Ein Kind streichelt während der 23. Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) am 10.05.2013 in Paaren/Glien einem Ferkel die Schnauze (Quelle: dpa/Marc Tirl)
Video: Brandenburg Aktuell | 06.05.2019 | Ludger Smolka | Bild: dpa/Marc Tirl

Brala in Paaren/Glien - Landwirtschaftsausstellung wirbt um Nachwuchs

Kälbchen streicheln und Traktor fahren: Die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung in Paaren-Glien startet am Donnerstag. In diesem Jahr hoffen die Veranstalter vor allem auf junge Besucher.

Grüne Berufe und Karrierechancen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Brandenburger Landwirtschaftsausstellung in Paaren-Glien (Havelland), die am Donnerstag startet. Rund 700 Aussteller wollen bis Sonntag Tierschauen, Wettbewerbe von Jungzüchtern, und Technikvorführungen präsentieren.

In einer "gläsernen Produktion" sollen Besucher zuschauen können, wenn aus einem erlegten Wild Schritt für Schritt eine kulinarische Spezialität wird. Imker zeigen im "Bienenkompetenzzentrum", wie der Honig ins Glas kommt und warum die Biene wichtig für das Ökosystem ist.

900 Schüler zur Brala eingeladen

Erstmals sind nach Angaben der Veranstalter auch rund 900 Schüler eingeladen, denen das Interesse an landwirtschaftlichen Berufen vermittelt werden soll. "Wir wissen, dass wir perspektivisch in den nächsten Jahren ein Drittel der Beschäftigten in der Landwirtschaft altersbedingt verlieren", sagte Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff vorab dem rbb. Diese Lücke müsse langfristig geschlossen werden.

Um Interesse zu wecken werde beispielsweise zwei Mal am Tag eine Treckerparade stattfinden, so Ute Lagodka, Geschäftsführerin des Erlebnisparks. Zum Teil sind die Trecker bis zu 100 Jahre alt. Es werden aber auch neue Traktoren vorgestellt, sagte Lagodka weiter.

In diesem Jahr dürfen auch erstmals Kindergruppen selber kochen und backen - denn auch den Bäckern fehlt es an Nachwuchs. Kleine Bäckereien haben es zudem in der Konkurrenz mit den Discountern schwer. Man müsse sich im Klaren sein, dass Bäcker nicht mehr die Grundversorger sind, sagte Bäckermeister Holger Schüren aus Gräbendorf bei Königs Wusterhausen dem rbb. "Wir sind Premiumversorger und müssen ausgefallenes und gutes Brot herstellen."

Die Organisatoren erwarten 40.000 Besucher, rund 37.000 waren es im vergangenen Jahr.

Kommentar

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8 Kommentare

  1. 8.

    Ich glaube dem ist Ihr Problem egal,
    das Problem ist die schwindende, aussterbende Art der tatsächlich arbeiten Bevölkerung und dass bei den Jugendlichen keiner was fachbezogenes, also einen echten Beruf (IHK) lernen will. Theoretiker gibt's ohne Ende.

  2. 7.

    Unterstützt der Veanstalter Biobauern oder ist der von der Agrarlobby?

  3. 4.

    So ähnlich waren auch meine Gedanken..... Wenn schon, dann bitte mit allen Konsequenzen und Handlungen.

  4. 3.

    Und mittags gibts dann Schnitzel mit Ppmmes :-))

  5. 2.

    Gibt es für die Besucher auch eine Exkursion in die Weiten der industriellen Massentierhaltung Brandenburgs mit Kursen für das Kupieren und Kastrieren von Schweinen am lebendigen Objekt??
    Das ist eine reine P.R.-Veranstaltung, zumindest was die Normalität der Nutztierhaltung betrifft! Hauptsache, Herr Vogelsänger kann vor der rbb-Kamera die niedlichen Ferkelchen streicheln und ohne Widerspruch erklären, dass Brandenburg beim Tierwohl "auf einem guten Weg ist."

  6. 1.

    "Erstmals sind nach Angaben der Veranstalter auch rund 900 Schüler eingeladen, denen das Interesse an landwirtschaftlichen Berufen vermittelt werden soll."
    Na dann hoffe ich doch mal, dass die Kids die oben erwähnten Kälbchen und Schweine nicht nur streicheln können sondern auch gleich live anschauen werden, wie die Ferkel ohne Narkose kastriert und die Kälbchen und Schweine mit Bolzenschuss in den Kopf "betäubt" und dann an den Hinterbeinen hängend aufgeschlitzt werden.

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