Ein Paketzusteller
Video: Abendschau | 08.05.2019 | Bild: rbb

Dumpinglöhne für Paketzusteller - Warum ein Spanier in Berlin für zwei Euro die Stunde schuftet

Viele Lieferdienste arbeiten mit Subunternehmern, die ihren Zustellern nicht mal den Mindestlohn zahlen. Ein neues Gesetz soll die Hauptauftraggeber nun stärker in Haftung nehmen. Den Paketzustellern wird es nur wenig helfen. Von Ute Barthel und Jana Göbel

"Kannst du  gut und sicher Auto fahren und hast den Führerschein der Klasse B ? Hast du vielleicht auch schon Berufserfahrung als Kurierfahrer? Dann suchen  wir dich zur Verstärkung unseres Teams." So lautete das  Jobangebot auf einer spanischen Internetseite für Kleinanzeigen, auf das sich Brahim K. aus Alicante bewarb. 1.800 Euro Brutto könne er als Paketzusteller verdienen. Arbeitsort: Berlin, Deutschland. Brahim K. war schon lange arbeitslos und lebte bei seinem Bruder. Der lieh ihm auch das Geld für den Flug nach Berlin. Von seinem ersten Lohn wollte er es ihm zurückzahlen.

Andreas wartet am Flughafen

Am Flughafen wurde er von einem Andreas in Empfang genommen. Der sprach spanisch und brachte ihn auch in seiner Wohnung unter. Am nächsten Tag fuhren sie zu einem Verteilzentrum in Tempelhof.  Mit Andreas lud er die Pakete ein, dann fuhren sie gemeinsam die Tour. 100 Pakete sollte er täglich ausliefern für einen Subunternehmer vom Lieferdienst Hermes.  Eine Woche später sollte  Brahim K. schon allein arbeiten.

"Wir waren jeden Tag von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends unterwegs", behauptet Brahim K. "Nach einem Monat wollte ich meinen Lohn,  aber ich wurde immer wieder vertröstet. Dann bekam ich 500 Euro bar ausgezahlt." Weder eine Lohnabrechnung, noch Stundennachweise habe er bekommen. Sein Arbeitgeber soll die Kosten für die Unterkunft  vom Lohn abgezogen haben. In der Drei-Zimmer-Wohnung  hätten auch noch andere Zusteller gelebt, die wie er aus Spanien und aus der Ukraine kamen. Brahim K. suchte nach über einem halben Jahr Hilfe beim Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit (BEMA).

"Sollte Brahim K. belegen können ..."

"Er hat berichtet , dass er zwischen 12 und 16 Stunden am Tag gearbeitet hat. Wir haben ausgerechnet, dass er zwischen 1,88 € und 2,05 € pro Stunde verdient hat", sagt BEMA -Beraterin Anja Smasal. Ihrer Ansicht nach handelt es sich um Lohnbetrug. "Wenn der Betrag so weit unter dem Mindestlohn liegt, dann kann man nicht nur von arbeitsrechtlichen Vergehen, sondern von strafrechtlichen Vergehen sprechen. Und dann war er noch existenziell, also von der Wohnung her, abhängig von seinem Arbeitgeber. Hier bewegen wir uns wirklich im Bereich von schwerer Arbeitsausbeutung", meint die Beraterin.

Das Subunternehmen, für das Brahim K. gearbeitet  hat, sitzt in Hoppegarten, am Berliner Stadtrand. Die Firma "Blitz-Botendienste" bestreitet zwar die Vorwürfe, will sich aber offiziell nicht dazu äußern. Und Hermes, in dessen Auftrag Brahim K. die Pakete auslieferte, erklärt schriftlich auf rbb|24-Anfrage: "Faire Arbeitsbedingungen sind für uns die absolute Grundvoraussetzung in der Zusammenarbeit mit unseren Servicepartnern. Deren Einhaltung prüfen wir kontinuierlich."

Deshalb habe Hermes auch die Zusammenarbeit mit Blitz-Botendienst beendet, denn die Prüfmechanismen hätten gegriffen. Für den Mindestlohn gilt die sogenannte Generalunternehmerhaftung. Das bedeutet, der Hauptauftraggeber, also Hermes, müsste den Paketboten die Differenz zum Mindestlohn erstatten. Dazu schreibt Hermes: "Sollte Brahim K. belegen können, dass er in den genannten Zeiträumen (…) Sendungen für Hermes ausgeliefert hat und nicht entsprechend des Mindestlohngesetzes bezahlt worden ist, so werden wir den Verpflichtungen aus dem Mindestlohngesetz selbstverständlich nachkommen."

Beraterin Anja SmasalBEMA-Beraterin Anja Smasal

Heil plant Haftung der Hauptauftraggeber ausweiten

Doch genau das ist das Problem. Brahim K. kann weder Stundennachweise noch Abrechnungen von seinem Arbeitgeber vorweisen. Und das ist nach Aussage der Beratungsstelle Gute Arbeit und Migration kein Einzelfall. Es sei schwierig, das Recht in der Praxis tatsächlich durchzusetzen.

Nun will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Hauptauftraggeber auch für nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge der Subunternehmer haften lassen. Einen Schritt, den Sigrun Rauch von Verdi begrüßt: "Es ist ein wichtiges Element, um die sozialen Verwerfungen einzudämmen. Darüber hinaus ist es notwendig, ausreichend Kontrollen durchzuführen seitens der Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Und für uns als Gewerkschaft ist der zentrale Punkt, dass die Unternehmen sich der Tarifbindung unterwerfen und ihre Beschäftigten nach Tarif bezahlt werden."

Andreas Schumann, Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. | Bild: rbb

Der Weg in die Insolvenzspirale

Aber viele Subunternehmer können ihren Mitarbeitern gerade so den Mindestlohn zahlen. Denn der Umsatz, den sie bei ihren Zustelltouren machen, ist einfach zu gering. Von den großen Paketdiensten erhalten sie pro ausgeliefertem Paket eine Pauschale. Damit müssen sie wirtschaften. Mit zunehmendem Onlinehandel ist der Markt immer härter geworden und immer mehr Subunternehmer sind bereit, für niedrige Paketpauschalen zu arbeiten.

"Wir haben immer wieder die Situation, dass jemand diese Arbeit übernimmt, der im Prinzip nicht richtig kalkuliert hat", sagt Andreas Schumann vom Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. "Und es ist eigentlich von vornherein absehbar, dass er nach X Monaten oder Jahren nicht mehr genug verdient und in die Insolvenzspirale kommt. Dann wird halt dieser Unternehmer durch einen neuen ausgetauscht, der diesen Auftrag  wieder zu diesen schlechten Bedingungen annimmt."

Das Liefersystem auf der letzten Meile

Deshalb sollten die  großen Lieferdienste nur noch Subunternehmer beschäftigen, die eine fachliche und finanzielle Eignung nachweisen können. Außerdem schlägt er vor, dass das Liefersystem auf der letzten Meile geändert wird.

"Heute ist es so: Es kommen fünf Autos, halten an und bringen ein Paket in den gleichen Eingang", sagt Schumann. "Es müsste eigentlich ein Auto kommen mit fünf Paketen und die in diesem Eingang zustellen und dann haben Sie das fünffache an Umsatz an diesem Stopp." Dann würden die Subunternehmer nicht mehr nur für einen Paketdienst arbeiten, sondern für mehrere. Aber so könne man erreichen, dass sie ausreichend verdienen, um ihren Paketzustellern gute Löhne zu zahlen.

Sendung: Abendschau, 08.05.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Tobias] vom 08.05.2019 um 08:32
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

21 Kommentare

  1. 21.

    ..weil die 2-3 Euro in Spanien (für Landsleute) Kaufkraft haben.

  2. 20.

    Stimme Ihnen zu. Wieviel jetzt aktuell die Post den DHL Zustellern zahlt, entzieht sich meiner genauen Kenntnis. Aber der Mindestlohn MUSS gezahlt werden. Und eine kl. Korrektur noch zu Ihren Ausführungen. Die DPAG ist kein Staatsunternehmen mehr.LEIDER. MFG

  3. 19.

    Dieses Verfahren hat die DPAG schon vor Jahren eingeführt. Unter anderem, weil sie keine Festangestellte mehr haben will. Weil lukrativer. Sehr zum Unmut von Verdi. Die Gewerkschaft fordert bis heute die Post auf, dieses Verfahren sofort zu ändern. Private leeren nun die Briefkästen. Auch in ganz Berlin. Bezahlt werden Sie aber vom Konzern zum Mindestlohn. Haben einen Vertrag mit der Post. Was glauben Sie denn, weshalb in den letzten Jahren der Aktienkurs dieses Konzern stetig ansteigt? Weil nur noch eine schwindende Anzahl unbefristeten Verträge zugesichert wird. Übrigens verfährt die Post ebenso mit neuen Beschäftigten in den Briefzentren. Da werden Leute eingestellt von 3-12 Monaten und wenn Sie in dieser Zeit nicht auffällig geworden sind, sprich nicht krankheitsbedingt ausfallen und ganz wichtig, ihre Arbeit im Akkord leisten. Nur dann haben die eine Chance eine Verlängerung zu erhalten. Fünf Tage die Woche, zu jeweils 4 Std. täglich. Oftmals von morgens 3-7Uhr.

  4. 18.

    Beim nächsten Preisvergleich nicht den Billigheimer nehmen.
    Dann bleibt allerdings nur die DHL, die weit mehr als Mindestlohn zahlt, da nutzen auch keine gebetsmühlen artige wiederholungen von FDP und AFD Meinungen zu Staatsunternehmen.

  5. 17.

    "... die DPAG sprich Post, beschäftigt keine Subunternehmen ... "

    Wie erklären Sie dann, das bei uns in Frankfurt (Oder) die Briefkästen von Fahrern geleert werden, die aus runtergekommenden Transportern mit polnischen und bulgarischen Kennzeichen aussteigen ???

  6. 16.

    Die DPAG hat erst vor nicht allzu langer Zeit Ihr Vorhaben „DHL Delivery“ wieder über Bord geworfen, da nicht rentabel und auch auf Druck der Gewerkschaft u.sicherlich auch der Aktionäre, die der Post gehörig auf die Finger schaut. DHL ist mit keinem Subunternehmen vernetzt. Hier irren Sie sich. Was die Dienstleistung v.DHL betrifft, so stimme ich Ihnen im vollen Umfang zu. Die Post versucht mit ach und Krach bei DHL mehr Neueinstellungen zu erreichen um mithalten zu können. Es sind aber insbesonders GLS und andere Dienstleister die den Markt aushebeln. Die im Minilohnsektor arbeitenden sind oftmals als Scheinselbstständige beschäftigte machen hier den Knochenjob. Und darum geht es hier. rbb24 hat vor kurzen noch über die fiesen Machenschaften von GLS berichtet. Das die Scheinselbsständigen fleißiger sind liegt doch auf der Hand. Diese müssen am Tag eine bestimmte Anzahl Pakete zustellen, sonst ist nichts mit Kohle. So sieht die Realität aus.

  7. 15.

    Das hier angesprochene Problem betrifft ja nicht die Deutsche Post sondern den Paketdienstleister DHL , ein Unternehmen der Post. Dort werden selbstverständlich auch Subs eingesetzt, wenn ein hohes Aufkommen an Paketen ist. Im Fernverkehr werden nur Subs eingesetzt. Das mit der ordentlichen Bezahlung stimmt, erhöht aber nicht unbedingt den Fleiß. Geklingelt wird nicht(bin am Tage zu hause ),Zettel schreiben geht Schneller und die Sendung landet in der Packstation oder bei einem Partner der Post. Bei den Einschreiben die ich ab und zu bekomme ist das zu 99 %der Fall.Da sind die unterbezahlten
    Mitarbeiter der anderen Paketdienstleister wesentlich fleißiger , was auch unsere im Haus lebende Rentnerin, die im allgemeinen die Pakete annimmt, bestätigen kann.Aber so ist das in der Welt des Onlinehandels, der eine hat es bequem, der andere muss schindern .Wird auch durch die Generation Smartfohn wohl noch wesentlich mehr werden und sich nicht
    ändern.

  8. 14.

    Sehr richtig dargelegt. Bedauerlicherweise gibt es nicht viele im Onlinehandel, die verschiedene Liefer-Dienstleister dem Kunden anbieten und selbst entscheiden lassen.

  9. 13.

    Solchen rotzfrechen Lohnbetrügern muss schleunigst das Wasser abgegraben werden. Vor allem deren Dienstleistungsverträge als nichtig erklärt werden. Probleme enstehen für den Betroffenen immer dann, wenn er finanziell so in der Klemme sitzt, dass er sich von den Betrügern auch noch um die erforderlichen Lohn- und Stundennachweise bringen lässt. Dann hat er nämlich nicht mal einen gerichtsfesten Nachweis und geht leer aus. So geht das nicht weiter.

  10. 12.

    Die oft gescholtene Post mag zwar unheimlich schwerfällig sein, was die Flexibilität der Zustellung und den Begleitservice angeht, was das Arbeitsentgelt angeht, ist sie Vorbild. Das Entgelt ist auskömmlich und soweit da eine Spirale nach unten zu verzeichnen ist, liegt das an der halbseidenen Kalkulation kommerzeller Lieferdienste.

    All das war bekannt und dazu hätte man kein Prophet sein müssen, senerzeit, als der bitterböse, makabre Witz kursiere, was der letzten Postminister, Christian Schwarz-Schilling denn in seinem Büro mache - Er erledigt die Post.

    Kein Hohelied auf die Post ...

    ... nur der Gedanke, dass viele Wege aus einer betulich gewordenen Organisation herausfinden können.

  11. 11.

    Zu Ihrer Information, die DPAG sprich Post, beschäftigt keine Subunternehmen. Die Post zahlt brav den Mindestlohn. Beschäftigte erhalten allerdings nur noch befristete Arbeitsverträge. Wogegen Verdi leider bisher vergeblich vorgeht. Die schwarzen Schafe sind woanders zu suchen. GLS, Hermes und ja auch Amazon sind daran beteiligt. Den Subunternehmen sind in Deutschland mittlerweile Tür und Tore weit geöffnet. Die Politik schaut geflissentlich darüber hinweg. Da wird betrogen was das Zeug hält. Auch in Subunternehmerischen Handwerksbetrieben läuft das schon so.

  12. 10.

    Outsourcing ist die beste, einfachste, billigste und genialste Methode um Verantwortung abzuwälzen und trotzdem richtig gut dran zu Verdienen. Outsourcing klingt so elegant und toll, dabei ist es nichts anderes wie die Arbeit und die Verantwortung für gesittete Arbeitsverhältnisse, Steuern- und Sozialabgabenzahlung einem Subunternehmer aufs Auge zu drücken. Am besten noch einem Sub-Subunternehmer, damit auch die letzte Spur verwischt wird. Dieses System wird - nicht nur in der Zustellerbranche - seit Jahren hunderttausendfach systematisch für Arbeitnehmerausbeutung, Steuerhinterziehung und Sozialabgabenhinterziehung missbraucht. Und wird dann noch abgebrüht und frech "flexible moderne Arbeitswelt" betitelt. Schön wäre, wenn das heute in der Abendschau ggf. so klar benannt wird.

  13. 9.

    Keine Aufregung!
    Herr Minister Heil hat nach xx-Jahren der Großen KOalition ja schon einen Plan!

  14. 8.

    Die gelbe Post ist eine seriöse Alternative, Sie können Sie nur selten auswählen. Früher konnte man bei einigen Versandhändlern am Ende der Bestellung den Versanddienstleister auswählen. Ich weiß nicht, ob es noch so ist. Bei Amazon geht das natürlich nicht.

  15. 7.

    Die geschilderten Vorgänge sind gängige Praxis in Branche!

    Das NDR Magazin Panorama hat bereits am 28.06.2017 über die Zustände bei Hermes berichtet. Inzwischen gibt es zahlreiche weitere Berichte. Im Internet gibt es Foren und Rubriken wo Subunternehmer und Fahrer hundertfach detailliert über die Ausbeutung von Kurierfahrern berichten. Man kommt zu dem Schluss: Ausbeutung von Subuntnehmern bzw. dort Tätigen ist das Geschäftsmodell von Hermes.

    Danke an die rbb-Redakteure dass hier explizit Firmennamen genannt werden. Weiter so.

    Der Arbeitsminister Heil will nun endlich gesetzlich dagegen vorgehen; zufällig in der Zeit vor Wahlen. Gesetzgebungen ohne Schlupflöcher gegen diese systematische Arbeitnehmerausbeutung sind seit Jahren überfällig. Lieber rbb, bitte genau beobachten wer hier wirklich etwas gesetzlich umsetzt und wer faule gesetzliche Kompromisse auftischt und darüber berichten.

  16. 6.

    O,wie ich sehen geht es um Hermes,ich hab da auch mal gearbeitet,auch ein Subunternehmer,man war den ganzen Tag unterwegs und am besten noch nach Zeit und bloß alle Pakete los werden und verdient hast du nen Apel und ne ei,war heftig,die Bezahlung ist dort genauso schlecht wie in der Pflege und da hat man sehr viel Verantwortung dem Menschen gegenüber und die da oben reden nur,wenn es mal eine Erhöhung gibt,merkt der kleine Mann eh nix davon,was ich sehr sehr schade finde und sich auch nicht ändern wird.

  17. 5.

    Der moderne Sklavenhandel scheint auf dem Vormarsch zu sein. Wenn die Politik unfähig ist, dieses " Verbrechen " nicht zu unterbinden, müssen die Verbraucher handeln.
    Kauft nicht bei Firmen, die auf Kosten der Paketfahrer, Ihre Waren verschicken.

  18. 4.

    In der Zustellbranche werden Arbeitnehmer seit Jahren systematisch ausgebeutet. Dringend notwendige Gesetzgebung zum Schutz von Arbeitnehmern wird nicht vorgenommen. Weil wie so oft Politik für Konzerne und gegen kleine Selbstständige und Arbeitnehmer gemacht wird.

    Die Kleintransporter hetzen durch die Stadt, sorgen für zusätzlichen Verkehr, behindern den fließenden Verkehr, parken die für die Verkehrssicherheit wichtigen Ecken zu. Damit Menschen Unterhosen und Socken für 9,90 Euro bekommen und noch zweimal umsonst umtauschen können.

  19. 3.

    Der angebliche Wohlstand ist leider auf Lohndumping und auf das Ausnutzen anderer Länder aufgebaut.

  20. 2.

    Die großen Lieferdienste wissen ganz sicher dass die Arbeitnehmer in den Subunternehmen die Arbeit in der regulären Zeit zu gesetzlichen Stundenlöhnen unmöglich schaffen können. Aber es ist ihnen egal. Wer intensiv recherchiert wird feststellen dass es seit Jahren jeden Monat Medienberichte und Gewerkschaftsberichte mit konkreten Fakten über die Ausbeutumg von Arbeitnehmern bei Subuntnehmern insbesondere für Zustelldienste und in der Reinigungsbrache gibt. Die Politik unterlässt es dringend notwendige Gesetze zu erlassen die diese massenhafte Sklavenarbeit unterbinden. Besonders CDU und FDP bremsen hier immer wieder. Die fehlenden Einnahmen in den Sozialkassen schaden zudem allen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern. Der zunehmende Lieferverkehr in den Innenstädten ist auch ökologisch bedenklich.

Das könnte Sie auch interessieren