Hemdchenbeutel mit Obst (Quelle: imago/epd/Norbert Neetz)
Audio: Inforadio | 11.06.2019 | Elisabeth Mattner | Bild: imago/epd/Norbert Neetz

Kritik an Plastikverpackungen - Aldi verlangt 1 Cent für Obsttüten

Bei Aldi sollen dünne Plastiktüten, die beispielsweise für Gemüse und Obst genutzt werden, künftig einen Cent kosten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf Unternehmerkreise.

Aldi Nord und Aldi Süd wollen laut dem Bericht damit auf Kritik am vielen Plastik in den Geschäften reagieren. Seitdem Kunststoff-Tragetaschen kostenpflichtig sind, packen immer mehr Kunden ihre Einkäufe in die kostenlosen Knoten- oder Hemdchenbeutel in der in der Obst- und Gemüseabteilung, um Geld zu sparen.

Andere Händler sollen mitziehen

Aldi hoffe, dass andere Händler ebenfalls eine Abgabe auf die Hemdchenbeutel verlangen, hieß es in der "Süddeutschen Zeitung" weiter. "Wir würden uns freuen, wenn andere Händler mitziehen", sagte Kristina Bell, die im Einkauf von Aldi Süd für Qualitätssicherung und Unternehmensverantwortung zuständig ist, dem Blatt.

Bislang hat dem Bericht zufolge lediglich die Supermarktkette Real angekündigt, die Beutel bis 2020 durch Papier ersetzen zu wollen. Rewe hatte am 5. Juni, dem "Tag der Umwelt", testweise für einen Tag auf die Plastikbeutel in vielen ostdeutschen Filialen verzichtet.

Aldi plane, die kostenpflichtigen Knotenbeutel von Sommer an aus Bioplastik fertigen lassen, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Als Alternative zu den Hemdchenbeuteln wolle der Discounter von Herbst an wiederverwendbare Netze für Obst und Gemüse verkaufen. Andere Handelsketten bieten solche waschbaren Netze ebenfalls an.

Sendung: Inforadio, 11.06.2019, 8:00 Uhr

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25 Kommentare

  1. 25.

    Der eine Cent für die Tüte soll die Umwelt entladten? Mit dem einen Cent wird doch nur kaschiert, daß damit der Profit des Händlers steigt, denn vorher mußte er die Beutel "kostenlos" an die Kunde abgeben.
    Eine andere Lizenz zum Gelddrucken!

  2. 24.

    Das ist doch nur ein Pseudo-Cent für das Gewissen.
    Gleichzeitig erhält man z. Zt. pro 15€ Einkaufswert einen Sticky oder emojy zum ‚Sammeln‘
    Reiner Plastikmüll!!!

  3. 23.

    Lösung ist eigentlich simple, man braucht nur reine Papiertüten hinlegen, wie bis in den 80er Jahren.
    Diese 1ct-Aktion ist ein Witz, da man irgend etwas in der Art braucht,
    1. da der Einkauf erst nach dem Kassieren in die Privattasche gelegt werden darf (außer Kulanz des Ladens, sonst Diebstahl).
    2. um die Waren vor dem vollgegrinteten Kassenlaufband oder Wagen zu schützen.
    Die 1ct-Tüten sind Erpressung.
    Btw. Warum Brot-Papiertüten mit Schaufenster aus Plastik?

  4. 22.

    vom Grundsatz eine gute Idee, nur sind 1 Cent pro Beutel ein Witz und wird kaum jemanden veranlassen, auf diese zu verzichten.
    Ich würde sofort auf diese Beutel verzichten und mein Obst und Gemüse ohne Verpackung in den Einkaufswagen legen,
    wenn endlich diese Unsitte aufhört, dass Kinder im!!! Einkaufswagen mit Straßenschuhen gesetzt werden. Ich halte dies für äußerst unhygienisch.

  5. 21.

    Wie schon vorher erwähnt, handelt es sich dabei lediglich um subjektive Wahrnehmung. Die Waren, die man in diese Plastikbeutel packt, fasst man zunächst mit den Händen an, die vorher am Griff des Einkaufswagens waren. Damit ist die schlimmste Kontaminierung schon geschehen (kann überall nachgelesen werden). Ob man die Äpfel oder Möhren dann noch auf das Kassenband legt, fällt gar nicht mehr sonderlich ins Gewicht. Wer sich trotzdem unwohl damit fühlt, dem wird zu diesen kleinen Stoffbeutelchen geraten. Und im Wagen kann man einen Korb oder eine Trage nutzen. Es geht nur um's Wollen, funktionieren würde das schon^^

  6. 20.

    - danke, dem stimme ich zu. Gemüse und Obst wird zuhause doch ohnehin abgewaschen, also kann es lose aufs Band oder in Stofftütchen.

    - ich finde auch, dass Kinder lediglich in den dafür vorgesehenen Vorrichtungen des Wagens sitzen sollten - dafür ist diese schließlich da. Und wenn sie da nicht mehr reinpassen, sind sie groß genug, nebenher zu laufen. So machen wir das zumindest. Davon abgesehen werden die Einkaufswagen sehr respektlos verwendet und zurück gelassen - Kassenbons, Verpackungsreste, Kaugummis, Gemüse-Blätter...vllt sollte da einfach mal jeder seinen Wagen so zurück geben, wie er ihn gerne entgegen nehmen möchte.

    - ob 1 Cent pro Tüte den Erfolg bringt, wird man sehen. Ich fände es auch sinnvoller, Alternativen aus Pappe (Schalen) oder Papiertüten zu stellen. Und das ganze Gemüse/Obst sollte auch "vorportioniert" sinnvoller verpackt werden - warum muss für eine Schale 100 g Himbeeren denn Plastik genutzt werden...? Gleiches gilt für Tomaten und und und.

  7. 19.

    Soll ich meine Produkte auf die verkeimten Packtische an der Kasse legen?
    Das kann wohl auch nicht im Interesse des Erfinders sein. Ach, die armen Aldi-Familien!

  8. 18.

    Der Umsatz von Plastik bei eingeschweißtem Obst und Gemüse ist doch viel höher als bei den dünnen Tüten. Online käme da noch dicke Folie rein zur Polsterung hinzu. Man sollt einfach die altmodischen Körbe aus Weidengeflecht wiederbeleben, da kann man alles einzeln wiegen und einfach wieder reintun. Wozu wurden die früher mal erfunden? Sollten die Supermärkte selbst verkaufen, gibt es auf Polenmärkten.

  9. 17.

    Wie sieht‘s bei Getränken aus?Mit oder ohne Verpackung? Wir benutzen schon lange die Netze und es wird Tara abgezogen Das Netz wiegt 20g.

  10. 16.

    Wissen Sie das - oder vermuten Sie das ? Ich habe noch nie gesehen, daß in Supermärkten die Waage umgestellt wird, was sie müßte, wenn die Verpackung abgezogen wird. Und es gibt unterschiedliche Verpackungen - von Pappbehältern, Plastikdosen, Holzschächtelchen bis hin zu den Tütchen - die auch unterschiedlich wiegen. Abgesehen von "keine Verpackung" auf dem Band, bei Bananen z.B. Die Waren werden immer in Sekundenschnelle über die Ausgabe gezogen - da soll die Waage justiert werden ??

  11. 15.

    Quatsch. Diese kl. Beutelchen fallen wasser- und waschmittelmäßig gar nicht ins Gewicht. Die wäscht man einfach mit. Nehmen keinen Raum in der Trommel ein. Ich stelle einfach meinen Korb in den Einkaufswagen und lege da die Ware rein. Sie fassen ja auch die Ware an, bevor Sie sie in die Plastikbeutel tun. Nachdem Sie den Griff des Einkaufswagens berührt haben. Alleine dadurch ist das Obst/Gemüse schon derart kontaminiert, da macht das Band an der Kasse auch nichts mehr aus. Zu Hause gründlich abwaschen-alles gut.

  12. 14.

    Wenn die Kinder zu groß für den Kindersitz im Einkaufswagen sind, müssen sie laufen. Da mangelt es häufig an der Disziplin und am Nervenkostüm der Eltern. Ich sage, freundlich und sachlich, oft etwas dazu. Dass in den Wagen Lebensmittel gelegt werden sollen und das unhygienisch ist. Ich sehe das genauso, dann würden vielleicht mehr Menschen auf Umverpackungen verzichten.

  13. 13.

    ich WILL aber keine unverpackte Ware in den ekeligen Wagen/Korb und auf das noch ekeligere Band legen! Also zahle ich für etwas, das keine Alternative (= Papiertüte) hat. Den Stoffbeutel muss ich ja daheim waschen, der ist ja dann auch schmutzig und erdig oder zwiebelig. Waschen ist Wasser und Waschmittel. Ich hätte gerne eine Papiertüte. Die macht sich auch gut zur Weiterverwendung (Biomüll, sonstige Sachen oder Papiermüll).

  14. 12.

    Mir passierte bei real etwas ähnliches. Die Verkäuferin nahm meine Schale mit Gummihandschuhen entgegen. Diese wurden danach aus hygienischen Gründen in den Müll geworfen. Das macht natürlich auch keinen Sinn. Leider kennen wir in Deutschland nur schwarz und weiß, ganz oder gar nicht. Einfach nur Schwachsinn,

  15. 10.

    Das ist übrigens gar nicht so einfach an den Frischetheken mit dem Plastikverzicht. Wo ich jetzt am Fischstand etwas einen Salat kaufen wollte war nicht klar, wie der Fischsalat in die von mir mitgebrachte Dose kommt. Denn die Bedienung darf die Dose aus hygienischen Gründen nicht anfassen. Dann wollte die Dame den Salat erst in eine Einwegplasikschale einfüllen und dann umkippen in meine Dose. Hmm, macht irgendwie keinen Sinn meinte ich zu ihr und sie sah das auch ein. Aber es gab jetzt aus hygienischen Gründen wohl keine andere Lösung. Es ist halt im Alltag doch immer alles etwas komplizierter als man denkt, wenn man bewusst Plastik oder andere Verpackungen einsparen möchte.

  16. 9.

    Na endlich. Wir verzichten seit Jahren auf die Tütchen, bei unserem Edeka gibt es zudem Papiertüten und wenn es denn doch vorkommt, dann wird die Plastiktüte immer wieder für etwas anderes weiter verwendet. Abwaschen muss man Obst und Gemüse ohnehin vor dem Verzehr. Für eine Paprikaschote oder zwei Äpfel war es uns schon lange ein Dorn im Auge, diese großen Tüten zu verschwenden. Von mir aus sollen die Discounter 10 Cent dafür nehmen. Irgendwo muss man anfangen aufzuhören. Gute Sache!

  17. 8.

    Mir geht es ähnlich wie Ihnen. Meine Kinder (4 & 7 Jahre alt) dürfen jedenfalls nicht im Wagen sitzen. Das gebietet schon der respektvollen Umgang mit Dingen, die nicht mein Eigentum sind. Aber vielen Eltern ist das egal, so wie viele Regeln, die das soziale Miteinander erleichtern würden. Hauptsache, alles ist lustig und macht den Kleinen Spaß.... Das Obst und Gemüse in die Tüten zu legen ist also auch eine persönliche Angelegenheit...

  18. 6.

    ganz einfach - bringen Sie eine kleine Tasche/Korb mit, die Sie in den Einkaufswagen legen, und Obst und Gemüse zuerst dort hinein - können Sie dann auch ebenso auf das Kassenband tun. So mache ich das schon lange .....

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