Arbeit in einem Labor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (Quelle: dpa, Jens Lalaene)
Bild: dpa-Zentralbild

Zentrum für Luft- und Raumfahrt - Institutsneuaufbau startet im Sommer in der Lausitz

Im Herbst hatte der Bundestag mitgeteilt, dass die Lausitz zu einem neuen Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden soll. Nun stellte die Landesregierung die Finanzierungs- und grobe Bauplanung für die neue Einrichtung vor.

 

Für die im vergangenen Herbst verkündete Ansiedlung des Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in der Lausitz hat Brandenburgs Landesregierung ihre Investitions- und Ansiedlungspläne vorgestellt.

Der Baustart des länderübergreifenden Institut für CO2-arme Industrieprozesse an den Standorten Cottbus und Görlitz/Zittau soll noch in diesem Sommer erfolgen, sagte Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) am Dienstag in Potsdam. Mit der Ansiedlung werde der Forschungsstandort Lausitz gestärkt und die Strukturentwicklung gefördert.

Idealer Partner für die LEAG

Mit dem DLR-Institut bekomme das Braunkohleunternehmen LEAG einen idealen Partner, um die Umrüstung eines Kohlekraftwerks in ein CO2-emmissionsarmes Speicherkraftwerk zu erproben, fügte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hinzu.

Dass das DLR-Institut in die Lausitz kommt, hatte Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) im Zuge der Diskussionen in der Kohlekommission vehement gefordert. Im Abschlussdokument der Kohlekommission (Link als PDF) taucht das Institut als Projekt Nr. 49 auf. Ziel sei es, "vorhandene Investionen weiter zu nutzen und Arbeitsplätze zu erhalten", heißt es dort.

Brandenburg stellt 2019 und 2020 zunächst 12,2 Millionen Euro für die Ansiedlung des Instituts bereit. Insgesamt zehn Millionen Euro fließen demnach in den Aufbau des Instituts, mit 2,2 Millionen Euro würden Personal- und Sachkosten finanziert, hieß es.

Weitere Mittel - das war die Forderung in der Kohlekommission - kommen vom Bund.

90 Prozent der Kosten übernimmt der Bund

Die Haushaltsausschuss der Bundesregierung hatte im Herbst beschlossen, ingesamt fünf neue DLR-Zentren in Hannover, Ulm, Oberpfaffenhofen, im Rhein-Sieg-Kreis - und eben in der Lausitz aufzubauen. Dafür stehen knapp 58 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch die Kosten für den Betrieb der Einrichtungen will der Bund zu rund 90 Prozent übernehmen, lediglich rund zehn Prozent müsse Brandenburg selbst tragen, hieß es im Herbst. Auch den laufenden Betrieb der Einrichtungen finanziert der Bund ab 2019 mit insgesamt rund zehn Millionen Euro jährlich. Dieser Betrag soll dann auf die Standorte Cottbus und Zittau aufgeteilt werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.042019, 19 Uhr

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