07.03.2019, Berlin: Matthias Kollatz-Ahnen (SPD), Finanzsenator von Berlin, telefoniert bei der 38. Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses (Quelle: dpa/ Soeder)
Audio: Inforadio | 12.03.2019 | Jan Menzel | Bild: dpa/ Soeder

Debatte um Wohnungsenteignungen - Berlins Finanzsenator warnt vor Problemen am Kapitalmarkt

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hat davor gewarnt, dass die Debatte über Enteignungen von Immobilienkonzernen Berlins Position am Kapitalmarkt schwächen könnte.

Nach Informationen des rbb bezog sich Kollatz in der Senatssitzung am Dienstag auf einen Bericht der Rating-Agentur Moody's. Darin heißt es, unerwartete, zusätzliche Schulden würden sich negativ auf Berlins Kreditprofil auswirken. Das könnte bedeuten, dass das Land schwerer an Kredite mit langen Laufzeiten kommt oder womöglich höhere Zinsen zahlen muss.

Schätzungen über Kosten von Enteignungen gehen auseinander

Moody's bezieht sich auf die Summe von 36 Milliarden Euro. So viel könnte nach einer Schätzung des Senats die Enteignung von Großkonzernen wie der Deutsche Wohnen kosten.

Die Initiative "Deutsche Wohnen und Co enteignen" als Träger des Volksbegehrens rechnet dagegen mit einem deutlich niedrigeren Betrag von maximal 13,7 Milliarden Euro. Moody's stuft Berlin derzeit mit der zweitbesten Bewertung Aa1 ein.

Sendung: Inforadio, 12.03.2019, 18 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    "Vom 11. Oktober 2006 bis zum 31. Dezember 2011 besetzte er Deutschlands Sitz im Rat der Gouverneure und war einer von acht Vize-Präsidenten der Europäischen Investitionsbank. Er wurde durch Werner Hoyer, der am 1. Januar 2012 zum Präsidenten der Europäischen Investitionsbank ernannt wurde, abgelöst.

    Anschließend war Kollatz bis November 2014 Senior Advisor der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers."

    Die Kraken wissen schon wo und wie sie ihre Leute positionieren.

  2. 4.

    Für die Nummer bekommt er bestimmt ein Versorungspöstchen bei Black Rock oder Deutsche Wohnen.

  3. 3.

    Das Kapital ist nun mal ein scheues Reh. Wer weiß das besser als die SPD. In Mieterinnen zu investieren lohnt sich nun mal nicht für Sozialdemokraten.

  4. 1.

    Der Finanzsenator warnt? Sieht eher so aus, als würde er einfach nur glauben und nachreden, was uns der "Kapitalmarkt" einzureden versucht. Offenbar ist die Finanzlobby (Ratingagentur) bei diesem Finanzsenator sehr erfolgreich, was die Beeinflussung der Politik angeht. Wie wäre es, wenn Herr Kollatz weniger auf die Finanzlobby hörte und sich mehr bei unabhängigen Quellen informierte?!

    Der "Kapitalmarkt" ist ja wohl ca. 1000x unwichtiger als bezahlbare Mieten. Von "Ratingagenturen" haben Politiker sich schon viel zu viel vorschreiben lassen. Die Volksvertreter vertreten das Volk und nicht den Kapitalmarkt! Das sollte sich auch Herr Kollatz nochmal sehr klar machen!

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