Entwurf des East-Side Towers (Quelle: big architects)
Video: Abendschau | bearbeitet voin rbb|24 | 11.03.2019 | Dorte Störmann | Bild: big architects

"Edge East Side" an der Warschauer Brücke - Friedrichshain soll 36-stöckigen Turm bekommen

An der Warschauer Brücke hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert: Die Mercedes-Benz-Arena und die East Side Gallery prägen dort inzwischen Berlin-Friedrichshain. Jetzt soll in einer Baulücke ein 140 Meter hoher Büroturm enstehen.

Ein 36-stöckiger Büroturm soll in den kommenden Jahren in Berlin-Friedrichshain entstehen. Einen entsprechenden Entwurf will das Büro "big architects" nach rbb-Informationen in Kürze im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einreichen. Mit gut 140 Metern Höhe soll der Turm zu den höchsten Gebäuden Berlins zählen.

"Der Bezirk handelt im Moment parallel zur architektonischen Gestaltung genau aus, wieviel öffentlich zugängliche Nutzung da untergebracht werden soll", sagte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Montag dem rbb. Insgesamt sollen gut 63.000 Quadratmeter Bürofläche entstehen. Der Senat hat aber einen öffentlichen Zugang und Veranstaltungsräume für Bürger zur Bedingung gemacht. Das Dachgeschoss soll laut Lüscher öffentlich zugänglich sein, dort solle es Dachterrassen und ein öffentliches Restaurant geben.

"Es soll auch durchaus Bereiche geben, die preisgedämpfter abgegeben werden können, auch an Menschen, die dort arbeiten wollen und nicht ganz so viel bezahlen können", so Lüscher.

Standort des künftigen Büroturms

Friedrichshain soll 36-stöckigen Turm bekommen (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

Entwurf musste zweimal geändert werden

Der Turm soll nicht, wie bislang gedacht, "East Side Tower" heißen, sondern den Namen "Edge East Side" tragen. Er soll am südlichen Ende der Waschauer Brücke entstehen, zwischen Tamara-Danz-Straße, East Side Mall, Warschauer Straße und Helen-Ernst-Straße.

Die Architekten mussten den Entwurf zuvor zweimal ändern - der Turm passe zu wenig nach Friedrichshain, hatte Lüscher argumentiert. Nach rbb-Informationen war zuletzt von Kosten von gut 400 Millionen Euro die Rede. Wann mit dem Bau begonnen wird und wer welche Kostenanteile übernimmt, ist derzeit noch offen.

So sieht das Spreeufer in Friedrichshain heute aus

Der Eastside-Park in Friedrichshain-Kreuzberg. (Quelle: rbb)
rbb

Kommentar

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14 Kommentare

  1. 13.

    Blödsinnigerweise baut man in Berlin immer noch keine Büros in die Höhe, wie andere Metropolen es sinnigerweise machen. Daher gibt es nämlich zu wenig Platz für Wohnungen. Auf dem letzten verbleibenden Grundstück kommt man endlich auf die Idee in die Höhe zugehen. Wolkenkratzer sind übrigens mindestens 150 Meter hoch...........

  2. 12.

    Grundsätzlich sind Wolkenkratzer optisch gut für Berlin als Hauptstadt.
    Aber was da unter den beiden völlig unfähigen und überforderten Zuständigen, Lompscher und Lüscher, hingestellt wird, bzw. was zur Zeit wiederbelebt wrd (Haus der Statistik), ist einfach nur hässlich und Berlin als Hauptstadt unwürdig. Gibt es in Berlin kein fähiges, ideologiefreies Personal in der Stadt-Polituk?

  3. 11.

    „...der Turm passe zu wenig nach Friedrichshain...“
    Meiner Meinung nach passt er dort gar nicht hin!

  4. 10.

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht! Wer würde denn da wohnen wollen. S - und U - Bahn sowie Tram vor der Tür. Tagsüber Menschen -massen die in die neue Shoppingmal bzw. zur Mercedes Arena wollen. Ganz zu schweigen von den Touristen die mit ihren klakkernden Rollkoffen von Kreuzberg nach Friedrichshain und wieder zurück rennen. Und von Geisterstadt kann ja an diesem Ort auch nicht die Rede sein. Ich frage mich wann der Verfasser dieser Thesen, das letzte Mal vor Ort war.

  5. 9.

    Einen derartigen Entwurf bekommen auch Sechs- oder Siebenklässler hin. Das spricht nicht unbedingt für die heutige Architektenschaft.

  6. 8.

    Ja, ich finde auch dass die Hässlichkeit Blüten treibt. Schön, dass Berlin auf Sand gebaut ist, Vielleicht hält die Hässlichkeit dann nicht so lange. Ob wir Bürohäuser brauchen weiß ich nicht, auf jeden Fall brauchen wir Häuser zum Wohnen zu erschwinglichen Preisen. Ich befürchte in einer Zeit des moralischen Zerfalls, der materiellen Gier, wird es nicht möglich sein sozial zu handeln.

  7. 6.

    Ein Hochhaus mehr tut Berlin nicht weh, ganz im Gegenteil. Hebt sich endlich mal von den ganzen Schuhschachteln in der Gegend ab und ich verstehe auch nicht, was gegen Büros sprechen sollte - ich arbeite auch in einem Büro, bin ich deshalb ein schlechter Mensch?!

  8. 5.

    Für Büros im Zentrum gibt es mehr Miete und also mehr Steuereinnahmen. Die Gegend bis zum Ostbahnhof wird ein Büromarkt wie Londoner Büroviertel mit Hochhäusern direkt an der Themse, abends Geisterstädte genannt.

  9. 4.

    Wann würde Frau Lüscher befördert? Bisher war doch Frau Lompscher als *Senatorin* maßgeblich für die Bauverhinderung verantwortlich. Lüscher war bisher "nur" Senatsbaudirektorin im Rang eines Staatssekretäre.

  10. 3.

    Ich Wette, da organisieren sich schon "Aktivisten", die mit zerstörerischen Kraft auf sich aufmerksam machen werden.

  11. 2.

    Für Wohnungen hätte ich Verständnis - für noch mehr Büros : no way!
    Für Büros reichen auch nicht lukrative Randlagen Berlins und nicht Gebiete mit toller Aussicht! Die Mitarbeiten wollen/sollen in Büros arbeiten und nicht auf die Spree schielen!
    Schluss mit Büros innerhalb des S-Bahnrings!

  12. 1.

    Die Fläche zwischen Ostbahnhof und Warschauer Brücke holt rasend schnell auf. Zum Alexanderplatz. Was die Hässlichkeit der Architektur betrifft.

    Würde mich nicht stören. War vorher eine Brachfläche an der S-Bahn. Aber das ist alles in direkter Nachbarschaft zur East-Side-Gallery. Ist einfach eine unwürdige Gestaltung.

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