Streik-Umhänge kleben am Schaufenster einer Bank (Quelle: dpa/Leonhardt).
Bild: dpa/Frank Leonhardt

Berlin und Brandenburg am Freitag betroffen - Verdi ruft zu Warnstreiks bei Banken auf

Die Beschäftigten zahlreicher Banken in Berlin und Brandenburg sind am Freitag zu Warnstreiks aufgerufen. Verdi will Druck in Tarifverhandlungen machen - die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von sechs Prozent. Die Arbeitgeber verweisen dagegen auf hohe Belastungen.

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt bei den privaten und öffentlichen Banken zu Warnstreiks aufgerufen. Berlin und Brandenburg sind demnach am Freitag betroffen. Der Streikaufruf gilt in Berlin unter anderem für die Beschäftigten der Deutschen Bank, der Commerzbank, der Berliner Sparkasse, der Investitionsbank Berlin und der Targobank sowie in Brandenburg der Investitionsbank des Landes Brandenburg und der LBS-Ost.

Die zentrale Streikkundgebung findet um 10 Uhr auf dem Berliner Breitscheidplatz statt. Anschließend ist eine Demonstration zum Ernst-Reuter-Platz und zurück geplant, kündigte Verdi am Dienstag an.

Hintergrund sind laut Verdi die laufenden Tarifverhandlungen. Seit Mitte Februar verhandeln die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der privaten und öffentlichen Banken für bundesweit etwa 200.000 Beschäftigte einen neuen Tarifvertrag.

Verdi will unter anderem ein Lohnplus von sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen. Der nächste Verhandlungstermin ist am 11. April in Frankfurt/Main.

Warnstreiks auch in anderen Städten

Neben Berlin und Brandenburg sind in den nächsten Tagen auch andere Städte von Warnstreiks betroffen. Den Auftakt machen am 3. April Bankangestellte in Hamburg. Am 5. April sind laut Verdi auch Mitarbeiter in Banken in Hessen, Baden-Württemberg und in den Regionen Münsterland und Ostwestfalen/Lippe zu Warnstreiks aufgerufen. In der Woche ab dem 8. April solle es weitere Arbeitsniederlegungen geben.

Die Arbeitgeber hatten schon vor der ersten Verhandlungsrunde im Februar die
Erwartungen gedämpft: Die Banken seien erheblich belastet von Niedrigzinsen, Regulierungskosten und teuren Investitionen in Digitalisierung. "Unser Spielraum beim Gehalt bleibt unverändert sehr gering", hatte der Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber, Deutsche-Bank-Vize Karl von Rohr, gesagt. "Das Bankgewerbe bleibt auf absehbare Zeit starken Belastungen ausgesetzt. Deshalb gilt auch weiterhin: Die allgemeine Lohnentwicklung kann für uns nicht der Maßstab sein." Zudem sei das Vergütungsniveau in Banken trotz schwieriger Branchenlage immer noch weit überdurchschnittlich.

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Das ist aber auch ein ganz Schlauer.
    Die Filialschließung und der Personalabbau ist bestimmt von den Mitarbeitern bestimmt und da freuen sich die Mitarbeiter sicherlich wenn Sie keinen Job mehr haben.
    Alle dürfen streiken, nur bei der Bank regen sich immer alle auf. Im Bahnverkehr, obwohl die Bahn immer zu spät kommt.
    Im Kita/Kindergartenbereich, obwohl es viel zu wenig Plätze gibt und diese auch noch unglaublich teuer sind.

    Es ist wirklich schade, dass manche Leute so engstirnig sind obwohl sie keine Ahnung haben.
    Bankmitarbeiter sind immer größerem Druck, immer größerem Arbeitspensum ausgesetzt und müssen immer mehr Verantwortung übernehmen, dass hier eine entsprechende Bezahlung gerechtfertigt ist, ist EIGENTLICH logisch.


  2. 2.

    Also mal Ehrlich. Bankenstreik ?? Für was. Es werden massig Filialen Geschlossen, Kilometerweites Wandern zum nächsten Persönlichen Berater etc. Und dann mehr Geld ?? hahaha, Echt jetzt ???. Ick zahle Gebühren für Kontoführung, Geldabhebung am Kundeneingen Automaten, Überweise meine Rechnungen Online selber, muss auch dafür bezahlen. Eigentlich braucht man keine Bank mehr. Da man ja eh alles selber macht. Sollen die Banken Geld Spenden für die Armen Beschäftigten, die wohl mehr Verdienst im Monat haben als ich in der 40 Std. Woche bei Übertariflicher Bezahlung.

  3. 1.

    Solidarität mit dem Beschäftigten. Berlin hat nur Geld für Pannen Flughafen, seit Senat neue Gesetze für Mietbremse gemacht hat meine Miete sind 40% teurer geworden

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