Eine Kellnerin trägt zwei Gläser auf einem Tablett (Quelle: DPA/Caroline Seidel)
Bild: dpa

Hotels und Gastsstätten in Brandenburg - Gewerkschaft fordert mehr Mindestlohn-Kontrollen

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert mehr Mindestlohn-Kontrollen in Brandenburger Betrieben. Im vergangenen Jahr seien 2.284 Arbeitgeber im Land auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung kontrolliert worden - darunter 394 Betriebe des Gastgewerbes.

In jedem achten kontrollierten Hotel oder Restaurant deckten die Zöllner einen Verstoß gegen den gesetzlichen Mindestlohn auf, wie die Gewerkschaft am Sonntag mitteilte. Die NGG berief sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.

Die Quote bei Mindestlohn-Tricksereien lag danach im Schnitt aller Branchen in Brandenburg bei 6,5 Prozent, so die NGG. "Die Zahlen zeigen, dass noch immer zu viele Gastronomen und Hoteliers den gesetzlichen Mindestlohn unterlaufen", teilte NGG-Vorsitzender Guido Zeitler mit. Nach Informationen der Gewerkschaft kontrollierte der Zoll 2018 nur 6,8 Prozent aller Hotels, Pensionen und Gaststätten in Brandenburg. Es sei gut, wenn die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr Personal bekomme, so Zeitler. Das müsse dann aber vor allem zu einer höheren Kontrolldichte führen, um schwarzen Schafen wirksam das Handwerk zu legen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.05.2019, 7 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Lohn und Trinkgeld, deswegen ist ja in Trinkgeld-Branchen die Bezahlung niedriger, klaut der Arbeitgeber das Trinkgeld muss es natürlich Mindestlohn geben, aber ich sehe nicht ein dem unsichtbaren Chef ein Trinkgeld zu zahlen. Das haben sie nun vom Überregulieren! Also gibt's nix mehr oder ich geh zur Currywurst um die Ecke, da weiß ich wer da arbeitet.

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