Der Schriftzug des Wohnungsunternehmens Vonovia steht auf dem Wagen eines Vonovia-Mitarbeiters, der vor einem Mietshaus parkt (Quelle: DPA/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa

Steigende Mieten, Zukäufe im Ausland - Vonovia steigert Gewinn und erhöht Prognose für 2019

Deutschlands größter Immobilienkonzern vermeldet für das erste Quartal des Jahres einen deutlichen Gewinn - mehr als 300 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern. Unter anderem Dank steigender Mieteinnahmen. In der Region hat Vonovia Zehntausende Wohnungen.

Steigende Mieten und die Zukäufe im Ausland haben Deutschlands größten Immobilienkonzern Vonovia im Auftaktquartal deutlich mehr Gewinn eingebracht. Zudem profitierte das Unternehmen mit 350.000 Wohnungen, von denen 43.000 in Berlin und Brandenburg liegen, von geringeren Kosten bei der Bewirtschaftung der Wohnungen.

In den ersten drei Monaten 2019 erhöhte sich das operative Ergebnis im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 303,6 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Bochum mitteilte.

Durchschnittlich sind Vonovia-Mieten sechs Prozent gestiegen

Die Mieteinnahmen stiegen im ersten Quartal bei einem weiterhin geringen Leerstand um ein Fünftel auf 505 Millionen Euro. Die durchschnittliche Miete erhöhte sich auf 6,56 Euro pro Quadratmeter - das waren etwa sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, im ersten Quartal 2018 lag die durchschnittliche Vonovia-Miete bei 6,18 Euro. Gleichzeitig steckte Vonovia mit 242 Millionen Euro rund 75 Prozent mehr in Modernisierung und Neubau. Der Überschuss erhöhte sich um fast 60 Prozent auf 201 Millionen Euro.

Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr hob Vonovia aufgrund der "dynamischen Entwicklung" im deutschen, österreichischen und schwedischen Wohnungsmarkt leicht an. Das Unternehmen peilt nun für 2019 ein operatives Ergebnis in Höhe von 1,17 bis 1,22 Milliarden Euro an. Bislang war Vonovia für das laufende Jahr von 1,14 bis 1,19 Milliarden Euro nach 1,13 Milliarden Euro im Vorjahr ausgegangen.

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Antwort auf [Kap] vom 07.05.2019 um 16:45
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16 Kommentare

  1. 16.

    Wenn die Wohnungen einer städtischen Firma gehören ist das nicht gleich Sozialismus! Oder finden Sie die BVG sozialistisch? Die Daseinsfürsorge wie Müll, Telefon, Strom, Wasser, Wohnung usw sollte nicht den profitgierigen Investoren gehören.

  2. 15.

    .... Volk an die Aktien....aber ganz schnell! Das ist Volkseigentum!

  3. 14.

    Das derzeitige Wirtschaftsmodell wird von einer großen Mehrheit der Wahlbürgerinnen und Konsumentinnen unterstützt. Entgegen lautstarker Proteste und Meinungsäußerungen bei Umfragen möchten wir es mehrheitlich günstig und bequem haben. Wir sind persönlich nicht bereit uns einzuschränken. Obwohl die Medien voll sind mit wissenschaftenlichen Warnungen dass es so nicht weitergehen kann boomen große Autos, Flugreisen und Kreuzfahrten sowie der Fleischkonsum. Wir wählen Politiker und Parteien die Raubtierkapitalismus auch beim Wohnen und Kriegswaffenlieferungen an Diktaturen fördern und genehmigen.

  4. 13.

    Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden, machen es sich aber sehr einfach, indem Sie alles als Krise bezeichnen und alle Krisen auf das jetzige Wirtschaftssystem schieben.

    Natürlich muss auf den Wohnungsmarkt regulierend eingegriffen werden, aber ganz sicher nicht durch Enteignung.

    Man kann auch nicht immer alles auf den Staat abwälzen, auch wenn man das sein Leben lang gewohnt war. Eigeninitiative würde viele Krisen abwenden oder zumindest eindämmen.

  5. 12.

    Die 4 bis 8TEUR rechnen Sie mir mal vor bitte. Ein Miethaus wirft nicht soviel ab wie Sie denken.... unglaublich. Normale private Vermieter können von einem normalen Haus alleine nicht leben.

  6. 11.

    Wohnen ist ein Menschenrecht & keine Berreicherungsmaschine für eine Minderheit der Gesellschaft. So sollte es jedenfalls sein.

    Und das derzeitige überlegene Wirtschaftsmodell produziert überall verheerende Krisen: Klimakrise, Ernährungskrise, Migrationskrise, Militarismus, Armut ect. Wie blind, oder egoistisch muss Mann eigentlich sein um die bestehenden Verhältnisse zu verteidigen?

  7. 10.

    Im Text steht 505.000.000 € Mieteinnahmen im ersten Quartal. Das bedeutet wohl, dass die 505.000.000 € Mieteinnahmen mal 4 genommen werden müssen.

    Beste Grüße

  8. 9.

    Und wieder eine Rechtfertigung für das Mietenvolksbegehren. "Mieter zahlen für Aktionäre" wäre eine passende Überschrift.

  9. 8.

    Gut, wenn man bei Zeiten Aktien gekauft hat. Die Wertschöpfung wird absehbar kein Ende haben, auch wen viele von post-kommunistischen Verhältnis träumen.

  10. 7.

    Hatten wir diese Enteignung nicht schon mal in Form von volkseigenen Betrieben? Zum Glück sind diese Zeiten vorbei, denn dass sie nicht tragfähig war, hat die DDR bewiesen.

    Enteignung ist nur die 1 m-Lösung, die in den Abgrund führt.

  11. 6.

    Steigende Mieten, mehr Gewinn. Na die Aktienbesitzer und Politiker wird es freuen.

  12. 5.

    Was erwartet man denn von diesem Unternehmen?
    Vonovia ist ein internationales Kapitalunternehmen das mit zahlreichen Juristen die vorhandenen Gesetzgebungen bestmöglichst ausnutzt um eine größtmögliche Rendite zu erzielen. Soziale Gesichtspunkte werden dabei kaum berücksichtigt. Wer bezahlbares Wohnen als Grundrecht sieht muss die Gesetze ändern. Wenn ich ein Mietshaus oder Aktienfonds hätte, würde ich auch lieber jeden Monat 8.000 statt 4.000 Euro netto im Portemonnaie haben. Da sollte man doch mal ganz ehrlich sein.

  13. 4.

    Kann bitte auch enteignet werden!

  14. 3.

    Der Billionen-Dollar und Euro-Investor BlackRock ist größter Anteilseigner bei den drei wichtigsten privaten Wohnungsunternehmen Vonovia AG, Deutsche Wohnen AG und LEG AG. Der Mieterbund Nordrhein-Westfalen wirft den Konzernen, die zusammen rund 700.000 Wohnungen besitzen, "rüde Methoden, Mietwucher und Tricksereien am Rande der Legalität" vor. Für all das trage Friedrich Merz als Aufsichtsratschef von BlackRock eine Mitverantwortung, so der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes in NRW, Hans-Jochen Witzke. (ZDF-Frontal 21, 24.11.2018) Ganz knapp wurde dieser Herr Merz nicht zum CDU-Vorsitzenden der CDU gewählt. Einflussreiche CDU-Kräfte wie Wolfgang Schäuble und auch die FDP werben aber weiter für Merz. - Die deutschen Mieter und Arbeitnehmer müssen endlich erkennen wer ihre Interessen vertritt! Viel zu viele Mieter und Arbeitnehmer sowie Rentner wählen nicht oder gegen ihre eigenen Interessen. Hier sollte mehr Hintergrundgeschehen veröffentlicht werden.

  15. 2.

    ..auf Kosten der Mieter, Mieterhöhung aller 2 Jahre durch Fantasie Angaben zB. Höherstufung der Wohnlage-aufpassen ! --und nach akt. Wohnlagenkarte des Stadtbezirks prüfen, dies stimmt meistens nicht überein und wird zu hoch eingestuft->Widerspruch einlegen ! Ebenso jedes Jahr neue Modernisierungen zB: Neue Leitung Für Kabelanschluß/neue Multimediadose/Wechsel der Kabelanbieter; Ersetzung Heizanlage/Erneuerung Heizventile; Anbringung Rauchmelder etc. jedes Jahr lassen die sich was neues einfallen um die Miete zu erhöhen, aber auf einen Handwerkertermin wartet man Wochen bevor einer kommt- bei einem Wasserrohrbruch Nachts kommt eh keiner aus dem Bett vom Notdienst-da luft stundenlang das Wasser durch die Etagen- alles selbst erlebt-Wartezeiten am Telefon unterirdisch- was für ein Vermieter, der darf stolz sein..und es ändert sich nichts!!

  16. 1.

    Da stimmt was mit den Zahlen nicht: 505.000.000 € Mieteinnahmen im Jahr bei 350.000 Wohnungen.
    1.443 € Mieteinnahme/ Jahr pro Wohnung?

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