Katrin Lompscher (Linke), Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen (Quelle: imago/Christian Mang)
Video: Abendschau | 06.06.2019 | Interview mit Katrin Lompscher | Bild: imago/Christian Mang

Reaktionen auf Mietendeckel - Die Branche zürnt, doch Lompscher bleibt hart

Nach der Ankündigung des Senats, die Mieten für fünf Jahre zu deckeln, läuft die Branche Sturm. Einen "Klassenkampf" befürchtet der Grundeigtümerverband, die Aktien sind im Sinkflug - doch Wohnungsbausenatorin Katrin Lompscher bleibt bei ihrem Plan.

Die Absicht des Berliner Senats, die Mietpreise in der Hauptstadt ab 2020 für fünf Jahre gesetzlich einzufrieren, versetzt die Immobilienbranche in Aufruhr. Der Eigentümerverband Haus und Grund beklagt eine erhebliche Verunsicherung unter den privaten Eigentümern.

Es sei keinesfalls notwendig, alle Mieten in Berlin zu deckeln - die Forderung lasse jedwede Differenzierung vermissen und sorge für ein investitionsfeindliches Klima in der Stadt, heißt es in einer Presseerklärung des Verbandes vom Donnerstag [externer Link]. Haus und Grund sieht im Mietendeckel einen "unverhohlenen Klassenkampf gegen kleine und mittelständische Eigentümer".

Lompscher hält an Mietendeckel fest

Trotz der Kritik will Wohnungsbausenatorin Katrin Lompscher (Linke) an ihrem Plan festhalten. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle bis zum Sommer stehen, sagte Lompscher am Donnerstag dem rbb. Die Kritik der Immobilienwirtschaft wies Lompscher zurück: Zum einen seien Neubauten "explizit ausgenommen", sagte sie in der rbb-Abendschau. Auch seien Regelungen für Modernisierungen vorgesehen. Zudem werde es eine Härtefallregelung geben, um auszuschließen, dass jemand wegen eines Mietmoratoriums sein Gebäude nicht mehr wirtschaftlich betreiben könne, sagte die Senatorin.

"Alle Vermieter werden über einen Kamm geschoren"

Dass die geplanten Regelungen viel zu undifferenziert seien, sieht auch die Industrie- und Handelskammer so. Unabhängig von Lage, aktueller Miethöhe und Zustand der Immobilie würden alle Vermieter unterschiedslos über einen Kamm geschoren, erklärte IHK-Chefin Beatrice Kramm [ihk-berlin.de]. Der Verdacht liege nahe, dass es "eher um den politischen Effekt als um echte Entspannung auf dem Berliner Wohnungsmarkt" gehe.

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen hält den Mietendeckel indes für verfassungsrechtlich höchst bedenklich. Wichtiger für die Mieter sei das Erschweren der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, ein Kündigungsschutz von Senioren oder höhere Hürden von Eigenbedarfskündigungen, so BBU-Vorstand Maren Kern in der "B.Z.".

Deutsche Wohnen: Aktie verliert über neun Prozent

Die Aktien der in Berlin aktiven Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen und Vonovia gingen am Donnerstag auf Talfahrt. In einem positiven Marktumfeld rutschte Vonovia mit einem Minus von 4,8 Prozent ans DAX-Ende. Die Aktien der Deutsche Wohnen sackten gar um 9,2 Prozent ab (Stand: 16.45 Uhr) und waren der schwächste Wert im MDAX. Zu den Verlierern gehörten auch LEG Immobilien und ADO Properties. 

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54 Kommentare

  1. 54.

    Niemand hat bisher darüber berichtet, was die Erstellung des Mietspiegels 2019 gekostet hat. Dieser wurde von unseren Steuergeldern bezahlt und von allen Beteiligten anerkannt. Nun wird dieser einfach so von unserer sozialen Frau lombscher aufgehoben. In was für einem Land leben wir eigentlich!

  2. 53.

    Die krassen Mieterhöhungen der letzten Jahre sind "Klassenkampf"!

  3. 52.

    Die Armen... Eigentumsfeudalisten. Mir kommen die Tränen angesichts dieses sozialen Elends des Geldadels. Gibt es denn für den Pöbel nicht genug Brücken in der Stadt?

  4. 51.

    Für kleine Vermieter ist das dann so, als ob die Löhne für 5 Jahre eingefroren werden würden... Nichtmal den Inflationsausgleich zu erlauben ist schon frech.

  5. 50.

    Ja, solche kleinen Vermieter kenne ich auch. Bekannter hat sein Haus jetzt verkauft. Die finanzielle Belastung ist nicht schwer zu kalkulieren, zumal energetische Maßnahmen über Kredite kaufen müssen. Und die kfw ist ein Bürokratiemonster. Die Mieter fanden es Schade, denn es bestand zum Teil eine sehr langjährige Beziehung. Investoren können ganz anders rechnen, da sind selbst negative Einkünfte steuerlich positiv. Wenn Sie verkauft haben ist es wie eine Befreiung.

  6. 49.

    Ich bin Vermieterin - habe 36 Wohnungen. Die Durchschnittsmiete (netto kalt) liegt bei 5,62 Euro/qm - habe so gut wie keine Probleme mit meinen Mietern. Wenn der Mietendeckel kommt, werde ich das Angebot der Deutschen Wohnen annahmen und meine Wohnungen an Sie oder zu mindest über Sie als Makler verkaufen. Ich habe aufgrund gestiegender Preise es sehr schwer die Instandhaltung zu stemmen - bitte schauen Sie sich mal Baumaterial oder Handwerksleitungen heute und vor 10 Jahren an. Das packe ich nciht und kleine Mietsteigerungen.

  7. 48.

    Wenn Linke linke Politik machen, dann ist das doch normal. Dafür wurden sie gewählt und nun regieren sie. Nicht meine Politik, aber pragmatisch betrachtet muss jeder halt damit klarkommen. Wirtschaft ist den Linken nicht so wichtig, dafür staatliche Regulierungen. Frau Lompscher entspricht den Erwartungen.

  8. 47.

    Am Ende des Mietendeckels wird es eine Konzentration von Wohnraum in den "Händen" von wenigen ImmobilienFirmen geben, die schon Heute mit Legal und TaxAbteilungen mehr Geld "erwirtschaften" als jeder privateHauseigentümer.

  9. 46.

    Eine völlig unsinnige Idee! Eine unter sehr, sehr vielen von Rot-Rot-Grün!!
    Können ja gleich noch die Getränkepreise in den Gaststätten und BVG-Tickets deckeln, die sind in den letzten Jahren auch enorm gestiegen.
    Es ist doch ganz einfach: entweder man kann sich seine Wohnung leisten oder eben nicht! Auf dem Land gibt es noch viel Wohnungsleerstand. Da ja die vorgenannten Parteien so massiv auf den ÖPVN bauen, ist es doch sehr bald für alle Menschen in der Bundesrepublik problemlos möglich, bequem, bezahlbar, pünktlich und umweltgerecht von jedem Ort in Deutschland zu ihren alltäglichen Lebensgeschäften zu kommen.
    Niemand wird sich also in überfüllten und überteuerten Metropolen knubbeln müssen dank der vorausschauenden Politiker von Rot-Rot-Grün.

  10. 45.

    Das ist egal, die Wirkung reicht. Wird im Risikomanagement jetzt zu berücksichtigen sein. So funktioniert generell die Standortentscheidung von Unternehmen. Oder würden Sie in einer politisch instabilen Lage Geld anlegen? Arbeitsplätze wollen alle Kommunen haben. Manche fördern diese und manche nicht. Die Schwaben machen es gut....

  11. 44.

    Ganz einfach. Instandhaltung und die Umsetzung energetischer Vorschriften kosten Geld. Letztendlich ist eine Immobilie ständig zu warten. Wenn der Gewinn schrumpft, kann man entweder die Einnahme steigern oder die Kosten senken. Wenn die Einnahme nicht mehr gesteigert oder wenigstens an die Inflation angepasst werden kann, müssen die Kosten gesenkt werden. Also die Instandhaltung vernachlässigt werden. Der Staat schafft es nicht mal die Schulen instand zu halten.

  12. 43.

    Zweiter Versuch zu antworten. Erste Antwort ist verschütt gegangen? Beim Rückbau oder Abriss der Plattenbauten beziehe ich mich auf den Zeitraum 1990 bis jetzt. Große Teile der "Auflockerungen" sind auch nicht schlecht gelungen, aber trotzdem fand und finde ich den Abbruch so vieler Wohnungen nicht unbedingt richtig! Zu fragen nach Belege, ich glaube die ARD und sie werden bestimmt auch darüber berichtet haben. Auf Grund der 1000 Zeichen Begrenzung, habe ich in meinem ursprünglichen Post "Rotrotgrün" geschrieben und eben auch einige Sachen vermengt. Ich habe vorausgesetzt das die Themen vom Leser selber zugeordnet werden. Als Beispiel für die Abbrüche schicke ich Ihnen noch mal den Link aus meiner ersten Antwort, vom Mieterverein, zu einer größeren Abbruchmaßnahme aus dem Jahr 2013. Grüße
    https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0106/010632.htm

  13. 42.

    Ich denke man muss abwarten bis der endgültige Gesetzestext tatsächlich vorliegen wird, zu Einsicht für alle die sich dafür interessieren. Alles andere ist bis jetzt Spekulation. Und ganz wichtig wird sein ob dieses kommende Gesetz mit geltender Rechtssprechung im Einklang ist.

  14. 41.

    Investitionen in den Bestand sind unabdingbar. Als Leihe weiß man ggf. nicht, dass Neubaukosten einer Immobilie lediglich 20% der Lebenskosten der selben Immobilie darstellen (das haben die DDR oberen auch nie kapiert). Somit ist es absolut falsch gedacht, ehr gesagt total naiv, wenn man meint Investitionen in Immobilien sind ausschließlich spekulativer Natur. Es gibt Wohnungsnot die den Mietpreis nach oben treibt. Eigentümern die Möglichkeit Mietrendite zu erzielen ist absurd. Eigentümer werden dann nur noch mehr verleitet sein den Bestand auf den Eigentumswohnungsmarkt zu bringen. Das können sich nur kapitalkräftige Menschen leisten. Frau Lompschers Initiative ist absolut Asozial. Soziale Vermieter werden nun hart bestraft, da sie die Anzüge nicht mitgegangen sind (ja solche Menschen gibt es auch). Der Mietmarkt wird noch mehr Wohnraum verlieren und die Schere noch weiter auseinander gehen.

  15. 40.

    Großen Respekt an Frau Lompscher, so ruhig zu bleiben, während ihr von aufgehetzten Eigentümerverbänden Menschenrechtsverletzungen an den Kopf geworfen und andere absurde Untergangsszenarien aufgebauscht werden ("Die Axt wird angelegt an den Grundfesten der Gesellschaft").

    Ich freue mich für alle, die sich keine Sorge mehr machen müssen, dass sie sich ihre Wohnung bald nicht mehr leisten können!

  16. 39.

    Von Ihrem Kuchen möchte ich bestimmt nichts! Und Ihre Nazikeule stecken Sie mal schön weg! Das Linke-Spektrum ist immer so wunderbar im behaupten, beschimpfen.......aber wenn Links Mist baut, wird schnell vertuscht! Ich habe in der Arbeiter und Bauerndiktatur gelernt, das Demokratie mit Links nicht zu haben ist! Sie bestätigen das auch wieder sehr anschaulich! Wenn ich auf die "bösen Vermieter" eindresche und Lob vom Volk (Wählerstimmen) erwarte, kann ich nicht darauf bauen, dass die Wähler alles vergessen! Mir haben die Worte* und das privatisieren und Abreißen, großer Teile meines "Kiezes" weh getan! (Hässlich, zu Eng, menschenunwürdig) Sollte sich Ihre Nazikeule gegen den letzten Teil meines Kommentars beziehen, ist Ihre Antwort auch in der Richtung nur Feige und unpassend! Wo bleiben denn alle diese Menschen, die eine Wohnung brauchen um schnell integriert zu werden? Wer zahlt denn die Miete? Ergo ist es berechtigt, auch diesen Umstand zu Verschärfung der Wohnungsnot zu nennen!

  17. 38.

    Wenn man die Mietpreise einfriert, dann hat man am Ende des Tages den Zustand wie in der DDR. Dort waren zwar die Mieten billig, trotzdem hatte die DDR gleich mehrere Wohnungsprobleme: Es war nicht genügend Wohnraum vorhanden und der vorhandene in oft schlechter Qualität.

  18. 37.

    Welche Art von Investition meinen Sie denn? Sollte es sich um bestehenden Wohnraum drehen bin ich ganz bei Ihnen, denn, wie Ihnen sicherlich Ihre moralische Unternehmerseele schon längst geflüstert hat, ist Renditestreben und Spekulation mit selbigem unsozial und hat die Folgen, die man beispielsweise in Berlin beobachten kann. Es kann also nur gut sein, wenn sich das Kapital zweimal überlegt sein Geld weiter in Bestandswohnungen zu investieren in der Hoffnung, möglichst hohen Gewinn zu machen. Insofern ist die Entscheidung von Frau Lompscher klar als positiv zu werten. Der von der Regelung ausgenommene Neubau bezahlbaren Wohnraums jedoch ist sicher jeden investierten Euro wert. Sich hier zu engagieren ist moralisch nicht verwerflich und höchst sozial. Aber eh sich das Kapital sozial verhält lernt mein Schäferhund eher Skispringen...

  19. 36.

    Als Investor würde ich auch nicht nach Berlin gehen. Allenfalls mal kurz, aber kein längerfristiges Engagement. Dazu ist die Politik zu wirtschaftsfeindlich.

  20. 35.

    Die Bundesregierung könnte ja Wohnungen bauen aber warum macht sie das wohl nicht? Es bleibt ein Geheimnis.

  21. 34.

    Endlich wird es bald noch weniger Wohnungen geben, so dass wie in den 80ern "Abstandszahlungen" in cash fließen.

  22. 33.

    Herr Bayer - sehe nicht das (hier)jeder Vermieter gleichgesetzt wird. Allerdings kenne ich keine Eigentümervereinigung die dieser Gleichsetzung widersprechen würde. Stattdessen positionieren die sich munter im Diskurs, als sei das Interesse eines kleines Vermieters dasselbe wie das der grossen renditengetriebenen Wohnraumkonzerne /Börsenhändler. Da bräuchte es wohl eine seriöse, bessere Interessenvertretung. Das können die Mieter nicht auch noch für die Eigentümer tun. Mieter zahlen schon die anfallenden Eigentümersteuern auf ein Eigentum, das als Mieter gar nicht ihr Eigentum ist. Wenden Sie sich vertrauensvoll an die Vertreter links der FDP in der BVV Tempelhof-Schöneberg. Ich bin sicher dort finden Sie Gehör, sollte Ihre Lage tatsächlich so prekär sein, weil Sie angemessene Mieten nehmen und barrierefreies wohnen herstellen. Ansonsten geht es Ihnen wie vielen in unserer in schieflage geratenen Volkswirtschaft: Vollbeschäftigt in Lohn und Brot und trotzdem reicht der Lohn nicht.

  23. 32.

    Den „Klassenkampf“ führen diese Lobbygruppen seit langem. So konnten sie sich in den letzten Jahrzehnten das Tafelsilber von Land und Bund zu symbolischen Preisen unter den Nagel reißen. Es wird Zeit dass diesem Treiben, der Verunsicherung und Erpressung von tausenden Mieterinnen ein ein schnelles Ende gesetzt wird.

  24. 31.

    Es wird ein Eigentor werden. Die Folge wird sein, dass viele Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Da wünschen sich wohl Einige, dass diese dann per Vorkaufsrecht an landeseigene Wohnungsbaugesellschaften gehen, was in der Masse aber nicht möglich sein wird. Ab 2020 gilt in Berlin zudem die Schuldenbremse...

  25. 30.

    Eine kleinere Gewinnerwartung ist doch noch lange kein Ausschlusskriterium für Investoren. Aus meiner Sicht sollte man sich immer die Relationen ansehen. Berlin ist eine deutsche HotSpot-Stadt und als solche wird sie selbst bei geringeren Rendite-Effekten weiterhin attraktiv für Investoren sein. Vielleicht nicht für die schlimmsten Gewinn-Heuschrecken - aber mal ehrlich, brauchen wir die? Würden die denn bezahlbaren Wohnraum schaffen? Wohl kaum. Wir brauchen verantwortungsbewusste maßvoll agierende Eigentümer, die idealerweise einen Bezug zur Stadt haben und nicht einfach schnell und viel Geld mit Wohnungen verdienen wollen.

    Nebenbei bemerkt, auch wenn Herr Samwer wohl kaum zu den gemäßigten Unternehmern zu rechnen ist, erst vor einigen Stunden hat der rbb24 diese Meldung veröffentlicht: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/06/rocket-internet-aktionaere-immobilien-debatte.html Das Schreckgespenst der abgeschreckten Investoren ist also ganz schlicht falsch.

  26. 29.

    Es geht doch um die Vermieter, die Rendite als erstes Ziel auf der Agenda haben und nicht um Vermieter, die auf dem sozialen Auge blind sind.
    Leider trifft diese Diskussion unreflektiert alle die, die Eigentum vermieten.
    Die, die mit ihrer Eigentum sozial verträglich umgehen, denen sollten keine Daumenschrauben angelegt werden, im Gegenteil, diese sollten gefördert werden.
    Alle anderen, die mit dem Eigentum umgehen, als wäre es Betongold, die müssen sanktioniert werden.

  27. 28.

    „die Aktien sind im Sinkflug“

    Wie schrecklich! Denkt denn niemand an die Aktien? Die armen Aktien …

  28. 27.

    "Die Branche zürnt, die Aktien sinken" so muss das sein! Sollen die Miethaie doch aus der Stadt verschwinden! Danke an die kleinen Vermieter, die trotz Kostendruck fair vermieten! Aber Miethaie zu Fischstäbchen!

  29. 26.

    Ich bin auch Vermieter ... Und ja, ich weiß, dass das Geld kostet und man nicht reich damit wird. Ich nehme auch nur eine Miete, die nicht am oberen Ende des Mietspiegels liegt. Dennoch, Sie reden von Instandhaltung. Natürlich kann man sein Geld auch anders anlegen. Immobilien sind für private Vermieter nicht immer toll. Ich behalte sie aus familiären Gründen. Dann müssen Sie eben verkaufen.

  30. 25.

    Ah, es meldet sich der national-soziale Sprecher mit allerlei Behauptung. Will auch was vom Kuchen.
    Vergessen Sie es. Aus der Ecke kommt keine Politik für Menschen.

  31. 24.

    Ja ich rede von Instandhaltung, ich rede von einem behindertengerechten Badumbau, ich rede von der Auswechslung kaputt gegangener Küchenbestandteile, die Küche ist mit vermietet, ich rede von defekt gegangener Elektrik, von Fenstern die nicht Gemeinschaftseigentum sind ich rede von immer höherer Instandhaltungsrücklage und Sonderumlagen auf undichtes Dach, Aufzugserneuerung... . Ich rede davon, das nicht alles Miethaie sind, sondern das sich hier auch wer kümmert das alles in Stand bleibt.
    Das stimmt, das kann ich von der Steuer abziehen, aber wenn kaum was an Einnahmen unter dem Strich übrig bleibt, kann ich mir da auch nichts kaufen außer Aufwand und Arbeit. Sie vergessen auch, es müssen für alles Rücklagen gebildet werden, denn wenn mal was großes kommt, sei es z.B. ein neuer Boden oder Bad, dann gehen da viele eingenommene Jahresmieten drauf.

    Ich rede nicht von Betriebskosten, die steigen zwar meist auch, aber das ist Mietersache.

  32. 22.

    Das ist hoffentlich erst der Anfang. An alle, die noch Aktien halten: Bitte, bitte, bitte Verkaufen, verkaufen, verkaufen!!!

  33. 21.

    Sie reden von Instandhaltung. Das sind zum Teil Betriebskosten und zum Teil Kosten, die von der Steuer abzusetzen sind. Der Mieterin direkt können Sie die eh nicht in Rechnung stellen.

  34. 18.

    Ich habe in Tempelhof eine kleine Wohnung, die ich für 5,60 qm vermiete. Meine Mieterin hat eine Behinderung, es fallen immer wieder Kosten an, auch um es für sie gerecht zu machen, geschweige denn die sonst laufenden Kosten und ständigen Reparaturen. Unter dem Strich kommt da nicht viel raus. Ich finde es eine Unverschämtheit das hier jeder Vermieter gleich gesetzt wird und es auch überhaupt nicht gewürdigt wird, wenn man die Wohnung in Stand hält. Es redet keiner davon das auch die sonstigen Kosten ständig steigen, den Handwerkern verbietet auch keiner immer höhere Preise zu nehmen.Wenn ich dann irgendwann mal ein klein wenig die Miete anheben will, damit es sich überhaupt noch rechnet, dann geht das nicht mehr. Sollte es so kommen, werde ich in meiner Wohnung nichts mehr renovieren. Ich kann mir das nicht leisten, auch sehe ich das nicht als Ehrenamt.
    Das tut mir dann leid für meine Mieterin, aber dann muss sie eben mit improvisierteren Verhältnissen klar kommen.

  35. 17.

    Haben Sie Belege zu Ihrer Behauptung zum Wohnungsrückbau unter Rot-Rot-Grün? Und ist dazu nichts bekannt. Rückbau im Zusammenhang mit der A103 - da schon: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/05/a103-beschluss-bvv-autobahn-rueckbau.html

  36. 16.

    Das einzige was Spekulanten verstehen! Ein fetter Schuss vor den Bug! Bitten, sogar Betteln um Mäßigung ist vergebens!!!
    Aber ein Lob hat Rotrotgrün trotz alledem nicht verdient! Keiner sollte vergessen das diese Herrschaften a: ca. 25000 Wohnungen abreißen/rückbauen lassen hat, b: mit energetischen Sanierungen ganze Quartiere Gentrifizieren lassen hat, c: große Teile des kommunalen Wohnungsbestandes zu Dumping Preisen verhökert hat!!! Auch solche Aktionen, wie der Verkauf des Sport und Erholungszentrums für die gewaltige Summe von 100 Cent! Auch wenn es unangenehm ist daran zu denken, darf man nicht vergessen, dass mit Steuergeldern massenhaft Wohnungen für Flüchtlinge angemietet werden! Damit werden die Mieten auch kräftig nach oben gedrückt und der Wohnungssuchende Berliner unter Druck gesetzt.

  37. 15.

    Welcher Investor wird jetzt wohl in dieser Stadt, die ihm seine Rendite per Gesetz wegnimmt, noch einen Cent investieren? Genau: KEINER!
    Der geht lieber nach München oder Stuttgart, wo ihm solche roten Experimente erspart bleiben.
    Wir werden also noch weniger Wohnungen bekommen, herzlichen Glückwunsch. Hat sich der Senat auch mal Gedanken zur der Haftung gemacht, falls dieses völlig verfehlte Gesetz vor dem BVerfG kassiert werden sollte? Dann hat Berlin mal wieder ein echtes finanzielles Problem mehr.

  38. 14.

    Die Vermieter heulen rum, als würde man ihnen alles wegnehmen. Die Mieten stehen überhaupt nicht im Verhältnis, zu dem, was der Vermieter für Unkosten hat. War mal selber Vermieter und war erstaunt, was man alles von der Steuer absetzen kann. Dann kommen noch Zuschüsse vom Staat für sinnlose Modernisierungen. Grundsteuer muss der Mieter auch noch zahlen, obwohl ihm das Grundstück gar nicht gehört. Nun gut, dass rumgeheule der Vermieter scheint wohl ein Automatismus zu sein.

  39. 12.

    Stört der Branche die enormen Existenzprobleme der Mieter*innen?

  40. 11.

    Ja. Sehr gut. So geht eben Politik. Verhältnisse schaffen in den die Aktien sinken, die Branche zürnt. Denn ihr Interesse hat ja nichts mit dem Interesse des Gemeinwesens zu tun. Darüber reden wir doch schon so lange mit ihnen. Nur reden hilft halt nicht. Man muss sich die Regierungen oder Koalitionen wählen, die solche Kräfteverhältnisse tatsächlich schaffen.
    In denen sich spürbar was bewegt. Deshalb macht es gerade Spass und ist ein gutes Gefühl in Berlin zu leben. Wo dich die Regierung mit deinen existentiellen Fragen nicht wortreich schwadronierend alleine lässt.
    Solidarity Cities. Rebellische Stadt. Das macht doch gute Laune.
    Irgendwann müssen jetzt mal die anderen zurück in den Stuhlkreis kommen. Sie bestimmen halt die Bedingungen, die Ziele, die Interessen nicht alleine. Das auch mal der IHK: 30-40% vom Netto für Wohnkosten ist Geld das ich für anderes nicht mehr ausgeben kann. Ihr Volkswirtschaftshelden.

  41. 10.

    Offenbar endlich mal was richtig gemacht.....

  42. 9.

    Alles alles verallgemeinern ist nicht ehrlich. Im Vergleich zu anderen Weltstädten sind die nicht alle teuer. Man muss unterscheiden zwischen privaten Vermietern, Wohnungsgenossenschaften unterschiedlichster Art und Sozialwohnungen. Warum hat der tiefrote Senat so kläglich versagt neue zu bauen? Frag das mal

  43. 8.

    Wenn Beatrice die IHK-Chefin gegen das Einfrieren von Mieten ist, dann muss es gut sein.

  44. 7.

    na, dann Aktien kaufen. Super. DW ist jetzt wieder kaufbar.

  45. 6.

    Sehen Sie es doch einfach mal positiv. Oder wohnen Sie gar nicht zur Miete? Im übrigen schreiben wir das Jahr 2019. Kein Vermieter wird es wagen die Mieten bis dato derart anzuheben, so wie Sie munkeln. Die Deutsche Wohnen Aktie verliert schon 5%. Na, das ist doch schon mal ein guter Anfang. Denn so kann es einfach nicht mehr weitergehen.

  46. 5.

    Die Mieten sind bereits extrem hoch und die Vermieter wollen noch mehr erhöhen!!!!!! Manche bekommen den Hals nicht voll!!!!!!!

  47. 4.

    Wenn die Immobilienwirtschaft zetert und sogar Tipps gibt, wie man bestimmte Mieter doch sinnvoller entlasten könnte und wenn dann auch noch die Aktien sinken, ist sicher, der Senat macht gerade was richtig.

  48. 3.

    Das geht ja schon jetzt ohne weiteres nur in bestimmten Abständen und Höhen. Diese Erhöhungen wären aber ohnehin "fällig" gewesen.

  49. 2.

    Eine Folge dieser an sich guten Idee wird wohl aber sein, dass Vermieter die Miete bis 2020 kräftih steigern, um so möglichen Verlusten vorzubeugen. Also wird diese Maßnahme wohl das Gegenteil einer Mieterleichrerung bewirken.

  50. 1.

    Richtig so! Endlich wird der unbegrenzten Habgier der Vermieter ein Riegel vorgesetzt und Familien müssen nicht mehr fürchten durch horrende Mieterhöhungen sich ein anderes Wohnumfeld suchen zu müssen.

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