Bürgerinitiative „Gegen Gasbohren Zehdenick/Templin/Gransee“ (Quelle: BI/Irene Hummel)
Audio: Inforadio | 06.04.19 | Susanne Hakenjos | Bild: BI/Irene Hummel

Demo gegen Erdgasförderung - Wie sich Zehdenick gegen ein Erdgas-Feld stemmt

Zwischen Zehdenick und Templin erkundet ein niederländisches Unternehmen, ob es dort lagerndes Erdgas gewinnbringend fördern kann. Dagegen regt sich Widerstand: Am Samstag soll in Zehdenick demonstriert werden. Von Susanne Hakenjos

In mehr als 4.000 Metern Tiefe lagert Erdgas, gebunden in 200 Millionen Jahre altem porösem rotem Sandstein – unter dem "Erkundungsgebiet Zehdenick Nord". Dort befinden sich auch die Dörfer Kurtschlag und Wesendorf, Storkow und Hammelspring sowie Ortsteile von Gransee. Im Januar und Februar rollten bereits schwere Maschinen über die Dörfer und schickten bei der reflexionsseismischen Erkundung Messwellen in die Tiefe. "Durch die jetzt laufende Auswertung der Signale und Daten kann die Firma erkennen, wo und in welcher Tiefe welches Material liegt", erklärt der amtierende Zehdenicker Bürgermeister Dirk Wendland (parteilos).

Bereits dieser erste Schritt hat viele Anwohner verunsichert. Die Vorstellung von Förder- und Verarbeitungsanlagen, von Bohrtürmen und Pipelines gleich nebenan macht noch viel mehr Angst. Viele hier sind mittlerweile besorgt, dass bei einer späteren Förderung Schadstoffe, Chemikalien und Giftstoffe in die Umwelt gelangen könnten.

Arsen, Blei, Quecksilber, Benzol und radioaktive Substanzen

Denn das, was in einer bislang weitgehend unberührten Naturlandschaft aus der Tiefe geholt und verarbeitet werden soll, besteht nur zum Teil aus Methan. Auch Schadstoffe, Chemikalien und Giftstoffe könnten in die Umwelt gelangen, warnt die im Januar gegründete Bürgerinitiative "Gegen Gasbohren Zehdenick/Templin/Gransee", die bereits  400 Mitglieder zählt.

"Wird gebohrt, strömt das Gas aus der Tiefe mit sehr hohem Druck nach oben, mit ihm aber auch viele Schadstoffe", sagt Initiativensprecher Ralph Riesenberg. "Der Methangehalt des Gases, das hier lagern soll, beträgt um die 50 Prozent. Normalerweise sind es 70 bis 90 Prozent. Es sind also sehr viele Fremdstoffe enthalten, die entlang der Bohrungen, aber auch entlang von Rissen im Gestein auftreten können. Insofern müssen wir damit rechnen, dass wir Arsen, Blei, Quecksilber, Benzol und radioaktive Substanzen mit an die Oberfläche bekommen."

"Eingriffe in die Natur sind niemals vollständig beherrschbar"

Das 2013 gegründete niederländische Unternehmen Jasper Resources B.V., dessen 100-prozentige Tochtergesellschaft in Zehdenick (Oberhavel) die Such-Lizenz erhalten hat, versucht Bedenken auszuräumen. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Tygesen versichert, dass das Gas in einem geschlossenen, streng überwachten Rohrsystem sicher und nach den gesetzlichen Vorgaben gefördert würde.

"Wir würden auch Arbeitsmessstationen aufbauen, wo ständig Wasser- und Luftqualität überwacht werden, die auch von den Behörden überwacht werden. Sollten Werte irgendeines Schadstoffes registriert werden, würde die Produktion sofort eingestellt, um die Ursache zu finden", sagt Tygesen. "So können wir sicherstellen, dass Schadstoffe von unseren Anlagen nicht in die Umwelt gelangen." Bohrflüssigkeiten jeglicher Art und anderes für die Produktion genutztes Wasser würden sicher und verantwortlich gesammelt und entsorgt, alle modernen Sicherheitsstandards erfüllt, heißt es auf der Webseite des Unternehmens.

Bürgerinitiative „Gegen Gasbohren Zehdenick/Templin/Gransee“ (Quelle: BI/Irene Hummel)Die Proteste in Zehdenick

Doch die Bürgerinitiative bezweifelt, dass diese Zusagen einzuhalten sind. Technische Pannen oder Lecks seien nie völlig auszuschließen und Anlagen nie vollständig störungssicher, das zeigten Erfahrungen in anderen Fördergebieten, sagt Ralph Riesenberg. "Es hat andernorts immer wieder Unfälle gegeben. An allen Rohren gibt es Verschleißerscheinungen. Aktuell wurden vom Landesbergamt in Niedersachsen gerade zwei Vorfälle bestätigt. Bei Wartungsarbeiten wurde festgestellt, dass bei Verpressungsbohrungen Rohre soweit durchgerostet sind, dass wahrscheinlich Förderstättenwasser in den Boden, vielleicht auch ins Grundwasser gelangt sind."

Immerhin befinden sich im möglichen Gas-Feld auch Trinkwasserschutzgebiete sowie nationale und europäische Naturschutzgebiete wie etwa Teile des Naturschutzgebiets Kleine Schorfheide. Angst macht den Anwohnern auch, dass Anlagen theoretisch bis zu 100 Meter nah an Ortschaften stehen können.

Noch werden von Jasper Ressources bis September per Computer die Erkundungsdaten ausgewertet. Danach wird das Unternehmen entscheiden, ob im nächsten Schritt Speicherstrukturen auch angebohrt werden sollen. Dazu müsse erneut eine Genehmigung beim brandenburgischen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) beantragt werden, sagt Jasper-Geschäftsführer Tygesen. Dennoch prüft auch der Umweltverband BUND bereits einer Klage.

Geschlossen einen Einstieg in die Förderung verhindern

Das Brandenburger Wirtschaftsministerium steht Erdgasförderung im Land bislang grundsätzlich positiv gegenüber. Sollte es im weiteren Verlauf zu Förderung kommen, stünden dem Land gemäß der Feldes- und Förderabgabeverordnung zehn Prozent des Marktwertes zu.

Die drei betroffenen Kommunen wollen daher jetzt mit einer Stimme sprechen, um zusammen zu erreichen, dass das Land weitere Genehmigungen versagt, kündigt Zehdenicks amtierender Bürgermeister Dirk Wendland (parteilos) an. Auf der für Samstag angekündigten Demonstration gegen Gasbohrungen in Zehdenick werde er sich mit Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) treffen und die nächsten Schritte besprechen.

Templin (Uckermark) als Kurort mit Thermalwasser-Quellen ist schon länger der Ansicht, Erdgasförderung sei eine Gefahr für die Umwelt, passe nicht in die naturbelassene Landschaft und schade dem Tourismus. Die Stadt hatte als erste gegen das Erkundungsvorhaben Einspruch eingelegt, war aber gescheitert. Auch Gransee hat sich bereits frühzeitig gegen eine mögliche Erdgasförderung positioniert.

Angst um regionale soziale und wirtschaftliche Strukturen

Die Kommunen und viele Bürger sehen neben der Natur auch ihre wirtschaftlichen Grundlagen, Arbeitsplätze und Einnahmequellen in Gefahr: Angesichts bereits bestehendem Fachkräftemangel ziehe auch das Argument möglicher neuer Arbeitsplätze wenig in der Region, sagt BI-Sprecher Ralph Riesenberg. Das Unternehmen müsste diese mitbringen oder werbe sie womöglich gar Betrieben in der Region ab.

Vor allem aber bedrohe eine Gasförderung bestehende Betriebe und Arbeitsplätze. Lebensgrundlage vieler hier ist eine naturnahe Tourismuswirtschaft, die in den vergangenen drei Jahrzehnten mit vielen Anstrengungen und Investitionen erst geschaffen worden sei, betont Riesenberg. Dazu zählen Gastronomie und Unterkünfte, auch Boots-, Kanu- oder Radverleih-Betriebe und anderes Gewerbe in der von  weitläufiger Natur geprägten Region.

"Aber wer will künftig schon auf einem Gas-Feld Urlaub machen", fragt Riesenberg. Er befürchtet, dass das Unternehmen unter dem Schutz des deutschen Bergrechts womöglich sogar mit europäischen Fördermitteln belohnt würde, obwohl regionale Strukturen geschädigt würden. "All das ist einfach eine Situation, die sehr viele Menschen belastet und es schadet der Region jetzt schon. Wir wollen hier nicht, dass uns Erdgasförderung einfach so übergestülpt wird."

Das bundesdeutsche Bergrecht ist ein ziemlich starkes Recht. Grundsätzlich dürfen danach Bodenschätze wie Erdgas gefördert werden. Dies zu verhindern, gilt als extrem schwierig. "Da gilt es jetzt ein ziemlich dickes Brett zu bohren", sagt Zehdenicks Bürgermeister Wendland. Um zu erreichen, dass  das Brandenburger Wirtschaftsministerium das untergeordnete Landesamt für Bergbau anweist, weitere Erlaubnisse zu versagen, müsse der Druck auf allen Ebenen erhöht werden: politisch, auf Verwaltungsebene, auch im Rahmen der bevorstehenden Landtagswahl, ebenso wie im Rahmen friedlicher Demonstrationen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 05.04.2019, 14:00 Uhr

Beitrag von Susanne Hakenjos

Kommentar

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26 Kommentare

  1. 26.

    Windkraftwerke hat die Region, jede Menge, wir produzieren Strom mehr als genug. Solarparks haben wir. Niemand muss in Wälder hinein. Genug Energie wird vor Ort, vor unser Tür prodzuziert. Und bei Ihnen, sind da noch Dachflächen frei? Nutzen wir das Potential, jeder mit einem Beitrag zur Erzeugung regenerativer Energie - ohne Gas- dann gelingt uns der vollständige Abschied von Gas und Kohle vielleicht schon viel früher. Weitere Windkraftwerke passen hier garnicht hin. Bin dafür das wir erst mal offshore alles anschliessen, verwerten und nach sinnvollen intelligenten Verknüpfungswegen suchen.
    Gas aller Qualtitätssorten hat sehr bald ausgedient. Gut so, es gibt bessere Lösungen. Unsere Kinder werden es uns danken. Haben Sie welche ?

  2. 24.

    Hallo Herr Heinrich, als Nichtbetroffener lässt sich schnell urteilen. Doch auch Sie scheinen nur auf Halbwissen zurückzugreifen. Es geht nicht um notwendige Maßnahmen ohne jegliche Konsequenzen, sondern ausschliesslich um den Profit einer ausländischen Firma (das kommt Ihrem Deutschland garnicht zu Gute). Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass unsere Kinder nur auf dieser Welt überleben können, wenn wir sie nicht unter dem Vorwand unseres materiellen Wohlstandes komplett zerstören. Soviel zum Thema "Halbwissen"...!!!

  3. 23.

    Leider sehen wir hier eine völlig überzogene Panik aufgrund medialer Emotionalisierung und thematischen Halbwissens. Es geht hier um einen punktuellen, lokalen Eingriff in den Untergrund, der behördlich kontrolliert wird und Sicherheitsleistungen / Kompensationsmaßnahmen einschließt. Dieses Projekt wird wohl kaum zum Ende der Toursimus-Branche in Brandenburg führen. Ich verlange von meinen Mitbürgern mehr Vernunft und Gemeinschaftssinn, sonst gäbe es in Deutschland niergendwo einen Windpark, einen Industriepark oder andere Infrastrukturen, die das Land neben seiner Natur so Lebenswert machen, wie es ist. Wenn nicht, dann steuern wir Zeiten des wirtschaftlichen Untergangs entgegen, in denen ein schöner Radweg so ziemlich das einzige ist, was Ihnen noch Freude bereiten wird.

  4. 22.

    Schön, dass sie mir zustimmen!
    Und wenn der Gesetzgeber unsere demokratischen Rechte einschränkt, müssen wir darum kämpfen.
    Und auch das wissen wir.
    Also stimmen Sie uns auch in diesen Punkt zu... Dass der Staat die Rohstoffe auf Kosten anderer ausbeutet.
    Nur nicht die Erdgasindustrie ist hier das Opfer. Wenn durch Fortschritt und Wissen (Klimawandel!
    - erneuerbare Energien) Veränderungen notwendig werden, muss man sich darauf einstellen. Das gilt für jeden von uns. Auch für Erdgasförderer!
    Nach der Wende hat ein großer Teil der ehemaligen DDR-Bürger sich durch Umschulungen an die neue Wirtschaftsstruktur angepasst.
    Hier ist der naturnahe Tourismus ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es hat die ansässigen Menschen in den vergangenen 30 Jahren viel Kraft gekostet, aus dieser strukturschwachen Region ein anerkanntes Erholungsgebiet zu machen.
    Dass Erdgasförderung nicht in so ein Gebiet gehört, versteht sich von selbst!
    Alle Behauptungen sind durch anerkannte Studien belegt.

  5. 21.

    "Eine echte Beteiligung der Bürger im Entscheidungsprozess ist nicht vorgesehen. [...] Das hat nichts mit Demokratie zu tun! "

    Stellen Sie sich vor: So verhält es sich in anderen Rechtsgebieten auch.

    "Die Regierung will ihren Anteil an der Erdgasförderung einkassieren und opfert dafür unsere Lebensräume. "

    Sie wissen das wahrscheinlich nicht: Erdöl- und Erdgasvorkommen sind Staatseigentum. Das wirtschaftliche Risiko der Gewinnung wird aber privaten Unternehmen aufgebürdet, der Staat profitiert risikolos über die Förderabgabe.

    "Alle unserer Behauptungen sind belegbar! "

    Ihnen mangelt es ja bereits an grundlegenden Kenntnissen des Bergrechts. Inwiefern Ihre Behauptungen belegbar sind (NDR/MDR-"Dokus" mit zweifelhaftem bis widerlegbarem Inhalt in Bezug auf Gesetze und Vorschriften zählen nicht), bleibt somit zweifelhaft.

  6. 20.

    "Die Bürgerinitiative führt doch keinen Kreuzzug gegen Erdgas. Warum sind alle gleich so erregt ? Dialog wäre toll ! "

    Wenn's kein Kreuzzug ist, dann verraten Sie doch bitte den Sinn von Transparenten wie "Bohrturm gebaut, Umwelt versaut" entgegen der Faktenlage in den genannten "betroffenen" Regionen.

    "Leckagen 10% % aber dann fliesst doch Methan direkt ab ?"

    Bei den von mir genannten 10 %, auf die Sie sich offensichtlich beziehen, geht es um den energetischen Verlust durch energieintensive notwendige Verdichtung bezogen auf den Energiegehalt des transportierten Erdgases. Von Leckagen war keine Rede.

    "DOCH unbedingt sofort klimafreundliche Lösungen ohne Gas Stück für Stück. "

    OK, dann knallen wir die Region Gransee/Templin/Zehdenick mit Windkraftanlagen genauso zu wie die Ecke Prenzlau/Pasewalk. Anders als dort müsste man hingegen in G/T/Z in Wälder rein. Da jubeln die Touristen und Anwohner sicherlich über die 200 m hohen Windquirle.

  7. 19.

    Es ist doch im Normalfall so, dass man auf Missstände erst aufmerksam wird, wenn es einen selbst betrifft.
    Bevor Erdgasförderung hier Thema wurde, kannte niemand von uns die damit einhergehenden Risiken, Gesundheits- und Umweltbelastungen.
    Aber wir haben uns intensiv damit auseinandergesetzt und erkannt, dass die Ausbeutung fossiler Energieträger nicht nur die Anlieger und deren Umwelt schadet. Um unseren Blauen Planeten als Lebensraum für die nächsten Generationen zu erhalten, müssen dringlichst umfangreiche Klima schützende Anstrengungen aller erbracht werden, auch der Ausstieg aus der Förderung fossiler Energieträger!
    Aber zurück zum Protest in der Uckermark/Oberhavel.
    Hier haben wir den Schulterschluss aller Verwaltungen der betroffenen Gemeinden erreicht.
    Als nächstes wollen wir ein Netzwerk mit den BIs anderer betroffener Gebiete Brandenburgs aufbauen, um mit gebündelter Kraft gegen diese Ausbeutung in Brandenburg vorzugehen... Nächster Schritt... bundesweit...

  8. 18.

    Eine echte Beteiligung der Bürger im Entscheidungsprozess ist nicht vorgesehen.
    Die Gemeinden werden zwar nach ihrer Meinung gefragt, diese kann solch ein Vorhaben aber nicht abwenden. Das hat nichts mit Demokratie zu tun!
    Dieser Weg über die Öffentlichkeit ist die einzige Möglichkeit der betroffenen Bürger, sich Gehör bei den verantwortlichen Politikern zu verschaffen.
    Und:
    Alle unserer Behauptungen sind belegbar!
    Im Gegenteil!
    Die Regierung will ihren Anteil an der Erdgasförderung einkassieren und opfert dafür unsere Lebensräume.
    Die Verantwortlichen kennen sicher auch all die Studien, die wir auch recherchiert haben, versuchen also vorsätzlich, die Bevölkerung durch Abwiegeln der Gefahren ruhig zu halten.
    Eine dieser Studien belegt übrigens, dass Deutschland so viel Erdgas zur Verfügung steht, dass nicht mal die Nord Stream 2 notwendig gewesen wäre.
    Diese Studie lag schon vor deren Bau vor. Trotzdem wurde der Bau durchgesetzt! Warum? Fragen Sie mal deren Investoren!

  9. 17.

    Die Bürgerinitiative führt doch keinen Kreuzzug gegen Erdgas. Warum sind alle gleich so erregt ? Dialog wäre toll !
    Es steht mehr als genug Gas, für die Überbrückungszeit aus sicherer Herkunft für die Energiewende zur Verfügung. Wir dürfen keine neuen Fördergebiete zulassen, nirgendwo !
    Wir wäre es mit, nicht immer mehr Energie verbrauchen , sondern echter EnergieSPARpolitik. Leckagen 10% % aber dann fliesst doch Methan direkt ab ? Also noch mehr Leitungen ? NEIN Achja : Nicht vor unserer Tür ? DOCH unbedingt sofort klimafreundliche Lösungen ohne Gas Stück für Stück. Jeder der kann, sollte versuchen einen kleinen Beitrag zu leisten.

  10. 16.

    Noch nie hat der norwegische Staatskonzern Gassco so viel Erdgas im Sommer nach Großbritanien, Deutschland, Belgien und Frankreich geliefert wie in den Monaten von Mai bis August diesen Jahres(Jahr 2018 -Anmerkung des Verfassrs). 36,8 Mrd. Kubikmeter Gas .....Ob 2018 den Vorjahresrekord am Ende knacken wird, bleibt abzuwarten, noch ist das Jahr nicht vorbei. 2017 exportierte Gassco 117, 4 Mrd. Kubikmeter Gas.

    Ich gehe davon aus das niemand dem Land Norwegen vorwerfen wird diktatorisch regiert zu werden oder die Bundesrepublik und Europa in den Versorgungsnotstand zu treiben

  11. 15.

    Frage an den Lausitzer: Darf man nur gegen Mißstände protestieren,die einen nicht direkt und persönlich betreffen? Wann haben Sie zuletzt gegen die Korruption in afrikanischen Diktaturen demonstriert, gegen die Unterdrückung der Afroamerikaner in USA, wann gegen die geplante Mauer an der mexikanischen Grenze? Es ist die Pflicht eines jeden verantwortlichen Bürgers, gegen Pflicht vergessene Politik in seinem Umfeld. vorzugehen. "Ein jeder mehr vor seiner Tür...." Die Lausitzer gegen die Braunkohle und wir gegen das Gas!

  12. 14.

    Mehr gibt's dazu nicht zu sagen? Ich denke schon. Steht sogar im Artikel: "Übergangsweise werden die Niederlande Gas aus anderen Ländern brauchen, vor allem aus Russland." Man macht sich also statt eigenes Erdgas zu nutzen abhängig von einem autokratisch regierten Staat.

    Übrigens gehen durch den Pipelinetransport des Erdgases von Sibirien nach Mitteleuropa ca. 10 % des Energiegehaltes aufgrund energieintensiver Verdichtung verloren.

    Und ich denke, bezüglich der geplanten Einstellung der Förderung ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Aus der Lagerstätte Groningen könnte noch bis 2050 produziert werden.

  13. 13.

    mehr brauch mann wohl nicht dazu zu sagen, https://www.deutschlandfunk.de/niederlande-beenden-gasfoerderung-keine-entschaedigung-fuer.697.de.html?dram:article_id=421492

  14. 12.

    Hätten die Bürger auch demonstriert, wenn dies nicht vor ihrer eigenen Haustür geschehen würde?

  15. 11.

    An einer Beteiligung besorgter Mitbürger im Entscheidungsprozess ist nichts einzuwenden. Doch beteiligen wollen sich die Initiativler nicht. Sie sind pauschal dagegen und warten, um ihr Anliegen durchzusetzen, mit Überdramatisierungen und nachweisbaren Falschbehauptungen auf, um Politik und andere Mitmenschen auf ihre Seite zu ziehen. Man schaue sich nur die Transparente an. Im Teaserfoto z.B. "Gasförderung - dreckig-tödlich-umweltgefährlich" Oder das im Artikel zu sehende "Bohrturm gebaut - Umwelt versaut" Ich erlaube mir, ein Luftbild mit Ausschnitt des erwähnten Gasfeldes "Söhlingen" zu verlinken: https://nibis.lbeg.de/cardomap3/?permalink=aOS8PTf

    Sieht so eine "versaute" für Menschen "tödliche" Umwelt aus? Mitnichten!

  16. 10.

    Die besorgten Bürger beteiligen sich ja nicht am Entscheidungsprozess, sondern sind offensichtlich pauschal dagegen. Das ist zwar etwas lächerlich und mittlerweile typisch deutsch, aber ansonsten nicht weiter wild.

    Das Problem hingegen sind die Überdramatisierungen und tlw. Lügen. Man nehme z.B. diesen Satz hier: "Vor allem aber bedrohe eine Gasförderung bestehende Betriebe und Arbeitsplätze. " Selten so einen Blödsinn gelesen. Wodurch soll denn die Gasförderung Betriebe gefährden? Das Gegenteil ist der Fall. In den bedeutenden Öl- und Gasförderregionen Deutschlands haben sich neben den Förderern die arbeitsplatztechnisch bedeutsamen Serviceunternehmen angesiedelt. Aber Fakten sind nicht so die Sache von "Dagegen"-Bürgerinitiativen. Im Zweifel werden sogar ohne Sinn und Verstand (Krebs-)Kranke instrumentalisiert. Anbei Link zu einem Kartenausschnitt eines der bedeutendsten Gasfelder Deutschlands. Alles andere als "zerstörte"/"verseuchte" Landschaft.

    http://tinyurl.com/y3kyzays

  17. 9.

    Hauptsache Demo: wann geht's los?

  18. 8.

    Meine Güte - immer diese Wirtschaftsinteressen!
    Hoffentlich scheitert diese maßlose Gier und Ausbeutung auf Kosten von Umwelt und Anwohnern!
    Liebe Anwohner - viel Glück und Erfolg bei Euren Protesten.
    Sollen doch die Niederländer bei sich bohren - und sehe ich da vielleicht steuerliche Vorteile, weil die Firma ihren Sitz in den Niederlanden hat?

  19. 7.

    Wichtig ist, dass man erst mal dagegen ist. Unterstützung erhält man von Umweltaktivisten und solchen die es gern sein möchten. Fachliche Kompetenz ist nicht gefragt, Hauptsache wir sind dagegen. Es könnten ja möglicherweise gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen und die brauchen wir schon mal gar nicht. Ich frage mich häufig, “Was wollen die Menschen eigentlich ?”

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