Hakeburg in Kleinmachnow, dem ehemaligen Wohnhaus des Reichspostministers Wilhelm Ohnesorg (Quelle: dpa/ Kremming)
Video: rbb24 | 18.07.2019 | Bild: dpa/ Kremming

Immobilienmarkt Brandenburg - Das große Geld bringt ein Grundstück in Kleinmachnow

Kleinmachnow ist Brandenburgs Zehlendorf - immobilienpreismäßig betrachtet. Eine Auswertung der Grundstücksmarktdaten ergab, dass in dem kleinen Ort am Berliner Stadtrand die Grundstücke teurer sind als in Potsdam.

Potsdam ist nicht mehr das teuerste Pflaster im Bundesland Brandenburg. Nach einer Auswertung der Grundstücksmarktdaten 2018 sind brandenburgweit die Immobilien in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) die teuersten und gefragtesten Grundstücke, heißt es in der aktuellen Einschätzung des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte.

Der Vorsitzende des Gremiums, Jürgen Kuse, begründete den Wertzuwachs der Immobilien in Kleinmachnow damit, dass dort "die Nähe zum Berliner Bezirk Zehlendorf" viele Käufer anlocke.

Die Gutachter veröffentlichten ihren "Bericht der Grundstücksmarktdaten 2018" am Donnerstag. Erstmals ist das Papier in diesem Jahr kostenlos und online verfügbar. Die Informationen sind vor allem von Kaufinteressenten gefragt. 

Berlin: Grundstücke im Wert von 19 Milliarden

Im vergangenen Jahr seien rund 6,5 Milliarden Euro durch Grundstücksverkäufe umgesetzt worden, elf Prozent mehr als 2017, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange. Allerdings sei die Zahl der zum Verkauf gestellten Flächen und der Verträge zurückgegangen. Daran lasse sich ablesen, dass die Preise weiter anzogen. In Berlin wurden nach ihren Angaben im Vorjahr Immobilien im Wert von 19 Milliarden Euro verkauft.

Im Durchschnitt kostete ein Quadratmeter Bauland für ein Einfamilienhaus in Kleinmachnow 680 Euro. In Potsdam waren es 416 Euro pro Quadratmeter. In ländlichen Regionen sei Bauland teilweise bereits für unter zehn Euro pro Quadratmeter zu haben, unter anderem in Südbrandenburg, hieß es. Der landesweite Durchschnittspreis lag bei 125 Euro pro Quadratmeter.

In Welzow ist der Hauskauf am günstigsten

Brandenburg sei mehr als das Berliner Umland, man könne auch anderswo im Land gut leben, warb Innenstaatssekretärin Lange bei der Vorstellung des Berichts. Käufer entschieden sich oft nicht nur für ein Grundstück aufgrund der Entfernung nach Berlin. Wichtig sei die Nähe zu einem Bahnhof. In Städten der sogenannten zweiten Reihe würden die Fahrzeiten mit dem Regionalverkehr bis nach Berlin oft sogar unter 30 Minuten.

Ein- oder Zweifamilienhäuser erzielten im Vorjahr in Kleinmachnow mit 766.800 Euro höchste Durchschnittspreise, gefolgt von Potsdam (578.000 Euro) und Teltow (515.000 Euro). Der Durchschnittspreis stieg nach den Angaben um sieben Prozent auf 230.000 Euro für freistehende Ein- oder Zweifamilienhäuser, bei Reihen- oder Doppelhäusern wurden 200.000 Euro als Preis aufgerufen. In Welzow (Spree-Neiße) waren es durchschnittlich 20.600 Euro, in Gumtow (Prignitz) 21.200 Euro, in Heideblick (Dahme-Spreewald) (21.700 Euro).

Sendung: Inforadio, 18.07.2019, 16 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Auch Zehlendorf hat seine schönen Ecken und ich kannte mal eine aus Zehlendorf, die.... na lassenwa das und außerdem ist am S-Bahnhof rechts rum inner Machnower Str. 'n voll lecker Döner! Gibt noch 1000 andere schöne Dinge dort wie in jedem anderen Bezirk auch.

  2. 2.

    Zehlendorf ist die Verkörperung des "schöne heile Welt"-Gedankens, den man in Kleinmachnow oder Teltow weiterträumen kann. Daher die begehrenswerte (und damit: teure) Lage.

  3. 1.

    "die Nähe zum Berliner Bezirk Zehlendorf"....
    Was bitte ist so toll an Zehlendorf???

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