Taxifahrer in Berlin protestieren gegen die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes. (Quelle: imago/Christian Mang)
Video: Abendschau | 10.04.2019 | Johanna Sagmeister | Bild: imago/Christian Mang

Groß-Demo gegen Uber und Co - Taxifahrer legen weite Teile des Berliner Stadtverkehrs lahm

Eine Großdemonstration der Berliner Taxifahrer hat den Stadtverkehr am Mittwoch für mehrere Stunden zum Erliegen gebracht. Wegen einer Sternfahrt zur Siegessäule kam es zu erheblichen Behinderungen, betroffen waren auch Fluggäste in Tegel.  

In der Berliner Innenstadt ging am Mittwochnachmittag fast nichts mehr: Wegen eines Protest-Korsos von tausenden Taxifahrern zum Großen Stern waren die Verkehrsadern vor allem in Tiergarten, in der City West und in Mitte vollkommen überlastet.  

Die Streikation hatte auch massive Auswirkungen für Fluggäste am Flughafen Tegel. Wie ein Flughafensprecher rbb|24 bestätigte, blockierten Taxifahrer etwa zwei Stunden lang die Zu- und Abfahrten des Flughafens Tegel. Der Flughafen war deshalb nur noch zu Fuß erreichbar. Viele Reisende gingen mit ihren Rollkoffern an der Autobahn entlang. Nachdem sich die Taxi-Kolonne in Richtung Tiergarten in Bewegung gesetzt hatte, waren die Zufahrten zum Airport zwar wieder frei - aber noch über mehrere Stunden kam es zu starken Behinderungen.

5.000 Taxis machten mit, 1.500 blieben stecken

Die Taxifahrer hatten ihre Sternfahrt zur Siegessäule um 11.00 Uhr von drei Punkten aus gestartet: vom Olympiastadion, vom Flughafen Tegel und vom Ostbahnhof aus. Nach Branchenangaben beteiligten sich rund 5.000 Wagen, weitere 1.500 Taxis blieben in durch die Proteste verursachten Staus stecken. Während der Aktion wurden auch die Taxi-Telefonvermittlungen abgeschaltet. Nur Notfallfahrten, etwa Krankentransporte, sollten stattfinden.

Scheuer bei Kundgebung am Brandenburger Tor

Auf einer Kundgebung am Brandenburger Tor trat auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf. Er rückte inhaltlich nicht von seinen Plänen ab, Marktbeschränkungen für neue Dienstleister wie Uber, Moia, BerlKönig oder CleverShuttle zu lockern. Wesentliche Auflagen für die neuen Anbieter, von denen Taxis befreit sind, sollen entfallen. Für Taxis würde das erheblich größere Konkurrenz bedeuten - und nach Einschätzung des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen (BZP) eine Bedrohung für ihre Existenz.

Besonders umstritten ist die Rückkehrpflicht

Einer der größten Knackpunkte ist die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagenangebote mit Fahrern, etwa Uber. Bislang müssen sie nach jeder Fahrt an den Hauptstandort zurückkehren, wenn sie keinen neuen Auftrag haben. Taxis dagegen dürfen schon jetzt auf der Straße auf Kunden warten. Scheuer will die Rückkehrpflicht abschaffen und blieb trotz lauter Buh-Rufe und Pfiffe der Demonstranten bei der Kundgebung hart.

Scheuer wies allerdings darauf hin, dass die Städte selbst entscheiden könnten, wie sie mit der Rückkehrpflicht umgingen. "Die Frage der Rückkehrpflicht überlasse ich den Städten. Die Städte müssen entscheiden: Ja oder nein", sagte der Bundesverkehrsminister.

Protestaktionen auch in anderen Städten

Bundesweit wurde am Mittwoch in rund 30 Städten gegen die geplante Liberalisierung des Fahrdienstmarktes demonstriert, Autokorsos und Kundgebungen gab es unter anderem auch in Hamburg, Düsseldorf, Wiesbaden, Stuttgart und Dresden.

Sendung: Abendschau, 10.04.2019, 19.30 Uhr

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53 Kommentare

  1. 53.

    Das ist mal wieder so ein vermutlich von Uber in die Welt gesetztes Vorurteil. Und es ist beleidigend!!!!
    99% meiner Fahrgäste sind sehr zufrieden mit meiner Dienstleistung und der anderer Kollegen!
    Schwarze Schafe gibt es überall, auch bei der Kundschaft, da gibt es immer welche, den man es nie recht machen kann, weil sie generell Miesepeter sind.
    Das möchte ich ihnen nicht unterstellen, und auch nicht, dass sie von Uber gekauft sind...

  2. 52.

    Totaler blödsinn. Taxifahrer sind so ziemlich der unhöflichste Menschenschlag den es gibt. Kundenorientierung gleich null

  3. 51.

    Liebe Martina ,
    eine prima,sachliche und dialektische Einstellung.Sie sind in meinem Taxi immer ein gern gesehener Fahrgast.
    In einer Zeit mit immer rücksichtsloseren und egoistischen Umgang miteinander ,sind Ihre Zeilen eine Wohltat.
    Ihnen alles Gute und viel Gesundheit

  4. 50.

    In diesem Fall ist das Taxigewerbe ein Monopol. Und staatlich reguliert. Das alleine reicht schon, um es mal zu modernisieren. Konkurrenz ist willkommen

  5. 49.

    Hier soll das Taxigewerbe für eine amerikanische Vermittlungsplattform zerschlagen werden.
    Uber verlagert das unternehmerische Risiko auf die Subunternehmen.
    - Fahrzeuge
    - Personal
    - Variable Kosten
    - Provision bis zu 25 % pro Tour
    Ich hoffe nur, das bei den Landtagswahlen die verantwortlichen Parteien eins auf die Mütze bekommen.
    Soziale Marktwirtschaft ade

  6. 48.

    Klare Antwort: nachdem ich mehrfach beschimpft und verunglimpft worden bin von nichtdeutschen Fahrern, wegen Banalitäten z.B. bei der Frage, ob es sich hier auch um eine Kurzfahrt handelt und schon an der nächsten Ampel unhöflich herauskomplimentiert werde, suche ich mir jetzt die Droschkenfahrer gezielt aus. Was nicht heißt, es muß immer ein Deutscher sein. Und nein, ich bin kein Alttagsrassist,

  7. 46.

    Mit anderen Worten: Es gibt zwei Preise.

    Einen direkten in monetärer Münze, den viele einzusparen versuchen.
    Das Verhältnis zum indirekten, der nicht direkt sichtbar ist, ist fast schon reziprok, d. h. steht im umgekehrten Verhältnis.

    Je niedriger der Preis im Monetären sein soll, umso höher ist der "Preis", der auf andere Weise dafür bezahlt wird.
    Es kommt auf die eigene Phantasie an, sich das vorzustellen zu können, dass es genauso, wie es andere trifft, auch einem selber treffen kann. Oder aber, ob das BILLIGend abgewehrt wird, um sich genau das nicht anzuschauen.

  8. 45.

    Besser kann man es nicht beschreiben. Der geehrte "Schnäppchenjäger wird aber erfahrungsgemäß erst Klug, wenn ihn die neo - liberale Umstrukturierung selbst trifft. Ist der Marktöffnungs - und Privatisierungwahn der 90er so schnell in Vergessenheit geraten? Wurde von der Politik nicht auch damals mit den selben Argumenten geworben ?Fakt war, dass sich Menschen, die einmal von ihrer Tätigkeit leben konnten,einem existenziell bedrohlichen Lohndumping unterwerfen mussten.

  9. 44.

    Was hat Uber dem Verkehrsminister versprochen, damit er offensichtlich mal wieder so einseitig Lobbypolitik betreibt?

  10. 43.

    Ja. Sie meinen eben nur. Und weil Ihnen irgendeine Deregulierung für irgend eine kurze Zeit - als ginge es um das aktuelle Sonderangebot des örtlichen Media-Marktes für den gerade ein paar Monaten gültigen Riesen-Digital-HD-Flat-Stereo-Fernseher. Darum geht es aber nicht. Deshalb mit Verlaub: Einigen sie sich mit verantwortlichen Menschen und den Taxifahrern erst mal auf eine Gesprächsgrundlage. Bevor Sie behaupten Sie führten ein Gespräch. Ansonsten registriert man halt Ihre Haltung. Die lautet im wesentlichen: Ist nicht mein Horizont. Weil "alles Mainz" kein Werbespruch für eine Karnevalsstadt ist, sondern bei Ihnen ja so geschrieben wird: Meins. Das ein ruinöser "Wettbewerb" nicht auch letztlich zu Ihrem Ruin führt - weils halt doch immer ein bisschen um mehr geht als die nächsten paar fünf Minuten, in denen Schnäppchenjäger für ganz wenig Geld bei Scheinselbständigen Steuer- und Sozialabgabe-Betrügern einen Fahrer bestellen können. Toll! Aber auch brutaloöde.

  11. 42.

    Nicht direkt den es gib Fahrer die für ein sub Unternehmer arbeiten die ein kontrollierte unbegabt haben und diese gesetzt haltet und uber nur ihre app weiter geben und nutzen lassen so wie lieferheld und lieferando die haben auch ihre app und lieferfahrer mytaxi ist auch ein app was selten benutzt weil kein Taxi sich sagen will ich Kuss fahren weil kurze Strecken nicht bringen also Fahrrad oder uber?

  12. 41.

    Da ist schon was Wahres dran.

    Qualität geht vor niedrigen Preis. Billig kommt uns allen letztlich teuer zu stehen.
    Wer Rudi´s Airline nimmt, braucht sich nicht darüber zu wundern, wenn weit öfter als woanders ein "Vogel" unplanmäßig zu Boden kommt.

    Klingt zynisch und ist auch ansonsten nicht meine Art, aber es muss der Preis der Billigkeit genannt werden. Allerdings auch das: Eine Frau aus dem Freudenskreis musste neulich einen Taxifahrer höflich, aber bestimmt auffordern, sich an die Verkehrsregeln zu halten. Zumindest so lange, wie sie im Taxi mit drinsitzt. Ansonsten, so ihre Ankündigung, steigt sie aus.

    Neben Pizzafahrern sind Taxifahrer nach meiner Beobachtung diejenigen, die das Höchsttempo am Wenigsten einhalten. Es ist also schon was im Argen und das hängt nicht mit Uber zusammen.

  13. 40.

    Stimme Ihnen da voll zu. Ich bin nun dazu übergegangen, nutze mein Recht als Kunde, suche mir wenn es sich ergibt, am Taxistand die für mich richtige Person selbst aus. Zu oft schon habe ich richtigen Stress ausgerechnet mit nichtdeutsche Taxifahrer gehabt. Gründe hierfür sind oft sehr banal. Aber manche fühlen sogleich ihr Ehrgefühl verletzt.

  14. 39.

    Ich bin es leid, wenn die Taxler als armes Opfer dargestellt werden und gegen die Öffnung des Marktes geredet wird. Letztendlich bin ich Kunde und mehr Anbieter sind mir lieber als einer. Taxis sind antiquiert. Ich mein ja nur...

  15. 38.

    Es ist immer so wunderbar wenn Menschen ihr eigenes kleines genau genommen nicht ganz so wichtiges Leben zum Maßstab für alles und jeden nehmen. Sie können sich wahrscheinlich nicht vorstellen...z.B einmal 86 Jahre alt zu sein. Und das Taxi ist realistisch gesehen Ihre einzige Chance zum Arzttermin zu kommen. Der ist dann womöglich der Krebsarzt, dieser völlig sinnlose Arzt, den es ja nicht zu geben bräuchte, weil Sie ja noch nie in Ihrem Leben Krebs gehabt haben. Taxifahrer sind Teil eines integrierten öffentlichen Nahverkehrs. Das ist kein Privileg, sondern gewachsenen öffentliches Recht zwischen den Anbietern und der Allgemeinheit. Hat alles seine Geschichte und gute Gründe. Gibt nämlich auch deshalb Bezirksschornsteinfeger...weil bei all dem schönen "Wettbewerb" früher immer die Städte abbrannten. Ich diskutiere lieber mit ordentlichen Taxifahrern wo ihnen was vielleicht nicht zusteht, als mit Steuer- und Sozialnichtleistungsoptimierern ihr Geschäftsmodell.

  16. 37.

    Herr Martin - Eloquenz ersetzt nicht das Wissen in einer Sachlage. Taxifahrer sind rechtlich gesehen Teil des öffentlichen Personennahverkehrs, haben eine Beförderungspflicht und sonst noch so einige Einschränkungen und Verpflichtungen die sie in dieser Aufgabe zu erfüllen haben. Insofern sind sie eben nicht das freie Unternehmertum von dem der Wirtschaftsliberale so gerne schwadroniert. Solange die Verhältnisse für ihn stimme: Das Profite privatisiert, Kosten aber sozialisiert werden. Ich bin einen Diskurs leid in dem der Konservative und Wirtschaftsliberale immer dann von Ordnungspolitik nichts mehr wissen will, wenn es angeblich "den Wettbewerb" einschränkt. In Wirklichkeit geht es natürlich darum das die "Start Up"-Bürschchen like UBER tatsächlich eine private Verabredung ökonomisiert haben und dabei weiter so tun möchten als wären sie private Anbieter von Ferienwohnungen - weil sich das in jeder Hinsicht rechnet: Vor Steuer, Sozialverpflichtung, Versicherung.

  17. 36.

    ..Statusrecht und Privilegien.. staatlich ewig geduldet.. eine Kaste im Kastendasein...

  18. 35.

    Die Polizei kann zzt. eh nur noch alles falsch machen.... Also warum soll Sie eingreifen? Am Ende steht wieder die Kritik an der Polizei.

  19. 34.

    Ich habe das Chaos heute live miterlebt, die Polizei kam erst später dazu. Da war die Straße schon blockiert. Die Polizei war beim eintreffen sehr überfordert. Einige Taxifahrer waren auch sehr aggressiv auch gegenüber den Beamten. Leider traurige Wahrheit

  20. 33.

    War bestimmt toll für das Klima, wenn die Taxen einfach so herumfahren.....Kann man nicht auch ohne sein Arbeitsgerät demonstrieren?

  21. 32.

    Ich verstehe nicht, warum sich die Polizei das gefallen lässt, dass einige Fahrer die komplette Zufahrt zum Flughafen Blockieren. Mit der Freiheit zu demonstrieren hat das nichts mehr zu tun.
    Ich hoffe, dass gegen die Blockierer eine Strafanzeige erstattet wurde, außerdem sollten sie für die entstandenen Schäden, wie z.B. verpasste Flüge, verschobene Flüge usw. geradestehen.
    Diese Demonstration ist auch unsinnig, ich kann als Angestellter in der Wirtschaft auch nicht gegen Mitbewerber protestieren. Wettbewerb ist ein normaler Prozess und auch unbedingt notwendig, sonst gibt es keine Innovationen und überhöhte Preise.

  22. 31.

    Bin mit dem Rad heute gut durch.
    Nur die üblichen Rechtsabbieger, die nicht aufpassen, die zugeparkte Busspur in Schöneberg und die nicht vorhandenen Massnahmen dagegen.
    Alles wie die letzten 22 Jahre, die ick die Strecke fahre...

  23. 30.

    Sie beschreiben das anfängliche Geschäftsmodell von Uber. Das wurde aber hierzulande schnell von den Gerichten kassiert.

    In D. sind nur noch professionelle Mietwagenfirmen für Über unterwegs. Die haben aber z.B. *noch* die Rückkehrpflicht zum Firmensitz.

  24. 28.

    Wer keine Taxis nutzen muss oder will, braucht das ja nicht. Ich nutze Taxis aktuell aus gesundheitlichen Gründen sehr häufig und im Normalfall nur selten. Ich habe bisher weder bei den Vorbestellungen noch bei den Fahrten negative Erfahrungen gemacht. Es gibt Umstände, da ist weder das Fahrrad noch der ÖPNV eine Alternative und so finde ich es legitum, dass jeder für sich ganz persönlich entscheidet, welches Transportmittel grad das situativ richtige ist.
    Konkurrenz belebt das Geschäft - ist aver nur fair, wenn die gleichen Grundvorausetzungen erfüllt sein müssen. Alles andere ist verzerrter Wettbewerb.
    Also liebe Taxifahrer, lasst Euch nicht unterkriegen.

  25. 27.

    Wer genehmigt eigentlich diese Sternfahrt? Ist es überhaupt erlaubt den Verkehrt zu blockieren? Ich habe Verständnis für jeden Streik - doch kann es nicht sein, dass wichtige Straßen mit Absicht blockiert werden - zB nach TXL. Beim BVG Streik haben die Mitarbeiter ja auch nicht mit Bussen die Straßen blockiert.

  26. 26.

    ... wenn Sie es so sehen, dann bitte auch die Mercedes-Bauer abschaffen. Wer braucht einen Mercedes? Mercedes - nur weg damit - braucht niemand. Im Notfalle fahre ich mit einem VW-Taxi oder dem ÖPNV!

  27. 25.

    Uber & Co. gehören zu den Rosinenpickern, die nur ihre Rechte in Anspruch nehmen wollen und die Pflichten von sich fern halten. Das wird dann "fairer Wettbewerb" genannt, obwohl es ungleiche Spieße sind.

    Das ist genau die gleiche Rosinenpickerei wie bei den Internetapotheken, die Notdienst, Anfertigung von Rezepturen, Betäubungsmittellieferung usw. verweigern und für die es ein leichtes ist, dann den billigen Jacob zu machen.

    Das Problem ist, dass der Staat sich immer mehr den Konzernen beugt und auf die Mittelständler mittels drangsalierender Gesetze und Vorschriften eindrischt.

    Die Aktion der Taxifahrer heute findet meine volle Zustimmung! Gern mehr davon und noch wirkungsvoller!

  28. 24.

    Wenn ich Mercedes fahren will, nehme ich meinen eigenen. Wer braucht schon ein Taxi o.ä. ?

  29. 23.

    Taxi? Wer braucht schon sowas? Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein Taxi o.ä. genutzt. Habe es auch nicht vor. Wenn ich Mercedes fahren will, nehme ich meinen eigenen. Ansonsten nehme ich mein Rad oder ÖPNV. Von mir aus eine völlig überflüssige Branche. Zumal Taxifahrer sowieso denke, Ihnen gehöre die Straße. Weg damit.

  30. 22.

    Wer sagt Ihnen denn das die von Ihnen monierten Punkte bei Uber besser laufen? Schließlich sind das auch nur Privatpersonen, die andere Privatpersonen befördern.
    Wer sagt Ihnen denn, das sich der Uber-Fahrer besser in der Stadt auskennt? Hinzu kommt bei Uber noch der versicherungsrechtliche Aspekt, denn alle Uber Fahrer sind selbstständig und nicht angestellt. Sie müssen in Eigenregie für die relevanten Versicherungen sorgen.
    Des Weiteren sind aus den USA zahlreiche Übergriffe (Überfälle, Vergewaltigungen, etc.) von Uber-Fahrer auf Fahrgäste bekannt geworden. Bei einem Taxifahrer kann man das zurückverfolgen, bei Uber wird das schwierig.

    Die Frage ob der Uber Fahrer sein Einkommen dem Finanzamt meldet, ist dabei nur noch eine Randnotiz.

  31. 21.

    Sie streiken nicht, sie demonstrieren. Das ist ein himmelweiter Unterschied, auch wenn die Folgen für die Bevölkerung dieselben sind.

  32. 20.

    Aha...die Wahrnehmung, dass Berliner Taxifahrer kaum Ortskentnisse haben & schlecht deutsch sprechen, kann ich nicht bestätigen. Schwarze Schafe gibt es überall & wenn Ihnen das Brot beim Bäcker nicht schmeckt, fordern Sie hoffentlich nicht auch, dass zukünftig nur noch Tiefkühlbrötchen auf den Tisch kommen & der Beruf des Bäckers abgeschafft wird. Es geht aber um was ganz anderes: Konkurrenz schön und gut, aber bitte zu gleichen Rechten & Bedingungen. Läßt man Unternehmen wie Uber durchgehen, dass sie die Tarife frei bestimmen können, dann wünsche ich viel Spaß, wenn Sie zu Stoßzeiten wie bei einer grpßen Messe oder Silvester 80€ für eine Tour von Charlottenburg nach Steglitz zahlen dürfen. Es geht ausschließlich um Gewinnmaximierung. Die Oma vom Arzt oder mit den schweren Tüten jolt dann kein Uberfahrer ab: 5,80€ rechnet sich halt nicht. Man muß also als Kunde fragen, ob die Personenbeförderung dann als Teil der Daseinsvorsorge noch funktionieren wird...

  33. 19.

    Wenn es Ihnen wirklich um die Umwelt gehen würde, würden Sie den ÖPNV nutzen und müssten noch viel weniger ausgeben.

  34. 18.

    natürlich sollte Mobilität vielfältig möglich sein, aber nicht zu Lasten derer die tagtäglich Menschen von A nach B bringen und das nicht nur in den Szenebezirken. Und zum Thema Ortskundigkeit, Fahrer mit einem Navi die überwiegend schlechte Deutschkenntnisse haben, aber in der Lage sind Auto zu fahren kann man wohl kaum Personenbeförderer nennen.
    Und nicht zu vergessen welche Auflagen und Nachweise ein Taxifahrer führen muss, es ist eine ungerechte Verschiebung im Bereich der Mobilität und absolut keine Vervielfältigung. Ich bin kein Taxifahrer, aber würde mich immer fürs Taxi als Kunde entscheiden.

  35. 17.

    Frechheit, was die Taxifahrer hier abziehen.

    Finde alle Altenpfleger, Erzieher, Verkäufer, Paketzusteller..... sollten auch gleich mal alle großen Straßen der Stadt lahm legen. Die hätten es verdient!!!

  36. 16.

    Hallo,
    25 km Fahrt zu 55€ dauert im Stadtverkehr etwa 1h. Clever-Shuttle fährt zu 15€ incl. 19% Mwst. Was verdient der Fahrer ?
    Es reicht nichtmal für Mindestlohn da man auch dort schon 20€/h kalkulieren muss. Die Kosten für Fahrzeug sollte manb auch gleich ganz weglassen. Es sollte die Einzelsitzplatzvermietung auch für Taxi genehmigt werden, so teilen sich mehrere Fahrgäste einen Preis. Hab ich in Leipzig schon 2014 ins Gespräch gebracht, hat nur keinen interessiert.

  37. 15.

    Der Beruf des Taxifahrers gehört dank autonomer Autos sowieso in den nächsten Jahren der Vergangenheit an, Uber & Co sind da nur ein frühzeitiger Sargnagel. Persönlich trauere ich dem nicht nach, Konkurrenz ist herzlich willkommen.
    Interessant finde ich den Nebenaspekt, dass der TXL mangels Schienenanbindung innerhalb einer Woche nun an drei Tagen nicht mehr mit PKW oder Öffis zu erreichen war, weder für An- noch für Abfahrt. (BVG-Streik, Verkehrsunfall 08.04., und nun wieder.)
    Das dürfte es an keinem anderen größeren Flughafen geben. Warum man diesen Flughafen offen lassen wollte kann ich nicht verstehen.

  38. 14.

    Nun mal bitte nicht pauschalisieren. Ich fahre oft Taxi und habe noch nie schlechte Erfahrungen gemacht; die wenigesten Fahrer waren Deutsche. Und wenn einer mal nach dem Weg fragt, mein Gott... Entweder antworte ich oder das Navi wird eingeschaltet.

  39. 13.

    Mit dem Fahrrad ist TXL doch sicher auch erreichbar

  40. 12.

    und ich frage mich wo ist hier unsere Polizei/Ordnungsamt die hier bei offensichtlichen Verstössen gegen die Straßenverkehrsordnung "z.B. Blockade von Zufahrten" nicht durchgreift und gegen diese sogenannten Berufskraftfahrer entsprechende Maßnahmen einleitet

  41. 11.

    Sie werden anhand der Preise von Uber nicht ein Tag damit fahren !!! Jeder der hier die Taxen schlecht redet , hat die Masche von Uber nicht verstanden. Ihr werdet alle heute ein Trailer von dem erleben , wie es in der Zukunft aussehen könnte ohne Taxen . Uber erhöht jetzt schon die Preise in den Stoßzeiten bzw. bei Messen und Veranstaltungen . New York mit seiner Maut ist das beste Beispiel . Eine Firma lässt ganz USA nach seiner Pfeife tanzen und keiner merkt es .

  42. 10.

    Die sollten mal das Buch "Der Eiserne Gustav" von Fallada lesen.
    Oder halt den Film sehen, (war der mit olle Juhnke?).

  43. 9.

    Ganz egoistisch betrachtet (was ich mir bei den BVG-Streiks so angewöhnt habe):
    Taxifahrten sind sehr teuer. WARUM sie es sind, ist mir ziemlich egal.
    Daher rufe ich nur dann ein Taxi, wenn es gar nicht anders geht.
    Sollen sie ruhig streiken, das wird außer Touristen kaum jemanden kratzen.

  44. 8.

    Außerdem gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Vorschriften, die für Taxen gelten, nicht aber unbedingt auch für UBER und Co., wie regelmäßige Gesundheitstests, jährliche TÜV Prüfungen, Vorschriften zum Erscheinungsbild der Taxen,...

    Und reich werden kann man als Taxifahrer auch nicht. Fragen Sie mal einen Fahrer, was er nach 10-12 Std. fahren und vor allem warten tatsächlich verdient.

  45. 7.

    Konkurrenz ist gut, aber dann zu den gleichen Bedingungen!! Hätten Mietwagen die gleichen verschärften Auflagen wie Taxiunternehmen, dann könnten auch diese nicht zu solchen Billigpreisen fahren. Bitte auch mal darüber nachdenken.
    Billig, billig ist zwar große Mode in Deutschland aber noch lange nicht fair für viele betroffene und vor allem kleine Unternehmen.

  46. 6.

    Leider zeigen die bisherigen Kommentar sehr großes Unwissen.
    Das Problem zwischen Taxen und UBER können die Taxiunternehmen nicht lösen, da die Regeln vom Staat definiert werden. Dies betrifft sowohl die Ausbildung (P-Schein, Taxi Unternehmer Prüfung)als auch die Tarife. Diese werden vom Staat definiert und die Taxifahrer müssen sich zwingend daran halten, wenn sie Ihre Konzession nicht verlieren wollen. Zudem haben Taxen eine Beförderungspflicht und können nur bei bestimmten Gründen die Fahrt verweigern.
    Hier soll eine sehr unfaire Konkurrenz geschaffen werden, zwischen einem staatlich geregelten Transportgewerbe und Firmen, die sich nicht daran halten müssen und kein Problem haben, die behördlich festgelegten Tarife zu unterbieten..
    Dies wird dazu führen, daß Taxiunternehmen in die Insolvenz gehen, da sie ihrerseits keine Möglichkeit haben, auf die Bedingungen Einfluß zu nehmen.
    Das Taxifahren recht teuer ist, ist sicher korrekt, aber nicht die Schuld der Taxi Branche.

  47. 5.

    8.000 Berliner Taxifahrer - Viel zu viel!!!

  48. 4.

    Zum Thema Taxistreik: In Berlin ist es Usus, dass Taxifahrer den Kunden fragen, wie sie fahren müssen, weil sie sich nicht auskennen auf den Strassen Berlins und desse Infrastruktur. Fühlt sich an wie wenn der Bäcker den Kunden fragt, wie er die Brötchen backen soll. Nicht wenige der Taxifajhrer haben KEINEN Taxischein, laufen einfach unter der Führung des "Chefs" mit. Nicht wenige verstehen kaum Deutsch. Jede Alternative zu Berliner Taxis ist herzlich willkommen,- denn das was abläuft ist provinziell!

  49. 3.

    Die Taxifahrer streiken? Auch kein Problem, fahren wir eben mit Uber. Merken die eigentlich, das sie sich langsam aber sicher selbst das Wasser abgraben?

  50. 2.

    Die sollen mal nicht rum heulen ! Schließlich belebt Konkurrenz das Leben !!!

  51. 1.

    Sehr interessant solche Artikel zu lesen. Eins vorweg - ich kann den lobiistischen Ansatz der Taxifahrer sehr gut nachvollziehen, doch in den Fortderungen kommt "der Kunde" zu kurz.
    Bei Mobilitätsdiensten geht in erster Linie um die Kunden und diese sollen von A nach B möglichst effizient, günstig und umweltfruendlich befördert werden. Ob dies mit Taxi, CleverShuttle, Moia oder XY geschieht ist dem Kudnen relativ gleich...solange das Bedürfnis befriedigt wird.
    Mal eben so mit Taxi zu fahren ist heutzutage unbezahlbar. Beispiel: CleverShuttle von Charlottenburg nach Alt-Hohenschönhausen (15,-) mit Taxi 55,- da müssen die Taxiunternehmen und der Staat UMDENKEN statt zu versuchen die Konkurrenz zu verbieten. Aus meiner Erfahrung im Service Design stellen sich die Taxifahrer es zu einfach vor - digitalen Schalter umlegen, eine schicke App und das passt schon.
    Der Kunde wird sich für Moia und Co. entscheiden, weil diese den Nutzer im Mittelpunkt stellen.

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