Ausflügler mit Fahrrädern steigen aus einem Regionalzug aus. (Quelle: rbb)
Video: Brandenburg aktuell | 30.05.2019 | Peter Huth | Studiogespräch | Bild: rbb

Bündnis warnt vor Überlastung an Pfingsten - Pro Schiene fordert mehr Regionalzüge an Wochenenden

Feiertag, Sonnenschein - die Berliner wollen raus aufs Land, die Brandenburger vielleicht in die Stadt. Und die Regionalzüge sind dann überlastet - so warnt die Allianz Pro Schiene und fordert, an Wochenenden und Feiertagen mehr Züge einzusetzen.

Wenn an den Feiertagen mit gutem Wetter zahlreiche Ausflügler mit Fahrrädern in die Regionalzüge drängen, kann es eng werden. Der Bündnis Allianz Pro Schiene fordert deshalb, dass der Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg an Wochenenden und Feiertagen besser aufgestellt wird.

Sprecher Hans Leister sagte am Donnerstagabend im rbb, dafür könnten vorhandene Zugkapazitäten genutzt werden. An Wochenenden und Feiertagen stünden in manchen Regionen ganze Züge ungenutzt herum. Diese könnten aber bei zu erwartenden hohen Fahrgastzahlen für eine Entlastung sorgen. Hier sei der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg gefragt.

Am Wochenende andere Strecken nötig als im Pendlerverkehr

Leister warnte, am kommenden Pfingstwochende könne es wie nun zu Himmelfahrt zu einer Überlastung vieler Regionalzüge kommen. "Immer, wenn schönes Wetter ist und Brückentage sind, dann ist richtig viel los", so der Pro-Schiene-Sprecher.

Auch an Werktagen würden mehr Züge gebraucht, so Leister. Die Züge an den Wochenenden müssten aber auf anderen Verbindungen als den Pendlerstrecken eingesetzt werden. Zudem könnten Bahnsteige verlängert und damit auch längere Züge genutzt werden. "Die Diskussion beginnt aber leider erst", sagte Leister.

Das Land Brandenburg will in diesem Jahr knapp 46 Millionen Euro in den öffentlichen Personennahvekehr stecken. So soll es künftig zusätzliche Züge und mehr Doppelstockwaggons geben. Neben dem Regionalbahnverkehr soll das Geld auch in Busverbindungen fließen.

Kommentar

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23 Kommentare

  1. 23.

    Mit dem SUV im Zug?
    Ich habe den Kommentar anders verstanden, die Radfahrer sollen die Züge verlassen, damit es keinen Engpässe für Passagiere mehr gibt, schließlich können sie Radfahren. Was hat das mit Radwegen oder SUVs zu tun?

  2. 22.

    Zu blöd, dass ausgerechnet zu Pfingsten die Trasse bei Waren gesperrt ist, und die Rückreise aus Rostock nun mit 3-mal Umsteigen incl. SEV und 44 min. Standzeit in Löwenberg von statten gehen soll. SEV und Fahrrad wird ja wohl auch nicht klappen oder, liebe Bahn?

  3. 20.

    Ich würde Ausschlusszeiten von 6 bis 9 Uhr und von 15 bis 18 Uhr festlegen. Das ist ungefähr die Stoßzeit und lässt sich zudem einfach merken. Bei den S- und U-Bahnen innerhalb des Ringes in Berlin darüberhinaus ganztägig.

  4. 19.

    Ich bin kein Eisenbahner, sondern Fahrgast.
    Und als Fahrgast weiß ich eben, dass tatsächlich Regionalexpresszüge und Regionalbahnzüge mit leuchtend gelben Aufklebern mitsamt der Züge, in denen sie sich befinden, durch die Gegend fahren. Manchmal sind´s sogar komplette Wagen, die gesperrt sind und entlang denen dann die Fahrgäste laufen müssen.

    Deshalb meine Analogie zu einem Wagenüberhang, wenn der Bahnsteig nicht lang genug ist.
    Was jetzt schon planmäßig einkalkuliert ist, aufgrund der so bezeichneten "ereignisorientierten Instandhaltung", das ließe sich ja auch ganz planmäßig einkalkulieren selbst ohne Defekt. Wenn eben der Bahnsteig nicht reicht.

    Ich sehe keinen Grund, weshalb das ausgeschlossen sein sollte.

  5. 18.

    Fahrräder raus, die können radeln. Somit wäre genug Platz im Zug.

  6. 16.

    Die Digitalisierung macht´s doch möglich: Lasst einfach die Anzeige aufleuchten, dass von den 8-Wagen-Zügen, die künftig anstelle der 5-Wagen-Züge eingesetzt werden, die vorderen drei nicht für den Ausstieg auf den Bahnhöfen ... , die hinteren drei nicht für ... nutzbar sind. - Wer die Türen erst nach Wochen repariert und die Fahrgäste jedesmal vor Überraschungen stellt, braucht ein Mitdenken bei klarer Ansage nicht unbedingt fürchten.

  7. 15.


    Und wo kommen die Personale zum Betreiben der herumstehenden Züge her?
    Sitzen oder stehen die auch irgendwo herum?

  8. 12.

    Für den Nahverkehr sind die Länder zuständig und schon seit Jahrzehnten nicht mehr der Bund. Flixtrain sollte einfach auch beim SPNV mitbieten. Dank der passenden Farbe wäre dann vielleicht auch Frau Günther interessiert und malt nicht nur Radwege in einer neuen Farbe an.

    Eine weiter unten angeregte Reservierungspflicht für Radfahrer wäre durchaus wünschenswert. Schliesslich soll das ja angeblich DAS Fahrzeug für die Verkehrswende sein. Warum fahren die dann in den RE, aber auch auf viel kürzeren Strecken in der S- und U-Bahn mit?

  9. 11.

    Nicht die Bier-Pfandflaschen vergessen, die von einer Waggonseite zur nächsten rollen, sammelt man fleißig, kommt ein Taschengeld zusammen!

  10. 10.

    Es gibt einen RE3, der an Wochenenden um 5:50 Uhr in Halle (Saale) Hbf losfährt und um 11:43 in Stralsund Hbf ankommt (Im Moment natürlich nicht wegen der Bauarbeiten in Teltow). An den Stationen im Berliner Raum hält der Zug so zwischen 8:00 und 9:00 Uhr, also grade zur richtigen Zeit für den Start für einen Tagesausflug.

    Diese Frühverbindung von Halle (Saale) nach Berlin und weiter gen Norden gibt es schon recht lange – auch schon, als noch der RE5 nach Lutherstadt Wittenberg fuhr.

  11. 9.

    Wenn ich für so wenig Geld so viel Spaß habe, dann muss sich doch niemand beschweren. Ich muss mir unbedingt auch ein Ticket für solch ein Event besorgen., dann hab ich am Wochenende mal wieder richtig Spaß.

  12. 8.

    Klar, Radfahrer stören eh nur. Solche tollen Fahrradverleihs gibt’s sogar an Orten ohne Bahnhof, wohin man wunderbar mit dem Auto kommt. Ein bißchen mehr Asphalt für bequeme Straßen, dann lockt auch bald keine Natur mehr die Berliner ins Umland. Und dann haben Sie, liebe/r CD, endlich Ihre Ruhe in den Zügen!

  13. 7.

    Ich finde die Wochenendevents bei der Bahn „total witzig“. Für so „wenig“ Geld, so viel Spaß: - Massenkuscheln in vollen Zügen und Schienenersatzverkehrbussen, Konditionstraining und Rätsel beim Bahnsteigwechsel, Geschicklichkeitsspiele beim Überwinden von Gepäck, Gepäckfach- Tetris, Aufmerksamkeitsübungen und Hörtests- wenn bei Bahnsteigdurchsagen ein Zug einfährt, Abhärtung in Waggons mit zuviel oder zu wenig Klima, lustiges Kennenlernen beim gemeinsamen Warten auf den nächsten Zug in zwei oder mehr Stunden, weil man dem Anschlusszug gerade noch hinterherwinken durfte. Nicht zu vergessen- das Blasentraining, weil die Toiletten defekt sind.
    Und dann noch das Glücksgefühl, wenn man das Wochenende erwischt hat, wo man in sauberen Zügen sitzend und total nach Plan sein Ziel erreicht. Das soll öfter vorkommen, als man denkt.

  14. 6.

    Die Züge sind zwar gut und schön aber es fehlt an Bahnhöfen, wann bekommt der süd-westliche Teil Spandau z.B. einen S- oder Fernbahnhof? Und was heißt hier am Wochenende? Es gibt Menschen die vollen um 3 Uhr Morgens zur und 23 Uhr abends von der Arbeit nach Hause. Die langeweile Ausflügler brauchen keine Züge für ihre Fahrräder. Die können radeln.

  15. 5.

    lieber RBB
    Hinterfragt doch mal
    Warum immer mehr Regionalzüge beschafft werden, die miteinander/untereinander nicht kompatibel austauschbar sind.
    Während bei Leipzig ein kompletter Güterbahnhof voll mit abgestellten auf Reaktivierung oder Verkauf wartender Personenwagon sein soll. Gleichzeitig wird weiterhin ein RAW nach dem anderen abgewickelt.
    dieses Gerät gehört nicht der DB sondern dem Staat also uns und wir brauchen es.

  16. 4.

    Es hat niemand die Absicht einen funktionierenden Nahverkehr zu errichten.
    Ihr Bundesverkehrtministerium

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