Kundgebung von Mitarbeitern der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) anlässlich ihres Warnstreiks vor der Berliner Firmenzentrale. (Quelle: imago/M.Czapski)
Audio: Inforadio | 18.03.2019 | Thorsten Gabriel | Bild: imago/M.Czapski

Verständigungsgespräch in Berlin - BVG und Verdi suchen weiter nach Lösung im Tarifkonflikt

Im Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) setzen sich beide Seiten am Montag wieder an einen Tisch. Am Vormittag treffen sich Vertreter der Gewerkschaft Verdi und des Kommunalen Arbeitgeberverbandes.

Dabei handelt es sich allerdings nur um ein "Verständigungsgespräch" und nicht um eine offizielle Verhandlungsrunde. Dennoch dürfte das Treffen darüber entscheiden, ob sich die Fahrgäste auf weitere Warnstreiks einstellen müssen oder nicht. "Es wäre klug, heute einen Schritt weiterzukommen, vielleicht offene Punkte zu klären", sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann am Montagmorgen im rbb. "Damit könnte die Situation entschärft werden. Ansonsten stehen die Zeichen auf Sturm", so Splanemann.

Angebotenes Lohnplus reicht Verdi bisher nicht

Verdi hatte mit zwei kurz aufeinanderfolgenden Warnstreiks in Berlin den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Mitte Februar legte ein Ausstand bei Bus, U-Bahn und Tram fast den kompletten ÖPNV lahmam vergangenen Donnerstag beschränkte sich der Warnstreik auf den Busverkehr. Die Gewerkschaft fordert weiterhin mehr Geld als angeboten und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit für alle Beschäftigten auf 36,5 Stunden.

Das Angebot der Arbeitgeber umfasst zwar unter dem Strich ein Plus von zehn bis zwölf Prozent über zwei Jahre. Aus Sicht von Verdi reichen diese Gehaltserhöhungen jedoch nicht aus, um die Jobs bei der BVG attraktiver zu machen. In den vergangenen Tagen gab es Signale, dass sich auf der Arbeitgeberseite sowohl beim Geld als auch bei der Wochenarbeitszeit etwas bewegen könnte.

Die nächste offizielle Verhandlungsrunde ist für den 28. März angesetzt.

Sendung: Radioeins, 18.03.2019, 9:10 Uhr

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