Eine Tram des Straßenbahnbetriebs Straußberger Eisenbahn hält an einer Haltestelle. (Quelle: imago/viennaslide)
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Verdi-Tarifkommission muss noch zustimmen - Annäherung in Tarifgesprächen für Brandenburgs Nahverkehr

In den Tarifverhandlungen für die rund 3.000 Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs in Brandenburg ist offenbar eine Einigung in Sicht.

Zwischen der Arbeitgeberseite und der Gewerkschaft Verdi habe es eine "deutliche inhaltliche Annäherung" gegeben, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag nach den Gesprächen mit. Die Verdi-Verhandlungskommission empfehle die Annahme des Verhandlungsstandes, sagte Gewerkschaftssprecher Andreas Splanemann am Donnerstag. Die Entscheidung treffe aber die Tarifkommission.

Brandenburger Einkommen bundesweit Schlusslicht

Die Kommission tritt am Dienstag zusammen, bis dahin hätten beide Seiten Stillschweigen über den Inhalt der Gespräche vereinbart, so Splanemann weiter. Weitere Warnstreiks werde es bis dahin nicht geben.  In der vergangenen Woche hatten in Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel Bus- und Straßenbahnfahrer die Arbeit niedergelegt.

Verdi hatte Einkommensverbesserungen von 1,80 Euro pro Stunde für die Beschäftigten gefordert, das würde einer durchschnittlichen Steigerung von rund 15 Prozent entsprechen. Die Arbeitgeberseite hatte zunächst eine Lohnsteigerung von 8,22 Prozent sowie eine Anhebung verschiedener Zuschläge geboten. In der Summe würden diese Steigerungen 10,5 Prozent ausmachen.

Derzeit bekommen Bus- und Bahnfahrer in Brandenburg einen Stundenlohn von 11,70 Euro. Das Einstiegsgehalt für einen Busfahrer liegt bei 1.983 Euro brutto. Die Brandenburger Einkommen im öffentlichen Nahverkehr bilden bundesweit das Schlusslicht.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.02.2019

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