Das Logo des Streamingdienstes Netflix wird auf einem Smartphone angezeigt. (Foto: imago/Thomas Trutschel)
Bild: imago/Thomas Trutschel

Zusätzliche Stellen angekündigt - Deutschland-Team von Netflix zieht nach Berlin

Netflix verlegt sein Deutschland-Team im Herbst 2019 von Amsterdam nach Berlin. Das berichtete der Mediendienst dwdl.de am Donnerstag. So wolle das US-Unternehmen mit dem lokalen Standort näher am deutschen Markt sein und "Partnerschaften vertiefen", sagte Kelly Luegenbiehl, Vice President of International Originals EMEA. In London und Madrid hat der Streaming-Dienst bereits solche Büros, in Paris ist eines geplant.

Gegenüber dwdl.de erklärte Luegenbiehl: "Angesichts unseres wachsenden Volumens deutscher Originalinhalte ist jetzt der richtige Moment, noch näher an diese Community zu rücken. Wir sind überzeugt, dass uns ein Netflix-Büro in Berlin bei der weiteren Integration in Deutschlands kreative Community helfen wird." Der Streaming-Dienst freue sich in den nächsten Jahren noch mehr "aufregende Inhalte" zu entwickeln.

Neue Jobs für Berlin?

Neben den Programmverantwortlichen für Originals, Koproduktionen und Lizenzeinkäufe sollen zudem die Mitarbeiter für Produktionsmanagement, Marketing und PR in die deutsche Hauptstadt umziehen. Zusätzliche Stellen sollen in Berlin auch besetzt werden. Wann der Umzug stattfindet, hänge von der passenden Immobilie ab, sei aber im kommenden Herbst nach der Einschätzung von Netflix realistisch.

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8 Kommentare

  1. 8.

    Ach ja, die üblichen anti-amerikanischen Beißreflexe.
    Sie regen sich darüber auf das Netflix (und andere US-Firmen) keine Steurern zahlen? Zum einen können sie das bei Netflix nur vermuten und nicht wissen. Zum anderen machen die Firmen nichts anderes, als die hochkomplexe deutsche und EU-Steuergesetzgebung auszunutzen. Und das ist absolut nicht illegal. Es handelt sich hier um Firmen die Umsatz erwirtschaften müssen und keine altruistischen Vereinigungen. Und wenn die EU eben Modelle wie sie Amazon benutzt zulässt, dann ist das Schuld der EU und nicht die von amazon.

    Prime/Netflix und Konsorten bringen Filme und Serien für jeden Geschmack auf den Markt. Etwas, das den Deutschen bisher noch nicht mal im Ansatz gelungen ist. Davon abgesehen hält die deutschen Firmen ja niemand auf, im Ausland präsent zu sein.

  2. 7.

    Und vor allem unrealistisch und der TV-Kommissar fährt in den Serien einen Neuwagen im 70.000 Euro Segment, nennt man das Schleichwerbung?

  3. 6.

    Ja, Entertainment können wir nunmal nicht so gut wie Amis ;-) Bei uns muss alles realistisch und sozialkritisch sein. Als ob ich davon nicht schon im echten Leben habe...

  4. 3.

    Die deutschen Anbieter können doch genauso im Ausland antreten, ihre vielgelobten Problemkino-Highlights in den USA oder sonst wo ausstrahlen. Will nur keiner sehen.
    Wenn man es genau nimmt sind alle Firmen die nicht in Berlin/Brandenburg Steuern zahlen für unsere Region wirtschaftlich schädlich! Also wo will man anfangen zu meckern?
    Netflix und Amazon sind die einzigen Film/Serien-Anbieter, wo der Zuschauer etwas geboten bekommt und das für faire Abo-Preise. Und alles ohne störende Kündigungsfristen, einfach Mitgliedschaft aus der Bezahlmethose online löschen, und fertig. Das ist 21. Jahrhundert. Statt zu meckern, genauso machen, dann klappt es auch bei der deutschen "Konkurrenz".

  5. 2.

    Bleibt bloss, wo Ihr seid, Ihr seid nicht willkommen hier! Es gibt schon genug US-Unternehmen, die in Deutschland keine Steuern zahlen und die Infrastruktur zerstören.

  6. 1.

    Ja - wir brauchen Netflix unbedingt hier in Berlin für keine Steuern, aber für Fördergelder, die Netflix für die Gründung hier bestimmt bekommt.
    Dass der Name des Vice-blablabla mit Luegen(..) beginnt, finde ich genial.
    Die residieren bestimmt in bester Lage, zahlen null Steuern und Abgaben - aber sind dann hier in Berlin - TOLL.

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