Christian Geßner, Deutschland-Chef des Scooter-Anbieters Bird (Quelle: bird.co)
Bild: bird.co

Interview | Bird-Chef Christian Geßner - "Obergrenzen für E-Scooter – das wird kommen"

Bird ist weltweit einer der größten E-Scooter-Sharing-Anbieter – und will bald auch in Berlin starten. Deutschland-Chef Christian Geßner spricht im Interview über den Beitrag von E-Scootern zur Verkehrswende - und Birds Strategie, die Stadt Berlin für sich einzunehmen.

rbb|24: Bird war acht Monate nach seiner Gründung eine Milliarde Dollar wert, schneller hat das kein Start up jemals zuvor geschafft. Wie fühlt sich das an, bei einem Unternehmen zu arbeiten, das so schwindelerregend schnell wächst?

Christian Geßner: Es erinnert mich an meine Zeit bei Airbnb. Natürlich war das Wachstum dort nicht ganz so schnell, aber auch sehr schnell. Ich hatte das Privileg, Airbnb zu gründen und aufzubauen in Lateinamerika als erster Mitarbeiter in der Region. Und es gibt viele Parallelen: Bei Airbnb war letztlich die regulatorische Frage eine große Frage. Und bei Bird kommt auch immer die Frage auf, ob es auch eine große regulatorische Hürde gibt in der E-Scooter-Sharing-Industrie.

Was ich aus Erfahrung mit den Städten, mit denen ich sprechen konnte, sagen kann: Die Hürde ist gar nicht so groß. Unser Ziel ist es ja, den Autoverkehr zu reduzieren und genau das Ziel haben die meisten Städte weltweit auch.

Bird ist zwar der Vorreiter gewesen - aber in Berlin wurden sie nun von ihren Nachahmern überholt. Ihre Konkurrenten Lima, Voi, Tier und Circ haben ihre E-Scooter in Berlin schon seit drei Wochen auf der Straße. Bird noch nicht. Warum?

Wir haben ganz klar entschieden, dass für uns Schnelligkeit nicht der Fokus ist, sondern Sicherheit und Qualität und wir haben speziell für den deutschen Markt entwickelte Scooter. Damit werden in Kürze starten.

Sie waren vorher Manager bei Airbnb – einem Unternehmen, das nicht gerade beliebt ist beim Berliner Senat, denn Airbnb weigert sich, seine Nutzerdaten herauszugeben, obwohl das im Berliner Gesetz steht. Warum soll Bird ein besserer Partner für die Stadt sein?

Es ist schwierig zu verallgemeinern. Bei Airbnb sei kurz erwähnt, dass die Regularien unterschiedlich sind von Land zu Land und von Stadt zu Stadt. Deswegen ist es da ganz schwierig zu sagen, wo will ein Unternehmer mal mehr Daten rausgeben oder vielleicht nicht.

Bei Bird gilt: Die Städte sind unsere Partner Nummer eins. Deswegen haben wir uns überall, wo wir gestartet sind, immer darauf fokussiert, die Beziehung mit der Stadt aufzubauen. Das ist auch in Berlin unsere Vorgehensweise. Zum Beispiel habe ich Mitte vergangenen Jahres den Finanzvorstand der BVG getroffen und mit ihm vereinbart, dass wir in der BVG-App Yelbi dabei sein werden, wenn wir in Berlin starten.  

Städten, die wirklich ein Interesse haben, den Autoverkehr zu reduzieren und es probieren wollen mit E-Scootern, sagen wir, dass E-Scooter nicht das Allheilmittel sind. Aber wir sind überzeugt davon, dass es Teil der Lösung ist, um das Ökosystem wieder in Balance zu bringen.

In Paris sind E-Scooter-Nutzer befragt worden, welches Verkehrsmittel sie genutzt hätten, wenn sie nicht E-Scooter gefahren wären. Nur acht Prozent haben geantwortet, sie wären sonst Taxi oder Auto gefahren - der Rest wäre gelaufen, hätte das Fahrrad oder den ÖPNV genommen. Der Beitrag von E-Scootern, Autos zu ersetzen, scheint also bislang sehr klein zu sein.

Wir sind im Juli letzten Jahres in Paris gestartet, unserem größten Markt außerhalb der USA, und haben dann im November eine Umfrage in Kooperation mit einem französischen Institut gestartet. Dabei kam heraus, dass mehr als 40 Prozent der Bevölkerung in Paris bereits E-Scooter genutzt hatten und 70 Prozent davon geantwortet haben, dass sie ihr Auto weniger nutzen, seitdem E-Scooter zur Verfügung stehen. Es kann natürlich immer sein, dass ich an unterschiedliche Aussagen komme, auch je nachdem, wen ich frage. Aber der wichtige Punkt ist, dass wir mit den Städten, basierend auf harten Fakten, zeigen können, dass es letztlich um die letzte Meile geht - in Kombination mit dem ÖPNV für Pendler, oder für Menschen, die komplett aufs Auto verzichten können.

Wenn ein Pendler jeden Morgen und jeden Abend 15 Minuten einen E-Scooter von Bird fährt, um zur S-Bahn-Station zu kommen, zahlt er bei 20 Arbeitstagen 140 Euro – jeden Monat. Wer zahlt denn wirklich so viel Geld?

Das ist jetzt diese Anfangs-Preisstrategie. Und warum fangen alle mit einem Euro Startpreis an, und mit 15 Cent die Minute? Weil sich unser Gründer Travis VanderZanden wahrscheinlich irgendwann Abends bei einer Pizza gedacht hat, ich muss jetzt irgendeine Preisfestsetzung machen. Seitdem machen es halt alle anderen auch so.

Künftig wollen wir nicht nur traditionelles E-Scooter-Sharing anbieten, sondern auch zum Beispiel Bird rental. Das bedeutet, dass wir in ausgewählten Städten auch monatliche Mieten anbieten und dahin geht dann die Reise.

Mit seinem Angebot "Bird rental" will Bird E-Scooter monatlich verleihen. Laut Homepage wird der Service bald in San Francisco und Barcelona gestartet - also in 2 von 140 Städten, in denen Bird aktiv ist. In Barcelona soll der Preis 34,99 Euro pro Monat betragen.  

In anderen europäischen Großstädten nahm die Zahl der E-Scooter überhand, es gab viele Beschweren und auch zahlreiche Unfälle. Wien und Madrid haben die Zahl der E-Scooter daraufhin reguliert. Gehen Sie davon aus, dass es in Berlin ähnlich laufen wird?

Wien hat nicht reagiert, sondern auf einer Bike-Sharing-Regulierung aufgebaut, bei der sie sich selber auferlegt haben, dass es 1500 Fahrräder pro Anbieter gibt. Diese Anzahl pro Anbieter haben sie als Basis für E-Scooter genommen.

Welche Art von Regulierung wäre denn ihrer Ansicht nach die sinnvollste?

Da gibt es verschiedene Szenarien: Es macht Sinn, zum Beispiel 10.000 Scooter als Gesamtgrenze zu haben, aber nur mit zwei oder drei Anbietern.

Wenn es wie heute sechs oder acht Anbieter gibt, drängen alle in die Innenstadt, denn wirtschaftlich gesehen kann keiner überleben, der nicht in der Innenstadt ist. Wenn man aber zwei, drei Anbieter hat, die sich die 10.000 Scooter aufteilen, kann man auch in die Breite gehen und die gesamte Stadt abdecken. Was sicherlich im Interesse von allen ist, weil man die Scooter ja der gesamten Bevölkerung anbieten möchte - gerade auch in den Bereichen, wo vielleicht der ÖPNV nicht so stark vernetzt ist.

Wenn Berlin auch eine Obergrenze einführen würde und ihnen vorschreiben würde, dass sie auch in die Außenbezirke gehen müssten – würden sie das akzeptieren?

Ja, ganz klar. All diese Täler muss man durchschreiten: die Obergrenzen, die Anzahl der Anbieter - das wird alles kommen. Es geht für die Städte darum, das Potenzial  zu erkennen: ab dem Punkt werden dann Türen geöffnet hinsichtlich Kooperationen direkt mit der Stadt und direkt mit dem ÖPNV. Dahin geht die Reise. All die schwierigen Dinge, die bis dahin gelöst werden müssen, da machen wir uns keine Illusionen, die liegen auf dem Tisch. Und da müssen wir eine Lösung für finden.

Das Interview führte rbb|24-Redakteur Robin Avram

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Nico] vom 12.07.2019 um 11:37
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

21 Kommentare

  1. 20.

    "Der Fußgänger ist zu dem flexibler und kann schneller beiseite treten." Sind Sie da so sicher? Ich bin sehbehindert und merke erst, wenn der Roller mich berührt, dass ich zur Seite hätte springen sollen! Nein, es geht auch anders: Aufklärung tut not, am besten, indem man den (oder die beiden auf einem Brett stehenden) Falschfahrer mal kurz beim Vorbeifahren antippt - das fegt ihn oder sie nämlich leicht vom Brett...

  2. 19.

    Ergänzung: tagesschau.online berichtet heute über unzählige Unfälle durch E-Scooter. Hauptsächlich auf Gehwegen. Durch falsche Nutzung, Alkohol, dass zu zweit gefahren wird und Menschen darüber stolpern, weil sie irgendwo rumliegen. Knochenbrüche und Kopfverletzungen. Der ADAC und Verkehrssicherheitsrat warnt vor einem E-Scooter-Chaos. Mehr gibt es wohl nicht zu sagen. Nach 4 Wochen schon eine üble Bilanz. Weg mit den bekloppten Dingern. Das ist ein faules Ei, dass wir nicht brauchen und unser Leben nur noch mehr belastet.

  3. 18.

    Nochmal ganz in Ruhe, für alle, die es bisher nicht verstehen konnten oder wollten: viele "kleine" Kollisionen zwischen Radfahrern (auf dem Gehweg) und Fußgängern, tauchen auch in keiner Statistik auf. Geschweige denn als Artikel irgendwo. Sie geschehen aber täglich in dieser Stadt. Genauso verhält es sich mit den Rollern. Viele Unfälle werden durch die Bereitschaft zur Defensivität der Füßgänger verhindert, oder gehen grad mal so durch, obwohl es eine Unverschämtheit ist, dass sie überhaupt geschehen. Denn Roller haben, genauso wie Fahrräder, nichts auf dem Gehweg verloren. Die Zumutung, dass Fußgänger jetzt auch noch auf diese Mistdinger achten und "mal eben ausweichen" müssen, bedeutet Stress und schränkt die Lebensqualität ein. Alleine schon das ist Fußgängern nicht zuzumuten. Wenn man dann noch mit Senioren, Kindern, vollgepackt oder mit Krücken (mein Kind derzeit) dieser Belastung ausgesetzt ist, grenzt an eine bodenlose Frechheit. Dann kann ich auch auf der Straße spazieren gehen, was scheren mich die Autos? Irgendwo müssen Grenzen gesetzt werden. Und die sind Rollerfahrern bekannt. Und falls nicht, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wer keinen Bock auf diese Regeln hat, soll nicht Roller fahren. Und wer immer noch gegen hält und den Fußgängern das aufbürden will, der sollte mal seine Prioritäten checken. Empathie???

  4. 16.

    Was ist Ihr Einsatz?

    In Spanier verstarb eine 90 Jährige Fußgängerin nach eine E-Tretroller-Unfall.

  5. 15.

    Dann macht es Ihnen sicherlich auch nichts aus, wenn ich Sie bei grün mit meinem Auto anfahre-Sie haben höchstens ein paar Schrammen oder einen Knochenbruch, davon sterben Sie ja nicht. Was schreiben Sie denn da? Und nicht nur zu diesem Thema. Ein wenig mehr Empathie und Respekt den Themen und anderen Menschen gegenüber stünde Ihnen gut zu Gesicht.

  6. 14.

    Auch hier: zu offensichtlich, Ihre mühseligen Versuche Aufmerksamkeit zu bekommen und zu provozieren. Was soll das? Wer Roller fährt, entscheidet selber über das Risiko. Auf dem Gehweg ist nicht, auf der Straße gefährlich. Ergo: sein lassen. Den Fixfax braucht niemand. Und wir Fußgänger müssen mit dem Quatsch endlich in Ruhe gelassen werden. Nervt nur noch.

  7. 13.

    Genau, es stirbt niemand. Unterm Lkw/Pkw schon. Das ist der Unterschied, aber man hat festgelegt und nicht nachgedacht, wie bei vielem.
    Und die Senioren sind mit ihren Rollatoren auch nicht zimperlich einem in die Hacke zu rammen.
    Da floss schon mal Blut im Supermarkt. Kinder können wenn es Dicke kommt mit dem Rad ebenso schaden anrichten.
    Jede Wette, die Roller die ich täglich in der City fahren sehe, können niemanden ernsthaft verletzen. Kinder-Fahrräder mit Schutzblechen beim Zusammenstoß schon.
    Und wie gesagt die meisten bewerten hier Dinge die in ihrer Wohnregion nie stattfinden.

  8. 12.

    Zu Fuß gehen ist die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung.
    Es wird einem aber immer schwerer gemacht.
    Radfahrer und E-scooter dürfen nicht auf den Bürgersteig!

  9. 11.

    Flexibler? Es sind zuhauf Senioren und Kinder auf Fußwegen. Die sollen jetzt den Rollern flexibel ausweichen? Es ist in manchen Bereichen Berlins schon so anstrengend genug, zu Fuß unterwegs zu sein. Einen Teufel sollten die Fußgänger tun. Wenns denn auf den Straßen mit den Rollern nicht klappt-weg mit dem Mist. Nicht alles was kann, muss. Und Roller auf Bürgersteigen gehen gar nicht. Wer zu faul zum Laufen ist, hat halt Pech gehabt.

  10. 10.

    Sie haben recht, aber nicht nur die Politiker sind schlechte Vorbilder. Der Ton ist gesellschaftlich insgesamt sehr rauh und egoistisch, jeder denkt nur an seinen Vorteil und Dinge wie Rücksicht, Verantwortungsbewußtsein und Empathie gehen immer mehr verloren. Und alle fragen sich erstaunt, wie "die Welt" und "die Jugend" nur so werden konnten. Der Rollerfahrer war übrigens ca. Anfang 30 und trug einen Anzug^^

  11. 9.

    Das machen sie aber. Die fahren wo ihnen der Sinn steht, würde ich auch wenn ich Tourist wäre. Sie müssten den E-Benutzern das in jeweiligen Landessprache erklären. Sie haben Spaß daran und bisher ist nur etwas auf der Straße passiert. Dafür sind die Forderungen der Fußgänger schuld. Den Touristen sitzt das Geld sowieso locker, die paar Ordnungsgeldkröten... mein Gott.
    Ich finde man sollte die E-Roller auf dem Gehweg grundsätzlich fahren lassen. Lkw vs Roller ist wohl ein Unterschied als Roller vs Fußgänger.
    Der Fußgänger ist zu dem flexibler und kann schneller beiseite treten.
    Aber die deutschen Beamten machen das schon damit die Sturköpfe, die nicht mal in der City wohnen, bekommen was sie wollen.

  12. 8.

    Wen wundert es ? Die guten Vorbilder für ihr Verhalten sieht die Jugend doch im Umgang der Politiker untereinander.

  13. 7.

    Gestern breiteren sechs halbstarke Typen jeweils zu zweit auf rollern im hochsttempo auf dem Gehweg, hielten ganz bewusst auf Fußgänger zu. Wer sich beschwerte, wurde von Ihnen als Nazi beschimpft. So geschehen im Wedding. Noch Fragen?

  14. 6.

    Na wer läuft ist selber schuld und soll nicht meckern. Wem das alles nicht passt, der soll halt zu Hause bleiben. So die dreiste Antwort eines Rollerfahrers am Samstag auf der Kantstrasse, dem ich nicht auswich und den ich darauf aufmerksam machte, dass er auf dem Gehweg nichts verloren hätte. Einen Radweg gibts dort nicht, also fahren Roller auf dem Bürgersteig. Wer fährt freiwillig mitm Roller in dem Höllenverkehr? Das war doch zu erwarten. So sieht es täglich aus, Aufsteller der Lokale und Geschäfte, abgestellte Räder, Bauschuttcontainer und...Radfahrer und Rollerfahrer. Wir Fußgänger sind die Loser der Stadt. Interessiert doch keinen die Bohne, wie wir das finden und wie wir klar kommen. Shit happens...

  15. 5.

    Auf Gehwegen und in vielen Fußgängerzonen darf i.A. nichtmals mit einem km/h gefahren werden. Diese Verkehrsregel ist eindeutig und nicht optional. Wer das dennoch tut, ist ähnlich rücksichtslos wie der Falschparker, der einen Radfahrer zum Spurwechsel zwingt.

  16. 4.

    Die albernen E-Roller in der Stadt stören ungemein !

  17. 3.

    Es sind definitiv zu viele in der Anzahl! Jeder möchte was vom Kuchen abbekommen.

    Aber ich habe festgestellt, dass Touristen die keine Lust haben z.B. Unter den Linden / Brandenburger Tor zu laufen und keine ÖPNV-Benutzung wünschen, oder das flexibler finden, scheinbar ideal ist.
    Ost-Asiaten benutzen das gar nicht, Südländer wie Brasilianer, Spanier im Gegenteil.
    Der "echte" Bürger würde solch eine Blödsinn nie benutzen. Die Reichweiten sind nicht stimmig.
    Es ist so der optische Eindruck, soweit ich das seit Einführung dieser E-Tools auf dem täglichen Weg zur Arbeit beobachtet habe. 99,9% der Benutzer fahren auch gesittet. Selbst wenn sie auf dem Gehweg fahren, und das tun sie gelegentlich, würde kein Fußgänger zu schaden kommen, da sie auf dem Gehweg die 5km/h-Stufe fahren. Sehe ich oft.
    Also für Touristen super, zumal alles ziemlich weitläufig ist, man viel umsonst läuft, Unter den Linden verhungert und verdurstet, und man braucht im Gegenzug zum Segway keinen lästigen Helm.

  18. 2.

    Der Preis zeigt in der Tat ganz klar, dass es nicht der Pendler ist, der täglich mit E-Trettrollern dank des mangelhaften ÖPNV die letzte Meile zurücklegt, sondern der Hippster oder Touri mit lockerem Geldbeutel. Wenn die tatsächlich diese Lücke schließen sollen, würden die dort stehend, wo Bedarf ist und wären in den Ticket-Apps der BVG integriert. Vom Senat gäbe es Ausgleichszahlungen, da Umweltticket-Abonnenten die ohne zusätzliche Kosten nutzen könnten wie auch der Berlkönig ein anderes Geschäftsmodell hätte. Ebenso hätte der Senat schon längst auf den vom Steuerzahler subventionierten Radverleih entsprechend einwirken müssen.

    Dass die auch in der für die BVG umgeschriebenen Software aus Litauen zu finden sind, hat ganz banal Marketing-Gründe. Man erhofft sich einen Wettbewerbsvorteil.

    Mit den Städten wird nur so weit koorperiert, wie man unbedingt muss. Sonst gäbe es eine freiwillige Drosselung in Fußgängerbereichen und auf der linken Straßenseite.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Berliner Start-up bietet gerettete Lebensmittel bis zu 80 Prozent reduziert an.
rbb/ Oberwalleney

Tafel befürchtet Einbußen - Der Streit um gerettete Lebensmittel

16 Lkw-Ladungen Lebensmittel landen in Berlin jeden Tag in der Tonne. Außer der Tafel gab es lange keine Abnehmer. Doch jetzt kommen neue Unternehmen auf einen Markt, der bis dato gar keiner war. Die Tafel befürchtet Nachteile für Bedürftige. Von Bernadette Huber