Zwischen Berlin und Magdeburg - Potsdamer Stammbahn soll doch gebaut werden

Die Potsdamer Stammbahn soll nun doch reaktiviert werden, um die Bahnverbindungen zwischen Brandenburg und Berlin zu verbessern. Die Streichung des Projekts im Rahmen des Bahnkonzepts Deutschlandtakt sei vom Tisch, bestätigte das Bundesverkehrsministerium am Dienstag einen Bericht der "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Die Stammbahn gehört zum Entwicklungskonzept von Berlin und Brandenburg für den Schienenverkehr, i2030. Demnach soll die Strecke zwischen Berlin-Hauptbahnhof und Magdeburg ausgebaut werden und mehrere Gemeinden, darunter Kleinmachnow, an das Netz anschließen.

2008 wurde eine Wiederbelebung abgelehnt

"Wenn Berlin und Potsdam wachsen, werden wir die Stammbahn in zehn bis 15 Jahren dringend wieder für den Bahnverkehr brauchen", hatte der damalige Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD) im Dezember 2015 gesagt und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Auch der Berliner Senat hatte zuvor zugesagt, die Wirtschaftlichkeit der Verbindung prüfen zu wollen. Der Verein "Schutzgemeinschaft Stammbahn" sieht ein Comeback der Strecke kritisch und moniert, diese könne die Verkehrsbedürfnisse der Menschen im wachsenden Speckgürtel Berlins nicht erfüllen.

Im Jahr 2008 hatte der Senat schon einmal eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht - war jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Wiederbelebung der Stammbahn nicht förderungswürdig sei.

Erste Eisenbahnstrecke Preußens

Das im Jahr 1838 eröffnete Teilstück zwischen Berlin und Potsdam war die erste  Eisenbahnstrecke Preußens. Bis 1846 wurde sie nach Magdeburg verlängert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke allerdings nicht mehr in Betrieb genommen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, Andreas Geisel habe im vergangenen Dezember eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und sich zur Stammbahn geäußert. Das ist falsch, wir bezogen uns dabei auf Dezember 2015. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

Sendung: Inforadio, 23.07.2019, 18:30 Uhr

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33 Kommentare

  1. 33.

    Habe da eine total verrückte Idee. Sie lesen einfach was ich schrieb dann stellen Sie fest, Sie liegen 2-mal fasch.
    Zitat des Helmut Krüger:
    "Dazu habe ich in Ihrer Entgegnung nichts gelesen.
    Selbstverständlich hat die Stammbahn ab dem Bereich Gleisdreieck eine Einfädelung in die Nord-Süd-Fernbahn. Einzig dieser Kontext hat hier einen Sinn, falls Sie - definitionsbeflissen - auf die Nord-Süd-Strecke der S-Bahn anspielen sollten. "
    Tipp Potsdamer 29.07.2019 | 00:47 Uhr und 27.07.2019 | 10:21 Uhr
    Die Berliner Stadtbahnstrecke der S-Bahn sei überlastet meinen Sie. Falsch ist sie eben nicht. Ich habe mehrfach nach belegen gefragt. Keine Antwort das sagt doch alles. Ich kann belegen was ich schreibe im Gegensatz zu anderen hier.

  2. 32.

    "Potsdamer Stammbahn" ist eben falsch. Sie finden den Begriff nicht einmal auf der Seite zu Stammbahn
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Berlin%E2%80%93Magdeburg
    "Potsdamer Stammbahn" stammt von denen die Propaganda für diese unnütze Strecke machen. Sie regen sich über " Häusebesitzer " die gegen die blödsinnige Stammbahn sind auf, merken aber nicht wie Sie sich für die Interessen der Immobilien-Lobby einsetzten.

  3. 31.

    Der Begriff der Potsdamer Stammbahn ist keineswegs an die Haaren herbeizogen, sondern bezieht sich auf die Baugeschichte, wobei der Betrieb nur durch den Mauerbau eine Zäsur erlitten hat. Ansonsten wäre sie bis heute von ausreichendem bis sehr gutem Zuspruch bedacht worden.

    1838 war der Beginn am Potsdamer Bahnhof in Berlin, zunächst nach Zehlendorf (seinerzeit bei Berlin), um kurz darauf nach Potsdam errichtet zu werden. Erst acht Jahre später ging es weiter, bis schließlich nach Magdeburg.

    Es ist einzig der Reigen einiger Häusebesitzer, die durch weitere Bauten in ihrem Garten die unnatürliche Situation der Teilung und Abriegelung zu einer endgültigen machen wollten. Und sich jetzt verdutzt die Augen reiben.

  4. 30.

    Jeder Mensch, der morgens u. am Nachmittag fährt, weiß um die Notwendigkeit einer Taktverdichtung, ebenso zusätzl. um eine Verlängerung der Züge. Auch geht es um die Gewinnung neuer Fahrgäste.

    Dazu habe ich in Ihrer Entgegnung nichts gelesen.

    Selbstverständlich hat die Stammbahn ab dem Bereich Gleisdreieck eine Einfädelung in die Nord-Süd-Fernbahn. Einzig dieser Kontext hat hier einen Sinn, falls Sie - definitionsbeflissen - auf die Nord-Süd-Strecke der S-Bahn anspielen sollten.

    Die Berliner Stadtbahnstrecke ist in der Tat überlastet. Das betrifft sowohl die S-Bahn als auch die RB- und die Fernbahnstrecke. Jeder zusätzliche Zug aus Richtung Potsdam würde die Chancen für weitere Züge aus Ri. Falkensee und Wustermark verschlechtern.

    Ein Aspekt, den ich immer wieder nenne, ist die unzureichende Instandhaltung der Bahn. Vom sicherheitsrelevanten Bereich abgesehen, übt die Bahn Wiederinbetriebsetzung statt vorsorgender Instandhaltung. Das raubt Kapazitäten.

  5. 29.

    Die Überlastung der Stadtbahn haben Sie erneut nicht belegt. Richtig die Berliner Stadtbahn ist der Abschnitt nicht, aber kurz danach. Die Züge sind also schon abhängig davon. Wenn es gute Gründe für die Stammbahn gäbe wäre Sie schon fertig. Lenken Sie doch nicht mit Autorennpisten ab, wo doch viele im Land vom ÖPNV abgehängt sind. Mit dem Nord-Süd-Tunnel wissen Sie es besser als die Experten, kannten aber nicht einmal die aktuellen Fakten.

  6. 28.

    Nein ich meine nicht den Abschnitt Potsdam - Griebnitzsee denn das ist nicht die Berliner Stadtbahn sondern Ich meine vor allem den Abschnitt Charlottenburg - über Zoo bis Berlin Ostbahnhof denn dort ist es besonders problematisch !! Die so genannte Stadtbahn gibt es im Raum Potsdam nicht !! Und Ihr Beispiel ist eines von mehreren die Kritik üben am Bau der Stammbahn aber es gibt genau so auch Aussagen die das nicht so sehen . Sie und einige Leute mehr sehen den Ausbau der Bahn in diesem Bereich als Geldverschwendung an aber es gibt auch viele die dieses Projekt befürworten . Letztendlich ist mir aber unter dem Strich jedes Bahnprojekt lieber als der Bau neuer Autorennpisten . Trotz Ihres Links bin ich nicht der Meinung das es nach Eröffnung der Dresdner Bahn zu dramatischen Engpässen im Nord Süd Tunnels kommt . Im übrigen ist der Zuzug in den Speckgürtel und die zunehmende Überlastung der Stadtbahn besonders in den letzten Jahren seit 2013 zu spüren gewesen .

  7. 27.

    Mit dem Nord-Süd-Tunnel ist schon lange vom Tisch.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/deutschland-takt-bis-2030-der-bahnknoten-berlin-wird-weiter-ausgebaut/23225852.html

  8. 26.

    Starker Zuzug in den Berliner Speckgürtel , starke Überlastung der Stadtbahn sind keine Sache der letzten Jahre. Eine Viertel Milliarde in eine unnütze Stecke so stecken wo viele Teile des Landes abgehängt werden ist schon abartig. Vom Bahnhof Griebnitzsee nach Potsdam Hbf ist aber genau die Strecke von der Sie sagen, wäre überlastet, Denken Sie doch bitte über den Widerspruch nach. Die Überlastung belegen Sie dann auch einmal bitte.
    Da ihnen wichtige Informationen zur Auslastung der Nord-Süd-Strecken nicht bekannt sind gerne der Link:

    https://www.pnn.de/brandenburg/plaene-fuer-2030-kritik-aus-brandenburg-am-bahnkonzept-deutschlandtakt-/24593186.html

  9. 25.

    Die Stammbahn soll aber laut Bundesverkehrswegeplan in erster Linie zur Entlastung der Stadtbahn wieder aufgebaut werden . Ein Weg über Ostkreuz halte ich für ziemlich unrealistisch . Ich lese jetzt hier schon zum wiederholten mal das die Kapazitäten im Nord Süd Tunnel zu gering sein soll erst recht wenn der Airport Express in Betrieb geht aber laut Deutsche Bahn soll das ja nicht der Fall sein und genau deshalb hat man ja jetzt auch grünes Licht für die Stammbahn gegeben . Mann darf ja auch nicht vergessen das zur Inbetriebnahme der Dresdner Bahn ein nicht unerheblicher Teil der Züge von der Anhalter Bahn dort hin wechseln wird und somit der Ast Richtung Süden etwas entflochten wird und damit ein schnellerer Ablauf dann über 2 Strecken möglich ist .

  10. 24.

    Ihre Fragestellung ist schon falsch, da die Stammbahn keine Alternative sein kann, wegen zu geringer Kapazitäten im Nord-Süd-Tunnel. Wie lange wäre die Fahrzeit mit der Stammbahn zur Friedrichstraße über Ostkreuz?

  11. 23.

    Dann auch an Sie noch mal die Frage : Welche Alternativen schlagen Sie vor um die Stadtbahn zu entlasten ?? Gegen etwas zu sein und Vorschläge ablehnen kann jeder und das ist auch nicht schwer aber sich selber mal Gedanken machen ist schon was anderes !!

  12. 22.

    Die Stammbahn bringt rein gar nichts für Potsdamer. Profitieren davon würden nur die Kleinmachnower Immobilienspekulanten.

  13. 21.

    Richtig ist das in einen früheren Verfahren die Stammbahn als nicht förderungswürdig eingestuft wurde aber richtig ist auch das in den letzten 3 Jahren diese Strecke unter neuen Gegebenheiten ( starker Zuzug in den Berliner Speckgürtel , starke Überlastung der Stadtbahn u.s.w. ) noch einmal geprüft wurde und dort ist man zu einen anderen Ergebnis gekommen denn die Welt bleibt nicht stehen sondern ist ständig in Bewegung was zu Veränderungen in die ein oder andere Richtung führen kann . Desweiteren glaube ich auch nicht das die Stammbahn nur am Bahnhof Griebnitzsee halten wird sondern sicher auch andere Bahnhöfe im Raum Potsdam nutzen wird . Sie erwähnen ja 2 Zitate die sich gegen den Bau der Stammbahn wenden aber einen Vorschlag für eine Alternative konnte ich auch dieses mal in Ihren Kommentar nicht erkennen oder habe ich da was übersehen ? Der Hauptgrund dieses Projekts ist ja nicht primär ein Anschluss an Kleinmachnow herzustellen sondern eine Entlastungstrecke zu schaffen .

  14. 20.

    Eine Taktverstärkung nach Potsdam ist nicht nötig. Nur ein Ausbau der Gleise um schneller und störungsärmer fahren zu können wäre gut.

    Sie schreiben:

    Die Stammbahn hingegen hat Anschluss an die Berliner Nord-Süd-Strecke"

    nee falsch würde auf dieser fahren.

    Sie schreiben:

    "und stößt damit auf Strecken, die starke Überkapazitäten haben."

    Das Wort Überkapazitäten ist offensichtlich nicht richtig genutzt worden, da dies so keinen Sinn ergibt.

  15. 19.

    Bei dem 2. Gleis nach Potsdam geht nicht primär um die Entlastung der Stadtbahn, es geht um sinnvolle Projekte. Sekundär würde natürlich ein 2. Gleis nach Potsdam auch die Regionalbahn entlasten, da die S-Bahn dann schneller uns zuverlässiger fahren würde. Die Kapazitäten im Nord-Süd-Tunnel dürfen wenn der BER expandiert nicht mehr reichen, damit bringt das nichts. Die Potsdamer werden wohl kaum nach Griebnitzsee fahren und dort umständlich mit der Stammbahn das Zentrum Berlin zu umfahren.

    Denken Sie doch bitte über diese Zitate nach:

    "Im Jahr 2008 hatte der Senat schon einmal eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht - war jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Wiederbelebung der Stammbahn nicht förderungswürdig sei."

    "Der Verein "Schutzgemeinschaft Stammbahn" sieht ein Comeback der Strecke kritisch und moniert, diese könne die Verkehrsbedürfnisse der Menschen im wachsenden Speckgürtel Berlins nicht erfüllen"

  16. 18.

    Jeder Mensch, der sich in die morgens überfüllten Züge hineinquälen muss, wird nur äußerst ungern für die Vorzüge des öff. Nahverkehrs werben. Weil da zwei Seelen in einer Brust stecken.

    Eine Taktverstärkung bis nach Potsdam ist zwar möglich, geht aber zu Lasten der anderen S-Bahn-Strecken, die auch auf der Berliner Stadtbahn zw. Charlottenburg und Ostkreuz. Es wäre mithin organisatorischer Kannibalismus. Die Stammbahn hingegen hat Anschluss an die Berliner Nord-Süd-Strecke und stößt damit auf Strecken, die starke Überkapazitäten haben.

    Die besagte Schutzgemeinschaft ist die Interessengemeinschaft von Häuslebauern entlang der Stammbahntrasse, die im Zweifelsfall die deutsche Einheit immer hochgehalten hat, mit ihrem praktischen Handeln - sprich: den Ausbau ihres hinteren Gartens bis zum rostigen Schienenstrang hin - jedoch das Gegenteil praktiziert hat.

  17. 17.

    OK also wenn Sie wirklich meinen das die Stammbahn einzig und alleine für " Reiche aus Kleinmachnow " gebaut werden soll und nicht auch für die Leute aus Kleinmachnow und Umgebung die vielleicht nicht zu den glücklichen Reichen zählen dann nennen Sie Doch bitte eine halbwegs Sinnvolle Alternative um die völlig überlastete Stadtbahn zu entlasten denn das war laut Bundesverkehrswegeplan eines der wichtigsten Gründe dafür das die Stammbahn in den " Deutschlandtakt " aufgenommen wurde ?? Mit einen zweiten S - Bahngleis nach Potsdam ist das wohl kaum zu schaffen und deshalb frage ich auch ganz bewußt nach eine Sinnvollen Alternative !!

  18. 16.

    Irrtum von der Stammbahn haben die Potsdamer kaum was . Durch die Bezeichnung Potsdamer Stammbahn wollen die Kleinmachnower nur davon ablegen, dass es keinen wirklichen Bedarf für diese Steuerverschwendung gibt.

  19. 15.

    Es sind immer die Reichen die ihre Intressen durchsetzten. Denken wir nur an Potsdam da haben ein paar Reiche gegegn den Willen der Mehrheit der Potsdam die Schloss-Atrappe den Rosa Klotz erichten lassen. Potsdam hat von der Stammbahn nicht viel. Um mehr Stimmen für die Stammbahn zu haben wird den Potsdamer weissgemacht die Stammbahn wäre gut für Potsdam. Mit der Stammbahn wird Geld verpulvert für die Wünsche eine kleinen Gruppe.

  20. 14.

    Für diese Verbindung ist für die Zukunft wann immer das auch sein mag die Verlängerung der U 9 von Rathaus Steglitz bis Lankwitz Kirche geplant . Aber wie alles wird das sicher noch mindestens 30 Jahre dauern .

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