Kräne auf einer Baustelle in Berlin (Quelle: imago/Schmitz)
Video: rbb24 | 29.03.2019 | Norbert Polster | Bild: imago stock&people/Schmitz

Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg - Niedrigste Arbeitslosenquote im März seit 1991

Die übliche Frühjahrsbelebung macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: In Berlin und Brandenburg waren im März so wenig Menschen arbeitssuchend gemeldet wie seit 1991 nicht mehr. Bundesweit sank die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent.  

Die Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg ist auf den tiefsten Stand in einem Monat März seit 1991 gefallen. Die Arbeitslosenquote in der Hauptstadt ging auf 7,8 Prozent zurück. Sie liegt damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Februar und 0,7 Punkte unter dem Vorjahreswert. Insgesamt waren im März 150.700 Berliner arbeitslos gemeldet, das waren 2.353 weniger als im Februar und gut 11.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Regionaldirektionschef Berd Becking sagte, man sei darauf vorbereitet, Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Germania zu betreuen. Die Rettungsbemühungen um die Airline waren vor wenigen Tagen gescheitert. In Berlin und Brandenburg sind 770 Mitarbeiter betroffen. Wie bei der Air-Berlin-Pleite dürfte ein Teil bereits neue Jobs in Aussicht haben, hieß es.  

Deutlicher Rückgang auch in Brandenburg

In Brandenburg sank die Arbeitslosenquote im März auf 6,1 Prozent. Im Februar hatte sie noch bei 6,5 Prozent gelegen und vor einem Jahr bei 6,8 Prozent. 81.461 Menschen waren arbeitslos gemeldet, das waren 4.626 weniger als im Februar, wie die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg mitteilte. Verglichen mit dem März des Vorjahres sank die Zahl noch deutlicher um 8.656.

In ganz Deutschland waren im März 2,3 Millionen Menschen als arbeitssuchend gemeldet. Gegenüber dem März des Vorjahres lag die Arbeitslosenzahl um 157.000 niedriger. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 5,1 Prozent. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg weiter an, außerdem gab es im März rund 800.000 bei der BA gemeldete freie Stellen und damit 19.000 mehr Jobs als vor einem Jahr.

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11 Kommentare

  1. 9.

    @HartzIV Opfer mein Bekannter war auch Rollstuhlfahrer und schwerbehindert statt ihn einzustellen wurde auch lieber eine Strafe gezahlt ! Bloss keinen einstellen der ein Handycap hat ! Ich finde sowas einfach schlimm ! Er hätte doch im Büro einen guten Job gemacht ! Aber nein man möchte sich mit Schwerbehinderten nicht abgeben ! Traurig echt !

  2. 8.

    Mit über 14 Jahren HartzIV-Erfahrungen als behinderter Mensch muss ich Ihnen entgegnen, dass Sie sich weder von der realen Arbeitsmarklage, der Ausbildungsqualität des JC-Personals noch der individuellen Lebenssituation jedes einzelnen betroffenen Leistungsbeziehers (m/w/d) ein ausreichendes Bild machen können, um derart herbe Sprüche zu äußern. Zum Eingriff in die Grundrechte von Staatsbürger*innen, bedarf es der gesetzlichen Grundlage, und beispielsweise fehlt es an der gesetzlichen Grundlage für Machtmissbrauch, mit dem die Gesundheit einschl. Psyche von Arbeitslosen kaputt gespielt wird: Nochmals, das Jobcenterpersonal in Deutschland ist seit über 10 Jahren nicht befähigt, dem Zweck der UN-Behindertenrechtskonvention in einer der UN-Originalsprachen zu folgen. Die Statistik halte ich für ein Lügengebilde!

  3. 7.

    das ist die offizielle statistik der ba;) na so ein mist aber auch.die linke hat nur die zahlen der ba zusammengerechnet,weil man anscheinend an anderer stelle dazu nicht in der lage ist.

    extra für sie,frisch von der ba!
    >>>https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201903/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201903-pdf.pdf

    ich gehe mal davon aus das wenn sie lesen und schreiben können das adddieren auch einer ihrer stärken ist;)zur not dürfen sie die finger oder den taschenrechner benutzen.anbei,ihre kommentare sind immer so köstlich dumm;)aber nichts für ungut so will man sie haben...

  4. 6.

    Schade um Neukölln. Könnte man das vielleicht profitabel verkaufen?

  5. 5.

    Jeder hat das Recht die Zahl so zusammenzurechnen, wie es in sein Weltbild passt. Wir vertrauen der offiziellen Statistik

  6. 4.

    Genau da muss die Arbeitsmarkt Politik einsetzen. Die Jobcenter müssen sich verstärkt diese Leute zur Brust nehmen und sie aus der Lage herausholen. Unwillige müssen natürlich stärker sanktioniert werden.

  7. 3.

    Nicht gezählte Arbeitslose verbergen sich u.a. hinter:

    Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II: 170.258
    Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 70.433
    Förderung von Arbeitsverhältnissen: 6.551
    Fremdförderung: 204.486
    Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II): 6.226
    berufliche Weiterbildung: 169.835
    Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 216.615
    Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 1.879
    Kranke Arbeitslose (§146 SGB III: 84.534
    Nicht gezählte Arbeitslose gesamt: 930.817

    Tatsächliche Arbeitslosigkeit im März: 2019 3.231.938

    >>> https://www.die-linke.de/themen/arbeit/tatsaechliche-arbeitslosigkeit/2019/

    soweit dazu^^

  8. 2.

    Ob jeder davon profitiert mag ich zu Bezweifeln ! Wer lange raus ist der wird wohl eher nicht wirklich eine Chance bekommen !

  9. 1.

    Und der Berliner Arbeitnehmer verdienen auch über dem Bundesdurchschnitt.
    http://afs-statistik.verwalt-berlin.de/pms/2019/19-03-29.pdf
    Dann können sie auch mehr Miete zahlen.

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