevölkerung auch nicht. Dass Greenpeace-Vertreter in dieser Kommission sitzen und über uns alle mitentscheiden ist deswegen ein Skandal. Dass Greenpeace-Postillen von wikipedia-Autoren als Quelle verwendet werden ist ebenso ein Skandal - allerdings ein viel kleinerer, denn man kann ihn hier folgenlos richtigstellen.

  16. 112.

    Das war nicht die Frage. Es ist gefragt worden, wie hoch der CO2-Anteil der Atmosphäre ist. Tatsächlich ist CO2 nur ein Spurengas. Sein Anteil macht gerade mal 0,04 % der Erdatmosphäre aus. (Stickstoff 78 %, Sauerstoff 21%) - können sie alles bei Wikipedia nachlesen. https://de.wikipedia.org/wiki/Luft

    96% dieser 0,04% CO2 werden von der Natur produziert. Der Mensch ist gerade mal für 4 % dieses CO2s verantwortlich.

    Ihre Behauptung mit den "50%" kann also nicht stimmen. Offenbar ist das kolportierte Propaganda.

    4% von 0,04% sind insgesamt 0,0016 % der Erdatmosphäre. Bitte erklären Sie uns, wie sich diese Kleinstmengen an Spurengasen auf das Erdklima auswirken sollen - das insbesondere vor dem Hintergrund, daß wir während Eiszeiten regelmäßig ein Vielfaches dieser CO2-Mengen hatten.

  17. 111.

    @Ein Bergmann: Ich habe dazu bisher nur die Meinung: Das abschalten, was so früh wie möglich geht. Und ich habe verstanden, dass wir uns als in einem Boot sitzende Menschheit zusammentun müssen, weil wir in Sachen Klimawandel möglicherweise "nur einen Schuss frei" haben. Da wir auf keine Erfahrungen zum Üben zurückgreifen können, sind Familienrezepte, Besitzstand und unser aller Heimwerkerwissen wahrscheinlich nicht hinreichend, das Leben der Kindeskinder auf unserer Erde zu sichern. Super-Komplexität unter dem Stress, die eine gemeinsame Lösung zu finden und durchzusetzen mit einer allzeit diskutierenden und hungrigen Egoisten-Meute im Nacken ist sicher auch nicht lustig. Kurz: Bevor "die Kacke am Dampfen" ist, muss selbstverständlich die Lebensmöglichkeit aller - niemals nach dem St.-Florians-Prinzip - Vorrang haben! Aber Menschen sind nicht so.

  18. 110.

    @sachse: Der Anteil mag geringst erscheinen, doch dürfte nach derzeitiger wissenschaftlichem Erkenntnis die Wirkung einer über-mäßigen Erhöhung für uns „fatal-letal“ werden: „Seit Mitte des 19. Jahrhunderts steigt die CO2-Konzentration durch menschliche Aktivitäten an. Eine Verdoppelung der atmosphärischen CO2-Konzentration vom vorindustriellen Wert von 280 ppm auf 560 ppm würde nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft wahrscheinlich zu einer globalen Erwärmung um 3 °C führen.“ (Wikipedia-Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre) Ich vermute, die Bootsinsassen dieses Planeten haben nur einen „Schuss frei“ und keine zweite Chance. Ferner fürchte ich, dass sich das St-Florians-Prinzip durchsetzen wird. Dann endet nur ein Fingerschnipsen der Evolution.

  19. 109.

    "CO2...ist Fakt." Ach ja? Ist das so? Sie wissen, daß CO2 ein Spurengas ist? Sie wissen, daß sein Anteil gerade mal 0,04 % der Erdatmoasphäre ausmacht, die anderen Gase wie Stickstoff und Stauerstoff also 99,96 % ausmachen? Sie wissen, daß der von Menschen produzierte Anteil am Spurengas CO2 gerade mal 4% ausmacht und die übrigen 96% CO2 von der Natur produziert werden? Sie wollen uns also erzählen, daß die 0,0016 % der Erdatmosphäre für eine Erderwärmung verantwortlich sind?

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