Die Skyline von Siemensstadt (Quelle: imago/Jürgen Heinrich)
Audio: Inforadio | 14.06.2019 | Sebastian Schöbel | Bild: imago/Jürgen Heinrich

Senat unterstützt bei Siemensbahn - Entscheidung über Aussehen des Siemens-Campus fällt 2020

Die Entscheidung im städtebaulichen Wettbewerb zum Siemens-Campus soll am 8. Januar 2020 bekanntgegeben werden. Das teilte eine Vertreterin des Siemens-Konzerns am Donnerstagabend in Berlin mit.

Auch Hotel, Schule und Wohnungen geplant

Der Wettbewerb selbst soll im Juli starten. Dann sind rund ein Dutzend Architekturbüros aufgerufen, den neuen Stadtteil auf rund 70 Hektar im Berliner Nordwesten zu entwerfen. Geplant sind dort neben Produktions- und Forschungsstätten auch ein Hotel, eine Schule und rund 3.000 Wohnungen. Von diesen sollen 30 Prozent für sozialverträglich niedrige Mieten angeboten werden.

Das Projekt firmiert bei Siemens zurzeit unter dem Titel "Kiez der Macher". Den endgültigen Namen sollen die Berlinerinnen und Berliner mitentscheiden können, so Siemens.

Berlin hängt sich bei der Siemensbahn rein

Parallel zum Siemens-Campus soll auch die Siemensbahn zwischen Jungfernheide und Gartenfeld reaktiviert werden. Dafür wird das Land Berlin voraussichtlich am 28. Juni eine Finanzierungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn unterschreiben. Darin soll Berlin die Kosten der gesamten Planungsleistungen der Bahn, die zum Wiederaufbau der stillgelegten Strecke nötig sind, übernehmen. Wie hoch dieser Betrag ist, ist noch nicht bekannt. Die Bahn prüft derzeit, wie viel von der denkmalgeschützten Trasse noch verwendet werden kann.

Siemens hatte im vergangenen Herbst angekündigt, bis zu 600 Millionen Euro an seinem Standort in Spandau investieren zu wollen - die genaue Summe soll nach dem städtebaulichen Wettbewerb festgelegt werden. "Es geht darum, an unserem größten Produktionsstandort mit 11.500 Mitarbeitern die Arbeitsplätze längerfristig zu sichern", sagte Neike im April. Dazu sollen sich auch Start-ups und Institute an der Nonnendammallee ansiedeln. "Wir wollen Forschung, Leben und Produzieren zusammenbringen."

Sendung: Inforadio, 14.06.2019, 6.00 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Die S 46 fährt später über Sügring/ Nordring in Richtung Hauptbahnhof!

  2. 4.

    Die S46 soll nach Fertigstellung der neuen Nord-Süd-Verbindung bis Hauptbahnhof fahren. Die S1, welche Momentan den alten Nord-Süd-Tunnel befährt, soll dann über die neue Nord-Süd-Verbindung, also Projekt S21/City-S-Bahn fahren, wenn dann die Verbindung bis Yorckstraße/Cheruskerkurve fertig ist. Und was die Verbindung der Siemensbahn betrifft, diese wird von Gartenfeld/Hakenfelde über Wasserstadt, Hauptbahnhof weiter nach Schönefeld oder Spindlersfeld fahren.

    Technisch geht zumal der Bogen von der S46 kommend aus Westend nicht, da unten die Fernbahn ist, und die S-Bahn mit Viadukt-Brücken diesen Knotenpunkt überquert. Ferner sollen mit dem neuen Nord-Süd-Tunnel und der Verlängerung nach Hakenfelde gleich mehrere neue Linien-Verbindungen entstehen.

    Einfach mal ein bisschen tiefer als an der Oberfläche kratzen. Im Web steht schon sehr viel.

  3. 3.

    Schön zu sehen das sich ein großes Unternehmen wieder in Berlin engagiert.

    Leider plant Bayer ja aufgrund des Monsanto-Fiaskos einen recht großen partiellen Rückzug aus Berlin, der auch mit etlichen Hundert Arbeitslosen verbunden sein wird. Da heißt es nicht Siemenscampus, sondern Forschungscampus Berlin. Teile des Weddinger Grundstücks werden zusammen mit Gebäuden, komplett eingerichteten Forschungslaboren und dem entsprechenden Humankapital an interessierte Firmen verkauft. Derzeit gibt es wohl 3 Interessenten. Wer das ist, da schweigt sich Bayer selbst intern zu aus.
    Redundante Forschungsabteilungen werden geschlossen, die Forschungen teils in Wuppertal, teils ins den USA weitergeführt und die Mitarbeiter freigesetzt. Jegliche Abfindungsregelungen wurden bis zum Abschluss der Verkaufsverhandlungen im Q3/19 ausgesetzt. Man darf gespannt sein.

  4. 2.

    Ich schlage vor, die Siemensbahn nicht nur über Jungfernheide, sondern auch über Westend anzubinden. Dann kann auch die S46 nach Hakenfelde gelängert werden.

  5. 1.

    Wann wird die Siemensbahn nach Hakenfelde verlängert. Frau Günther hat deshalb schon die Tram nach Spandau gestrichen.

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