Mietroller vor einem "Jelbi"-Logo (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Video: Abendschau | 11.06.2019 | Susanne Bruha | Bild: dpa/Britta Pedersen

Viele Anbieter, eine App - BVG will mit "Jelbi"-App Mobilität in Berlin vernetzen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben am Dienstag ihre neue Mobilitätsapp "Jelbi" in Betrieb genommen. Auf ihr sind verschiedene Anbieter vernetzt - außer der BVG auch Leihräder, Mietroller, Taxen und bald auch E-Scooter.

Angebot zunächst begrenzt

Auf dem Display ihres Smartphones können die Nutzer auf einen Blick erkennen, welche Verkehrsmittel sich in ihrer Nähe befinden und bei Bedarf online Fahrscheine kaufen oder Autos, E-Scooter sowie Fahrräder reservieren und buchen.

Zunächst ist das Angebot aber noch begrenzt. Die großen Car-Sharing-Anbieter DriveNow und Car2Go sind vorerst allerdings nicht dabei. Im Sommer soll dafür das Angebot des Berlkönig und Taxi Berlin in die App integriert werden. Schrittweise würden dann andere Mobilitäts-Anbieter folgen. Laut BVG haben bereits 25 Firmen Interesse bekundet, in die App aufgenommen zu werden.

Die App soll Routenplanung, Reservierung und Bezahlung für alle angebotenen Mobilitätsdienste vereinen und sich auf das Stadtgebiet konzentrieren.

Ausleihe auch an festen Stationen

Außerdem soll es laut BVG berlinweit feste Stationen geben, an denen Fahrzeuge direkt vor Ort ausgeliehen werden können. Ein neuer Standort wird am Dienstag in der Nähe des S- und U-Bahnhofs Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg eröffnet. Davor war die bisher einzige Jelbi-Station in Kreuzberg am U-Bahnhof Prinzenstraße zu finden.

BVG-Chefin Siegrid Nikutta sprach von einem "Meilenstein". Die Mobilität in Berlin sei so vielfältig wie in keiner anderen Stadt und die Herausforderungen seien enorm. Die BVG sehe ihre Aufgabe darin, die Mobilität der Zukunft zu orchestrieren, so Nikutta.

Sendung: Abendschau, 11.06.2019, 19:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Die App erscheint nicht automatisch, wird aber gefunden, wenn JELBI als Begriff eingegeben wird und danach mit der Lupe/Suche gesucht wird.

  2. 3.

    Ich würde dies ja gerne testen und ich halte dies auch für eine sehr gute Überlegung der BVG, aber im APP STORE von APPLE kann ich die Version JELBI for iOS leider noch nicht finden.

    Peter Cornelius
    Vorsitzender des Landesverbandes Berlin-Brandenburg des Fahrgastverbandes PRO BAHN e.V.

  3. 2.

    Bevor die sich mit anderen Kram befassen, sollen die die Fahrinfo-App erst einmal in Ordnung bringen. Ich stand gerade erst wieder in Jungfernheide vor einem defektem Aufzug, den die App nicht kannte.

  4. 1.

    Bisher sind ALLE Angebote uninteressant, da sie sich immer nur auf die Ortsteile innerhalb des S-Bahnringes stürzen und die Berliner, die außerhalb wohnen, völlig ignorieren. "Sie befinden sich außerhalb unseres Geschäftsgebietes." Danke! Ist vielleicht schon mal jemandem aufgefallen, dass dort, wo alle 300 m eine U- oder S-Bahn fährt, gar kein dringender Handlungsbedarf besteht?

    Dass aber viele Ortsteile in Berlin nur schlecht (Köpenick) an den ÖPNV angebunden sind und wohl dauerhaft schlecht angebunden bleiben werden, da vom RRG-Senat grundsätzlich keine neuen U- und S-Bahnlinien und Regionalbahnhöfe gebaut werden, ist wohl noch keinem aufgefallen.

    Im Ortsteil Oberschöneweide z.B. gibt es keinen einzigen S-Bahnhof, keinen U-Bahnhof und keine Regionalbahnanbindung - nur Tram. Aber bald 19.000 Studenten der HTW, bald 37.000 Union-Fans im Stadion, 17.000 Musikfans in der Parkbühne Wuhlheide, Zehntausende Besucher des FEZ Wuhlheide und 22.000 Einwohner ohne guten ÖPNV.

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