Der Schriftzug der Bio Company ist an einer Filiale in Berlin zu sehen. (Quelle: Wolfram Steinberg/dpa)
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rbb exklusiv | BioCompany unter Druck - Labor beanstandet Bio-Kochschinken

Kochschinken der BioCompany besteht nach rbb-Recherchen aus zusammengesetzten Fleischstücken – und war außerdem falsch deklariert. Das Unternehmen rief das Produkt zurück, die Lebensmittelaufsicht prüft Konsequenzen. Von Robin Avram.

Ein von der BioCompany verkaufter Kochschinken ist offenbar gar kein echter Kochschinken – sondern besteht aus zusammengesetzten Fleischstücken. Das hat eine vom rbb Verbrauchermagazin Super.Markt (Montag, 20:15 Uhr) beauftragte Laboranalyse ergeben. Im Analyseergebnis heißt es: "Die vorliegende Probe sei "aus Fleischstücken zusammengesetzt". Weil dies auf der Verpackung so nicht erkennbar war, sei die "Kennzeichnung als irreführend anzusehen und muss beanstandet werden", heißt es in dem Untersuchungsbericht.

Die BioCompany spricht auf Anfrage von einer "vollkommen üblichen Herstellungsweise" des Schinkens, kündigte aber auch an, sie werde prüfen, ob die Deklaration des Produkts angeglichen werden müsse. In einer späteren Stellungnahme bestreitet das Unternehmen nicht, dass das Produkt aus Fleischstücken zusammen gefügt wurde und entsprechend deklariert werden müsste. Die BioCompany verkaufte das Produkt jedoch unter der Bezeichnung "Kochschinken" – ein Verstoß gegen die Kennzeichnungsvorschriften.

Das vom rbb beauftragte Labor hatte darüber hinaus noch mehr zu bemängeln am Kochschinken der BioCompany-Tochter "Biomanufaktur Havelland", ansässig in Velten (Landkreis Oberhavel).

Zusätzliches Wasser im Kochschinken erhöht den Gewinn

Denn laut Laborbefund fand sich in dem Bio-Schinken über acht Prozent zugesetztes Wasser. Dieser hohe Wasserzusatz muss zwingend auf der Verpackung deklariert werden – das ist nicht geschehen. Diese Irreführung der Kunden räumte die BioCompany auf Anfrage des rbb ein, begründete sie damit, dass die Zutat "Trinkwasser" durch einen Programmfehler nicht auf das Produktetikett gedruckt wurde. Das Unternehmen reagierte alarmiert auf die rbb-Recherchen – und rief die gesamte betroffene Charge des Schinkens aus allen rund 50 Filialen in Berlin und Brandenburg zurück. Eine neu ausgelieferte Kochschinken-Charge enthielt im Zutatenverzeichnis die Zutat "Trinkwasser".

Die fehlerhafte Deklaration des Bio-Produkts – nur ein Versehen? Der Lebensmittelchemiker Dr. Detlef Horn vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld hat Zweifel an der Darstellung der BioCompany. Er hat die Ergebnisse der Laborbefunde für den rbb interpretiert. "Die werden natürlich wissen, wie viel Wasser in dem Produkt ist - weil sie ja deutlich mehr Schinken verkaufen als Fleisch einkaufen", sagte Horn. Seit jeher gilt in der Fleischbranche: Je mehr Wasser im Fleisch, desto höher der Gewinn.

"Es sieht nicht so aus, als ob ganze Schinkenteile verarbeitet wurden"

Wie Fleischprodukte beschaffen und deklariert sein müssen, weiß Dr. Horn so genau wie kaum jemand sonst. Er leitete in der Lebensmittelbuch-Kommission lange den Fachausschuss, der die "Leitsätze für Fleischprodukte" entwickelt hat. Fachleute aus Wissenschaft, Lebensmittelüberwachung, Fleischindustrie und Verbraucherorganisationen einigten sich in diesem Gremium zum Beispiel darauf, wie ein Kochschinken hergestellt werden muss, damit er eben Kochschinken heißen darf. Die Leitsätze sollen Verbraucher vor Täuschung schützen. Da in der Fleischindustrie ein großer Preisdruck herrscht, gehen viele Produzenten bei der Interpretation der Leitsätze an die Grenzen des Erlaubten – und manchmal offenbar auch darüber hinaus, wie der rbb-Test zeigt.

Als Horn sich während des rbb-Interviews den Kochschinken der Bio-Company genauer anschaut, fällt ihm die "unruhige Struktur" des Produkts auf. "Es sieht nicht so aus, als ob bei der Herstellung dieses Produkts ganze Schinkenteile verarbeitet wurden", sagt Horn. Eine daraufhin vom rbb beauftragte zweite Analyse des Schinkens bestätigt den Verdacht – zumindest aus Sicht des Labors.

 

Die Lebensmittelaufsicht prüft den Fall

Der rbb bittet die BioCompany um Stellungnahme – und informiert parallel die für die Biomanufaktur Havelland zuständige Lebensmittelaufsicht des Landkreises Oberhavel über die Laborergebnisse. Gleich am nächsten Tag fährt die zuständige Amtsveterinärin in den Betrieb und zieht eigene Proben von dem beanstandeten Produkt. Die Ergebnisse der amtlichen Überprüfung liegen derzeit noch nicht vor.

Die BioCompany gerät nun unter Druck. Mit dem Slogan "Gutes aus artgerechter Tierhaltung" bewirbt der Berliner Bio-Marktführer seine Fleischprodukte. Und so klingt auch die Entgegnung. "Für unseren Kochschinken verwenden wir ausschließlich hochwertiges, mageres Schweineschnitzelfleisch aus der Nuss, oder auch Kugel genannt – sonst nichts". Dieses Fleisch werde dann getumbelt – also in einer Maschine gewälzt – und "anschließend klein geschnitten, um den Schinken in den Darm zu bringen." Das sei eine "vollkommen übliche Herstellungsweise von hochwertigem Kochschinken."

Kochschinken müsse aus unzerkleinerten Fleischteilstücken bestehen

Der Experte Dr. Detlef Horn sieht das anders. "Mit dieser Einlassung beschreibt der Hersteller, dass es sich nicht um Schinken handelt", interpretiert er nüchtern das Schreiben der BioCompany. Denn wer wirklich hochwertigen Kochschinken herstelle, dürfe nur "unzerkleinerte Fleischteilstücke wie Ober- und Unterschale, Nuss und/oder Hüfte einsetzen."

Die Biomanufaktur Havelland hat die verwendeten Fleischteile hingegen zerkleinert und in Därme verfüllt. Und sie hat nicht Teile der Ober- und Unterschale dafür verwendet.

Bei einem Discounter-Schinken würde so ein Befund nicht überraschen. Bei einem Bio-Schinken für 3,59 Euro für 120 Gramm hingegen schon.  

Nachtrag (12.4.2019):

Nach Veröffentlichung des Beitrags teilte die BioCompany mit, Nachanalysen des beanstandeten Kochschinkens hätten ergeben, dass das zugesetzte Trinkwasser in einer Probe gar nicht, in einer zweiten Probe "deutlich unterhalb der Deklarationsgrenze" nachweisbar gewesen sei. Daher hätte es gar keiner Deklaration des Trinkwassers bedurft.

Eine vom rbb beauftragte Nachanalyse des Labors bestätigte hingegen den ersten Befund: das Produkt enthalte demnach acht Prozent Trinkwasser, die Probe müsse aufgrund der fehlenden Deklaration des Wasserzusatzes wegen Irreführung beanstandet werden.

Die Ergebnisse der amtlichen Überprüfung durch das zuständige Veterinäramt liegen weiterhin nicht vor.

Korrektur:

In einer früheren Version dieses Beitrags und im TV-Beitrag hatten wir berichtet, der Kochschinken hätte als "Formfleisch-Schinken, aus Schinkenteilen" zusammengefügt" deklariert werden müssen. Das ergibt sich aus den Leitsätzen für Fleisch- und Fleischerzeugnissen.

Die BioCompany räumte nach Ausstrahlung des Beitrags ein, dass das Produkt nicht korrekt deklariert war – widersprach aber der Darstellung, dass die Bezeichnung "Formfleisch-Schinken, aus Schinkenteilen zusammengefügt" vorgeschrieben sei. Die im Jahr 2014 EU-weit eingeführte Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) erachte es als ausreichend, wenn solch ein Produkt mit der Bezeichnung "Schweinekochschinken aus Fleischstücken zusammengefügt" deklariert werde.

Der von uns befragte Experte Dr. Detlef Horn teilt dazu auf Anfrage mit, auch nach Inkrafttreten der LMIV sei das Signalwort "Formfleisch" bei derartigen Erzeugnissen notwendig. Während in der Vergangenheit verschiedene Gerichte die Bezeichnung „Formfleisch“ für Produkte aus zusammengesetzten Fleischteilen für angemessen erachteten, soll es nach jüngster Rechtsprechung nun ausreichend sein, wenn Hersteller auf den Zusatz Formfleisch verzichten. Daher hat der rbb jeglichen Hinweis auf die Notwendigkeit zur Deklaration auf Formfleisch im Artikel entfernt.

Sendung: Super.Markt, 25.03.2019, 20:15 Uhr

Beitrag von Robin Avram

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Antwort auf [Frank] vom 26.03.2019 um 10:44
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31 Kommentare

  1. 31.

    Hallo Tim,
    Danke erstmal für Deine ehrliche Antwort bezüglich Deiner Tätigkeit. Das wichtigste hast Du ja auch sehr richtig beschrieben: Zufriedene Mitarbeiter*innen= gesundes Unternehmen. Und Du hast Freude an dieser Tätigkeit.
    Wie gerne würde ich „ regelmäßig“ in ein Biomarkt Einkaufen gehen, leider reicht mein Geldbeutel nicht aus um mich grundsätzlich damit einzudecken. Somit bleibt für mich nur ein gutes Stück Fleisch, Obst und Gemüse. Ich schätze viele Produkte wie Z.B.Demeter sehr. Letztendlich möchte ich hier meine recht überzogene Äußerung zurückziehen , diese Läden wären Schweineteuer. Teuer bedeutet ja auch sehr häufig bessere Qualität. Oft gehe ich sogar in den Laden „Manufaktum“ am Hardenbergplatz um auch dort gute Qualitätsware einzukaufen. MFG

  2. 30.

    Salmonellen in Bio-Eiern Rückruf bei Lidl, Aldi, Real, Penny, Kaufland ...sowas passiert wenn versucht wird Massenbio zu vertreiben aber nicht im Fachhandel denn da gab es dann plötzlich keine Eier mehr weil die Nachfrage einfach zu groß war .
    Da fragt man sich wer an Bio verdienen will und gleichzeitig die Biobranche in Verruf bringt.

  3. 29.

    zum Thema Stundenlohn sei nur soviel gesagt, ich habe mir den Job ausgesucht weil er mir Spass macht und ich Kaufmann sein kann , klar kann man nie genug verdienen aber mir schreibt ja keiner vor wo ich arbeiten muss sondern die Berufswahl treffe ich selbst ...und da Deutschland einen Fachkräftemangel hat muss jedes Unternehmen selbst entscheiden wie es mit der Situation umgeht oder! Zufriedene Mitarbeiter = gesundes Unternehmen ganz einfach .

  4. 28.

    Mich nerven Menschen die Bio verurteilen aber absolut keinen Plan davon haben und nicht verstehen was wirklich Bio ist bzw bedeutet. Ich habe beide Seiten kennengelernt Discounter und Biofachhandel wobei es da auch sehr große unterschiede gibt..EU Bio und Zertifizierte Bio Produkte bis hin zur Premium Qualität wie z.b Demeter Produkte. Ein Demeter Bauer hat soviele Auflagen zu erfüllen (Biodynamische Landwirtschaft) er stellt z.b seine Futtermittel für die Tiere die er hält selbst her (geschlossener Hofkreislauf)als irgendwo Tierfutter einzukaufen , er darf nur eine bestimmte Anzahl Tiere auf einer bestimmten Fläche halten usw usw Diese Bauern liefern Qualität und bekommen dafür auch(noch) angemessene Preise wie du auch schon am Geschmack festgestellt hast , im konventionellen Bereich gibt es mittlerweile zu günstige Bioprodukte da fragt man sich, was der Bauer noch davon bekommt!!

  5. 27.

    Gut ausgeführt Ihre beiden Kommentare. Was ihre Anmerkung zum Biofleisch betrifft, da kann ich Ihnen nur Zustimmen. Auch zum Obst und Gemüse. Habe diesen Test mit Schnitzeln auch gemacht und seitdem kaufe ich nichts verpackt billiges mehr ein. Doch Sie werden auch verstehen wenn ich hier die preisliche Gestaltung und gewaltigen Unterschiede anpranger. Wäre es sehr vermessen, wenn ich Sie hier frage was Sie für einen Stundenlohn haben? Würde mich mal interessieren.

  6. 26.

    und übrigens arbeite ich im Biohandel als kleiner Angestellter im Markt, es gibt beim Obst und Gemüse wesentlich weniger oder fast gar keine Verpackung im Gegensatz zu den großen Discountern!!Bei uns wird noch wert auf eine passende Disposition gelegt wenn mal was ausverkauft ist, dann ist es nicht schlimm anstatt zuviel zu bestellen was nachher in der Tonne landet. Im konventionellen Handel gilt "keine Fehlmengen" lieber was wegschmeissen als Umsatzverlust!! Thema Nachhaltigkeit und der Echte Biokunde kann damit umgehen. Die großen Discounter sollten mal mehr in die Pflicht genommen werden und mehr für die Umwelt tun, weniger Plastikverpackungen, bei Aldi , lidl usw gibt es nur Fleisch und Wurst in Plastik verpackt darüber regt sich niemand auf Hauptsache billig Armes Deutschland.

  7. 25.

    Einfach nur traurig wie mal wieder versucht wird Bio in den Dreck zu ziehen, beide Produkte haben im Test am unbedenklichsten abgeschnitten(Phosphat Gehalt)lediglich die falsche Deklaration muss korrigiert werden.Jeder der mal ein Bioschnitzel mit einem konventionellen Schnitzel in seiner eigenen Pfanne verglichen hat, stellt schnell fest welches mehr Wasser gespritzt bekommen hat, ein konventionelles Schnitzel ist nach dem Braten nur noch halb so groß und spätestens beim Geschmack wird einem dann doch bewusst warum der Preis gerechtfertigt ist. 400 gr Pute oder Hähnchen für 2.79€! ist nicht normal, diesen Preis kann man nur durch Massentierhaltung erzielen. Vielleicht solltet ihr mal darüber berichten wie viel Aldi, Lidl und Co. den Bauern für 1l Milch bezahlen z.b. Was tun die großen Supermarktketten zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein !Rapunzel, Lebensbaum und Co viele alte Biopioniere engagieren sich für Nachhaltigkeit und angemessene Löhne in Produktionsländern uvm

  8. 24.

    Tja, aber wen wundert? Die BioCompany hat so einige "Schwächen", wenn es um die Deklaration von Produkten geht. Insbesondere bei der Eigenmarke. Hier steht oft das berühmte und für den Verbraucher unbefriedigende "hergestellt für:" Von einem Biomarkt erwarte ich etwas mehr Niveau in diesen Dingen. Aber bei der BC i. Nimmt man es nicht so genau, ebenso bei der Bezahlung der Mitarbeiter. Das hat dort schon Tradition, schlecht zu zahlen für gute Arbeit (unter Einzelhandelstarif). Die Geschäftsführung scheint Dollarzeichen in den Augen zu haben. Schade ums gute alte Reformhaus...

  9. 23.

    Eins noch: Erst heute habe ich wieder WLAN und daher erst jetzt das Video gesehen. Und bin echt BAFF, welches textliche Fazit Hr Avram aus dem 9-minuetigen TV-Bericht zieht: Saemtliche Aussagen aus dem Vid, in denen konventionelle Produkte schlechter als die getesteten Bio-Produkte abschneiden, werden im Text sowie in den Haupt- und Unter-Ueberschriften komplett ignoriert. Z.B. der geringere Phosphat-Gehalt der Wiener. Warum?

  10. 22.

    Hallo rbb24, sehr gute, vielseitige Berichte, die S. Schneider und B. Rehmann da im Januar 2018 erstellt hatten. Die ermoeglichen naemlich recht umfassende Blicke. Umso mehr wuerde ich mich ueber vergleichbare Reportagen z.B. aus Velten freuen, die dann eine echte Einschaetzung ermoeglichen, wie angemessen der Preis im Biomarkt ist. Denn hierzu traegt viel mehr bei als nur die Frage, ob etwas Wasser zugesetzt wurde und ob das Fleisch aus einem Stueck ist.

  11. 21.

    Hallo Frank,

    keine Sorge, neben "Sensationsjournaliusmus" haben wir schon auch über die Zustände bei Massentierhaltung in Brandenburg berichtet. Beispiele:

    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/01/tierschutzplan-massentierhaltung-volksbegehren-gefluegelmast-haehnchen-storkow.html

    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/01/tierschutzplan-brandenburg-gefluegel-schlachtung-friki-storkow.html

    Freundliche Grüße

  12. 20.

    Kerstin, ich schreibe hier ausschliessl in eigenem Auftrag und habe auch nicht die Absicht, einer Firma behilflich zu sein. Schade, dass Du nur versuchst mich zu diskreditieren, statt auf meine Aussagen einzugehen. In mehreren Kommentaren habe ich versucht darzustellen, dass ich den Artikel unverhaeltnismaessig finde: Eine Fehldeklaration, die weder gesundheitlich noch ernaehrungsphysiologisch noch oekologisch noch tierschuetzerisch relevant ist, wird zu einer Titelstory - waehrend gleichzeitig konventionell jeden Tag zehntausende Tiere unter viel Qual zu minderwertigen bis sogar gesundheitsschaedlichen Produkten herangezogen und verwurstet werden. - Wann gab es hierueber zuletzt einen Artikel beim rbb? Die Folgen solchen ""Sensations-""Journalismus zeigen sich schon hier in den Kommentaren: Mehrheitlich wird die ganze Branche als betruegerisch bezeichnet. Aber hoffentlich sind Hr Avram oder Kollegen bald mal im Umland unterwegs, um die Bio-Preisgestaltung serioes zu pruefen.

  13. 19.

    Der Anschiss lauert überall.

  14. 18.

    Ich finde nicht, dass der rbb gleich eine gesamte Bio-Branche "ans Messer liefert". Frank aus Pankow, ich denke mal, du schreibst hier für die Bio-Company. Meinst du ernsthaft, mit deinen Kommentaren der Bio-Company behilflich zu sein? Fakt ist, dass Formfleisch nicht gleich Kochschinken ist. Fakt ist auch, dass Fleisch mit Wasser "aufgepimmt" wurde. Ich gehe selbst oft in den Bioladen und machen wir uns nichts vor, das Biogeschäft ist tatsächlich ein Geschäft (und kein schlechtes). Da wird der Verbraucher schon mal argwöhnisch, gerade auch weil er mehr für die Produkte bezahlt, als in einem Supermarkt oder beim Discounter. Wenn dann auch noch aufgedeckt wird, dass Waren falsch deklariert sind, muss man sich nicht wundern, wenn der, der dafür bezahlt einfach mal stinksauer ist. In Zeiten, in denen auch ALDI Premium-Bio liefert, sollte sich die Bio-Company nicht mit einem Computerfehler rausreden, sondern einfach mal alle Hersteller etwas schärfer kontrollieren.

  15. 17.

    Sorry, aber der Name spricht schon für( gegen) sich selbst. War schon mehrfach im BioCompany Supermarkt Wilmersdorfer Str. und der ist echt Schweineteuer und viele der Produkte die dort angeboten werden, sind irreführend. Nur weil ein Bio Label draufgedruckt ist, muß es nicht gleich dreimal so teuer sein. Schauen Sie einfach mal genauer hin. Wenn ich zu meinem Reformhaus einkaufen gehe sind gleiche Prudukte einiger dieser Firmen sogar etwas preisgünstiger. Hier wird schlichtweg versucht, die dicke Kohle mit einer bestimmten Kundenklientel machen zu wollen und die gehen auch weiterhin brav dorthin. Wobei ich mir wünsche, das Supermärkte wie Rewe o.Edeka noch mehr Bioprodukte i.ihr Sortiment miteinbringen. Das wäre eine Herausforderung für solche Bio-Läden. Beim Biofleisch kann ich allerdings bestätigen, das es da tatsächlich einen geschmacklichen Unterschied gibt. Merkt man schon bei den Wurstwaren, wie die Mortadella u.a. Ist aber nur meine Beurteilung.

  16. 16.

    Sabine, woraus entnehmen Sie, dass das Fleisch nicht hochwertig und nicht aus artgerechter Haltung sei? Wenn es dafuer auch nur vage Indizien gaebe, haette der rbb die doch wohl gern geliefert. Und was in aller Welt ist schlimm daran, wenn Fleischstuecke zusammengesetzt werden??

  17. 15.

    Da ich mich oft in Berlin befinde und eigentlich bisher auch von den Produkten der Bio-Company überzeugt war, bin ich doch wirklich sehr verwundert, dass dieses Unternehmen nun offensichtlich auch auf die Masche "Geld-Geld-Geld" setzt, anstatt auf Qualität und PURES Fleisch. Warum muss angeblich hochwertiges Schweinefleisch aus angeblich artgerechter Haltung für einen Schinken in Form gebracht werden ? Eine dumme Ausrede muss obendrein dazu herhalten, dass der Wasserzusatz nicht deklariert wurde. Wieder einer mehr zu dem ich nun kein Vertrauen mehr habe ! Wer weiß, was sonst noch alles als BIO verkauft wird und hinter den Kulissen mit den perfiden Methoden der Lebenmittelindustrie hergestellt wird.

  18. 14.

    Herr Avram, da haetten Sie doch u.a. von Manfred mal einen journalistischen Auftrag, dem ich mich gern anschliesse: Fahren Sie doch mal nach Velten und in die Zulieferbetriebe und vergleichen Sie gruendlich Bio-Fleischproduktion und konventionelle Produktion. Und dann zeigen Sie uns bitte einen ausfuehrlichen Bericht ueber alle Ergebnisse. Ich bin gespannt; vor allem auf den Bericht. Aber auch darauf, ob Journalismus beim rbb den deutlichen Preis wert ist, den ich jedes Quartal dafuer zahle - bisher uebrigens ebenso gern wie fuer gute Lebensmittel.

  19. 13.

    BIO, sagt alles. Um deren Gewinne noch ausufernder ansteigen zu lassen, haben ihre Plastiktüten wahrscheinlich auch ein selbstgestricktes BIO-Label. Wer glaubt den ganzen BIO-Wahn eigentlich wirklich. Da wird Massenware einfach gelabelt und schon ist es BIO.

  20. 12.

    Ich gebe Petra vollkommen Recht. Kaufe grundsätzlich keine als Bioware gekennzeichneten Produkte. Auf Wochenmärkten kann man von Kleinerzeugern trotzdem gute Produkte erwerben.

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