Logo und Schriftzug des Stromerzeugers Vattenfall sind zusammen mit einer lebensgroßen Puppe, die einen Arbeiter im Blaumann darstellt, an einer Hausfassade in Berlin zu sehen,
Bild: Audio: Inforadio, 05.07.2019, Jan Menzel

Streit um Rekommunalisierung - Vattenfall klagt gegen Vergabe des Berliner Stromnetzes

Die Vergabe des Stromnetzes an den Landesbetrieb Berlin-Energie landet vor Gericht. Der unterlegene Bieter Vattenfall hat vor dem Landgericht eine einstweilige Verfügung beantragt.

Die Entscheidung der Vergabestelle in der Finanzverwaltung, dem Landesunternehmen Berlin Energie den Zuschlag zu erteilen, sei rechtswidrig, argumentiert Vattenfall. Man habe die Unterlagen eingesehen und das Verfahren in mehreren Punkten gerügt. Das habe aber nichts geändert, daher habe man das Landgericht angerufen.

Der Schritt von Vattenfall kommt nicht überraschend. Der Betrieb des Berliner Stromnetzes ist höchst lukrativ, Vattenfall verdient mit dem Netzbetrieb einen dreistelligen Millionenbetrag jährlich. Gegenwind kommt jedoch aus der Politik: Die rot-rot-grüne Koalition möchte, dass die Gewinne in Berlin bleiben und hofft, dass ein landeseigenen Netzbetreiber hilft, die Energiewende zu beschleunigen.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Die Bewag-Mitarbeiter sind jetzt wie eh und je bei Vattenfall und betreiben das Stromnetz Berlin (Anlagen) eigentlich zufrieden wie zu Bewag-Zeiten.
    Die die ich kenne trauen dem Vorhaben einer Berliner Verwaltungsgesellschaft (Landesbetrieb Berlin-Energie, 9-köpfig) nicht über den Weg. Ich glaube Berlin möchte dass Stromnetz nach Lust und Laune vermieten oder möchte dass westdeutsche Konzerne die Fuß in die Tür bekommen. Nichts anderes. Wer weiß was da für Gelder geflossen sind. Ich hoffe Vattenfall macht es.

  2. 1.

    Tja, musste ja unbedingt das Tafelsilber verscheuert werden in den 90ern. Die gute alte Bewag lieferte jedes Jahr brav Rendite in den Haushalt des Landes Berlin. Aber einmal verkloppen brachte im Jahr des Verkaufs ja richtig schöne Sondereffekte...

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