Fertig gewalzte Flachbandstahlrollen werden im ArcelorMittal-Stahlwerk in Eisehüttenstadt mit Hilfe eines Krans transportiert. (Quelle: imago/Bernhard Classen)
Video: rbb24 | 12.02.2019 | Phil Beng | Bild: imago/Bernhard Classen

Mitarbeiter für zwei Stunden im Ausstand - Warnstreik bei Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt

Im Stahlwerk von Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt haben Beschäftigte am Dienstagmorgen für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Mit dem Warnstreik wollten sie Druck auf die Tarifverhandlungen machen.

Die IG Metall sprach anschließend von einer hohen Streikbeteiligung: 750 Beschäftigte hätten die Arbeit vorübergehend niedergelegt, die komplette Frühschicht habe sich beteiligt. Das Werk hat insgesamt 2.700 Beschäftogte, die im Mehrschichtbetieb arbeiten.

Bisher kein Ergebnis bei den Verhandlungen

Bei den Tarifverhandlungen für die 8.500 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie fordert die IG Metall unter anderem sechs Prozent mehr Geld und eine zusätzliche Urlaubsvergütung von 1.800 Euro. Eine erste Verhandlungsrunde Ende Januar hatte kein Ergebnis gebracht.

Der Betriebsratsvorsitzende von Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt, Holger Wachsmann, sagte dem rbb, vergleichbare Forderungen würden auch in anderen Branchen gestellt, er halte sie nicht für überzogen und erwarte, dass jetzt schnell ein Angebot auf dem Tisch liege.  

In Ostbrandenburg sind von den Verhandlungen etwa 3.600 Beschäftigte betroffen. Sie arbeiten bei Arcelor Mittal oder Tochterfirmen in Eisenhüttenstadt.

Die Gewerkschaft kündigte für diese Woche einen weiteren Warnstreik an.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.02.2019, 06:30 Uhr

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