Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister spricht im dpa-Interview(Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Audio: Inforadio | 15.07.2019 | Interview mit Michael Müller (SPD) | Bild: dpa/Britta Pedersen

Interview | Reaktion auf VBB-Kritik - Müller: 365-Euro-Ticket durch teurere Einzeltickets finanzieren

Mit einem 365-Euro-Ticket will Berlins Regierender Michael Müller die Verkehrswende beschleunigen. Doch woher sollen die 100 Millionen Euro Mehrausgaben kommen? Im rbb schlägt Müller vor, den Bund zur Kasse zu bitten - und Einzeltickets teurer zu machen.

rbb: Ein Bus- und Bahnticket für 365 Euro im Jahr - also für einen Euro am Tag. Das gibt's schon in Wien und künftig auch in Berlin - wenn es nach dem Regierenden Bürgermeister geht. Herr Müller, ein häufig gehörtes Argument gegen ihren Vorschlag lautet: der ÖPNV muss attraktiver werden durch bessere Anbindung, mehr Züge, höhere Sicherheit Sauberkeit. Das schaffe man nicht, indem man die Fahrpreise senkt. Was antworten Sie?

Michael Müller: Dass das erst einmal eine richtige Forderung ist, aber das eine das andere nicht ausschließen muss. Ich freue mich darüber, dass wir überhaupt jetzt diese Debatte führen über die Verkehrs- und Umweltpolitik. Da spielt ein attraktives Angebot für die BVG natürlich eine entscheidende Rolle. Und richtig ist - das habe ich auch von Anfang an immer betont - es ist ein schrittweises Ziel, das verfolgt werden muss in Einklang mit einem attraktiven Angebot. Busse und Bahnen müssen die entsprechenden Kapazitäten auch erbringen können. Wir brauchen neue Strecken, müssen investieren. Aber parallel dazu muss man natürlich auch über ein attraktives finanzielles Angebot nachdenken und über günstige Ticketpreise, damit die Leute dann auch wirklich umsteigen.

Wenn man den Preis für die Umweltkarte von heute 761 Euro auf 365 quasi halbiert, dann bedeutet das durchgerechnet Mindereinnahmen von 100 Millionen Euro jährlich für die BVG. Wer zahlt das?

Im Moment zahlt das Land Berlin schon über 700 Millionen Euro für unser Nahverkehrsangebot - das darf man nicht vergessen. Es gibt ja mehrere Stellschrauben, wie man so eine weitere finanzielle Belastung ausgleichen könnte. Wenn mehr Leute umsteigen aufgrund des günstigen Ticketpreises, hat man auch mehr Einnahmen.

Dann wird ja auch diskutiert, ob nicht der Bund sich auch beteiligen muss an Nahverkehrskosten. In Bonn zum Beispiel gibt es mit Unterstützung der Bundesregierung auch ein 365 Euro-Ticket, weil man eben schon sagt, man will das Austesten, ob wir nicht in den Ballungsräumen im Sinne einer besseren Umweltpolitik zur gemeinsamen Finanzierung kommen müssen - zum Beispiel auch über die Umlage der CO2-Steuer. Es gibt also mehrere Komponenten, die man dann berücksichtigen muss. Es ist nicht so, dass die Mehrkosten eins zu eins dann auch im Berliner Landeshaushalt landen würden.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg fürchtet, dass das 365 Euro-Ticket in Berlin zulasten seiner Verkehrsbetriebe in Brandenburg geht. Die Unternehmen wollen nämlich eigentlich, dass die Tarife angehoben werden. Machen Sie dem VBB einen Strich durch die Rechnung?

Auch da muss man wieder genauer hingucken. In Wien zum Beispiel war es ja so, dass diejenigen belohnt wurden, die ein Abo genommen haben. Eben diese günstige 365- Euro Karte. Und das diejenigen etwas mehr zahlen mussten, die vielleicht zwei-, dreimal im Jahr fahren oder als Touristen in die Stadt kommen. Es ist möglich, Ticketpreise zu erhöhen - aber dennoch die zu belohnen, die wirklich viel mit der BVG fahren, darauf angewiesen sind oder umsteigen wollen vom Auto.

Zum Zweiten ist es doch ganz klar, dass wir uns mit Brandenburg abstimmen müssen und werden. Das haben wir immer so gemacht. Wir haben ja zum Beispiel auch schon ein 365 Euro Azubi-Ticket, das war ein ausdrücklicher Wunsch auch aus Brandenburg. Es ist doch klar: Der VBB ist uns sehr wichtig. Wir machen eine gemeinsame Landesplanung, wir wollen auch eine gemeinsame Verkehrspolitik. Aber es muss auch erlaubt sein, aus Berlin mal einen Anstoß zu geben.

Eine Sorge, die in Brandenburg geäußert wird: Wenn das Umweltticket in Berlin so wenig kostet, dann fahren die Pendler aus Brandenburg bis an die Stadtgrenze und dann steigen dann auf Bus und Bahn um. In Brandenburg würde dann der ÖPNV weniger genutzt. Wie kann man dem entgegenwirken?

Das ist genau das, was man da verabreden muss: Wie man eben gemeinsam für die Region Berlin-Brandenburg günstige Ticketpreise organisiert und in welchen Schritten? Genau das wollen wir ja nicht, dass eine Verkehrspolitik zulasten des einen oder anderen gemacht wird. Wir gehen jetzt schon gemeinsam sehr viele Schritte in Richtung günstiger Angebote: Das Azubiticket habe ich genannt, es gibt ein neues Firmenticket, da landet man bei ungefähr 470 Euro, es gibt ein günstiges Sozialticket und und und.

Warum wollen wir uns nicht das Ziel setzen, die nächsten Schritte zu gehen, die Abonnenten wirklich zu belohnen mit einem einfachen, klaren, überschaubaren Tarifangebot 365 Euro? Das muss eingeführt werden mit einem attraktiven Fahrgast-Angebot, mit mehr und besseren Zügen, in die wir jetzt investieren - aber es ist doch ein richtiges Ziel, das man sich vornehmen kann, und das man auch nicht auf die lange Bank schieben muss.

Herr Müller, herzlichen Dank für das Interview!

Leicht gekürzte Fassung des Interviews auf Inforadio. Die Fragen stellte Moderator Alexander Schmidt-Hirschfelder

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46 Kommentare

  1. 46.

    Die Frage ist nur, was ist Ursache und was ist Wirkung. Die Linke (und die SPD) werden gewählt, weil sie gegen Armut kämpfen und was für die sozial schwachen tun. Deshalb findet man beides zusammen.

  2. 45.

    Sie haben es richtig dargestellt. Bei Citymaut und erhöhten Parkgebühren muss sich ein Grossteil der Bevölkerung wegen fehlender Finanzmittel umstellen müssen.
    Allerdings führt dies dann dazu, dass sich nur "reiche Autobesitzer" eine Fahrt in die Innenstadt leisten können.
    In letzter Konsequenz führt dies zu "Freie Fahrt für Besserverdiener in Luxus-SUVs"

  3. 44.

    Erfrischend, Ihre Ehrlichkeit. Ja. Erst wenn es eine City-Maut und Parkplatz-Gebühren richtig zu Buche schlagen, wird sich ein erheblicher Anteil der Autofahrer umorientieren müssen. Und das geschieht hoffentlich bald.

  4. 43.

    Wie kommen Sie darauf, dass der private Autoverkehr subventioniert wird? Im Gegenteil, die Autofahrer zahlen deutlich mehr Steuern als für den Strassenbau und werden Instandhaltung ausgegeben wird.

  5. 42.

    als einer derer die diese " Träumereien " umsetzen soll gebe ich offen zu , ich fahre mit dem Auto zum Dienst weil es sauberer, bequemer und zuverlässiger ist egal was es kostet ! Wie auch immer die Preisgestaltung aussehen wird wer finanziell kann fährt in der City mit dem Auto. Erst wenn dies untersagt, extrem verteuert etc. wird,erst dann wird die ganze Fahrpreisdiskussion interessant. Im übrigen ,Ausweitung des Fahrangebotes ,E- Busse , die zusätzlichen Fahrer (lach) lieber kein Kommentar dazu . Der Grundgedanke vom Individualverkehr hin zum Öffi ist richtig um dem Verkehrskollaps vorzubeugen bzw. abzuschwächen.

  6. 41.

    @rbb Was kosten alle öffentlichen Autoparkplätze in Berlin jährlich? Wie werden die finanziert? Welchen Anteil zahlen die Nutzer*innen? Warum ist die Nutzung in Berlin fast kostenlos? So funktioniert die Verkehrswende NICHT! In anderen europäischen Metropolen werden anteilige Kosten in Rechnung gestellt oder sogar bessere ÖPNV Angebote damit finanziert. Die Subventionen für den privaten PKW Verkehr können reduziert werden :) Auch so bleibt mehr Steuergeld für einen bedarfsgerecht funktionierenden ÖPNV übrig.

  7. 40.

    Klarer Fall von HartzIV-Prägung. Sozialistische Mumpe!

  8. 39.

    Hallo huhu, es klingt zwar erst mal plausibel, dass der Preis ausschlaggebend war. Bei genauer Betrachtung stellte sich das aber als falsche Schlussfolgerung heraus, denn der Zuwachs fand vor der Preisreduzierung statt.
    https://www.zfk.de/mobilitaet/oepnv/artikel/wien-365-euro-jahreskarte-sorgt-nicht-fuer-mehr-fahrgaeste-2019-07-05/

    Entscheidend war das Gesamtkonzept aus verbessertem Angebot und verschärfter Kontrolle des Pkw-Verkehrs.

  9. 38.

    "...den Vielfahrer, der gern in Berlin ohne beruflichen Anlass herumkutschiert"

    als ob das iregneine Relevanz hätte- wieso sollten oft privat herumfahrende das nicht dürfen? Schließlich machen das auch alle Renter so. Und ja, auch die, die zum Arzt müssen- viel von denen übrigens auch mehrmals im Monat. Und auch Rentner haben ein Sozialleben und Freizeitinteressen- auch die profitieren von einem Monatsticket in Höhe von 30.- Eur (im Gegensatz zu jetzt).

    Und wenn tatsächlich jemand nur einmal im Monat zwei Fahrkarten für Hin- und Rückweg braucht und ansonsten nie mit den Öffentlichen fährt, wird eine evtl. Mehrbelastung sich absolut gerechnet in Grenzen halten- die Ersparnis aller anderen (Rentner) hingegen wird signifikant höher ausfallen.
    Mit anderen Worten: die allermeisten Rentner werden von einem 365 Eur Ticket profitieren.

  10. 37.

    Genau! Ich nutze auch die Viererkarten (Kurzstrecke und Normal) und liege damit unter den 365 Euro. Ganz große Klasse, dass das zu Lasten der Wenigfahrer geht.

  11. 36.

    Woran Sie gerade denken, diese Freiheit möchte ich Ihnen nicht nehmen.

    Gleichwohl bleibt die Frage, wie die 100 Millionen im Jahr sich auf die dann verkauften Einzelfahrscheine und von mir aus auch Vierer Karten verteilen, denn wenn Müller letztere ausklammern würde, könnte die Rechnung nicht aufgehen.

  12. 35.

    Müllers Vorschlag bewirkt die Mehrbelastung von Wenigfahrern, die dann Vielfahrer mitfinanzieren.

    Das Beispiel, ein Rentner, der gelegentlich einen Arzt aufsuchen muss, finanziert dann den Vielfahrer, der gern in Berlin ohne beruflichen Anlass herumkutschiert. Muss nicht immer so sein, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es so ist, ist significant.

  13. 34.

    Die Einzelfahrt kostet schon länger 2,80€. Der Rentner, der sich solch ein Ticket kauft ist selber schuld. Die 4er-Karte ist erheblich preiswerter und wurde bei der letzten Erhöhung auch nicht teurer. Warum muss ich gerade an den Blinden denken, der über Farben redet?

  14. 33.

    Blöd, dass trotzdem der Anteil am Modal Split gleich geblieben ist. Der hatte sich vor allem durch den Ausbau des Angebotes erheblich vergrößert, stagniert aber seit der Preissenkung. Es wird also trotz rd. 1/3 billigeren Jahresabo in Wien nicht häufiger mit Bus und Bahn gefahren.

  15. 32.

    Was qualifizieren Sie hier denn potentielle Nutzer dieses 365-Euro-Tickets als "hippe Vielfahrer" ab? Was ist denn bitte an häufiger ÖPNV-Nutzung "hip"? Haben Sie ein Problem mit Abo-Kunden oder was stimmt nicht bei Ihnen? Es geht Ihnen einzig und alleine darum, ALLES schlechtzureden, was dieser Senat vorschlägt. Wir sollten stattdessen einfach alle weiterhin so viel Auto fahren wie möglich und in Sachen ÖPNV rein gar nichts ändern. Das wird für eine Millionenmetropole das beste sein.

  16. 31.

    " Busse und Bahnen müssen die entsprechenden Kapazitäten auch erbringen können. Wir brauchen neue Strecken, müssen investieren. Aber parallel dazu muss man natürlich auch über ein attraktives finanzielles Angebot nachdenken und über günstige Ticketpreise, damit die Leute dann auch wirklich umsteigen."

    Das parallel gefällt mir besonders gut. Erstmal sollte in den Nahverkehr und deren Fahrplan vernünftig investiert werden. Und wenn man Ergebnisse sieht, dann kann man sich über die Gestaltung der Ticketpreise Gedanken machen. Solange dahingehend nichts passiert, wird auch keiner, der es nicht unbedingt muss, auf den ÖPNV umsteigen.

  17. 30.

    Eine wichtige Zahl fehlt, so etwas ist bei Müller-Interviews normal.

    Müller sagt, sein 365 € Jahresticket soll der Bund bezahlen. Ich gehe erstmal davon aus, der zahlt dafür nichts. Dann müssen die 100 Millionen im Jahr auf die Einzelfahrscheine umgelegt werden.

    Daher die Frage, wieviel wird dann ein Einzelfahrschein kosten? Im Augenblick zahlt der Rentner, der zum Arzt muss, 2.70 € für den Einzelfahrschein..
    Was wird er künftig, um hippe Vielfahrer mitzufinanzieren, dann zahlen müssen?

  18. 29.

    Unklar ist, wie mit den Tarifzonen umgegangen werden soll. Aus dem im Text genannten derzeitigen Abo-Preis lässt sich schließen, dass AB gemeint ist. Was ist mit BC und ABC, werden die mitverbilligt, proportional oder anteilig? Was ist mit Monatskarten die weitere Tarifzonen wie Potsdam oder Landkreise enthalten?

  19. 27.

    Bevor die Partei in einstellige Wahlergebnisse rutscht, lieber noch ein paar Stimmer "kaufen" solange man das noch kann.

  20. 26.

    ..kann man ja nur für Berliner machen statt den ganzen VBB. Berliner bekommen einen Zuschuss zum Normalpreis. Übernachtungspauschalte, ein bisschen mehr Gewerbesteuer, alle Prakeinnahmen und Blitzer. Der Bund mit seiner CO2 Steuer und boing steht die Finanzierung.
    Aber eigentlich sollte es komplett kostenlos sein. Das ändert aber nichts daran, dass in Berlin zu viele Menschen wohnen, die einfach alles zu sehr belasten. Also wenn dann noch mehr fahren... viel Spaß mit Schweiß, Deo und Siff und Viren.

  21. 25.

    Ich finde das gut. Natürlich ist das nur ein Baustein- aber das wird ja auch gesagt und einige weitere ja auch bereits in der Mache. Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut.

  22. 23.

    ...ein vergleich mit wien (1,8mio einwohner) = 780.000 jahreskarten = 284.700.000 mio € mit berlin (3,8mio einwohner) bei gleicher entwicklung, waeren es ca 600 mio € das waeren aktuell ungefaehr 85% der vbb nutzereinnahmen

  23. 22.

    "Eine Senkung der Preise für die Langzeittickets bringt kaum neue Fahrgäste"

    "In Wien scheint sich das Billig-Modell aber bewährt zu haben. Mit der Preissenkung schoss die Zahl der „Öffi“-Fahrer in die Höhe. Im ersten Jahr gab es ein Plus von 140.000 neuen Jahreskartenbesitzern. Von 2012 bis heute ist ihre Zahl von 373.000 auf 780.000 gestiegen."

  24. 21.

    "Wo die SPD bzw. Linken und die Grünen regieren herrscht Armut und Perspektivlosigkeit"

    und die welt ist eine scheibe

  25. 20.

    Umso mehr kann man nur staunen was für Qualität damals ( vor dem Krieg ) teilweise produziert wurde wenn diese Züge noch so lange im Einsatz waren und das was den Stadtbahner angeht noch bis 1997 . Wo sieht man heute noch U Bahnen und S Bahnen die länger als 25 Jahre im Dienst sind und von der mir schon beschriebenen Baureihe 481 will ich gar nicht erst anfangen . Aber Sie haben recht das in der DDR vieles auf Verschleiß gefahren wurde und nur das nötigste investiert wurde aber umso erstaunlicher das man mit diesen wenigen Mitteln den Verkehr über Jahrzehnte einigermaßen Aufrecht erhalten konnte . Da ist doch das was jetzt in den letzten 20 Jahren hier beim ÖPNV in Berlin trotz deutlich günstigeren Voraussetzungen getan wurde oftmals nur noch peinlich . Von der lange versprochenen Verkehrswende ist leider bis zum heutigen Tag so gut wie nichts zu sehen !!

  26. 19.

    "ein attraktives finanzielles Angebot nachdenken":

    nur noch 3 tickets fuer den vbb:
    1. persoenliche jahreskarte fuer 360€(inkl. berlinpass-ermaessigungen),
    2. persoenliche monatskarte fuer 30€ und
    3. die tageskarte fuer 3€.



  27. 18.

    Die Vorschläge dieses unsäglichen SPD-Politikers werden immer abstruser. Eine Senkung der Preise für die Langzeittickets bringt kaum neue Fahrgäste, weil da der ÖPNV bereits jetzt das preiswerteste Verkehrsmittel ist. Die Verteuerung von Einzeltickets dagegen hält Gelegenheitsnutzer unmittelbar von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Der Vorschlag bewirkt damit genau das Gegenteil. Wenn mehr Menschen den ÖPNV nutzen sollen, dann muss das Angebot attraktiver werden. Zum Beispiel sollte beim Einzelticket die Rückfahrt innerhalb der 2 Stunden wieder möglich sein. Auch braucht es in den Randgebieten mehr und öfter Verbindungen und gut abgestimmte Fahrpläne für kurze Umstiege. Da geht Müller aber nicht ran, nur populistische Nebelkerzen. Berlin hatte noch nie so einen schlechten regierenden Bürgermeister, eine echte Schande für die SPD. Kein Wunder, dass die immer seltener gewählt wird.

  28. 17.

    Du sprichst mir aus der Seele.
    Herr Müller und Herr Woidke schreien immer am lautesten nach dem Bund, wenn sie Geld brauchen.

  29. 16.

    Der Instandhaltungsrückstand der DR bei der S-Bahn war so groß, dass selbst Wartungsarbeiten aus der Vorkriegszeit bei den an die BVG übergebenen Bahnen teilweise noch ausstanden. Auch am Schienennetz ist nur das nötigste gemacht worden. Größere Maßnahmen, die zu einer Sperrung geführt hätten, fanden einfach nicht statt.

    Bei kleineren Maßnahmen spielen auch geänderte Arbeitsschutzbedingungen eine Rolle. Wo die Bundesbahn noch Räder rollen ließ, ist das für die DB AG heute nicht mehr zulässig.

  30. 15.

    Die SPD IN Berlin und Brandenburg schreien immer nach dem Bund. Selbst sind diese unfähigen Politiker nicht in der Lage ihren Haushalt von der Schuldenlast zu befreien. Wo die SPD bzw. Linken und die Grünen regieren herrscht Armut und Perspektivlosigkeit. Der Wähler in Berlin und Brandenburg sollte diese Schuldenmajore zum Teufel jagen.

  31. 14.

    Es ist eine Schnapsidee, weil erst einmal die Vorraussetzungen dafür geschaffen werden müssen, sprich Personal ,Fahrzeuge, Werkstätten kaufen/herbeischaffen. Vorher kann man solche Stammtischparolen von Herrn Müller nicht raushauen und bezahlt wird dies wahrscheinlich über den Länderfinanzausgleich.

  32. 13.

    An Ihren Kommentar ist sicher auch ein Stück Wahrheit dran aber zur Wahrheit gehört auch das es solche Zustände wie während der S Bahn Krise vor wenigen Jahren als ganze Strecken Wochenlang stillgelegt wurden es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gegeben hat auch nicht zu DDR Zeiten denn da wurde notfalls improvisiert und bei Engpässen auch noch der letzte Reservist aus dem Urlaub geholt um einen halbwegs sicheren und stabilen Betrieb zu gewährleisten . Und auch Baustellen und Bauabläufe wie es sie u.a. am S Bahnhof Warschauer Straße , am S Bahnhof Karlshorst oder dem Bahnhof Schöneweide gibt kenne ich so nicht aus dem ehemaligen Ostberlin .
    Über die Ergebnisse lässt sich sicher streiten und auch das Ostberlin sicher eine Sonderstellung in der DDR hatte aber hier geht es ja nun mal um den ÖPNV von Berlin und seinem Umland also gehört das zur Wahrheit dazu .

  33. 12.

    Nix da 10 Pf.
    Erwachsene 20Pf.
    Ohne Umsteiger
    Weiter für 30 Pf. zB. Grünau Alex
    Und wieder 20Pf für Bus Straßenbahn Richtung Invalidenstr.
    Summa 70 Pf. Und das ganze Retour nocheinmal.
    Oder was meinten Sie?

  34. 11.

    Im Moment nutze ich statt des Autos sehr viele Einzeltickets bzw. Vierkarten. Diese sollen nun noch teurer werden? Er will also tatsächlich Geschenke auf meine Kosten machen? Der M. hat sie doch nicht alle.

    Man gut, dass ich ein Auto habe. Das rechnet sich dann noch mehr.

  35. 10.

    Für Eure "kleine DDR" , Namens Berlin, schlage ich einen Ticketpreis von 10 Cent vor. Hatten wir schon in der EX-DDR (10Pfg) und daraus resultierend einen grandiosen Fuhrpark inclusive. Das rollende Material hatte fast immer Nostalgiewert und die Bus-Dieselflotte einen atemberaubenden Zustand, die S-Bahn zusammengehalten von Rostschutzfarbe, wunderschön war es, damals in der DDR. Also ich empfehle: runter mit den Preisen, es wrd sich für alle lohnen. Nebeneffekt: man rückt menschlich wieder etwas mehr zusammen. ;-) (in den Fahrzeugen zumindest).
    Danach dann sollten die Lebensmittel subventioniert werden. Kann ja nicht sein, dass die zu martktüblichen Preisen angeboten werden. DDR-Preislisten gibt es in den Archiven von HO und KONSUM!

  36. 8.

    Bedeutet das noch mehr "Besserverdienende" im ÖPNV unterwegs sein werden. Leute die nicht die geringste Kultur für ein solches Verkehrsmittel mitbringen!

  37. 7.

    Ja bitte, umsetzen Herr Müller. Endlich mal ein konstruktiver Vorschlag.

  38. 6.

    Das ist die typische Art Müllers, Politik zu machen.
    Geschenke verteilen,auf Kosten anderer.

  39. 5.

    Hr. M. sind Sie naiv?
    CO2 Steuer
    Tickets umsonst -quasi
    Aber keines der Spielbälle um Wählerstimmen ist mit der real existierenden soz. Wirklichkeit vereinbar. Vorbereitung und Planungsphasen für auch nur einen Poller sind so lang das sich der angedachte Komplex( Öffendlicher Güter und Nahverkehr)noch in Jahrzehnten nicht im Einklang mit der CO2 Reduzierung befinden.
    Geht rigoros gegen Falschparker vor(BVGabschleppdienst)
    Das Abstellen von nicht Pkw-Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor über Nacht auf öffentlich. Straßenrand ist einzuschränken. Die km je Tonne Versorgungsgüter die in der Stadt benötigt werden sindim Umland und im Land Berlin auf 50% zu vermindern.

  40. 4.

    Der "unbeliebteste Landeschef Deutschlands" (Morgenpost) wurde noch nicht einmal gewählt.

  41. 3.

    Die Fajhrpreise sind ein Aspekt, was die Attraktivitätssteigerung anbetrifft. Da sollte es m. E. nicht nur um Monats- und Jahreskarten, sondern auch um Einzelfahrkarten gehen. Bspw. wäre möglich, die Rückfartsoption mit einzuschließen, die Einzelfahrkarten nur nach Zeit zu bemessen und die räumlichen Geltungsbereiche nur auf die Zeitkarten anzuwenden.
    Motto: Bis eine halbe Std. 1 Euro, bis eine Stunde: 2 Euro, bis zwei Stunden: 3 Euro. Innerhalb von Berlin A, B, C. Bei den Mindereinnahmen muss die staatl. Seite fin. zuschießen und die Lücke schließen.

    Die Qualität und Sauberkeit ist ein Zweites. Die Stabilität des Betriebes, vernachlässigt durch die Politik der Wiederinbetriebsetzung anstelle der vorherigen Instandhaltung, ein Drittes.

  42. 2.

    Die Fahrpreislüge als Symbolpolitik

    Andernfalls hat Herr Müller keine Ahnung wie Wien den Anteil des ÖPNV deutlich gesteigert hat. Es war ein besseres Angebot! Durch die spätere Preissenkung hat sich am Verkehrsverhalten der Wiener nichts meßbares geändert.

    Da gerade Sommerferien sind, ist derzeit in Berlin neben den Zitteranfällen der Bundeskanzlerin sein nebenbei hingeworfenen Satz das Thema. Sollte er sich tatsächlich für den ÖPNV einsetzen wollen, müsste er sich schkn längst in kurzen Abständen von Frau Pop und Frau Günther berichten lassen, welche Fortschritte bei der vollmundig angekündigten Verbesserung des ÖPNV durch die Grünen erreicht worden sind und andernfalls deren Demissionierung wegen Unfähigkeit verlangen. Wie schon beim Wohnungsbau beschränkt er sich aber auf populistische Worthülsen in der Presse.

  43. 1.

    Genau das ist das Problem, warum sollen der Bund bzw. andere Bundesländer für diese schnapsidee von Herrn Müller das subventionieren. Berlin hat mehr als genug Steuereinnahmen, das kann Berlin selbst stemmen, nur leider wird das Geld an der falschen Stelle verschwendet.

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