Richtfest für ein neues Wohn-hochhaus nahe dem Alexanderplatz (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Rohbau fertig - Am Alex entsteht nach 30 Jahren das erste Hochhaus

Das neue Wohnhochhaus "Grandaire" am Berliner Alexanderplatz hat am Donnerstag Richtfest gefeiert - und ist damit im Rohbau fertiggestellt. Nach dreißig Jahren ist das Haus der erste Wohnturm, der am Alex neu entstanden ist.

269 Wohnungen auf 65 Metern Höhe

Über eine Höhe von 65 Metern sollen 269 neue Wohnungen entstehen. Das Gebäudeensemble steht hinter dem Alexa an der Alexanderstraße Ecke Voltairestraße. Mit der Fertigstellung wird im dritten Quartal 2020 gerechnet. Bauherren sind die niederländischen Immobilienfirmen Reggeborgh Vastgoed B.V. und Bouwinvest REIM B.V. Die Bauausführung übernimmt die Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH.

Bauarbeiten am Park Inn sollen noch dieses Jahre starten

Das neue Gebäude ist das erste in einer ganzen Reihe von Hochhaus-Projekten. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten zu einem 130 Meter hohem "Wolkenkratzer" neben dem Park Inn am Alexanderplatz beginnen. Laut "Berliner Zeitung" [externer Link] hat der französische Baukonzern Covivio einen entsprechenden Bauantrag gestellt, der derzeit bearbeitet werde. Spätestens 2024 soll das 450 Millionen teure Projekt abgeschlossen sein, hieß es. Der Zeitplan entspricht in etwa den Erwartungen, die das Unternehmen vergangenes Jahr äußerte, als das Projekt vorgestellt wurde.

Sendung: rbb UM6, 27.06.2019, 18.00 Uhr

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11 Kommentare

  1. 11.

    Sowas ziehen die Asiaten am Freitag Nachmittag hoch.

  2. 10.

    Sehr hoch ist das nicht. Berlin ist unter den europäischen Metropolen eine mit den wenigsten Wolkenkratzern. Das liegt auch an politischen Vorgaben, und die sind anscheinend auch Ausdruck eines etwas spießigen Geschmacks. Ja es gibt schreckliche moderne Architektur, auch in Berlin. Aber es gibt auch sehr pfiffige. Der Vorwurf "Schuhkarton" weiter unten ist etwas merkwürdig. Häuser sind schon immer meist viereckig, früher mit Giebel, heute nicht immer. Die Grundform kann variiert werden, aber man muss aufpassen dass dabei nicht spießiger Nippes entsteht - so etwa manche "postmoderne" Architektur die Erker und Zinnen nur um ihrer selbst Willen anbringt.

  3. 9.

    Ein Hochhäuschen für eine halbe Milliarde? Dass hier wesentlich höher gebaut werden kann, beweist der Fernsehturm. Wann bekommt Berlin statt Schuhkartons endlich eine platzsparende Skyline?

  4. 8.

    Ich würde mich ja über echte Hochhäuser freuen. 65 Meter sind ein Witz und angesichts fehlender Bauflächen auch Verschwendung von Bauland. Zusätzliche Wohnhochhäuser wie zu DDR-Zeiten (am besten gebaut durch städtische Wohnungsbaugesellschaften mit fairen Mieten) wären dringend nötig!

  5. 7.

    Wenn man feststellt, dass das architektonisch "abgespaceste" Gebäude der Stadt das grottige ICC ist. Mein Gott. Wenn man schon trotz Demokratie keinen Einfluss auf nachhaltigen Wohnungsbau hat und nur noch als Zuschauer*in nach rein ästehtischen Aspekten gehen kann, muss man feststellen, dass es sehr wenig Luft nach unten gibt. Wieso muss jeder zweite Bau nach den Bauklötzen eines Zweijährigen aussehen? Ich habe gar nichts gegen Plattenbau, aber das sollte eben nicht so nach offenem Vollzug aussehen, ne?

    Es muss gebaut werden, aber dann bitte bezahlbarer Wohnraum. Wie viel Anteile wird der wohl haben bei den Prestigebauten am Alex? Oder Kultureinrichtungen für alle? Mir ist klar, dass das schon ewig geplant ist. Warum ergibt man sich den Planungen wie einem unabänderbaren Schicksal? Man steht daneben, weiß, dass es scheiße wird und es wird auch scheiße und man kann nichts machen. Andererseits: Es gibt gerade in der Nähe zum Alex so viele wunderbare Projekte zum Häuserbesetzen.

  6. 6.

    Das ist maximal ein Hochhäuschen. Noch dazu langweilige,mutlose Architektur. Berlin eben....

  7. 5.

    Was ist denn der Wille der Bürger? Und was hat RRG damit zu tun? Die Planung der Hochhausstandorte entstammt dem in den frühen 90ern erstellten Kollhoff Plan. Das Baurecht besteht ebenfalls seit über einem Jahrzehnt... Da hat unser jetzige Senat überhaupt nichts mit zu tun.

  8. 4.

    Hässlich, langweilig, furchtbar niedrig - einer Stadt wie Berlin einfach nicht würdig.
    Berlin wird halt von "kleinen, gestrig denkenden Geistern" regiert.
    Was will man dann an Fortschritt, Innovativität und zeitgemäßer sowie zukunftgerichteter Architektur erwarten.
    Europacity, Alexanderplatz, Friedrichshain an der Mercedes Benz Arena. Alles sieht gleich aus. Kleine Kisten ohne Identität.
    Berlin braucht wirklich mal städtebauliche, zukunftsdenkende Könner! Nun muss es nicht gleich über 400m hoch sein, wie der klasse und neue Stadtteil New Yorks "Hudson Yards". Aber endlich mal eine Architektur, die etwas Besonderes darstellt. Dei ein Hingucker ist. Und nicht dieses optische "Lüscher-Lompscher Gewurstel" aus längst vergangener Zeit (Wiedererstehung des "Hauses der Statistik") oder diese langweiligen Kisten.

  9. 3.

    Bitte Wohnraum schaffen, aber nicht hier? Egal wo gebaut wird gibt's Gemecker aber über den fehlenden Neubau wird auch geschimpft.

  10. 2.

    Hässlich. Wie fast alle Neubauten in Berlin; Schuhkartons, wohin man sieht.

  11. 1.

    Schade, daß Bürgermeister und Senat am Willen der Bürger vorbeimachen.
    So viel Schatten auf unseren Alex haben wir Berliner uns niemals gewünscht!

    Wieder ein Meilenstein von RRG, den kaum einer so gewollt hat...

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