Bauarbeiter verlegen neue Gleise auf der Rostocker Kurve am Karower Dreieck, Archivbild (Quelle: ZB/Bernd Settnik)
Video: rbb24 | 31.07.2019 | 13 Uhr | Bild: ZB

Zahlen für Berlin und Brandenburg - Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli höher als üblich

Wie üblich ist die Zahl der Arbeitslosen in Berlin und Brandenburg im Juli leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anstieg jedoch stärker ausgefallen. Eine besonders wichtige Kennzahl des Arbeitsmarkts hat sich allerdings deutlich positiv entwickelt.

Ferienzeit und Urlaubssaison haben in Berlin und Brandenburg im Juli erwartungsgemäß zu einer leicht höheren Arbeitslosigkeit geführt. Allerdings fiel dieser Anstieg leicht stärker aus als in den vergangenen Jahren, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte.

In Berlin waren demnach 156.498 Menschen arbeitslos gemeldet, 3.883 mehr als noch im Juni. Auch im Vergleich zum Vorjahr waren es mehr und zwar exakt 521 Menschen. Die Arbeitslosenquote lag im Juli in Berlin bei 8,0 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als ein Jahr zuvor und 0,2 Prozentpunkte höher als im Juni.

In Brandenburg zählten die Jobcenter 75.986 Menschen ohne Arbeit, 1.630 mehr als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet Brandenburg allerdings einen deutlichen Rückgäng um 5.854 Personen. Die Brandenburger Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent, das sind 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Juli 2018 und 0,1 Prozentpunkte höher als im Juni.

Beschäftigung steigt weiter

Die Zahl der Beschäftigung - die mit einer leichten Verzögerung erfasst wird - liegt in beiden Ländern deutlich über dem Niveau des Vorjahres. In Berlin waren im Mai mehr als 1,52 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ein Plus von 48.139 beziehungsweise 3,3 Prozent zum Vorjahr. Dieser Anstieg liegt in Berlin 1,6 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt.

Brandenburg verzeichnet 853.500 Menschen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Das ist ein Zuwachs innerhalb eines Jahres um 5.958 beziehungsweise um 0,7 Prozent. Allerdings registriert die Bundesagentur für Arbeit auch, dass sich in beiden Ländern das Tempo des Beschäftigungszuwachses in den vergangenen Monaten etwas abgeschwächt hat.

Mehr als 12.000 Ausbildungsstellen unbesetzt

Viele Betriebe suchen momentan händeringend Nachwuchs für das neue Ausbildungsjahr, das in einem Monat beginnt, heißt es. Demnach seien in Berlin derzeit knapp 6.900 Ausbildungsplätze unbesetzt, in Brandenburg etwa 6.100. "Wer in der Region mobil ist, sollte auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, im anderen Bundesland zu starten", teilte der für Berlin und Brandenburg zuständige Vorsitzende der Arbeitsagentur, Bernd Becking, mit. "Eine Ausbildung ist ein hohes Gut im Leben: Sie kann einem nicht genommen werden."

Sendung: Inforadio, 31.07.2019, 10 Uhr

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7 Kommentare

  1. 7.

    Seite 16

    https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201907/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201907-pdf.pdf

  2. 3.

    Irgendwie und irgendwas stimmt in Deutschland nicht. Nicht nur was die Arbeitslosenzahlen betrifft. Deutschlands Politiker sollten nun mal aufwachen und sehen was im eigenden Land passiert.

  3. 2.

    Die Arbeitslosigkeit wird demnächst noch weiter steigen, hängt u.a. auch mit dem angedachten Brexit, der CO 2 Steuer sowie mit der Weltwirtschaft zusammen. Deutschland ist ja bekanntlch eine Exportnation. Firmen stellen jetzt vermehrt nicht mehr Mitarbeiter ein da auch sie einen kräftigen Abschwung befürchten. Einzig die Bauwirtschaft und Handwerksbetriebe haben personellen Nachholbedarf. Allerdings könnte auch die aufgeblähte Bauphase platzen wenn die Bauvorschriften, die ja ins Uferlose in den letzten Jahren gestiegen sind, nicht radial entrümpelt werden. Und dann gehts auch um die exorbitant gestiegenen Grundstückspreise, die sich viele Menschen nicht mehr leisten können. Es könnte für alle ein wirklich böses Erwachen geben, heißt Einbrüche bei den allgemeinen Steuereinnahmen, Gewerbe- Grunderwerbssteuern-Umsatzsteuern.

  4. 1.

    Saisonbedingt? Na top, dann gehen die Arbeitslosenzahlen im Winter wieder runter in Richtung Vollbeschäftigung und die GfK verkündet den alljährlichen Konsumrausch.

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